Wetter Winter 2022/2023: Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetteraussichten: Die atlantische Frontalzone läuft heiß und hat eine ungewöhnliche Wetterentwicklung zur Folge

| M. Hoffmann
Das Wetter wird über Deutschland unbeständiger

Ein Hochdruckblock über Osteuropa und eine ungewöhnlich hohe Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik stehen sich gegenüber und werden den weiteren Wetterverlauf unter sich ausmachen. Welche Optionen hat der Winter und wie steht es um den Spätherbst?

Das bisher dominante Hochdrucksystem weicht in den kommenden Tagen etwas weiter nach Norden zurück und stellt der atlantischen Frontalzone mehr Spielraum zur Verfügung, deren Ausläufer Deutschland immer wieder streifen können.

Nasskalter Nordosten mit optional frühwinterlichen Wetterereignissen

Von Westen drücken ab Mitte der Woche Regengebiete nach Deutschland und sorgen für einen zunehmend unbeständigen Wettercharakter, der bis Ende der Woche anhalten wird. Die Tiefdruckausläufer kommen nur sehr langsam nach Osten voran, da über dem östlichen Europa ein sog. Kaltlufttropfen versucht, nach Westen zu gelangen. Infolge daraus baut sich über Deutschland eine Luftmassengrenze auf, was die Temperaturen über Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, sowie über Sachsen und Sachsen-Anhalt bis zum Ende der Woche um die +0 Grad-Marke herum einpendeln lässt. Dauerfrost wird dort zum Thema. Hinzu kommt eine leicht erhöhte Schauerneigung, was Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer nicht ausschließen lässt (Schneeprognose). Weiter nach Westen ist es die milde Atlantikluft, was die Temperaturen auf +8 bis +12 Grad und örtlich bis +14 Grad ansteigen lassen kann. Die Luftmassengrenze verläuft entlang einer Linie von Hamburg und dem Bayerischen Wald. Anzumerken ist, dass der Verlauf einer Luftmassengrenze dynamisch ist und es sehr auf die Details ankommen wird. Andere Lösungen sind möglich, wie es die nachfolgenden Wetterkarten eindrücklich zeigen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter November 2022.

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Wettertrend: Steht ein Wintereinbruch über Deutschland bevor?

| M. Hoffmann
Eine Pattsituation - samt Luftmassengrenze - zeichnet sich in den kommenden Tagen über Deutschland ab und unter bestimmten Voraussetzungen können sich die ersten Schneeflocken mit untermischen. Die nachfolgende Wetterentwicklung ist dann alles andere als gewöhnlich und bietet weiter frühwinterliche Optionen an. Noch dominiert ein Hochdrucksystem das Wetter ü...

Wettertrend: Vollständig gestörte Zirkulation mit optionalem Dauerfrost und etwas Schnee?

| M. Hoffmann
Die Tiefdruckproduktion auf dem Atlantik läuft auf Hochtouren. Würde diese entfesselt werden, wäre eine windige, stürmische und regnerische Westwetterlage zu diskutieren. Doch hat die atlantische Frontalzone einen mächtigen Gegenspieler in Form eines über Europa liegenden Hochdrucksystems, das zudem auch den Polarwirbel reizt. Überraschungen und markante Wetterumschwünge sin...

Wetterprognose: Der Polarwirbel wird unter Druck gesetzt - markanter Wetterwechsel in der letzten Novemberdekade?

| M. Hoffmann
Zwischen der atlantische Frontalzone und einem mächtigen Hochdruckblock entscheidet sich das Wetter der zweiten November-Hälfte. Neben einem Polarwirbelsplit, wird auch eine turbulente und stürmische Westwetterlage ins Spiel gebracht. Über Deutschland dominiert ein Hochdrucksystem das Wetter und da die Jahreszeit schon weit fortgeschritten ist, nähert sich d...

Wettertrend: Vollständig gestörte Zirkulation mit dichtem Nebel, Dauerfrost und frühwinterlichen Wetterereignissen?

| M. Hoffmann
Auf dem Atlantik toben Tiefdrucksysteme, angefeuert von einem nicht enden wollenden Kaltluftzustrom. Über Europa hält ein Hoch dagegen, die Frage, die sich aber stellt - für wie lange - und was folgt nach? Sonne, Wolken und Nebel. In den kommenden Tagen setzt sich ein Hochdrucksystem über Deutschland durch und sorgt für einen ruhigen Wettercharakter. Der Win...

Wetterprognose: Erhaltungsneigung, Blockadehoch, Polarwirbelsplit oder ein Displacement mit vollständig gestörter Zirkulation

| M. Hoffmann
Dem Polarwirbel stehen teils erhebliche Verwerfungen bevor, die neben einem Polarwirbelsplit auch zu einem Displacement führen könnten. Doch wie auch immer das ausgehen mag - die Entscheidung über das Deutschlandwetter wird zwischen der atlantische Frontalzone und einem Hoch über Europa ausgefochten. Ein Regengebiet zieht heute über die Südhälfte hinweg und ...

Regenradar

Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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