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Wetterprognose: Dramatische Wetterentwicklung möglich - Sibirische Kälte trifft auf maritime Atlantikluft

| M. Hoffmann

Ein Schneetief dreht heute noch über Deutschland seine Runden und kann mancherorts auch für Eisregen, gefrierenden Regen oder Regen mit gefährlicher Glätte sorgen. Im weiteren Verlauf stellt sich über Deutschland eine Grenzwetterlage ein. Die Luftmassengrenze trennt kräftiges Tauwetter über dem Süden von frostigen Temperaturen über dem Nordosten. Anfang Februar kann sich die Luftmassengrenze mit kräftigem Schneefall intensivieren und unter bestimmten Voraussetzungen auch abschwächen. Der Winter steht im Februar mit einer dramatischen Wetterentwicklung innerhalb des Polarwirbels definitiv vor dem Scheideweg.

Dramatische Entwicklung innerhalb des Polarwirbels  - Markante Luftmassengrenze über Deutschland - der Winter steht im Februar vor dem Scheideweg
Dramatische Entwicklung innerhalb des Polarwirbels - Markante Luftmassengrenze über Deutschland - der Winter steht im Februar vor dem Scheideweg

Das kleinräumige Schneetief hat sich weitgehend so verhalten, wie von den Prognose-Modellen berechnet. Die Zugbahn war zwar etwas westlicher, sodass mildere Luftmassen über Osteuropa auch den Nordosten erreichten und so für Eisregen sorgen konnten, doch waren diese kleinräumigen Verschiebungen und die damit einhergehenden Veränderungen in den Details auch zu erwarten. Kurzum - eine Wetterlage, wie sie nicht alle Tage vorkommt (Schneehöhen Deutschland). Da sich das Tief gegen den Uhrzeigersinn dreht, werden heute über dem Süden und Südwesten mildere Luftmassen zugeführt, was die Temperaturen auf +2 bis +6 Grad und über dem Südwesten auf bis +8 Grad ansteigen lassen kann. Starkes Tauwetter ist die Folge.

Luftmassengrenze über Deutschland

Die Luftmassengrenze wird jedoch nicht so schnell aufgelöst. Der Grund ist die Frontalzone auf dem Atlantik, welche sich unter ein Blockadehoch zwischen Grönland und Skandinavien schiebt. Vorderseitig gelangen vergleichsweise warme Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen vom 27. Januar bis 2. Februar insbesondere über dem westlichen und südwestlichen Landesteilen auf +6 bis +12 Grad ansteigen lassen kann. Frischer bleibt es mit +1 bis +5 Grad weiter nach Osten, während sich der Dauerfrost über Teilen von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, dem östlichen Niedersachsen sowie dem nördlichen Brandenburg mit -2 bis +1 Grad weitgehend erhalten kann. Die Frontalzone schiebt ein Niederschlagsfeld nach dem anderen nach Deutschland, sodass eine insgesamt wechselhafte Wetterwoche bevorsteht. Der Niederschlag geht über der Westhälfte bis auf die höheren Lagen in Regen über. Mit jedem Kilometer nach Osten geht der Niederschlag auch als gefrierender Regen, Eisregen, Schneeregen oder auch als Schnee nieder. Wer es genauer wissen möchte: Wetter Februar.

Eine Luftmassengrenze baut sich mit Regen, Schneeregen, Eisregen, gefrierenden Regen und Schneefall über Deutschland auf
Wettervorhersage der Prognose-Modelle: Eine Luftmassengrenze baut sich mit Regen, Schneeregen, Eisregen, gefrierenden Regen und Schneefall über Deutschland auf © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Vom Hochwinter in den Frühling - Prognose kippt vollständig

Die zu erwartende Sprunghaftigkeit der Vorhersage-Modelle ist mit dem Major-Warming in Stratosphärenhöhe ein erwartbares Ereignis. Die heutige Wetterprognose des europäischen Wettermodells stellt das eindrücklich unter Beweis. In der gestrigen Prognose wurden für den Februar noch eisige Luftmassen aus Sibirien berechnet. Dadurch wären die Tageshöchstwerte auf -14 bis -5 Grad abgesunken und in den Nächten wären Tiefstwerte von unter -20 Grad möglich gewesen.

