Wind, Regen und langsam kühler werdende Temperaturen kündigen in der aktuellen Wettervorhersage einen Wetterwechsel an, welcher mit höherer Wahrscheinlichkeit in der erweiterten Wetterprognose bis Ende Juli noch Bestand haben kann. Bleibt das auch im August noch so? Schaut man auch das Langfristmodell, so zeigt sich auf die aktuelle Wetterentwicklung eine Reaktion gegenüber den letzten Tagen, so dass die Abweichung gegenüber dem langjährigem Mittelwert zwischen -2/-1 Grad über dem Norden und -1/+0,5 Grad über dem Süden liegen kann. Anders ausgedrückt simuliert das Langfristmodell in seiner Wetterprognose für August - zum heutigen Stand - einen zu kühlen Temperaturverlauf bei einer weitgehend normalen Niederschlagsneigung. Insofern keine guten Aussichten auf eine stabile Hochdruckwetterlage im August? Geht es nach der aktuellen Simulation des amerikanischen Wettermodells, so zeigt sich bereits zum Ausklang des Juli eine sich aufbauenden Hochdruckachse über dem östlichen Europa, welche im weiteren Verlauf sich bis über den skandinavischen Bereich ausweiten kann und die atlantische Frontalzone vor Mitteleuropa blockieren kann. Im Wesentlichen können sich daraus zwei Wetterlagen entwickeln. Zum einen kann sich ein kräftiges Skandinavienhoch entwickeln, welches seine südlichen Gradienten auch auf Mitteleuropa ausweiten kann, was eine relativ trockene und warme Ostwindzirkulation imitieren könnte (stabiles Hochdruckwetter). In der zweiten Variante kippt die atlantische Frontalzone nach Süden weg und unterwandert das Hochdrucksystem über Skandinavien von Süden her, was zwar relativ warmes, aber auch niederschlagsreiches Wetter über Mitteleuropa zur Folge haben kann (höhere Wahrscheinlichkeiten für Vb-Wetterlagen - Mittelmeertief). Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so kann sich nach dieser Simulation eine Hochdruckachse über Mitteleuropa aufbauen, welche über Skandinavien bis über das europäische Nordmeer reichen kann. Sollte diese Variante eintreten, so wären die Temperaturen zum Start in den August noch als mäßig warm zu bezeichnen und könnten sich in den darauf folgenden Tagen langsam erwärmen. Insgesamt ist die Simulation des europäischen Wettermodells hinsichtlich einer stabilen Wetterlage als weniger stabil zu bezeichnen. Die Kontrollläufe zeigen am 1. August ein Temperaturspektrum zwischen +15/+28 Grad (Mittelwert: +17 Grad über dem Norden, +19 Grad über dem Westen und +21 Grad über dem Süden und Osten) und am 5. August zwischen +14/+31 Grad (Mittelwert: +22/+23 Grad über dem Norden und Westen und +24 Grad über dem Süden und Osten). Blickt man auf die Luftdruckentwicklung, so erkennt man im Zeitraum 24./31. Juli ein stetes Wechselspiel (1000 hPa - 1020 hPa), welches sich im Zeitraum 1./5. August weitgehend stabilisieren kann (1018 hPa - 1024 hPa). Geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), so liegen diese am 1. August bei 50/25/25 (gestern: 45/35/20) und am 5. August bei 20/20/60 (gestern: 30/35/60).

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