Die Wahrscheinlichkeit, dass der August 2011 sommerlich wird, ist nicht schlecht. Das Mittelfristmodell sieht den Juli weiterhin wechselhaft, in den nächsten Tagen sogar mit einer nassen und kühleren Troglage. Um den 20. Juli herum bessert sich das Wetter langsam wieder und zum 25. Juli beginnt sich vorsichtig eine Hochdruckbrücke nach Skandinavien auszubilden. Über diese Hochdruckbrücke habe ich die vergangenen Tage ja auch schon zum Wetter im Sommer spekuliert, abgeleitet durch das Langfristmodell, welches den August 2011 im Norden als deutlich zu trocken und leicht zu warm berechnet. Der Grund scheint die Hochdruckbrücke, bzw. ein starkes kontinentales Hochdruckgebiet zu sein (auch weite Teile von Osteuropa werden deutlich zu trocken gerechnet). Das könnte in Deutschland sommerliches Wetter im August - zumindest für die Gebiete nördlich der Mittelgebirge bedeuten. Für den Süden muss man abwarten, denn wenn sich im Norden ein Hochdruckgebiet etabliert, weichen die Tiefdrucksysteme nach Süden hin aus. Deshalb werden Spanien, das südliche Frankreich und das nördliche Italien im August 2011 als deutlich zu nass und leicht zu kalt gerechnet. Das könnte auch Auswirkungen auf das südliche Deutschland haben, wobei das Langfristmodell den Süden eher im August eher normal einstuft.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen

 

Nach der Wahrscheinlichkeit müsste sich im August 2011 die Wetterlage stabilisieren, da seit Juni eine wechselhafte Großwetterlage vorherrscht. Diese Großwetterlage könnte sich im Juli nach den neuesten Prognosen sogar noch zu einer Troglage über Mitteleuropa ausweiten. Das Langfristmodell geht in seiner Wetterprognose für den August weiterhin von einen normalen Wetter aus, sowohl bei den Temperaturen, als auch beim Niederschlag. Signifikant für eine stabile Hochdruckwetterlage ist, dass der gesamte skandinavische Raum als zu trocken, z.T. auch deutlich zu trocken gerechnet wird. Damit hat sich zumindest in der Modellrechnung ein Hochdruckgebiet im Norden etabliert und verhindert somit Kaltlufteinbrüche im August. Allerdings zwingt diese Wetterlage die Tiefdruckgebiete auf eine südlichere Bahn - Spanien, südliche Frankreich und nördliche Italien - zu ziehen. Und in der Tat werden diese Gebiete auch als deutlich zu nass und etwas zu kalt gegenüber dem langjährigen Mittel gerechnet.
Nach den neuesten Wetterprognosen für den August 2011 zeichnet sich ein leicht zu warmer Nordwesten ab. Der Rest von Deutschland verläuft demnach mit normalen Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittel. Beim Niederschlag zeichnet sich für die Gebiete nördlich der Mittelgebirge eine normale Verteilung ab, während die Gebiete südlich davon etwas mehr Niederschlag abbekommen werden. Mit einem Blick auf Europa sieht man die Länder Spanien, südliche Frankreich und das nördliche Italien als deutlich zu nass und einen Tick zu kalt gerechnet. Die Skandinavischen Länder hingegen eher zu trocken und leicht zu warm. Dies könnte erneut ein Hinweis auf ein skandinavisches Hochdruckgebiet sein, dass die Tiefausläufer vom Atlantik her auf eine südlichere Bahn lenkt. Idealtypisch hierfür sind länger anhaltende Niederschläge in den südlichen Alpen.
August - Sommermonat und Ferienzeit. Da soll auch das Wetter mitspielen, vor allem für die Deutschland Urlauber auf den Campingplätzen. Das Langfristmodell geht in seiner heutigen Vorhersage weiterhin von einem normal temperierten August 2011 aus. Die Gebiete nördlich der Mittelgebirge werden sogar als leicht zu trocken gerechnet. betrachtet man Europa, so stellt sieht man, dass die Gebiete Spanien, südliche Frankreich und das nördliche Italien als leicht zu kalt und deutlich zu nass gerechnet werden. England wird zu trocken gerechnet - das deutet auf eine Hochdruckwetterlage bei Skandinavien hin, was die Tiefdruckrinne in den Südwesten von Europa verlagert. Für unser Augustwetter in Deutschland bedeutet solche eine Großwetterkonstellation abwechslungsreiches Wetter im Süden und gemäßigtes, relativ trockenes Wetter im Norden mit einer östlichen Luftströmung.
Das Langfristmodell sieht den August nun in weiten Teilen von Deutschland als leicht zu warm gegenüber dem langjährigen Mittel. Zudem wird auch ein leichtes, im Nordwesten auch stärkeres Niederschlagsdefizit vorhergesagt. Betrachtet man das Wettergeschehen im August in Europa, so werden Spanien und das südöstliche Europa als leicht zu kalt und zu nass gerechnet. In der Theorie könnte das auf eine Omegawetterlage hindeuten (Tief im Westen und Osten von Europa).
Die Omegalage, auch Omegahoch ist eine Wetterlage, die von einem großen Hochdruckgebiet charakterisiert wird, das seinerseits von zwei Höhentiefs, eines westlich und eines östlich davon, flankiert wird. Diese Konstellation ist zu jeder Jahreszeit sowohl im Hochdruck- wie auch im Tiefdruckbereich über vergleichsweise lange Zeiträume stabil. Quelle: Wikipedia