Wetter Winter 2021/2022: Das Winterwetter hängt von einer Entwicklung innerhalb des Polarwirbels ab

Im Dezember: Tau oder Winterwetter? © Martin Bloch
Im Dezember: Tau oder Winterwetter? © Martin Bloch

Der Winter lässt am Wochenende die Schneeflocken bis auf tiefere Lagen herab tanzen. Ob der Winter aber wird dauerhaft über Deutschland Einzug halten können, hängt von einer Entwicklung innerhalb des Polarwirbels ab

Winterlich wird es am Wochenende oberhalb etwa 400 bis 600 Meter und über dem Süden bis 300 Meter. Verantwortlich hierfür sind kalte Luftmassen, die mithilfe eines Troges aus nördlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden und am Montag über dem Süden mit Temperaturen von -1 bis +2 Grad und über dem Norden mit +0 bis +5 Grad ihren vorläufigen Tiefpunkt erreichen. In den Nächten können die Werte auf bis -5 Grad absinken. Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer können bis auf tieferen Lagen niedergehen und oberhalb etwa 300 bis 500 Meter kann sich eine Schneedecke ausbilden.

Wie viel Schnee ist zu erwarten?

Die Schneeprognose der Europäer berechnet bis zum 1. Dezember eine potentielle Schneedecke, die zwischen 0 und 4 cm betragen kann. Ab den mittleren Lagen sind bis 10 cm und in den Hochlagen bis 20 cm möglich. Während die Europäer den Niederschlagsschwerpunkt über dem Osten berechnen, liegt dieser bei den Amerikanern über Westdeutschland. Über tieferen Lagen sind nach deren Berechnungen 0 bis 5 cm, über mittleren Lagen bis 10 cm und über den höheren Lagen bis 18 cm möglich.

Links die Schneeprognose der Europäer und rechts die der Amerikaner - ab den mittleren Lagen wird es winterlich
Die Schneeprognose Links die Schneeprognose der Europäer und rechts die der Amerikaner - ab den mittleren Lagen wird es winterlich
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Reaktiviert sich der Winter?

Der Hauch von Winter zieht sich zum 1. Dezember aus Deutschland zurück und von Westen wird es mit +4 bis +8 Grad milder, was sich hauptsächlich über dem Norden und Westen bemerkbar machen wird. Ob die Milderung über dem Süden und dem Osten durchgreifend sein kann, wird von der möglichen Schneedecke abhängig sein. Zum aktuellen Stand steigen die Werte südlich der Linie von Köln und Dresden auf +0 bis +5 Grad an und Schauer können sowohl als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen.

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Wieder kühler

Doch so einfach lässt sich der Trog nicht verdrängen. Der Grund ist ein Tief über Island, dass sich bis zum 3. Dezember nach Deutschland verlagert und so den Trog reaktivieren kann. Die Temperaturen gehen auf +0 bis +5 Grad in den nasskalten Bereich zurück und die Schauer gehen wieder vermehrt in Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer über. Nicht winterlich, aber frühwinterlich und oberhalb etwa 500 bis 700 Meter kann der Schnee auch liegenbleiben. Mehr dazu in der Wetterprognose Dezember 2021

Westwind- oder Winterwetter?

Diese Frage ist nur in einer Annäherung zu beantworten. Schaut man sich die Großwetterlage am 5. Dezember an, so erkennt man die Schlüsselszene - und zwar in der Wetterprognose beider Vorhersage-Modelle.

Innerhalb des Polarwirbels dehnt sich zwischen Sibirien und Kanada eine Hochdruckzone aus, die nach den Europäern klarer strukturiert ist. Diese Hochdruckzone transferiert den aktiven Teil des Polarwirbels von der Barents- und Karasee in Richtung Kanada und Grönland. Damit verändern sich die Grundlagen erheblich und wird noch in der ersten Dezemberdekade Auswirkungen auf das Wetter über Deutschland haben.

Die Unsicherheiten und worauf es ankommen wird

Die Europäer lassen den Rückschluss auf eine Aktivierung der atlantische Frontalzone zu. Die kalten Luftmassen strömen über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland aus und sorgen zwischen Grönland und Island für ein regelrechtes Feuerwerk an Tiefdrucksystemen. Das bisher dominierende Blockadehoch flacht auf dem Atlantik ab und macht den Weg für die atlantische Frontalzone in Richtung Europa frei. Der bis zum 5. Dezember dominierende Trog wird nach Osten weggedrückt und nach und nach etabliert sich auf dem Atlantik die Tiefdruckrinne. Erreichen die Temperaturen am 4. Dezember noch +2 bis +6 Grad, so sind darüber hinaus +4 bis +8 Grad und mit einem entsprechend kräftigen Wind bis +10 Grad möglich.