Hochdruckzone über Mitteleuropa

In der aktuellen Wetterprognose wurden die Parameter um 180-Grad gedreht. Anstatt dass sich das Hoch über Skandinavien erneut als Blockadehoch etabliert (s. obenstehende Wetterkarten), dehnt sich nach der Vorhersage des europäischen Wettermodells ein Keil des Azorenhochs Anfang Februar nach Norden aus. Die Grundströmung kippt über ganz Deutschland auf Südwest und mit der Hochdruckdominanz stellt sich trockenes und verbreitet auch sonniges Wetter ein. Die Temperaturen erreichen über den westlichen Landesteilen +6 bis +12 Grad und nach Osten und Nordosten sind +3 bis +6 Grad zu erwarten. Selbst in 1.400 Meter Höhe werden Temperaturen von +5 bis +10 Grad berechnet. Der Taupunkt liegt jedoch - mit Ausnahme des Westens - mit -0 bis -9 Grad im negativen Bereich, so dass der Schnee im Schatten nur langsam sublimiert.

Polarwirbelsplit und doch kein Winter

Der Hochdruckkeil über Mitteleuropa ist deshalb bemerkenswert, da dieser in keinen der anderen Vorhersage-Modelle berücksichtigt wird - es ist gut möglich, dass diese Variante in den kommenden Stunden bereits wieder verworfen wird. Einerlei - im weiteren Verlauf dehnt sich das Hoch über Mitteleuropa weiter in Richtung europäisches Nordmeer nach Norden aus und geht vom 5. bis 8. Februar eine Querverbindung zum Aleutenhoch ein. Die Folgen für den Polarwirbel sind mit einem Polarwirbelsplit dramatisch und es ergeben sich zum 9. Februar zwei autark voneinander agierende Wirbel - der eine über Kanada und Grönland, der zweite über Sibirien.

Winter-Top oder Winter-Flop?

Deutschland liegt nach dieser Prognose noch inmitten der Hochdruckzone. Die Kaltluft aus Sibirien erreicht Skandinavien, wird jedoch kurz vor Deutschland blockiert. Auf der anderen Seite schiebt der Cluster zwischen Kanada und Grönland mithilfe der splittenden Hochdruckachse vergleichsweise warme Luftmassen nach Deutschland.

Und so floppt der Winter bei Temperaturen von +2 bis +6 Grad und über dem Westen mit bis +8 Grad in der ersten Februar-Dekade fast vollständig. Über dem Südwesten werden mit bis +16 Grad sogar schon frühlingshafte Werte simuliert.

Polarwirbelsplit - doch statt Winterwetter liegt Deutschland zwischen den Fronten in einer vergleichsweise warmen Südanströmung
Polarwirbelsplit - doch statt Winterwetter liegt Deutschland zwischen den Fronten in einer vergleichsweise warmen Südanströmung © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Scharfe Luftmassengrenze, sibirische Kälte nah an Deutschland dran

Der Winter geht mit steigendem Sonnenstand bis Mitte Februar zügig in den Spätwinter über. Ab dem 15. Februar bedarf es dann schon besonderer Wetterlagen, welche noch zu Winterwetter führen können. Interessant aber ist heute festzustellen, dass die Vorhersage-Modelle nicht nur unterschiedliche Interpretationen der kommenden Wetterlage berechnen, sondern auch in sich jeweils inkonsistent sind.

