Für Ende März berechnen die Wettermodelle noch unterschiedliche Varianten, jedoch zeigt sich nach wie vor der Trend zum Aufbau von hohem Luftdruck im Bereich zwischen Island, England und Skandinavien. Je nach Position können unterschiedliche Grundströmungen entstehen. Liegt das Hochdrucksystem bspw. weiter westlich zwischen Island und England, so können Ende März auf dem östlichen Hochdruckgradienten kalte Luftmassen von Nord nach Süd in Richtung Mitteleuropa und somit auch nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt werden. Schauer, welche teils bis in tiefere Lagen auch als Graupelschauer niedergehen könnten, wäre bei solch einer Variante nicht auszuschließen.

Liegt das Hochdrucksystem stattdessen im Bereich zwischen England und Skandinavien weiter östlich, so ist im Verbund mit einem Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion mit einer östlichen Grundströmung zu rechnen. Die Niederschlagsneigung würde bei solch einer Variante von Nord nach Süd ansteigen und relativ warme - frühlingshafte - Temperaturen zur Folge haben (Details s. Wetter Frühling und Sommer 2017).

Welches Wetter ist Anfang April wahrscheinlicher?

Die Wettermodelle berechnen noch unterschiedliche Varianten für Anfang April 2017. Interessant war dabei eine Variante des amerikanischen Wettermodells von heute Morgen, welche das Hochdrucksystem weit westlich in Bereich Island/Grönland simulierte und über Mitteleuropa einen Kaltluftzustrom aus nördlichen Richtungen berechnete. Die Temperaturen könnten nach solch einer Variante über dem Norden +6/+10 Grad erreichen, während es über dem Süden mit +10/+15 Grad schon deutlich milder sein könnte. Interessant deshalb, weil das europäische Wettermodell die Verlagerung des Hochdrucksystems nicht berechnete und stattdessen das Hochdrucksystem mit einem Kerndruck von 1035 hPa über Skandinavien simulierte. Heute Nachmittag schwenkt das amerikanische Wettermodell mit seiner Simulation vom 1./3. April auf die Variante des europäischen Wettermodells ein und der hohe Luftdruck bleibt demnach im Bereich zwischen dem westlichen Russland, Skandinavien England und den Azoren in einer östlicheren Position bestehen.

Skandinavienhoch Anfang April?

Fasst man die Simulationen von heute zusammen, so bleibt der Trend zu hohem Luftdruck über Skandinavien in den ersten April-Tagen bestehen und bestätigt damit die Simulationen der letzten Tage. Anders formuliert ist ein Skandinavienhoch nicht die unwahrscheinlichste Variante und sollte dieses sich tatsächlich so entwickeln können, so wäre mit einer überwiegenden Hochdruckdominanz im ersten April-Drittel zu rechnen. Warum? Hochdrucksysteme über Skandinavien können sehr "zäh" und langlebig sein und gerade in den Frühjahrsmonaten ist die Wahrscheinlichkeit für Hochdrucksysteme über dem skandinavischen Raum durchaus hoch. Aber auch die Statistik stützt in den ersten April-Tagen Hochdruckwetterlagen, bevor zum 6./13. April häufiger das berühmt berüchtigte Aprilwetter möglich ist.

Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +7), normal (+8/+13), zu warm (>+14), welche am 31. März bei 50/25/25 und am 3. April bei 35/40/25 liegen, berechnen noch ein breites Entwicklungsspektrum der Temperaturen Anfang April. Das Temperaturspektrum selbst liegt am 1. April zwischen +1/+18 Grad (Mittelwert: +10/+11 Grad) und am 3. April zwischen +2/+20 Grad (Mittelwert +10/+12 Grad). Die Niederschlagsberechnung zeigt eine leicht bis mäßig hohe Niederschlagserwartung Anfang April, insofern ist eine Hochdruckwetterlage Anfang April derzeit eine wahrscheinliche Variante, aber eben noch keine gesicherte Entwicklung.

Wahrscheinlichkeiten der Temperaturentwicklung im ersten April-Drittel

Langfristmodell lässt Rückschlüsse zu

Ein Hochdrucksystem über Skandinavien hätte dort zu trockenes und auch zu warmes Wetter im April zur Folge. Passend dazu berechnet das Langfristmodell eine Temperaturabweichung über Skandinavien von +2/+3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei einer gleichzeitig negativen Niederschlagsberechnung (zu trocken). Ähnlich sind die Berechnungen für das Wetter im April für Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo die Abweichung mit +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich liegen kann. In der Niederschlagserwartung zeigt sich nach diesen Berechnungen zum heutigen Stand eine leicht zu trockene Tendenz im April.

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