Das Aktivitätszentrum des Polarwirbel verlagert sich mehr in Richtung Kanada und Grönland, was die atlantische Frontalzone reaktiviert und das Blockadehoch auf dem Atlantik abflachen lässt
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das Aktivitätszentrum des Polarwirbels verlagert sich mehr in Richtung Kanada und Grönland, was die atlantische Frontalzone reaktiviert und das Blockadehoch auf dem Atlantik abflachen lässt
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Die Nordwestwetterlage

Was die Ursache für die Unsicherheiten sind, zeigt der Wettertrend der Amerikaner. Die Hochdruckzone dehnt sich bis zum 6. Dezember innerhalb des Polarwirbels zwischen Sibirien und Kanada aus. Zwischen Kanada, Grönland, Island und dem europäischen Nordmeer entsteht ein gewaltiges und extremes Tiefdruckzentrum, das über Island einen Kerndruck von bis 930 hPa ausbilden kann. Wenn man so möchte, konzentriert sich über diesem Bereich der komplette Polarwirbel.

Spürbar milder

Diese Tiefdruckaktivität hat zur Folge, dass sich das Blockadehoch auf dem Atlantik nicht mehr nach Norden aufstellen kann und nach Osten - in Richtung Deutschland - abkippt. Im Zusammenspiel mit den Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik werden mildere Luftmassen nach Deutschland geführt, was am 6. Dezember (Nikolaus) zu Temperaturen zwischen +2 bis +6 Grad und örtlich bis +8 Grad führen kann. Die Milderung setzt sich bis zum 8. November mit +4 bis +8 Grad und örtlich bis +10 Grad weiter fort.

Die Besonderheit

Insofern stimmt die Wetterprognose der Amerikaner grundsätzlich mit der des europäischen Wettermodells überein, doch das Hoch auf dem Atlantik ist kräftiger strukturiert und gibt sich mit seiner neuen Rolle nicht zufrieden. Es keilt auf dem Atlantik immer wieder einmal nach Norden auf und verhindert so eine astreine Westwetterlage. Dieser Hochdruckimpuls reicht aus, um die Tiefdruckachse über Deutschland von Nordwest nach Südost verlaufen zu lassen und so gehen die Temperaturen im Zeitraum vom 8. bis 10. Dezember auf +2 bis +6 Grad in den nasskalten Bereich zurück.

Schaut man die nachfolgende Wetterkarten genauer an, so erkennt man klar und deutlich, dass sich die Hochdruckzone zwischen Kanada und Sibirien nicht behaupten kann. Das liegt hauptsächlich daran, dass dieses Tiefdruckzentrum über Kanada und Grönland derart dominierend auftritt, dass es den kompletten Polarwirbel in den Bereich zwischen Grönland und den Aleuten verfrachtet, während sich auf der gegenüberliegenden Seite über Sibirien die Hochdruckzone ausbildet. Wenn man so will, handelt es sich hierbei um ein Displacement des Polarwirbels (Verschiebung).

Wintereinbruch

Zeit um an dieser Stelle einmal hypothetisch zu werden. Was man auf der untenstehenden Wetterkarte zusätzlich erkennt, ist der Kaltlufttropfen, der sich über dem östlichen Europa abspaltet und nach Süden driftet. Würde sich nun die Hochdruckachse zwischen dem Azorenhoch und dem Kontinentalhoch schließen, so würde der Kaltlufttropfen in der zweiten Dezemberdekade nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Das wäre dann der erste ernstzunehmende Wintereinbruch, der das Wetter bis kurz vor Weihnachten dominieren könnte. Wie bereits erwähnt, eine hypothetische Annahme, die man in den kommenden Stunden einmal weiter beobachten sollte.

