Wenn man wissen will, wann der Sommer kommt, so braucht man nur die Simulation des Jetstreams betrachten, welcher aktuell über Mitteleuropa noch von Nord nach Süd verläuft und somit für den wechselhaften Wettercharakter und die mäßig warmen Temperaturen verantwortlich ist. Das ändert sich aber in Kürze, so dass im letzten Juni-Drittel einige Tage doch in den sog. sommerlichen Bereich fallen können (Temperaturen höher als +25 Grad).

Bleibt denn der Sommer für längere Zeit? Nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle ist davon auszugehen, da der Jetstream sich zum 2. Juli von Grönland über den Atlantik weit nach Süden und vor Mitteleuropa wieder nach Norden erstrecken kann. Das ist insofern interessant, als dass die Höhenstrukturen (Jetstream liegt bei etwa 10.000 Meter Höhe) die Möglichkeiten eines Hochdrucksystems über Mitteleuropa zulassen können. Was hat das mit dem Wetter im August zu tun? Die Großwetterlage, welche sich im Zeitraum zwischen dem 21. Juni und dem 11. Juli einstellen wird, hat das Potential, dass Wetter auch in den darauf folgenden sieben Wochen noch mit zu beeinflussen und darüber entscheiden kann, wie sich die Großwetterlage über die "wichtigsten" Wochen im Sommer einstellen kann (Siebenschläferregel).

Blickt man im Detail auf die aktuellen Simulationen, so wird im Zeitraum vom 21. Juni bis zum 5. Juli eine für Deutschland typische Wetterlage berechnet. Ein Hoch über dem östlichen Europa, welches sich zeitweise bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz erstrecken kann, während auf dem Atlantik die Tiefdrucksysteme versuchen, sich gegen das Hochdrucksystem durchzusetzen um sich im Bereich zwischen Skandinavien und Deutschland zu positionieren. In Folge solch einer Wetterlage wird es auf der Vorderseite warm, teils auch heiß, bevor es zu einer Übergangsphase mit Unwetterpotential und nachfolgendem kühleren Rückseitenwetter kommen kann. Sollte sich die "Siebenschläferregel" bewahrheiten, so wäre demnach mit einem abwechslungsreichen Wetter August 2016 zu rechnen.

Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wetterprognose Wetter August 2016 eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,5/+0,5 Grad im weitgehend normalen Bereich. In der Niederschlagserwartung berechnet das Langfristmodell im August keine großen Abweichungen gegenüber dem Sollwert, wobei die Tendenz - zum heutigen Stand - auch leicht negativ ausfallen kann (leicht zu trocken).

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