Anfang Februar: Eisige Winterluft über dem Norden

Bereits am 1. Februar intensiviert sich mit einem Blockadehoch über Skandinavien die Nordost- bis Ostanströmung über der Nordhälfte von Deutschland, was die Temperaturen am 1. Februar nördlich einer Linie Münster und dem Bayerischen Wald auf -10 bis -6 Grad absinken lassen kann - wohlgemerkt die Höchstwerte. Weiter nach Süden bleibt es mit +4 bis +8 Grad deutlich milder.

Polarwirbel steht vor einem Kollaps

Das Blockadehoch über Skandinavien dehnt sich bis zum 5. Februar weiter in Richtung Grönland aus und geht eine Querverbindung zu einem Hoch zwischen Alaska und dem Aleuten ein. Bis zum 9. Februar bläht sich das Hoch innerhalb des Polarwirbels weiter auf und kann neben einem Polarwirbelsplit auch zu einem Displacement des Polarwirbels führen (Verschiebung).

Sibirische Kälte nicht weit von Deutschland entfernt

Der Hauptcluster des Polarwirbels liegt zum 8. Februar zwischen der Kara- und Barentssee und wird durch die Drehbewegung des Hochs im Uhrzeigersinn in Richtung Skandinavien geführt und kurz vor Deutschland gestoppt. Dennoch reicht das aus, um die Temperaturen im Zeitraum vom 5. bis 9. Februar über der Nordhälfte mit -2 bis +2 Grad um den Gefrierpunkt herum schwanken zu lassen. Weiter nach Süden stellt sich mit +2 bis +6 Grad und ganz über dem Südwesten mit bis +8 Grad eine nasskalte Witterung ein.

Intensivierung der Luftmassengrenze Anfang Februar - nachfolgend ein stark geschwächter Polarwirbel
Intensivierung der Luftmassengrenze Anfang Februar - nachfolgend ein stark geschwächter Polarwirbel © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Auf den Punkt gebracht: Ob Winter oder nicht, entscheidet der Polarwirbel

Seit nunmehr 19 Tagen in Folge bleibt das Resümee bestehen und wird sich in den kommenden Stunden und Tagen wohl noch weiter zuspitzen. Die dynamischen Prozesse sind außergewöhnlich und haben die unterschiedlichsten Wetterlagen zur Folge. Kurzum - die Sprunghaftigkeit von einem Extrem in das andere wird vorerst erhalten bleiben.

Welches Wetter wahrscheinlich ist

Die Kontrollläufe berechnen eine bis weit in den Februar hineinreichende Grenzwetterlage. Die Temperaturen in 1.400 Meter Höhe liegen über dem Süden und Westen zwischen -2 und -4 Grad und können Anfang Februar kurzzeitig auf bis +2 Grad ansteigen. Weiter nach Norden und Osten hat die Bandbreite mit -3 bis -7 Grad in den vergangenen 24 Stunden zugenommen.

Über dem Norden und Osten hat das vom 30. Januar bis 3. Februar Tageshöchstwerte von -2 bis -4 Grad und über dem Süden und Westen von +2 bis +6 Grad zur Folge. Darüber hinaus verändert sich das Temperaturspektrum über dem Süden und Westen nur geringfügig, während über dem Norden und Osten die Temperaturen mit -1 bis +1 Grad weiterhin um den Gefrierpunkt schwanken. Der Winter steht somit definitiv vor dem Scheideweg. Schaun mer mal, in welche Richtung das kippen wird.

Hohe Unsicherheiten - Der Winter steht auf der Kippe
Der Wettertrend nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Hohe Unsicherheiten - Der Winter steht auf der Kippe © www.meteociel.fr
Temperaturprognose der Wettermodelle für Januar
Tag Temperaturspektrum Temperaturmittelwert
1. Februar -8 bis +7 Grad -4 bis +2 Grad
5. Februar -8 bis +10 Grad -1 bis +3 Grad
10. Februar -9 bis +11 Grad -0 bis +2 Grad
Diagramm Temperaturen Februar 2026
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2026 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Nächste Aktualisierung

  • 20:15 Uhr: Aktualisierung der Wetterprognose Februar an dieser Stelle

Update der Wetterprognose von 20:07 Uhr

Die Wetterlage ist im Moment eine ganz besondere und kommt nicht alle Tage vor. Verantwortlich hierfür ist ein Blockadehoch über den nördlichen Breiten und die Frontalzone, welche das Hoch an seinem südlichen Gradienten unterwandert. Deutschland liegt voll im Einflussbereich beider Wettersysteme - Frost aus Ost und maritim angewärmte Luftmassen aus Südwest.

