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Zwischen eisigem Hochwinter und einem Hauch von Frühling - Grenzwetterlage und Schwächung des Polarwirbels

| M. Hoffmann

Während Deutschland noch im Einflussbereich einer Luftmassengrenze liegt, beginnt der Umbau der Großwetterlage. Das Blockadehoch über Skandinavien verlagert sich weiter in Richtung Grönland und setzt den Polarwirbel in seiner Struktur unter Druck. Neben milden und wilden gibt es auch winterliche bis hochwinterliche Wetterentwicklungen mit frostigen Temperaturen und viel Schnee. Was sich letztlich durchsetzen kann, hängt von der Ausgestaltung des Grönlandhochs ab und da gibt es heute ein paar interessante Ansätze.

Der Hochwinter hat mit einem schwachen oder gestörten Polarwirbel noch eine Chance © Martin Bloch
Der Hochwinter hat mit einem schwachen oder gestörten Polarwirbel noch eine Chance © Martin Bloch

Die Grenzwetterlage über Deutschland wird mindestens noch bis zum 5. Februar milde Luft über dem Südwesten von winterlicher Frostluft über dem Nordosten trennen können. Verantwortlich ist ein Blockadehoch über Skandinavien, welches an seinem südlichen Gradienten von der Frontalzone auf dem Atlantik unterwandert wird. Die Wettersysteme sorgen für eine Pattsituation und so ändert sich beim Wetter über Deutschland nur wenig.

Frostige Winterluft trifft auf milde Atlantikluft

Die Luftmassengrenze verläuft überwiegend entlang einer Linie zwischen Münster und Dresden. Nördlich davon pendeln sich die Temperaturen auf -5 bis +1 Grad und südlich davon auf +4 bis +8 Grad und über dem äußersten Westen und Südwesten auf örtlich bis +10 Grad ein. Bei überwiegend starker bis wechselnder Bewölkung kommt es über der Westhälfte zu gelegentlich leichtem Regen, der entlang der Luftmassengrenze auch als Eisregen, gefrierender Regen oder Schneeregen niedergehen und für gefährliche Glätte sorgen kann. Weiter nach Norden und Osten ist mit geringfügigem Schneefall zu rechnen. Nennenswert kann der Niederschlag zum Start in die neue Woche ausfallen und sich auch über den Norden und Osten ausdehnen. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 100 und 500 Meter und kann über dem Südwesten auf bis 800 Meter ansteigen. Nördlich der Luftmassengrenze ist mit winterlichen Wetterverhältnissen bis auf die tieferen Lagen zu rechnen. Wer es genauer wissen möchte: Wetter Februar.

Deutschland im Einflussbereich einer Grenzwetterlage - Schnee, Schneeregen, Eisregen, gefrierender Regen und Regen sind die Folgen
Wettervorhersage der Prognose-Modelle: Deutschland im Einflussbereich einer Grenzwetterlage - Schnee, Schneeregen, Eisregen, gefrierender Regen und Regen sind die Folgen © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Kurz winterlich

Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells weicht heute erstmals von seiner winterlichen bis tiefwinterlichen Vorhersage der vergangenen Tage ab. Der Grund liegt in der Ausgestaltung des Blockadehochs über den nördlichen Breiten. Das Hoch über Skandinavien verlagert sich vom 2. bis 5. Februar in Richtung Island und erreicht zum 7. Februar Grönland. Von dort aus beginnt das Hoch den Polarwirbel nicht nur zu stören, sondern auch massiv zu schwächen.

Luftmassengrenze mit teils chaotischen Straßenverhältnissen

Mit der Verlagerung des Blockadehochs wird sich die Luftmassengrenze zwischen dem 5. und 8. Februar zunächst von Münster-Dresden etwas weiter nach Norden zwischen Münster und Berlin verschoben. So sind nördlich der Linie -4 bis +1 Grad und südlich davon +0 bis +8 Grad zu erwarten. Ganz über dem Süden und Südwesten können bis +10 Grad erreicht werden. Eine außergewöhnlich lang anhaltende Grenzwetterlage, welche mit etwas Niederschlag entlang des Grenzverlaufes immer wieder für chaotische Straßenverhältnisse sorgen kann.

