Der bisherige Verlauf des Sommers zeichnete sich im Juni und Juli bisweilen mit einem wenig stabilen Wettercharakter aus, bei dem die Temperaturen im Juni leicht über und im Juli bisweilen mit rund +3,7 Grad deutlich über dem vieljährigen Mittelwert liegen. Geht es nach der aktuellen Wettervorhersage für die kommenden Tage, so bleibt der Wettercharakter mit einem Auf und Ab der Temperaturen unbeständig, wobei die Temperaturen in der weitergehenden Wetterprognose bis Ende Juli - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - auch einen leicht negativen Verlauf annehmen können. Nun beginnen ja Ende Juli die Sommerferien auch in den südlichen Bundesländer von Baden-Württemberg und Bayern und wir erhalten derzeit viele Anfragen von unseren Besuchern, wie das Wetter im August wohl werden wird. Geht es nach den aktuellen Simulationen, so ist eine Veränderung des Zirkulationsmusters für Ende Juli durchaus wahrscheinlich. Die Frage die offen bleibt - wie nachhaltig ist diese Veränderung, bzw. könnte sich dadurch auch erstmals in diesem Sommer eine stabile Hochdruckwetterlage ergeben? Im Witterungstrend ist eine stabile Hochdruckwetterlage Tendenziell für die ersten August-Tage nicht auszuschließen. Warum? Seit ein paar Tagen simuliert das amerikanische Wettermodell vermehrte Varianten, bei der sich ein Hochdruckkeil des Azorenhochs vom 1./3. August bis über Mitteleuropa erstrecken kann und im weiteren Verlauf sich über Mitteleuropa in Form eines autarken Hochdrucksystems festigen könnte. Wie wahrscheinlich ist ein hoch sommerlich stabiler Wettertrend für die ersten August-Tage? Geht es nach den Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), so liegen diese am 1. August bei 45/35/20 (gestern: 30/45/25) und am 3. August bei 30/35/35 und zeigen ein breites und unsicheres Entwicklungsspektrum der Temperaturen in den ersten August-Tagen auf. Anders formuliert ist eine stabile Hochdruckwetterlage zwar nicht auszuschließen, zum heutigen Stand für die ersten August-Tage aber weniger wahrscheinlich. Das Langfristmodell simuliert für das Wetter im August mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine weitgehend Jahreszeit-typische Temperaturentwicklung, welche über dem Norden mit einer Abweichung von -1/+0,5 Grad auch leicht zu kühl ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten simuliert das Langfristmodell eine leicht negative Niederschlagsentwicklung (trocken). Geht es nach dem Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes, so liegt die Wahrscheinlichkeit für einen zu kalten Temperaturverlauf im Sommer (Juni, Juli, August) bei 8 Prozent, für einen normalen Verlauf bei 16 Prozent und für eine zu warmen Verlauf bei 76 Prozent.

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