Das Hoch auf dem Atlantik keilt immer wieder nach Norden aus und leitet über Deutschland eine nordwestliche Grundströmung ein (li.). Zum Beginn der zweiten Dezemberdekade kommt es zum Displacement des Polarwirbels mit einem Kaltlufttropfen über dem östlichen Europa
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Das Hoch auf dem Atlantik keilt immer wieder nach Norden aus und leitet über Deutschland eine nordwestliche Grundströmung ein (li.). Zum Beginn der zweiten Dezemberdekade kommt es zum Displacement des Polarwirbels mit einem Kaltlufttropfen über dem östlichen Europa
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Auf den Punkt gebracht: Nasskalte Wetteraussichten

Nein, es reicht auch heute nicht für klassisches Winterwetter mit Schnee, Eis und Dauerfrost bis auf tiefere Lagen herab. Zu groß sind die Unsicherheiten nach dem Trogdurchgang. Neben den Vorhersage-Modellen stützen auch die Kontrollläufe nach der Milderung Anfang Dezember einen nachfolgenden Temperaturrückgang in den nasskalten Bereich, bei der die Schneefallgrenze wieder auf 400 bis 600 Meter absinken kann.

Ferner bestätigen die Kontrollläufe - wie in den letzten Tagen auch - eine langsame aber stetige Milderung, wobei das Spektrum der Temperaturen in 1.400 Meter Höhe zwischen +7 bis -8 Grad beträgt und aufzeigt, was alles möglich ist. Für Winterwetter, bis auf tiefere Lagen herab, sind Höhenwerte von -6 bis -8 Grad erforderlich. Der Mittelwert aber, der liegt zwischen +0 bis -2 Grad und unterstreicht noch einmal, dass der Winter bis zum 11. Dezember keinen einfachen Stand haben wird und sich wenn, dann über den mittleren Lagen zeigen wird. Imposant aber sind die Berechnungen der Vorhersage-Modelle allemal. Langweilig wird es in der ersten Dezemberdekade definitiv nicht werden und der optionale Winter bleibt erhalten.

Links die Nordwestwetterlage bis zum 5. Dezember und rechts der Ansatz zur Zonalisierung
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Links die Nordwestwetterlage bis zum 5. Dezember und rechts der Ansatz zur Zonalisierung
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Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur­spektrum Temperatur­mittelwert
1. Dezember +0 bis
+10 Grad
+4 bis
+6 Grad
5. Dezember -4 bis
+11 Grad
+3 bis
+5 Grad
10. Dezember -5 bis
+12 Grad
+1 bis
+3 Grad
Diagramm Temperaturen Dezember 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Was sich im Tagesverlauf verändert hat, erläutern wir heute Abend in einer Aktualisierung der Winterprognose gegen 20:15 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose von 19:58 Uhr

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Heute Nachmittag und heute Abend haben sich im Grunde nur wenige Verschiebungen in den Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle ergeben. Eine Kernaussage bleibt, dass sich der Polarwirbel gerne zentrieren möchte. Bislang hatte das amerikanische Vorhersage-Modell das Zentrum zwischen Kanada und Grönland simuliert, es geht aber auch anders.

Displacement oder Polarwirbelsplit

Im Grunde ist ein Displacement eine Verschiebung des Polarwirbels und kommt häufiger vor, als man denkt. Anstatt sich der Wirbel in zwei oder mehr Teile aufteilt, wird sein Zentrum einfach verschoben und der Polarwirbel läuft nicht mehr Rund, sondern bekommt eine Delle verpasst. Nun ist es aber so, dass ein Displacement weniger gut für winterliche Wetterverhältnisse ist, da sich das Tiefdruckzentrum über Kanada befindet. Auf der anderen Seite liegt über Sibirien das Kontinentalhoch. Die Tiefdruckdynamik wird auf dem Atlantik angeheizt und läuft voll auf das Hochdruckbollwerk über Russland auf. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zumeist im Zustrom milder bis warmer Luftmassen aus südwestlichen Richtungen.

Es gibt aber auch die winterliche Variante, die meist im Hochwinter zum Tragen kommt. In diesem Fall geht das Kontinentalhoch - über Skandinavien - eine Hochdruckverbindung mit dem Azorenhoch ein. Deutschland liegt am südlichen Gradienten des Hochdruckgebietes und gelangt so in eine östliche Grundströmung. Kalte Festlandluftmassen gelangen nach Europa und sorgen für Dauerfrost und etwas Schneefall. Klart es auf und liegt zudem noch Schnee, so können die Nächte zapfig werden.

