Wetter Winter 2026/2027 - Wetterprognose und Wettervorhersage
Super-El-Niño trifft auf rekordwarme Meere - Was vom Winter 2026/27 zu erwarten ist
Wie wird der Winter 2026/2027? Der Frühling und der Sommer waren geprägt von einem schwachgradientigen Strömungsmuster, das im Frühjahr und im Juni und Juli insbesondere über dem Süden, Osten und Westen zu einer Dürre führte, welche nach Süden hin außergewöhnlich und regional auch katastrophal verlief. Mit ein Grund waren der zu warme Nordatlantik und das rekordwarme Mittelmeer. Und da beginnt es im Hinblick auf den Winter interessant zu werden. Welche Auswirkungen hat das derzeitige Setup auf das Wetter im Herbst und Winter - und wie stehen die Chancen auf Schnee, Eis und Frost - und sorgen die zu warmen Meere möglicherweise für ein Schneechaos und welchen Einfluss hat der Super-El-Niño auf den Winter in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Während über Deutschland die nächste Hitzewelle hinwegrollt, stellen wir die Frage nach dem Winter. Sind wir verrückt? Ein wenig ja, doch hauptsächlich liegt das an der fortgeschrittenen Jahreszeit, da der Sommer Mitte August dann in den Spätsommer übergeht und wir den Herbst mit in der Rubrik des Winters behandeln, wird es höchste Zeit, die Rubrik für den Herbst und Winter zu veröffentlichen.
Auffällig ist, dass die atlantische Frontalzone seit geraumer Zeit keine Rolle mehr spielt. Stattdessen wölben sich imposante Hochdrucksysteme weit nach Norden auf und positionieren sich im Jahr 2026 häufig als Blockadehochs. Entweder über Mitteleuropa oder auf dem Atlantik. So kam es bereits an Pfingsten - im Mai - zur ersten Hitzewelle, welche im Juni eine historische Hitzewelle mit einer Temperatur von +41,8 Grad, einem neuen Allzeitrekord, zur Folge hatte.
Ende Juli und Anfang August intensiviert sich die Hitze wieder und erste Modelle berechnen für den 3. und 5. August teils Temperaturen von bis +40 Grad. Doch gibt es auch Anzeichen einer Umstellung der Großwetterlage über den 7. August hinaus. Das Wetter ist in diesem Jahr von einem meridionalen Einfluss geprägt. Die Hitzephasen wurden durch kühlere Phasen ergänzt, was jedoch ausblieb, war der Niederschlag. Der Februar war seit Oktober der einzig zu nasse Monat, der Rest war teils erheblich zu trocken. Was, wenn sich das bis in den Winter hinein nicht ändert und was ist, wenn sich die Großwetterlage im August doch vollständig umstellen kann. Werden dann Störimpulse mit ihrem quasistationären Verhalten im Winter dann unwetterartigen Dauerschneefall auslösen oder zu extremem Dauerniederschlag mit Hochwasser führen können? Spannende Fragen, die es in den kommenden Wochen und Monaten zu klären gilt.
Wie wird der Winter?
Freunde des Winterwetters
warten sehnsüchtig auf einen normalen bis kalten Winter. Andere wiederum fragen sich, was mit dem Winterwetter los ist und da gibt es auch eine Gruppe an Menschen, welche allzu gerne auf den Winter verzichten können. Das Wetter wird es also mal wieder nicht allen recht machen können.
Rückblickend waren die Wintermonate der vergangenen 13 Jahre allesamt zu warm. Zählt man die nur leicht zu warme Wintersaison von 2012/2013 (+0,1 Grad) hinzu, sind es bereits 15 zu warme Winter in Folge. Eine derartige Aneinanderreihung von zu warmen Wintern war in den vergangenen 143 Jahren nicht zu beobachten. Kein Wunder also, dass die durchschnittliche Abweichung der Wintermonate der letzten 20 Jahre bei +1,7 Grad über dem langjährigen Mittel liegt. Und es gibt Jugendliche im Alter von 15 Jahren, die noch keinen einzigen zu kalten Winter erleben durften.
Der Temperaturanstieg von +1,7 Grad erklärt auch, warum der Flachlandwinter immer seltener geworden ist und selbst mittlere Lagen zwischen 300 und 600 Metern Schnee kaum noch zu Gesicht bekommen und Frost nur selten spüren. Die Frostgrenze schwankte in den letzten Wintern meist zwischen 500 und 800 Metern. Früher lag sie zwischen 300 und 600 Metern. Den einen freut es, den anderen nicht. Winterwetter polarisiert - keine Frage.
Klimaerhitzung macht dem Winter besonders zu schaffen
Wir haben in unseren Daten und Fakten über den Winter eine interessante Aufstellung erarbeitet, die einen kausalen Rückschluss ermöglicht.










