Spannende Wetterentwicklungen stehen bevor - und das nicht nur mit der Wetterdynamik vom kommenden Wochenende, sondern ob, wie und in welcher Position sich letztlich das Hochdrucksystem im letzten März-Drittel verhalten wird. Denn die Position ist letztlich maßgebend dafür, wie das Wetter in den April starten kann. Drei Varianten sind in der Wetterentwicklung vom 28. März bis 2. April zum heutigen Stand die Wahrscheinlichsten.

Variante 1: Turbulent, dynamisch und kalt

In der ersten Variante legt das Wetter mit April-typischen Wetterlagen gleich richtig los. Das Hochdrucksystem über dem Azoren erstreckt sich von den Azoren in Richtung Island und könnte auch einen Hochdruckkeil in Richtung Skandinavien aufbauen. Gleichzeitig aber liegt über der Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem, schwächt sich aber bis zum 1. April deutlich ab. Die Tiefdruckaktivität der Frontalzone bleibt aber im gesamten Zeitraum hoch, was ein autarkes Hochdrucksystem Anfang April über Skandinavien weniger wahrscheinlich macht. Stattdessen weicht das Hoch auf den Atlantik aus und über Skandinavien setzt sich ein Tiefdruckkomplex fest. Im Verbund mit dem sich abschwächenden Mittelmeertief und dem Hoch auf dem Atlantik können in dieser Variante kalte Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt werden. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer teils bis in tiefere Lagen wären die Folge daraus.

Variante 2: Nass, aber warm

In der zweiten Variante gelingt es dem Azorenhoch im Zeitraum vom 28. März bis 2. April einen Hochdruckkeil nach Skandinavien aufzubauen um über dem skandinavischen Raum Anfang April ein autarkes Hochdrucksystem entstehen zu lassen. Aber auch bei dieser Variante liegt über der Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem, welches jedoch im Verbund mit dem Hoch über Skandinavien sehr milde Luftmassen nach Deutschland führen kann. Da das Hochdrucksystem durch seine Position Kaltluftvorstöße aus nördlichen Richtungen unterbindet, wäre in Folge daraus mit einem unbeständigen, aber milden Wettercharakter Anfang April zu rechnen.

Variante 3: Sonnig und trocken

In der dritten Variante legt sich der Hochdruckkeil quer über Mitteleuropa. Die Tiefdrucksysteme werden vor Mitteleuropa nach Nordosten abgelenkt und können Deutschland, Österreich oder die Schweiz nicht mehr erreichen. So wäre mit dieser Variante ein recht sonniger und trockenen Start in den April möglich.

Typisches Wetter im April: Sonne, Wolken, Schauer und Wind


Kontrollläufe: alles ist möglich

Die sog. Kontrollläufe berechnen ein sehr breites Entwicklungsspektrum im letzten März-Drittel, wie auch Anfang April. Auch hier ist der Grund die unsichere Hochdruckposition. So schwankt das Temperaturspektrum in ca. 1.500 Meter Höhe über den gesamten Zeitraum hinweg zwischen -9/+10 Grad. Die Differenz beträgt somit 19 Grad. Zum Vergleich: für eine Wettervorhersage wäre eine Differenz von 2 bis 4 Grad und für eine Wetterprognose von 2 bis 6 Grad wünschenswert. Ab Höhentemperaturen von ca. -6 Grad wären Schnee- und Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich, ab +6 Grad bewegen sich die Werte in Richtung frühlingshaft milde Temperaturen. So liegt das Temperaturspektrum am 1. April zwischen +1/+19 Grad bei einem Mittelwert von +11 Grad, wobei der Mittelwert dem für die Jahreszeit-typischen Wert entspricht. Grundsätzlich ist noch vieles in der Wetterentwicklung für April möglich, der Trend von heute und der letzten Tage macht ein Hochdrucksystem Anfang April im Bereich zwischen Island, England, Skandinavien und Deutschland zum heutigen Stand wahrscheinlicher.

Langfristmodell: Wetter im April 2017 mit Abweichungen

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wetterprognose für den April eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5/+2 Grad im leicht zu milden bis zu warmen Bereich. In der Niederschlagsberechnung wird der April 2017 gegenüber seinem Sollwert unauffällig berechnet mit der Tendenz leicht zu trocken auszufallen.

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