Zusammenbruch der Grenzwetterlage - Winterwetter über Deutschland

Im Zeitraum vom 8. bis 12. Februar gelingt es dem Hoch über Grönland eine Achse in Richtung der Azoren aufzubauen. Infolge daraus wird die Frontalzone bei Neufundland blockiert und erreicht Europa nicht mehr. Mithilfe des Blockadehochs zwischen den Azoren und Grönland meridionalisiert die Grundströmung und aus nördlichen Richtungen strömen kalte Luftmassen polaren Ursprungs nach Süden in Richtung der Alpen.

Die Temperaturen erreichen am 9. Februar Höchstwerte von -12 bis -1 Grad und pendeln sich bis zum 13. Februar auf -4 bis +2 Grad ein. In den Nächten können Tiefstwerte von -15 bis -6 Grad und bei Aufklaren und über Schnee von bis -20 Grad möglich sein.

Schneefall und tiefwinterliche Wetterverhältnisse

Apropos Schnee, der ist mit einer labilen Schichtung der Luftmassen unter Tiefdruckeinfluss immer möglich. Regional kann der Schneefall länger andauernd und ergiebig ausfallen und so für tiefwinterliche Wetterverhältnisse sorgen.

Doch von langer Dauer sind die tiefwinterlichen Wetterverhältnisse nicht. Die Blockade auf dem Atlantik hält dem Druck der Frontalzone nicht stand und bricht zum 14. Februar in sich zusammen, was den Tiefdruckausläufern den Weg frei in Richtung Mitteleuropa macht. Mit einem kräftigen Wind aus Südwest können die Temperaturen bis zum 15. Februar auf +4 bis +8 Grad und über dem Westen auf bis +10 Grad ansteigen, was kräftiges Tauwetter teils bis auf die höheren Lagen zur Folge haben kann.

Die Luftmassengrenze bricht zusammen und der Winter setzt sich für ein paar Tage mit Schnee und Frost über ganz Deutschland durch
Die Luftmassengrenze bricht zusammen und der Winter setzt sich für ein paar Tage mit Schnee und Frost über ganz Deutschland durch © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Extreme Schwankungen

Zwischen der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells von heute Morgen und heute Mittag haben sich erhebliche Unterschiede ergeben. Während die Vorhersage von heute Morgen die Grenzwetterlage noch bis 8. Februar aufrecht erhalten hatte, kippte nachfolgend das Blockadehoch über Grönland mit seiner Achse nicht in Richtung der Azoren ab, sondern verlagerte sich mehr in Richtung Alaska und der Aleuten, was bis zum 11. Februar im Bereich zwischen Alaska und Sibirien einen Polarwirbelsplit provoziert hätte. Der Hauptcluster des Polarwirbels konnte sich zwischen Kanada, Grönland, dem europäischen Nordmeer und Skandinavien festigen, was über Deutschland, der Schweiz und Österreich eine ungewöhnlich warme Südwestwetterlage zur Folge gehabt hätte.

Grenzwetterlage erhält sich unter Abschwächung bis zum 10. Februar

Heute Mittag nun eine andere Variante, bei der sich das Blockadehoch über Skandinavien zwischen dem 5. und 10. Februar nicht nach Grönland verlagert und somit die Grenzwetterlage bis zum 10. Februar - unter Schwächung - noch aufrecht erhalten kann. Doch zieht sich die Luftmassengrenze mit -1 bis +2 Grad sehr weit nach Norden zurück, während nach Süden Temperaturen von +6 bis +12 Grad möglich sein können. Zeitweiliger Niederschlag geht überwiegend als Regen und nach Norden teils noch als Schneeregen, Eisregen oder gefrierender Regen nieder.

Schwächung des Polarwirbels, aber kein Polarwirbelsplit

Vom 9. bis 15. Februar schwächt sich das Blockadehoch über den nördlichen Breiten weiter ab und eine Verlagerung in Richtung Grönland kommt nicht zustande. Stattdessen wird die Hochdruckzone zwischen den Aleuten und Grönland stärker simuliert, doch reicht die Hochdruckachse nicht bis über die Azoren. Das Hoch - welches den Polarwirbel zwar massiv schwächt - kann eine Reaktivierung der Frontalzone auf dem Atlantik nicht verhindern und rauscht ohne Blockaden in Richtung Mitteleuropa.

Infolge daraus stellt sich vom 9. bis 11. Februar mit -1 bis +5 Grad zunächst eine nasskalte Witterung ein. Nachfolgend steigen die Temperaturen bis zum 15. Februar kontinuierlich auf +4 bis +8 Grad an und können über dem Süden und Südwesten mit Höchstwerten von +6 bis +12 Grad das Tauwetter bis auf die höheren Lagen bringen.