Frostverschärfung

Die Fronten beider Wettersysteme sind derart verhärtet, sodass sich nach der Wetterprognose des amerikanischen und deutschen Vorhersagemodells bis in den Februar hinein eine Grenzwetterlage aufrecht erhalten werden kann. Die Höchstwerte betragen über dem Nordosten am 2. Februar nur noch -10 bis -6 Grad, während über dem Südwesten teils bis +14 Grad simuliert werden. Ein Extrem - ob es aber so kommt, bleibt abzuwarten.

Sollte es aber so kommen, so würde entlang der Luftmassengrenze der zeitweilige Niederschlag teils als Schnee, teils aber auch als Schneeregen, Eisregen oder als gefrierender Regen niedergehen können. Weiter nach Westen und Süden würde sich mit Regen das Tauwetter weiter fortsetzen, während in der Frostluft über dem Osten und Norden die Sonne Anfang Februar häufiger zum Vorschein kommen kann.

Die Schneeprognose der Vorhersage-Modelle
Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells von heute Mittag © www.meteociel.fr

Ungewöhnliche Grenzwetterlage über Deutschland

Das Bemerkenswerte an der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells von heute Mittag und heute Abend ist, dass sich die Grenzwetterlage nicht nur bis Anfang, sondern sich bis zum 6. Februar erhalten kann. Zum Vergleich - normalerweise halten sich Grenzwetterlagen über Deutschland für einen Zeitraum von 24 bis 48 Stunden - selten bis 72 Stunden.

Doch das System zwischen einem Blockadehoch über den nördlichen Breiten und der weit nach Süden verschobenen Frontalzone ist - zumindest in der Simulation - derart eingefahren, dass es so schnell keinen Ausweg daraus gibt. Und so verweilen die Temperaturen bis zum 6. Februar über dem Osten und Nordosten zwischen -4 und +0 Grad, während südlich der Linie von Münster und dem Bayerischen Wald Höchstwerte von +4 bis +8 Grad und phasenweise von bis +10 Grad erzielt werden können.

Schnee, Schneeregen, Eisregen, gefrierender Regen und Regen

Diese Niederschlagsarten sind entlang der Luftmassengrenze zu erwarten. Tendenziell ist die Luft nach Nordosten und Osten nicht nur kälter, sondern auch trockener und so ist die Niederschlagsausbeute eher gering, doch ist auch dort mit etwas Schneefall zu rechnen. Weiter nach Süden tritt der Niederschlag in flüssiger Form hingegen häufiger in Erscheinung.

Kollabierender Polarwirbel

Im Zeitraum vom 8. bis 10. Februar geht dann alles ganz schnell. Das Blockadehoch verlagert sich weiter in Richtung Island und Grönland und strebt eine Querverbindung zu einem Hoch zwischen Alaska und den Aleuten an. Und während westlich von Mitteleuropa der Polarwirbelsplitt vollzogen wird, greift das Kontinentalhoch über Russland den Polarwirbel zusätzlich an, was nicht nur einen kollabierenden, sondern auch einen mäandrierenden Polarwirbel zur Folge haben kann.

Und da wir beim Konjunktiv sind, könnte sich ein Teil des sich auflösenden Polarwirbels über Mitteleuropa festsetzen. Ja, ein mögliches weiteres Extrem - doch ist das im Moment nur eine Option von vielen und sollte der Cluster westlich von Mitteleuropa niedergehen, wird es ungewöhnlich warm. Abwarten ist angesagt!

