Wetter August 2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wette August 2016 - Wettertrend vom 10. Juli

Viele, wirklich sehr viele E-Mails erreichen uns derzeit immer mit der gleichen Fragestellung: Wann kommt der Sommer, wie wird das Wetter in den Ferien / Urlaub und wie wird das Wetter August 2016? Es ist verständlich, dass diese Frage Aufgrund der bislang unbeständigen Wetterlage gestellt wird. Zwar ist es aktuell durchaus hoch sommerlich warm, doch das wird sich im Wochenverlauf ändern und bis zum Mittwoch / werden wohl kaum mehr die +20 Grad erreicht werden können (s. Wetter Juli 2016).

Geprägt war der Sommer 2016 bisweilen von einem steten Auf und Ab der Temperaturen. Nach einer kurzen heißen/warmen Phase folgte prompt auch immer eine kühlere Wetterphase. Das ist im Übrigen auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz ein relativ normales Verhalten im Sommer, wenngleich im Mittel Hochdruckphasen etwas länger andauern. So lag das Temperaturniveau im Juni 2016 etwas über dem langjährigen Mittelwert im leicht zu warmen und der Juli 2016 aktuell im weitgehend normalen Bereich. Warum empfindet man den Sommer 2016 aber bisweilen als durchwachsen und subjektiv zu kühl? Das mag an den zurückliegenden Sommerjahren liegen, welche gegenüber dem Mittelwert allesamt zu warm bis deutlich zu warm waren. Deutlicher zeigt sich das anhand der Mittelwerts-Temperaturen der letzten Jahre im Vergleich - auf dieser Grafik sieht man, wie warm die letzten Sommer im Verhältnis zu den 70/80 und Anfang der 90 er Jahren waren. Kein Wunder werden die deutlich zu warmen Sommer der letzten Jahre zunehmend als "normal" wahrgenommen und ist ein Sommer dann aber tatsächlich mal normal, so wird er als zu kalt empfunden und in den Massenmedien als "Gruselsommer" bezeichnet - nein, er ist schlichtweg normal, auch wenn das jetzt provozierend klingen mag - insbesondere wenn die Temperaturen nun in der kommenden Woche deutlich zu kühl ausfallen werden.

Apropos zu kühl. Blickt man auf die Wetterprognose des Langfristmodells so zeigt sich im Juli 2016 etwa nördlich der Linie Köln - Dresden eine Abweichung gegenüber dem Langjährigen Mittelwert von -1/-0,5 Grad im leicht zu kalten Bereich, während über dem Süden mit -0,5/+0,5 normale Temperaturwerte berechnet werden. In der Wettervorhersage August 2016 liegt die Abweichung nach den Berechnungen des Langfristmodells mit -0,5/+0,5 Grad im normalen Bereich. In der Niederschlagsentwicklung wird der Juli als deutlich zu trocken und der August als normal gegenüber dem Sollwert simuliert. Das spricht nicht gerade für eine hoch sommerlich heiße Wetterphase im August 2016. Was aber nicht ist, kann ja noch werden - insbesondere beim Wetter.

Warum ist das aber so? Der Grund ist die seit Wochen beschriebene Erhaltungsneigung. Das Zirkulationsmuster verändert sich nur wenig und ruft immer wieder eine Wiederholung der Großwetterlagen hervor, welche sich in ihrem Muster "eingefahren" haben. Das gegenteilige Verhalten zur Erhaltungsneigung nennt sich Ausgleichsverhalten und führt zu einer gegenteiligen Wetterlage (vereinfacht folgt auf kühl und nass warm und trocken). Gut möglich, dass das Ausgleichsverhalten noch im August 2016 eintreten kann und somit den letzten Sommermonat noch sommerlich gestalten kann - viel wahrscheinlicher ist aber ein zu warmer Herbst und vielleicht auch Winter 2016/2017. So berechnet das Langfristmodell von Oktober bis einschließlich Dezember 2016 eine positive Abweichung der Temperaturmittelwerte von +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich.

