Ein Tiefdrucksystem rauscht an Ostern über Deutschland hinweg und sorgt mit einer nördlichen Grundströmung für einen ungemütlichen und auch kühlen Wettercharakter. So könnte die Schneefallgrenze zum heutigen Stand bis Ostermontag bis auf die mittleren Lagen absinken und schwankt von Nord nach Süd zwischen 600-1.300 Meter. Die Tageshöchstwerte werden am Ostermontag im Bereich zwischen +4/+10 Grad berechnet, was für die Jahreszeit erheblich zu kalt ist. Die Temperaturen in 1.500 Meter Höhe werden im Bereich zwischen -2/-6 Grad berechnet, was vor allem in den höher gelegenen Regionen der Mittelgebirge, Schwarzwald, Bayerischer Wald und der Alpen für Neuschnee sorgen könnte (Schneeprognose). Typisches Aprilwetter über Ostern.

Der Grund für die kalte Witterung ist nicht das Tiefdrucksystem allein, denn nur im Verbund mit einem Hochdrucksystem zwischen Grönland, Island und England gelingt eine meridionale Grundströmung von Nord nach Süd und beide Wettermodelle berechnen die Wetterentwicklung ähnlich, was ein Eintreffen der Wetterlage zum heutigen Stand sehr wahrscheinlich macht. Aber auch Zeitraum vom 17./23. April berechnen die Wettermodelle wenig erfreuliches für alle, die sich eine stabile Wetterlage mit frühlingshaft warmen Temperaturen wünschen.

Der Frühling macht wohl eine längere Pause

Schaut man sich die Entwicklung der Großwetterlage nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle genauer an, so stimmen diese im Wesentlichen darin überein, als dass sich westlichen von Mitteleuropa das Hochdrucksystem in seiner Position festigen kann. Sollte dies des Fall sein, so verbleibt Deutschland, Österreich und auch die Schweiz im Zustrom kalter Luftmassen aus nördlichen Richtungen. Ja, es geht sogar noch extremer, wie es bspw. das amerikanische Wettermodell heute berechnet. Das Hoch liegt zum 19. April mit seinem Kern über England und baut einen Hochdruckkeil nach Skandinavien aus. Gleichzeitig liegt aber über dem östlichen Europa ein Tiefdrucksystem, was im Verbund mit dem Hoch sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs bis nach Deutschland führen kann. So werden die Temperaturen in 1.500 Meter Höhe am 20. April zwischen -5/-10 Grad berechnet, was unter bestimmten Voraussetzungen auch für Graupel- und Schneeschauer bis in tiefere Lagen sorgen kann. Zum Vergleich: heute liegen die Höhentemperaturen zwischen -1/+4 Grad. Wie kalt kann es in tieferen Lagen werden? Berechnet werden bspw. für den 20. April Tageswerte zwischen +5/+10 Grad und in der Nacht auf den 20. April werden - je nach aufklaren - Tiefstwerte von +3/-5 Grad berechnet.

Die Kontrollläufe stützen diese zu kalte Temperaturentwicklung über und nach Ostern mehrheitlich. So sinkt der Mittelwert des Temperaturspektrums vom 17. April mit +7/+10 Grad bis zum 21. April auf +6/+9 Grad ab. In der Niederschlagsentwicklung berechnen die Kontrollläufe eine im Zeitraum vom 17./19. April erhöhte Niederschlagsneigung, welche vom 19./21. April nachlässt und zum 22. April wieder ansteigen kann. Wie schwer es der Frühling tatsächlich haben wird, lässt sich im nachfolgenden Diagramm der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt / normal / zu warm erkennen:
Diagramm der Temperaturentwicklung für den Monat April  vom 13. April 2017

Ein Update für das Wetter an Ostern mit einem Ausblick auf den Frühling und Sommer erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend Sommer.

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