Das zyklonale Grundmuster festigt sich für das Ostwetter zunehmend und hat einen unbeständigen und auch relativ kühlen Wettercharakter bis einschließlich Ostermontag zur Folge. In der Niederschlagsberechnung werden bis einschließlich Montag Niederschlagssummen nördlich der Linie Köln - Bayerischer Wald und entlang der Alpen von 17-30 l/m² und örtlich bis zu 20-50 l/m² simuliert. In einem breiten Streifen dazwischen sind mit 5-15 l/m² deutlich weniger Niederschläge zu erwarten.

Spannend bleibt der Zeitraum nach Ostern. Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 17./19. April kurzzeitig die Verlagerung des Hochdrucksystems von England nach Deutschland, was vor allem über Süddeutschland wärmere Luftmassen heranführen könnte. Im Zeitraum vom 19./20. April verlagert sich ein Tiefdrucksystem von Island über das südliche Skandinavien und drängt das Hochdruckgebiet weiter nach Westen in Richtung Island ab. In Folge dieser Verschiebung meridionalisiert das Strömungsmuster und Mitteleuropa gelangt zunehmend in ein nördlich orientiertes Strömungsmuster. So liegt Deutschland nach diesen Berechnungen am 21. April im direkten Einflussbereich eines Tiefdruckkerns, was mit nördlichem Wind die Tageswerte auf +4/+12 Grad absinken lassen könnte. Die Schneefallgrenze würde demnach zwischen 800-1.300 Meter schwanken können und Graupelschauer wären bis auf die mittleren Lagen herab nicht auszuschließen.
Ganz ähnlich hinsichtlich eines meridionalen Strömungsmuster sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells. Das Hochdrucksystem weicht auch nach dieser Simulation nach Westen aus und ermöglicht es den Tiefdrucksystemen über Mitteleuropa nach Süden abzutropfen.

Interessant ist aber vielmehr, dass beide Wettermodelle ihre zueinander differenzierenden Varianten von gestern verworfen haben und nun einheitlich das Hochdruckgebiet zwischen Island und England berechnen. Damit folgen sie dem Trend der Kontrollläufe, welche bereits seit Tagen einen leicht unbeständigen und für die Jahreszeit zu kalten und unbeständigen Wettercharakter im Zeitraum vom 17./21. April simulieren. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 19. April zwischen +4/+18 Grad bei einem Mittelwert von +10 Grad. Mit anderen Worten zusammengefasst: eine stabile und frühlingshaft milde Hochdruckwetterlage ist vorerst weniger wahrscheinlich, was das nachfolgende Diagramm noch einmal verdeutlicht:
Diagramm der Temperaturentwicklung für den Monat April  vom 12. April 2017
Ein Update für das Wetter an Ostern mit einem Ausblick auf den Frühling und Sommer erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend Sommer.

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