Die Tiefdruckaktivität wird an Ostern höher und erreicht am Ostermontag mit länger andauernden und auch kräftigen Regenfällen ihren vorläufigen Höhepunkt. Die Temperaturen sinken bis Ostermontag auf +6/+12 Grad ab und die Schneefallgrenze schwankt über dem Norden bei 800 und über dem Süden um die 1.300 Meter. Typisches Aprilwetter und das "ausgerechnet" an Ostern. Wie aber geht es weiter - bleibt es bis zum Ende der Osterferien so kalt und unbeständig?

Die Signale der Wettermodelle sind aus meteorologischer Sicht erfreulicherweise eindeutig, was nur noch wenig Spielraum für die Wetterentwicklung der kommenden Tage offen lässt. Ein Hochdrucksystem bleibt über England positioniert und wird bis zum 18./19. April zunehmend kräftiger und in der Struktur weitläufiger. So kann sich bis zum 19. April eine Hochdruckkeil in Richtung Skandinavien ausbilden, was zum einen die atlantische Frontalzone blockiert, aber mit einer nordöstlich ausgerichteten Grundströmung sehr kalte Luftmassen nach Deutschland führen kann. Berechnet werden Temperaturen in ca. 1.500 Meter von bis -8/-12 Grad, was zum Ende des zweiten April-Drittel schon eine Hausnummer darstellt und gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 6 bis 9 Grad zu kalt ist. Gleichzeitig aber stellt der 19. April mit Höchstwerten zwischen +1/+8 Grad (an Weihnachten war es wärmer) den vorläufigen Tiefpunkt dar. Nachtfrost von -0/-7 Grad wäre nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells - insbesondere bei aufklaren - nicht auszuschließen. Warten Sie also noch mit dem rausstellen der Pflanzen, bzw. packen Sie diese wieder ein, denn die Eintreffwahrscheinlichkeit für diese kalten Temperaturen ist zum heutigen Stand sehr hoch.

Anschließend zeigt sich im Zeitraum vom 19./23. April eine langsame Erholung der Temperaturen, wenngleich die Großwetterlage kaum Hoffnung auf frühlingshaft warme Temperaturen macht. Das Hochdrucksystem bleibt westlich von Deutschland, konzentriert sich zum 19./20. April wieder über England und dehnt sich zum 21. April weiter nach Westen in Richtung Island aus. Gleichzeitig aber gelingt es der Frontalzone sich über das europäische Nordmeer weiter nach Osten in Richtung Skandinavien zu verlagern. In Folge daraus bleibt das meridionale Strömungsmuster erhalten und könnte sich nach dem 21. April nochmals verstärken, was die Temperaturen erneut in den sehr kalten Bereich absinken lassen könnte.

Zusammengefasst: Es bleibt dabei. Die Großwetterlage lässt derzeit keine großartigen Veränderungen zu, was dazu führt, dass die Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalte bleiben. Deutlicher zeigt sich das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt / normal / zu warm im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm der Temperaturentwicklung für den Monat April vom 14. April 2017

Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose für das Wetter im Sommer.

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