Blickt man auf die Statistik, so herrscht zwischen dem 11./15. Juli häufig Hochdruck, während im Zeitraum 16./22. Juli eine Schlechtwetterperiode eintritt, bevor zum 23./31. Juli eine heiße Wetterphase nachfolgen kann. So schlecht ist die Statistik also nicht, denn aktuell herrscht seit dem 7. Juli hoher Luftdruck und wird noch bis zum 11. Juli anhalten, bevor im Zeitraum vom 12./16. Juli eine Schlechtwetterperiode nachfolgt - wie lange die tatsächlich anhalten wird, bleibt aber abzuwarten.

Für August besagt die Statistik sehr häufig zwischen dem 4./7. August Regenphasen, sonst ist zumeist mit Hochdruck bis zum 12. August zu rechnen. Zur Monatsmitte hin (12./14. August) oft kühleres Westwindwetter bis zum 23. August. Vom 25. bis 31. August sehr häufig Hochdruck (Spätsommer). Also auch in der Statistik ist der Sommer eher durchwachsen.

Was aber müsste sich ändern, damit es über Deutschland, Österreich und der Schweiz im August 2016 warm werden und sich eine stabile Wetterlage einstellen kann? Es muss die Möglichkeit dafür geschaffen werden, als dass sich ein Hochdrucksystem ausweiten und die Tiefdrucksysteme von Westen kommend blockieren kann. Das war bisweilen nur für ein paar Tage der Fall - richtig stabil war das aber nicht. Und eine maßgebliche Rahmenbedingung hierfür schafft der sog. Jetstream, welcher aktuell weit südlich verläuft und somit den Hochdruckaufbau schon in seiner Entstehung verhindert. Der Jetstream müsste also weiter nördlich verlaufen. Und daran wird sich nach den aktuellen Berechnungen bis Mitte Juli wenig verändern. Anders formuliert lässt sich zum heutigen Stand einem normalen Sommer 2016 wenig entgegensetzen.

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Wetter August 2016 - Wettertrend vom 3. Juli

Noch ist viel Zeit bis zum August und das Wetter kann sich bis dahin noch in unterschiedliche Richtungen Entwickeln, so dass zu heutigen Stand im Detail noch nicht gesagt werden kann, welches Wetter im August 2016 definitiv zu erwarten ist. Was aber möglich ist, sind Gedankenspiele mit Annahmen aus der aktuellen Wetterentwicklung und den daraus resultierenden Großwetterlagen.

Auffällig war in den letzten Wochen immer wieder der klägliche Versuch, über Mitteleuropa ein Hochdrucksystem aufzubauen, welches von den herannahenden Tiefdrucksystemen vom Atlantik her rasch abgebaut werden konnte und nachfolgend das Wetter mit einem unbeständigen und mäßig warmen Wettercharakter beeinflusste. Dieses Auf und Ab ist seit etwa dem Mai ein steter Begleiter und man spricht bei solch einem langen Zeitraum von einer ausgeprägten Erhaltungsneigung. Somit war ein nachhaltiges Sommerhoch bisweilen nicht möglich.