Der Winter steht auf der Kippe und vieles hängt davon ab, wie nachhaltig das Hoch den Polarwirbel zu schwächen vermag
Der Winter steht auf der Kippe und vieles hängt davon ab, wie nachhaltig das Hoch den Polarwirbel zu schwächen vermag © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Auf den Punkt gebracht: Ob Winter oder nicht, entscheidet der Polarwirbel

Auch nach dem 24. Tag in Folge kann das Resümee des Wettertrends nicht passender ausfallen. Insbesondere die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells zeigt mehr als deutlich, wie sehr ein möglicher Durchbruch des Winters vom Zustand des Polarwirbels abhängig ist. Und ja, in den kommenden Stunden und Tagen ist mit weiteren Korrekturen zu rechnen. Erst wenn klar ist, ob dem Hoch über Skandinavien der Sprung in Richtung Grönland gelingt, werden die Prognosen der Vorhersage-Modelle wieder stabiler.

Welches Wetter wahrscheinlich ist

Die Kontrollläufe bestätigen in den vergangenen Tagen die Milderung im Zeitraum vom 3. bis 8. Februar. Daran hat sich heute nichts geändert. Der Mittelwert der Kontrollläufe berechnet im Zeitraum vom 5. bis 9. Februar über dem Norden und Osten Temperaturen von +2 bis +5 Grad. Über dem Süden und Westen sind die Temperaturen vom 1. bis 9. Februar mit +4 bis +8 Grad deutlich höher. Einerlei - in Summe befindet sich der Winter in diesem Zeitraum klar auf dem Rückzug und die Kontrollläufe bestätigen heute den Wettertrend der vergangenen Tage ohne Ausnahme.

Fraglich ist noch, ob dem Winter mit Beginn der zweiten Februar-Dekade ein erneuter Durchbruch nach Deutschland gelingen kann. Das Temperaturspektrum geht zwar zurück, bleibt jedoch mit einer Anomalie von +0 bis +2 Grad über dem vieljährigen Mittelwert. Maßgeblich aber sind die Temperaturen in 1.400 Meter Höhe und die sinken bis zum 13. Februar über dem Norden auf bis -6 Grad und über dem Süden auf bis -3 Grad ab.

Damit ein Flachlandwinter in der zweiten Februar-Dekade noch möglich ist, sollten die Höhenwerte zwischen -7 und -9 Grad betragen. Für die mittleren Lagen würden -5 bis -7 Grad noch ausreichen. Der Winter ist zwar noch nicht vom Tisch, der Wettertrend aber räumt ihm keine großartigen Chancen mehr ein. Doch Vorsicht - es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme, die sich mit dem Zustand des Polarwirbels noch in die eine oder andere Richtung verschieben kann. Schaun mer mal.

Hohe Unsicherheiten - Der Winter steht nach wie vor auf der Kippe
Der Wettertrend nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Hohe Unsicherheiten - Der Winter steht nach wie vor auf der Kippe © www.meteociel.fr
Temperaturprognose der Wettermodelle für Januar
Tag Temperaturspektrum Temperaturmittelwert
6. Februar -2 bis +9 Grad +2 bis +7 Grad
10. Februar -4 bis +10 Grad +2 bis +5 Grad
15. Februar -8 bis +15 Grad +3 bis +5 Grad
Diagramm Temperaturen Februar 2026
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2026 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Nächste Aktualisierung

  • 20:15 Uhr: Aktualisierung der Wetterprognose Winter an dieser Stelle

Update der Wetterprognose von 20:10 Uhr

Vom Polarwirbel hängt es ab, ob der Winter über Deutschland normal oder letztlich doch zu warm ausfallen wird. Mit einer Extremwetterlage wäre auch ein zu kalter Winter in Betracht zu ziehen, doch Extremwetterlagen haben generell eine nur geringe Eintreffwahrscheinlichkeit.

Der Winter ist zu warm

Ende Januar hat der Winter eine durchschnittliche Temperatur von +1,21 Grad und ist im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 um +1,0 Grad zu warm (91/20: -0,2 Grad) und mit einer Sollerfüllung von 38,5 Prozent bisweilen deutlich zu trocken. Der Februar wird somit entscheidend, wie der Winter 2025/26 letztlich abschneiden wird.

