Ein Hochdrucksystem weitet sich in den kommenden Tagen mehr und mehr von Skandinavien nach Deutschland aus. So lassen die Niederschläge heute über dem Süden im Tagesverlauf nach und am Donnerstag kann es über dem Südwesten und dem östlichen Mittelgebirgsrand noch Schauer geben, sonst sind bis einschließlich Montag kaum mehr Niederschläge zu erwarten. Der Wind dreht auf östliche, kurzzeitig auch nördliche Richtungen und führt Bodennah etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland, so dass die Tageswerte - trotz zunehmender Sonnenscheindauer - sich zumeist im Bereich zwischen +9/+14 Grad bewegen können (Details s. Wetter März).

Ende März: frühlingshaft mild oder spätwinterlich nasskalt?

Völlig unterschiedliche Berechnungen der Wettermodelle ermöglichen bis Ende März noch zwei sich wesentlich unterscheidende Wetterentwicklungen. Nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells wird das Hochdrucksystem bis zum 31. März langsam aber stetig von der atlantischen Frontalzone nach Süden weg gedrückt und positioniert sich bis Ende März über Mitteleuropa, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen ruhigen und auch milden Wettercharakter sorgen kann. Die simulierten Tageswerte liegen demnach am 31. März mit Werten zwischen +15/+20 Grad im durchaus frühlingshaft milden Bereich.

Gegenteilig sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells. Das Hoch über Skandinavien weicht nicht nach Süden aus, sondern strebt vom 27./29. März in Richtung Island und Grönland und initiiert mit Hilfe eines Tiefdrucksystems über der Barentssee den Kaltlufttransport arktischer Luftmassen nach Süden, welche zum 29./31. März auch Deutschland erreichen können. Statt frühlingshaft mild und trocken, wäre nach diesen Berechnungen eher mit nasskalten und zu Schauern neigendem Wetter zu rechnen, wobei Graupelschauer bis auf mittlere Lagen herab nicht auszuschließen wären.

Hochdruckdominanz Anfang April über Nordeuropa

Auch wenn sich die Berechnungen der Wettermodelle grundsätzlich unterscheiden, so stimmen diese mit einem Hochdrucksystem im Bereich zwischen Island, England, Skandinavien und Deutschland in einem Punkt überein. Entscheidend, ob nun apriltypisches Wetter oder frühlingshaft milde Temperaturwerte Anfang April möglich sein werden hängt ganz entscheidend von der Hochdruckposition ab. Und hieraus ergeben sich auch die Unsicherheiten für die Wetterentwicklung Anfang April. Liegt das Hoch westlich zwischen England und Island, so besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für kalte Trogwetterlagen über Mitteleuropa, liegt das Hoch östlicher zwischen England, Deutschland und Skandinavien, so steigen die Chancen auf trockenes und frühlingshaft warmes Wetter an.

Wie stehen die Wahrscheinlichkeiten für das Wetter Anfang April?

Bereits seit Tagen werden von den Kontrollläufen gegenüber dem langjährigen Mittelwert normale Temperaturwerte berechnet. Daran hat sich auch heute nichts verändert. So liegt das Temperaturspektrum am 1. April zwischen +1/+19 Grad (Mittelwert: +10/+12 Grad) und am 3. April zwischen +4/+15 Grad (Mittelwert: +9/+10 Grad). Der Mittelwert sinkt etwas ab, was die kalten Varianten durchaus noch plausibel erscheinen lässt. Schaut man auf die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +8), normal (+9/+14), zu warm (>+15) und vergleicht diese mit gestern, so liegen am 1. April bei 15/40/45 (gestern: 10/25/65) und am 3. April bei 20/55/25 (gestern: 20/50/30). Die Wahrscheinlichkeiten von Temperaturen jenseits der +16 Grad Marke liegen am 1. April bei 15 und am 3. April bei 10 Prozent. Anders formuliert ist ein normaler bis zu warmer Start in den April zum heutigen Stand wahrscheinlicher, als ein zu Kalter. Hinsichtlich der Niederschlagsentwicklung berechnen die Kontrollläufe eine ansteigende Niederschlagsneigung Anfang April.

Diagramm für Wahrscheinlichkeiten der Temperaturentwicklung im ersten April-Drittel

Gegen 17:00 Uhr erfolgt ein weiterer Ausblick auf das Wetter im Frühling und Sommer und gegen 20:45 Uhr erfolgt ein Update vom Wettertrend Ostern 2017.

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