Grenzwetterlage erhält sich bis in den Februar hinein - nachfolgend kollabiert der Polarwirbel
Grenzwetterlage erhält sich bis in den Februar hinein - nachfolgend kollabiert der Polarwirbel © www.meteociel.fr

Die plötzliche Stratosphärenerwärmung

Die Prognose-Modelle berechnen Anfang Februar ein äußerst kräftiges Warming in Stratosphärenhöhe. Entscheidend ist, ob sich das Warming mit einer Windumkehr zu einem Major-Warming (plötzliche Stratosphärenerwärmung; SSW) weiterentwickeln kann oder nicht. Wenn Sie sich fragen, was ein Major-Warming ist und wie die Auswirkungen einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung auf das Wetter über Deutschland, der Schweiz und Österreich sind, können Sie das gerne in der Beschreibung des Major-Warming nachlesen.

Der Mittelwert aller Kontrollläufe berechnet aktuell in der Stratosphäre Winde von +144 km/h. Bis zum 9. Februar sind es dann noch +17 km/h. Im Mittel keine Windumkehr - doch nehmen die Einzelläufe, welche eine Windumkehr berechnen, zu, darunter auch seit einigen Tagen der Hauptlauf, was den Wind mit -46 km/h von West-Ost nach Ost-West kippen lässt. Das ist zugleich auch die Begründung für die hohe Sprunghaftigkeit der Vorhersage-Modelle. Eine Stabilisierung der Prognose-Modelle tritt erst dann wieder ein, wenn das Phänomen der plötzlichen Stratosphärenerwärmung unmittelbar bevorsteht - also so im Zeitraum vom 4. bis 8. Februar. Die Hintergrundmodulation des QBO-Ost dürfte den Prozess noch verstärken.

Und während der NAO-Index (Verhältnis Azorenhoch zu Islandtief) im leicht negativen Bereich verweilt, gibt es zunehmend mehr Berechnungen, welche den AO-Index am unteren Ende der Skala platzieren. Der AO-Index ist stark vereinfacht ein Indikator zum Zustand des Polarwirbels. Das deckt sich derzeit gut mit dem Phänomen der plötzlichen Stratosphärenerwärmung, dem schwachen Polarwirbel und der Sprunghaftigkeit der Vorhersage-Modelle.

Major-Warming nach dem Hauptlauf mit Windumkehr auf -46 km/h
Major-Warming nach dem Hauptlauf mit Windumkehr auf -46 km/h © www.meteociel.fr

Der Winter kann auch ein Flop werden

Ein Major-Warming, ein Polarwirbelsplit, ein mäandrierender Polarwirbel oder auch eine absolut gestörte Zirkulation sind jedoch nur Rahmenbedingungen, welche die Grundlagen für Winterwetter über Deutschland verbessern. Sie sind jedoch keineswegs Garanten für tiefwinterliche Wetterverhältnisse im Februar. Wir haben es in den Jahren seit 2009 immer wieder miterleben dürfen, dass der Winter - trotz bester Voraussetzungen - letztlich kläglich scheiterte.

Aus diesem Grund gibt es bei uns den sog. erhobenen Zeigefinger, welcher Freunde des Winterwetters stets daran erinnern soll, dass die Wetterlage auch noch in eine völlig andere Richtung kippen kann.

Einer dieser Mahner ist in den vergangenen Stunden das europäische Wettermodell gewesen, welches zunächst einmal die Zufuhr eisig kalter sibirischer Luftmassen simulierte, doch zügig von dieser Variante Abstand nahm.

