Kräftiger und auch länger andauernder Regen ist heute südlich der Mainlinie zu erwarten (Regenradar). Weiter nördlich lassen die Niederschläge nach und etwa nördlich der Linie Köln - Berlin kommt bei wechselnder Bewölkung des Öfteren auch mal die Sonne zum Vorschein. Der Wind kommt böig aus nördlichen Richtungen und führt kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen auf +4/+8 Grad über dem Süden und +7/+11 Grad über dem Norden zurückgehen lassen kann.

Der Grund für die nördliche Grundströmung ist ein Hochdruckkeil, welcher sich von England nach Skandinavien ausweitet und in der Höhe kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann. In Folge daraus sinken nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Schneefallgrenze. So ist am Dienstag, 18. April, etwa östlich der Linie Mannheim - Berlin mit starker Bewölkung und gelegentlichen Niederschlägen zu rechnen, welche bei Temperaturen von +3/+7 Grad bis auf 600 Meter herab als Schnee fallen können. Simuliert werden zum heutigen Stand oberhalb etwa 600 - 800 Meter Neuschneemengen von 5 bis 10 cm und in den Alpenregionen sogar noch mehr (Schneeprognose) - örtlich kurze Graupelgewitter bis in tiefere Lagen sind nicht auszuschließen. Nördlich der Linie lockern die Wolken auch mal auf und die Sonne kann die Temperaturen auf +5/+11 Grad erwärmen.

Am Mittwoch verändert sich nicht viel. Der Hochdruckkeil verlagert sich etwas nach Süden und liegt zwischen England, Deutschland und Skandinavien. So kommt es bei viel Sonnenschein etwa nördlich der Linie Köln - Dresden nur noch gelegentlich zu etwas Niederschlag. Südlich davon bleibt es häufiger stark bewölkt und im Stau der Alpen ist mit länger andauernden und auch kräftigen Niederschlägen zu rechnen. Der Wind kommt weiterhin unangenehm frisch aus nördlichen Richtungen und lässt die Temperaturen - trotz Sonnenscheins - über dem Norden auf +5/+10 Grad und über dem Süden auf +1/+6 Grad ansteigen. Die Schneefallgrenze schwankt über dem Süden zwischen 400 bis 600 Meter. So sind bis einschließlich Mittwochabend entlang des Voralpenlandes 3-20 cm und in den Alpen selbst Neuschneemengen von 20-70 cm, örtlich bis 100 cm möglich. Sollten diese simulierten Neuschneemengen tatsächlich auch so eintreten, so sind Unwetterkriterien in den höheren Alpenregionen erfüllt.

Am Donnerstag, den 20. April verlagert sich ein Tiefdrucksystem vom europäischen Nordmeer nach Skandinavien und drückt das Hochdrucksystem nach Süden weg. So liegt ein Teil des Hochdruckgebietes direkt über Deutschland und lässt bei wechselnder Bewölkung mit vermehrten Sonnenschein die Niederschläge abklingen. Der kalte Wind bleibt aber erhalten und dreht auf nordöstliche Richtungen, was die Temperaturen etwa südlich der Linie Stuttgart - Berlin auf +4/+8 Grad und nördlich davon auf +7/+12 Grad ansteigen lässt.

Am Freitag und Samstag verliert das Hochdrucksystem seinen Einfluss auf Deutschland und keilt auf dem Atlantik in Richtung Island und Grönland auf. Das führt dazu, dass im Verbund mit dem Tiefdrucksystem über Skandinavien das Zirkulationsmuster erneut meridionalisieren und den Transport kalter Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz einleitet. So können die Temperaturen am Freitag kurzzeitig auf +7/+13 Grad ansteigen (örtlich bis +15 Grad), sinken aber zum Samstag wieder auf +4/+10 Grad ab. Zudem wird der Wettercharakter von Freitag auf Samstag wieder unbeständiger und neigt zu Schauern, welche wieder bis in tiefere lagen als Graupelschauer niedergehen können.
Warnung vor Frost: In den Nächten von Dienstag bis Freitag sind Tiefstwerte von +3/-4 Grad und bei aufklaren bis -7 Grad möglich.
Ob sich das Wetter darüber hinaus wieder bessern kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im Frühling und Sommer.

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