Die plötzliche Stratosphärenerwärmung

Doch während die Vorhersage-Modelle im Moment noch hin und her schwanken und die Störung innerhalb des Polarwirbels nicht so richtig einordnen können, wird heute ein Stockwerk höher ein Prozess in Gang gesetzt, welcher das Wetter ab dem 10. Februar noch einmal vollständig auf den Kopf stellen kann - sowohl mit Vorfrühling als auch eisigem Hochwinter mit viel Schnee - in beide Richtungen.

Die Berechnungen einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung sind weit fortgeschritten und simulieren den Höhepunkt zum 10. Februar - teils mit einer deutlichen Windumkehr - auch wenn der Mittelwert nach wie vor keine Windumkehr berechnet. Einerlei - der Stratosphärenwirbel wird massiv geschwächt und es ist durchaus anzunehmen, dass das bereits der Beginn eines Final-Warmings werden kann (das vorgezogene Ende des winterlichen Polarwirbels).

Jedenfalls wirkt die Schwächung des Stratosphärenwirbels und kann unter Umständen die Kopplungssperre zur Troposphäre aufbrechen, was dann auch die unteren Schichten des Polarwirbels beeinflussen wird. Neben einem Polarwirbelsplit ist auch ein Mäandrieren oder auch ein Displacement des Polarwirbels (Verschiebung) möglich. Sollte es aber zu einem Major-Warming in Stratosphärenhöhe kommen - so kann sowohl das Wetter im Februar als auch noch im März und April maßgeblich beeinflussen.

Eine plötzliche Stratosphärenerwärmung kann das Wetter bis weit in das Frühjahr hinein beeinflussen
Eine plötzliche Stratosphärenerwärmung kann das Wetter bis weit in das Frühjahr hinein beeinflussen © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Die Wetterlage kippt auf Südwest - Kein Winterwetter

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells bestätigt heute Abend eine mildere Südwestwetterlage. Die Luftmassengrenze löst sich zum 6. Februar über Deutschland auf und es stellt sich bei Temperaturen von +0 bis +6 Grad und über dem Süden und Westen bis +8 Grad eine nasskalte Witterung ein.

Das Skandinavienhoch verlagert sich zügig in Richtung Grönland und geht zum 8. Februar in ein Polarhoch zwischen Alaska und den Aleuten über. Die Hochdruckachse dreht sich um 90 Grad und stabilisiert sich zwischen Alaska und Sibirien. Durch die Drehbewegung im Uhrzeigersinn werden die kalten Luftmassen von Sibirien in Richtung Kanada und Grönland verlagert und strömen bei Neufundland auf den Atlantik aus.

Reaktivierung der Frontalzone - Frühlingsduft statt Winterluft

Die Kaltluftmassen lassen bei Neufundland die Tiefdruckaktivität regelrecht explodieren, was zwischen dem östlichen Kanada, Island und Skandinavien ein Tief nach dem anderen entstehen lässt. Und so streichen die Tiefdrucksysteme in schöner Regelmäßigkeit über Deutschland hinweg und führen im Verbund mit einem nach Süden verschobenen Azorenhoch vergleichsweise warme Luftmassen nach Deutschland. Die Temperaturen erreichen am 9. Februar +4 bis +8 Grad und über dem Westen bis +12 Grad, am 12. Februar +5 bis +10 Grad und über dem Westen bis +14 Grad und am 15. Februar können mit +8 bis +16 Grad frühlingshaft warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden. Starkes Tauwetter würde sich demnach binnen kürzester Zeit bis auf die Hochlagen durchsetzen können.

Kein Winterwetter, stattdessen frühlingshaft warme Luftmassen über Deutschland aus südwestlichen Richtungen
Kein Winterwetter, stattdessen frühlingshaft warme Luftmassen über Deutschland aus südwestlichen Richtungen © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Fazit: Spannende Wetterentwicklung - der Winter aber steht auf der Kippe

Auch dieses Fazit ist seit 8 Tagen unverändert. Der Polarwirbel entscheidet, in welche Richtung der Winter kippen wird und sollte sich die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells durchsetzen können, so könnte der Winter am Ende noch ein sog. Supermildwinter werden. Dennoch - die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells gehört im Vergleich zu den Kontrollläufen mit Abstand zu den wärmsten Varianten und wird in keiner Art und Weise gestützt. Kurzum - mit Veränderungen ist nach wie vor zu rechnen - und einem möglichen Durchbruch des Frühlings ist mit einen erhobenem gesunden Maß an Skepsis zu begegnen.