In der abendlichen Wetterprognose erhält sich die Grenzwetterlage mit Temperaturen von -4 bis +2 Grad östlich der Linie zwischen Bremen und Ulm noch bis zum 4. Februar. Nachfolgend verlagert sich das Blockadehoch in Richtung Grönland und Island und rotiert dort als eigenständiges Polarhoch, welches von der Polarfront regelrecht umrundet wird. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen voll in den Einflussbereich einer verhältnismäßig warmen Südwestwetterlage, was die Temperaturen vom 5. bis 8. Februar auf +5 bis +10 Grad und über dem Westen auf bis +14 Grad ansteigen lassen kann. In diesem Fall würde der Winter kolossal floppen - trotz bester Rahmenbedingungen. Es bleibt spannend - in diesem Sinne Ihnen einen wunderbaren Montagabend.

Der Winter kann auch noch in eine völlig andere Richtung kippen
Der Winter kann auch noch in eine völlig andere Richtung kippen © www.meteociel.fr

Wetterdaten Mai 2026

Wetter- und Klimabilanz für Deutschland im Mai 2026.
Abweichung/Sollerfüllung zum vieljährigen Klimamittel:
1961/1990 1991/2020

Ø Temp. 12,4 °C +0,4 °C -0,7 °C
Sonne (Ø) 80,8 h 41 % 38 %
Niederschlag (Ø) 36,69 mm 50 % 51 %
Wind (Ø) 11,2 km/h
Max. Temp. 29,4 °C Cottbus
Min. Temp. -13,6 °C Zugspitze
Max. Böe 99,4 km/h Feldberg - Schwarzwald
Max. 24h Niederschlag 70,4 mm Ochtrup (West)
Eistage 0.01 50 % 100 %
Frosttage 0.24 32 % 41 %
Bodenfrosttage 1.51 66 % 62 %
Schneetage 0.03 43 % 150 %
Sommertage 1.3 60 % 37 %

