Wetter Herbst und Winter 2026/2027 - Wetterprognose und Wettervorhersage
Polarwirbel dreht auf, Blockadehoch kommt - Niederschlagsarmut bis Oktober
Die Großwetterlage wird in den kommenden Tagen auf den Kopf gestellt. Ein Grund dafür ist der sich weiter intensivierende Polarwirbel, der sich mit seiner Polarfront weiter nach Süden ausdehnt und so gegen die dominierenden Hochdrucksysteme prallt. In der Folge können sich turbulente und teils kuriose Wetterlagen bilden, die zwischen den Extremen eines anhaltend trockenen und ungewöhnlich warmen Spätsommerwetters sowie eines nassen, kühlen und teils unwetterartigen Frühherbstwetters liegen können.
Der anfängliche Sonnenschein trübt sich heute durch den Ausläufer eines in Richtung Skandinavien ziehenden Tiefdrucksystems ein. Zu den Nachmittagsstunden setzt über dem Nordwesten Regen ein, der sich in der Nacht auf Freitag allmählich nach Süden ausweitet, sich dabei abschwächt und zum Freitagnachmittag über den östlichen Mittelgebirgen in sich zusammenfällt. Nennenswerte Niederschlagsmengen sind nicht zu erwarten und nach Abzug der Front lockert die Bewölkung auf, sodass am Freitag verbreitet ein trockener und sonniger Spätsommertag zu erwarten ist. Die Temperaturen erreichen meist +18 bis +22 Grad, können bei Regen auf bis zu +16 Grad zurückgehen und bei längerer Sonnenscheindauer über dem Südwesten bis +24 Grad möglich machen. Der Wind frischt über den Küsten von Nord- und Ostsee phasenweise stark böig bis stürmisch auf, während er über dem Landesinneren schwach bis mäßig aus überwiegend westlichen bis südwestlichen Richtungen kommt.
Sturmtief, Trogsystem und ein Blockadehoch
Kalte Luftmassen polaren Ursprungs strömen bis zum Beginn der letzten Septemberdekade über dem östlichen Kanada weit nach Süden auf den Atlantik und lösen so eine ganze Reihe an Tiefdrucksystemen aus.
Darunter ein Sturmtief, welches sich aktuell von Island in Richtung Skandinavien verlagert und das Wetter über Deutschland mit seinen südlichen Gradienten beeinflusst. Am Wochenende ist mit Schwerpunkt nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden bei starker Bewölkung mit zeitweiligem Niederschlag zu rechnen, der insbesondere am Sonntag nennenswert ausfallen kann. Weiter südlich lässt der Niederschlag nach, wobei sich der Himmel auch dort überwiegend stark bis wechselnd bewölkt zeigt.
Der Wind intensiviert sich über dem Norden und kann an den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu stürmischen Windböen führen. Im weiteren Verlauf zieht das Tief über Skandinavien nach Süden ab und leitet über Deutschland zum Start in die neue Woche bei wechselnder Bewölkung und auf nördliche Richtung drehendem Wind einen Luftmassenaustausch ein. Die Temperaturen gehen vom Wochenende mit +18 bis +24 Grad bis Dienstag auf +15 bis +20 Grad zurück, wobei über dem Südwesten bis +23 Grad möglich sein können. Wer es genauer wissen möchte: Wetter September 2026.