Winterwetter weiterhin möglich

Eine andere Variante berechnet heute Abend erneut die Prognose des europäischen Wettermodells. Das Hoch über Grönland kann sich ausbilden und in der zweiten Februar-Dekade eine Querverbindung zum Azorenhoch aufbauen. Das blockiert die atlantische Frontalzone, welche sich im Zeitraum vom 6. bis 15. Februar nicht mehr in Richtung Mitteleuropa entwickeln kann.

Eisige Winterluft mit Schneefall über Deutschland

Die Luftmassengrenze erhält sich mit -2 bis +0 Grad über dem Norden und +5 bis +10 Grad über dem Süden bis zum 8. Februar. Nachfolgend meridionalisiert die Grundströmung und die Polarluft aus dem Norden setzt sich weiter in Richtung der Alpen durch, was die Temperaturen bis zum 15. Februar auf -13 bis -4 Grad absinken lassen kann. In den Nächten sind Tiefstwerte von -15 bis -8 Grad und bei Aufklaren und über Schnee von bis -20 Grad möglich. Damit steht die Wetterprognose des europäischen Wettermodells im krassen Gegensatz zu der fast frühlingshaften Prognose des amerikanischen Wettermodells. In diesem Sinne Ihnen einen wunderbaren Samstagabend.

Statt Frühlingsduft eisig kalte Winterluft über Deutschland
Statt Frühlingsduft eisig kalte Winterluft über Deutschland © www.meteociel.fr

Wetterdaten Februar 2026

Wetter- und Klimabilanz für Deutschland im Februar 2026.
Abweichung/Sollerfüllung zum vieljährigen Klimamittel:
1961/1990 1991/2020

Ø Temp. -0,1 °C -0,4 °C -1,6 °C
Sonne (Ø) 9,6 h 13 % 13 %
Niederschlag (Ø) 5,81 mm 11 % 11 %
Wind (Ø) 13,3 km/h
Max. Temp. 14,3 °C Tönisvorst
Min. Temp. -14,0 °C Grambow-Schwennenz
Max. Böe 118,4 km/h Greifswald
Max. 24h Niederschlag 40,0 mm Wismar
Eistage 2.27 38 % 52 %
Frosttage 5.83 32 % 35 %
Bodenfrosttage 6.69 33 % 34 %
Schneetage 4.89 44 % 59 %