Top-10 Extremwerte Mai 2026

  • Wert Datum Station Bundesland
    29,4 03.05.2026 Coschen Brandenburg
    29,4 03.05.2026 Cottbus Brandenburg
    29,3 03.05.2026 Berlin-Marzahn Berlin
    29,3 03.05.2026 Potsdam Brandenburg
    29,1 03.05.2026 Berlin-Buch Berlin
    29,0 03.05.2026 Jena (Sternwarte) Thüringen
    29,0 03.05.2026 Kiefersfelden-Gach Bayern
    29,0 03.05.2026 Möckern-Drewitz Sachsen-Anhalt
    28,9 03.05.2026 Langenlipsdorf Brandenburg
    -1,7 12.05.2026 20098
  • Wert Datum Station Bundesland
    -13,6 12.05.2026 Zugspitze Bayern
    -4,6 12.05.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg
    -3,5 12.05.2026 Großer Arber Bayern
    -3,3 01.05.2026 Piding Bayern
    -3,2 12.05.2026 Brocken Sachsen-Anhalt
    -3,1 08.05.2026 Barth Mecklenburg-Vorpommern
    -3,0 01.05.2026 Oberstdorf Bayern
    -2,9 01.05.2026 Schorndorf-Knöbling Bayern
    -2,7 01.05.2026 Oberhaching-Laufzorn Bayern
    -2,3 01.05.2026 Wielenbach (Demollstr.) Bayern
  • Wert Datum Station Bundesland
    70,4 04.05.2026 Ochtrup (West) Nordrhein-Westfalen
    67,2 05.05.2026 Tonna-Gräfentonna Thüringen
    66,6 06.05.2026 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg
    64,7 10.05.2026 Höheischweiler Rheinland-Pfalz
    63,1 05.05.2026 Possen Thüringen
    63,0 05.05.2026 Hessisch Lichtenau-Velmeden Hessen
    60,0 05.05.2026 Langensalza, Bad-Großwelsbach Thüringen
    58,5 05.05.2026 Börde-Hakel-Hakeborn Sachsen-Anhalt
    56,2 10.05.2026 Pirmasens Rheinland-Pfalz
    55,1 05.05.2026 Sondershausen - Kyffhäuserkreis Thüringen
  • Wert Station Bundesland
    122,2 Langensalza, Bad-Großwelsbach Thüringen
    120,6 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg
    106,8 Willingen - Hochsauerland Hessen
    106,3 Possen Thüringen
    99,8 Brilon-Thülen Nordrhein-Westfalen
    99,7 Sargstedt Sachsen-Anhalt
    99,1 Lauterberg,Bad-Bartolfelde Niedersachsen
    98,7 Muldenberg - Zwickauer Mulde Sachsen
    96,8 Wünnenberg-Eilern Nordrhein-Westfalen
    96,6 Oppenau Oberes Renchtal Baden-Württemberg
  • Wert Station Bundesland
    0,0 Berka Niedersachsen
    0,0 Ditfurt Sachsen-Anhalt
    0,0 Geratal-Gräfenroda Thüringen
    0,0 Hahn Rheinland-Pfalz
    0,0 Möckmühl - Jagst Baden-Württemberg
    0,0 Oberstenfeld Baden-Württemberg
    0,0 Salzwedel-Tylsen Sachsen-Anhalt
    0,0 Winden Baden-Württemberg
    0,8 Langenneufnach-Unterrothan Bayern
    2,4 Deuerling-Heimberg Bayern
  • Wert Datum Station Bundesland
    99,4 11.05.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg
    91,4 03.05.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz
    88,9 11.05.2026 Zugspitze Bayern
    85,3 06.05.2026 Lindau (SWN) Bayern
    85,3 11.05.2026 Friedrichshafen Baden-Württemberg
    83,9 12.05.2026 Fichtelberg Sachsen
    82,1 11.05.2026 Hohenpeißenberg Bayern
    82,1 11.05.2026 Hornisgrinde Baden-Württemberg
    81,0 03.05.2026 Brocken Sachsen-Anhalt
    81,0 11.05.2026 Norderney Niedersachsen
  • Wert Station Bundesland
    133,7 List auf Sylt Schleswig-Holstein
    124,0 Hallig Hooge Schleswig-Holstein
    122,4 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein
    121,5 Leck Schleswig-Holstein
    121,2 Rotthalmünster (Landwirtschaftsamt)_DUE Bayern
    121,2 Wagersrott Schleswig-Holstein
    121,0 Leuchtturm Kiel Schleswig-Holstein
    120,8 UFS Deutsche Bucht Hamburg
    120,3 Fürstenzell Bayern
    119,9 Simbach - Inn Bayern
  • Wert Station Bundesland
    35,8 Marienberg, Bad Rheinland-Pfalz
    43,6 Kempten Bayern
    44,1 Seesen Niedersachsen
    47,3 Roth bei Prüm Rheinland-Pfalz
    47,9 Harzburg, Bad Niedersachsen
    48,3 Wernigerode Sachsen-Anhalt
    48,4 Schneifelforsthaus Rheinland-Pfalz
    49,5 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt
    49,9 Alfeld Niedersachsen
    50,6 Helmstedt-Emmerstedt Niedersachsen

Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Mai 2026 beträgt 12,4 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 0,4 °C (91/20 -0,7 °C). Am 03.05.2026 konnte mit 29,4 °C über Cottbus (Brandenburg) die höchste und am 12.05.2026 mit -13,6 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 13,7 °C Berlin. Frischer ist der Mai 2026 mit einem Durchschnittswert von 11,5 °C bisweilen über Schleswig-Holstein.

Im Mai 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 36,7 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 50 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.

Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 80,8 Stunden ihren Sollwert von 198,4 Stunden zu 41 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 133,7 Stunden über der List auf Sylt (Schleswig-Holstein). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 35,8 Stunden über der Marienberg, Bad (Rheinland-Pfalz).

Stand inkl.: 12.05.2026 || Aktualisiert: 13.05.2026 08:55 Uhr
Daten: Deutscher Wetterdienst

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

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