Aber auch der gesamte Siebenschläferzeitraum vom 21. Juni - 11. Juli, bei dem die Wetterentwicklung Aufschluss darüber geben kann, wie sich das Wetter in den kommenden sieben Wochen mit höherer Wahrscheinlichkeit entwickeln kann, war bisweilen von dem Auf und Ab deutlich geprägt und zeigte keine Veränderungen (mehr Infos zum Siebenschläferzeitraum). Wenn man so möchte spricht das für eine Erhaltungsneigung, welche auch im letzten Sommermonat August das Wetter noch dominieren könnte. In Summe würde dabei ein "normaler" Sommer herauskommen und würde all diejenigen von Ihnen nicht weiter überraschen, welche unsere Wettervorhersagen, Wetterprognosen und Wettertrends seit einiger Zeit mitverfolgen. Warum? Hier ein exemplarischer Auszug vom März 2016, der über die kommenden Wochen nur geringfügig angepasst wurde:
…Betrachtet man die Singularität der vergangenen Winter 2013/14, 2014/15 und 2015/16, so sind allesamt zu warm ausgefallen. Die darauf folgenden Sommer waren ebenfalls zu warm, allerdings mit einem Unterschied. Die Frühlingsmonate waren in Summe ebenfalls zu warm. Ob man das für den Sommer 2016 so Fortschreiben kann, bleibt fraglich, da der März 2016 aktuell den Trend hat zu kalt auszufallen. Was würde ein zu kühler/normaler Frühlingsverlauf bedeuten? Wären alle drei Frühlingsmonate zu kalt/normal, so zeigt sich eine ausgeprägtes Ausgleichsverhalten, welches wiederum in eine Erhaltungsneigung übergeht. Somit würde die Wahrscheinlichkeit eines normalen bis zu kühlen Sommer 2016 steigen…
Rückblickend war der Frühling 2016 mit einer Abweichung von +0,8 Grad Referenzperiode +/- 0) im Flächenmittel leicht zu warm, in vielen Regionen normal und in einigen auch leicht zu kalt, was die Ausgangsthese nur bedingt stützt und bisweilen einen leicht zu warmen Juni brachte - dabei fehlte es an Sonnenschein und insgesamt gab es mehr Regen als üblich. Was ist denn die normale Temperatur im Sommer? 22-27 Grad, ab und an bis +30 Grad, seltener über +30 Grad und passt ganz gut in das Schema der bisherigen Temperaturverlaufs im Sommer 2016.

Und was wären die Alternativen? Der "Gegenpart" zur Erhaltungsneigung ist das Ausgleichsverhalten und der Übergang von dem einen zum anderen Zustand geht schleichend und selten schlagartig voran, braucht seine Zeit und sind in ihrer Entwicklung nur bedingt zu erkennen. Betrachtet man die aktuellen Simulationen der Wettermodelle und die dazugehörigen Kontrollläufe, so zeigt sich auch im Verlauf des zweiten Juli-Drittels eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Fortbestand des Auf und Ab des Wetters. Aber auch hier gibt es immer wieder den "zaghaften" Versuch von einem Hochdruckaufbau über Mitteleuropa was letztlich den Prozess des Übergangs im letzten Juli-Drittel nicht ausschließt und sind bisweilen nur theoretische Ansätze

Betrachtet man die Wetterprognose des Langfristmodells, so war die Temperaturabweichung mit -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert Rückblickend für Juni, Juli und August weitgehend normal ausgeprägt, mit der Tendenz, dass der Juni etwas zu warm werden könnte. Tatsächlich war der Juni 2016 mit +1,6 Grad zu warm, wenngleich auch zu nass und es gab weniger Sonnenschein als üblich (weitere Details s. Rückblick Juni 2016). Für Juli 2016 zeigt sich heute westlich von Hamburg - München eine negative Temperaturtendenz, welche mit einer Abweichung von -1/-0,5 Grad leicht zu kalt auszufallen kann, während der August mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad weiterhin im normalen Bereich verbleibt. Zusammenfassend zeigt sich zum heutigen Stand im Juli nur wenig Veränderung in der Entwicklung der Großwetterlage, so dass auch der August mit einer höheren Wahrscheinlichkeit noch davon beeinflusst werden könnte. Regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter August 2016 erfolgen in Witterungstrends, Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen ab Mitte Juli.

Wetter August 2016 - Wettertrend vom 19. Juni

Wenn man wissen will, wann der Sommer kommt, so braucht man nur die Simulation des Jetstreams betrachten, welcher aktuell über Mitteleuropa noch von Nord nach Süd verläuft und somit für den wechselhaften Wettercharakter und die mäßig warmen Temperaturen verantwortlich ist. Das ändert sich aber in Kürze, so dass im letzten Juni-Drittel einige Tage doch in den sog. sommerlichen Bereich fallen können (Temperaturen höher als +25 Grad).

