Zum Hauptinhalt springen

Wetter Herbst und Winter 2026/2027 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Spätsommer oder Frühherbst? Die Wetterlage steht vor einer entscheidenden Weichenstellung

| M. Hoffmann

Eine spannende Wetterentwicklung steht aktuell bevor. Die Frontalzone aktiviert sich über dem Atlantik, ihre Tiefdrucksysteme rücken in Richtung Skandinavien vor und drängen das dortige Blockadehoch weiter nach Osten ab. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen zwischen die Fronten der beiden Wettersysteme in eine südwestlichen Anströmung der Luftmassen. Das kann besonders heute über den südlichen Landesteilen zu teils schweren Gewittern mit einer hohen Unwettergefahr führen. Im Hinblick auf den weiteren Spätsommer wird entscheidend sein, ob sich das Blockadehoch weiter zurückdrängen lässt und sich über Skandinavien ein Tiefdruckwirbel eindrehen kann oder nicht.

Der Frühherbst oder der Spätsommer - die Großwetterlage stellt sich um mit weitreichenden Folgen © Martin Bloch
Der Frühherbst oder der Spätsommer - die Großwetterlage stellt sich um mit weitreichenden Folgen © Martin Bloch

Die Schauer und Gewitter breiten sich von Südwest nach Nordost aus und bilden zwei Schwerpunkte. Der eine liegt etwa nördlich der Linie zwischen Köln und Berlin, der zweite zwischen dem Schwarzwald und Dresden. Die östlichen Landesteile erreichen die Schauer und Gewitter erst zu den Nachmittags- beziehungsweise späten Nachmittagsstunden. Neben Blitz- und Hagelschlag sind auch Platz- und Starkregen, lokale Überflutungen und Sturzfluten möglich. Länger andauernd und ergiebig kann der Niederschlag hingegen etwa südlich einer Linie zwischen dem Bodensee und Sachsen ausfallen. Bevor die Gewitterfront eintrifft, sind über den östlichen Landesteilen noch Temperaturen von +27 bis +30 Grad möglich, örtlich sogar bis +32 Grad und damit sommerliche bis hochsommerliche Werte. Mit der Gewitterfront sinken die Werte auf +20 bis +25 Grad ab. Der Wind frischt aus südwestlichen Richtungen stark böig auf und kann in Gewitternähe stark böig bis stürmisch werden. Bei möglichen Superzellen über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern sind auch orkanartige Böen denkbar. (Gewitterradar || Warnlagenbericht).

Südwestwetterlage bringt wechselhaften Spätsommer bis in den September

Die Frontalzone über dem Atlantik aktiviert sich durch den Kaltluftvorstoß zwischen Grönland und dem östlichen Kanada. So entsteht ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen, wobei sich Anfang September die Frontalzone zwischen Island, dem europäischen Nordmeer, Skandinavien und England eindreht und vollständig gegen das Blockadehoch aufläuft, welches sich bis dahin von Skandinavien weiter über das westliche Russland nach Osten zurückgezogen hat.

Deutschland liegt zwischen den Fronten in einer südwestlichen Anströmung der Luftmassen, wodurch sich die Temperaturen bis zum 3. September meist in einem Bereich von +20 bis +25 Grad einpendeln. In Schauernähe gehen die Werte auf bis +17 Grad zurück und bei längerer Sonnenscheindauer sind mit bis +27 Grad auch sommerliche Temperaturen möglich. Der Wind weht stark böig aus südwestlichen Richtungen und kann an den Küsten von Nord- und Ostsee auch stürmisch auffrischen.

Der Wind treibt viele Wolken- und Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg, deren Schwerpunkt überwiegend nördlich der Linie zwischen Köln und Dresden liegt. Zwar sind auch über den südlichen Landesteilen ein paar Schauer möglich, doch beschränkt sich der nennenswerte Teil auf die Nordhälfte. Wer es genauer wissen möchte: Wetter September 2026.

Regenradar
Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)
Unterstützen
Sie uns!
Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Wir freuen uns über einen freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.
Betrag wählen

Weitere Wetterprognosen Wetter Herbst und Winter 2026/2027