Top-10 Extremwerte Februar 2026

  • Wert Datum Station Bundesland
    14,3 07.02.2026 Tönisvorst Nordrhein-Westfalen
    14,2 03.02.2026 Kiefersfelden-Gach Bayern
    14,2 03.02.2026 Kohlgrub, Bad (Rosshof) Bayern
    14,2 07.02.2026 Weilerswist-Lommersum Nordrhein-Westfalen
    14,1 07.02.2026 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg
    14,1 07.02.2026 Rheinau-Memprechtshofen Baden-Württemberg
    13,7 07.02.2026 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen
    13,5 07.02.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg
    13,3 03.02.2026 Garmisch-Partenkirchen Bayern
    -0,4 08.02.2026 20098
  • Wert Datum Station Bundesland
    -14,0 02.02.2026 Grambow-Schwennenz Mecklenburg-Vorpommern
    -13,3 02.02.2026 Grünow Brandenburg
    -13,3 02.02.2026 Ueckermünde Mecklenburg-Vorpommern
    -13,2 02.02.2026 Feldberg - Mecklenburg Mecklenburg-Vorpommern
    -13,2 02.02.2026 Trollenhagen Mecklenburg-Vorpommern
    -12,8 02.02.2026 Anklam Mecklenburg-Vorpommern
    -12,6 01.02.2026 Zugspitze Bayern
    -12,6 02.02.2026 Angermünde Brandenburg
    -12,2 02.02.2026 Tribsees Mecklenburg-Vorpommern
    -12,1 02.02.2026 Greifswald Mecklenburg-Vorpommern
  • Wert Datum Station Bundesland
    40,0 05.02.2026 Wismar Mecklenburg-Vorpommern
    21,2 06.02.2026 Vöhrenbach-Urach Baden-Württemberg
    17,9 03.02.2026 Homburg, Bad (Filterwerk) Hessen
    17,2 07.02.2026 Seegebiet Mansfelder Land-Röblingen Sachsen-Anhalt
    16,8 03.02.2026 Ebsdorfergrund-Ebsdorf Hessen
    16,3 05.02.2026 Zingst, Ostseeheilbad Mecklenburg-Vorpommern
    16,3 06.02.2026 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg
    16,1 06.02.2026 Schönwald Baden-Württemberg
    16,0 05.02.2026 Franzburg Mecklenburg-Vorpommern
    15,9 06.02.2026 Bernau-Goldbach Baden-Württemberg
  • Wert Station Bundesland
    42,4 Wismar Mecklenburg-Vorpommern
    31,9 Holzbach Rheinland-Pfalz
    29,1 Vöhrenbach-Urach Baden-Württemberg
    28,7 Utzenfeld Baden-Württemberg
    28,1 Bernau-Goldbach Baden-Württemberg
    27,5 Nohfelden-Gonnesweiler Saarland
    27,3 Kell am See Rheinland-Pfalz
    26,2 Weiskirchen - Saar Saarland
    24,8 Schönwald Baden-Württemberg
    24,5 Losheim-Niederlosheim Saarland
  • Wert Station Bundesland
    0,0 Andechs-Erling Bayern
    0,0 Augsburg Bayern
    0,0 Barßel-Loher Ostmark Niedersachsen
    0,0 Boos Bayern
    0,0 Buchloe Bayern
    0,0 Burgau Bayern
    0,0 Eberfing Bayern
    0,0 Egling - Isar-Attenham Bayern
    0,0 Eppishausen-Haselbach Bayern
    0,0 Mistelgau-Hardt Bayern
  • Wert Datum Station Bundesland
    118,4 04.02.2026 Greifswald Mecklenburg-Vorpommern
    101,5 04.02.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen
    99,4 03.02.2026 Zugspitze Bayern
    91,1 03.02.2026 UFS Deutsche Bucht Hamburg
    86,4 03.02.2026 Schönhagen (Ostseebad) Schleswig-Holstein
    85,7 04.02.2026 Arkona Mecklenburg-Vorpommern
    84,6 03.02.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg
    84,2 03.02.2026 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen
    83,5 04.02.2026 List auf Sylt Schleswig-Holstein
    82,1 03.02.2026 Fichtelberg Sachsen
  • Wert Station Bundesland
    51,9 Zugspitze Bayern
    42,7 Schneefernerhaus Bayern
    41,6 Leutkirch-Herlazhofen Baden-Württemberg
    39,9 Sigmarszell-Zeisertsweiler Bayern
    39,3 Halblech-Bayerniederhofen Bayern
    38,2 Mittenwald-Buckelwiesen Bayern
    38,1 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern
    38,0 Lippstadt-Bökenförde Nordrhein-Westfalen
    37,3 Haltern (Wasserwerk) Nordrhein-Westfalen
    37,0 Bochum Nordrhein-Westfalen
  • Wert Station Bundesland
    0,0 Berlin-Buch Berlin
    0,0 Berlin-Kaniswall Berlin
    0,0 Berlin-Marzahn Berlin
    0,0 Braunschweig Niedersachsen
    0,0 Bremervörde Niedersachsen
    0,0 Celle Niedersachsen
    0,0 Dachwig Thüringen
    0,0 Seehausen Sachsen-Anhalt
    0,0 Soltau Niedersachsen
    0,0 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen

Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Februar 2026 beträgt -0,1 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell -0,4 °C (91/20 -1,6 °C). Am 07.02.2026 konnte mit 14,3 °C über Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen) die höchste und am 02.02.2026 mit -14,0 °C über Grambow-Schwennenz (Mecklenburg-Vorpommern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 3,4 °C Saarland. Frischer ist der Februar 2026 mit einem Durchschnittswert von -4,1 °C bisweilen über Mecklenburg-Vorpommern.

Im Februar 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 5,8 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 11 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 2 Tagen.

Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 9,6 Stunden ihren Sollwert von 72,0 Stunden zu 13 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 51,9 Stunden über der Zugspitze (Bayern). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 0,0 Stunden über der Braunschweig (Niedersachsen).

Stand inkl.: || Aktualisiert:
Beta v0.9.4: Aggregierte Daten können Fehler beinhalten (Daten: Deutscher Wetterdienst)

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Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)