Bleibt denn der Sommer für längere Zeit? Nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle ist davon auszugehen, da der Jetstream sich zum 2. Juli von Grönland über den Atlantik weit nach Süden und vor Mitteleuropa wieder nach Norden erstrecken kann. Das ist insofern interessant, als dass die Höhenstrukturen (Jetstream liegt bei etwa 10.000 Meter Höhe) die Möglichkeiten eines Hochdrucksystems über Mitteleuropa zulassen können. Was hat das mit dem Wetter im August zu tun? Die Großwetterlage, welche sich im Zeitraum zwischen dem 21. Juni und dem 11. Juli einstellen wird, hat das Potential, dass Wetter auch in den darauf folgenden sieben Wochen noch mit zu beeinflussen und darüber entscheiden kann, wie sich die Großwetterlage über die "wichtigsten" Wochen im Sommer einstellen kann (Siebenschläferregel).

Blickt man im Detail auf die aktuellen Simulationen, so wird im Zeitraum vom 21. Juni bis zum 5. Juli eine für Deutschland typische Wetterlage berechnet. Ein Hoch über dem östlichen Europa, welches sich zeitweise bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz erstrecken kann, während auf dem Atlantik die Tiefdrucksysteme versuchen, sich gegen das Hochdrucksystem durchzusetzen um sich im Bereich zwischen Skandinavien und Deutschland zu positionieren. In Folge solch einer Wetterlage wird es auf der Vorderseite warm, teils auch heiß, bevor es zu einer Übergangsphase mit Unwetterpotential und nachfolgendem kühleren Rückseitenwetter kommen kann. Sollte sich die "Siebenschläferregel" bewahrheiten, so wäre demnach mit einem abwechslungsreichen Wetter August 2016 zu rechnen.

Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wetterprognose Wetter August 2016 eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,5/+0,5 Grad im weitgehend normalen Bereich. In der Niederschlagserwartung berechnet das Langfristmodell im August keine großen Abweichungen gegenüber dem Sollwert, wobei die Tendenz - zum heutigen Stand - auch leicht negativ ausfallen kann (leicht zu trocken).

Wetter August 2016

Der August ist der letzte und mit durchschnittlich 16,5 Grad der zweit-wärmste Sommermonat. Die hoch-sommerliche Phase endet zumeist mit dem letzten August-Drittel, was sich vor allem durch eine erhöhte Niederschlagsneigung (77 l/m²) bemerkbar macht.

Der Grund für die warmen Temperaturen sind oftmals die teils sich schon im Juli aufbauenden und stabilen Hochdruckgebiete über Mitteleuropa. Je nachdem welche Position diese Hochdrucksysteme einnehmen, kommt es zu der Wettersingularität der sog. "Hundstage", welche vermehrt im Zeitraum zwischen dem 23. Juli und 23. August vorkommen können.

Befinden sich die Hochdrucksysteme weiter im Westen, so sind auch kühlere Sommermonate möglich, befinden sich hingegen die Hochdrucksysteme weiter im Osten, so sind schwül-warme, teils auch gewittrige Sommermonate wahrscheinlicher. Blickt man auf die aktuellen Simulationen des Langfristmodells, so soll das Wetter im August 2016 normal - mit dem Trend auch etwas zu mild - ausfallen. Die Temperaturen liegen mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im Bereich des langjährigen Mittelwertes und auch beim Niederschlag zeichnet sich zum heutigen Stand ein normaler Wetterverlauf für den August ab.

Bemüht man die Statistik der langjährigen Temperaturaufzeichnungen, so fallen die Sommermonate insgesamt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu warm aus. Für August liegt die durchschnittliche Mitteltemperatur im Zeitraum 2001-2014 um etwa +1,2 Grad höher als im Zeitraum 1901-2000 - insofern ist eine Wetterprognose für einen "zu warmen" Wetterverlauf für den August 2016 grundsätzlich als wahrscheinlicher einzustufen. Regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter August 2016 erfolgen in Witterungstrends, Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen ab Mitte Juli.

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,76 +2,28 +1,53 554 l/m² - zu trocken

Wetterfakten August

Statistische Wetterwerte für August

  • Sehr häufig gibt es zwischen dem 4./7. August Regenphasen
  • Fallen die Regenphasen aus so ist bis zum 12. August mit Hochdruck zu rechnen
  • Zur Monatsmitte hin (12./14. August) oft kühlere Wetterphasen bis zum 23. August
  • Vom 25. bis 31. August sehr häufig Hochdruck (Spätsommer)

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