Der Polarwirbel erfährt ein Displacement (Verschiebung; li.), die über Europa meist milde Wetterentwicklungen zur Folge haben können. Unter bestimmten Voraussetzungen kommt es zu einer hochwinterlichen Ostwetterlage (re.).
Der Polarwirbel erfährt ein Displacement (Verschiebung; li.), die über Europa meist milde Wetterentwicklungen zur Folge haben können. Unter bestimmten Voraussetzungen kommt es zu einer hochwinterlichen Ostwetterlage (re.).
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Der Polarwirbelsplit

Aufregender als ein Displacement ist der Polarwirbelsplit, an dem die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells heute Abend arbeitet. Die winterlichen Wetterverhältnisse zum kommenden Wochenende sind einem Blockadehoch auch dem Atlantik und einem Trog zwischen Skandinavien und Deutschland zu verdanken. Im Zeitraum vom 3. bis 5. Dezember dehnt sich innerhalb des Polarwirbels eine Hochdruckzone von Kanada nach Sibirien aus und transferiert einen Teil des aktiven Polarwirbels von der Barentssee und Karasee nach Kanada und Grönland.

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Der Trog über Deutschland schwindet und löst sich bereits zum 3. Dezember auf. Eine Revitalisierung des Troges findet nicht statt, stattdessen dehnt sich das vormalige Blockadehoch auf dem Atlantik in Richtung Europa aus und beruhigt das bis dahin turbulente Wetter. Das Hoch ist jedoch so aggressiv, dass es über Europa nach Norden aufkeilt und zum 7. Dezember Kontakt mit dem Hoch zwischen Sibirien und Kanada aufnimmt. Es handelt sich hierbei um einen kolossalen Störimpuls, der die Achse innerhalb des Polarwirbels komplett verändert und bis zum 9. Dezember den Polarwirbel in zwei Aktivitätszentren aufteilt. Das eine liegt über Kanada und Grönland, das zweite über Sibirien und reicht bis über das westliche Russland. Doch so schön dieser Polarwirbelsplit auch aussieht, so negativ wirkt sich das auf den Winter über Deutschland aus.

Warum? Das Hoch liegt über Europa und so bleibt der ruhige und trockene Wettercharakter bei Temperaturen von +4 bis +8 Grad erhalten. Hält sich zäher Nebel, pendeln sich die Werte um die +0 Grad-Marke ein. Wie ein Polarwirbelsplit zu tiefwinterlichen Wetterverhältnissen mit Dauerfrost und viel Schnee führen kann, zeigt sich in einem Kontrolllauf. Wir haben diese beiden Varianten einmal gegenübergestellt. Und ja, der Kontrolllauf ist ein echter Brüller und wird so nicht eintreten, es veranschaulicht jedoch gut das Potential, was in so einem Polarwirbelsplit steckt.

Links die Variante eines Polarwirbelsplits der Amerikaner von heute Abend mit wenig winterlichen Wetteraussichten für Deutschland. Rechts die Simulation eines Kontrolllaufes mit Vollwinter über Deutschland
Links die Variante eines Polarwirbelsplits der Amerikaner von heute Abend mit wenig winterlichen Wetteraussichten für Deutschland. Rechts die Simulation eines Kontrolllaufes mit Vollwinter über Deutschland
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Das Fazit vom Tage

Die Wetterprognosen haben sich nicht verändert. Nur die Varianten sind zahlreicher geworden. Der Mittelwert der Kontrollläufe berechnet ein Temperaturspektrum, das in der Höhe von 1.400 Meter Höhe am 1. Dezember bei +0 Grad liegt, zum 3. Dezember zwischen -3 bis -5 Grad und sich bis zum 10. Dezember auf -1 bis -3 Grad einpendelt. Für Winterwetter bis auf mittlere Lagen sind Höhenwerte von -4 bis -6 Grad und bis auf tiefere Lagen zwischen -5 und -7 Grad notwendig. Man sieht, es fehlt noch ein ganzes Stück zum Winter. Nasskalt trifft es besser und der Mittelwert der Kontrollläufe bestätigt das mit +3 bis +6 Grad über tieferen Lagen.

Die Niederschlagsprognose zieht zum Wochenende an und pendelt sich bis zum 5. Dezember in den mäßig erhöhten Bereich ein. Damit kündigt sich eine turbulente und abwechslungsreiche Zeit an. Über den 5. Dezember hinaus, geht die Niederschlagsaktivität in den leicht erhöhten Bereich zurück, was als Indiz für das Hoch bewertet werden kann.

Der Mittelwert aller Kontrollläufe zwischen einer beginnenden Zonalisierung und einer nasskalten Nordwestwetterlage
Der Mittelwert aller Kontrollläufe zwischen einer beginnenden Zonalisierung und einer nasskalten Nordwestwetterlage
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Die Randfaktoren

Der NAO- und der AO-Index streben in der ersten Dezemberdekade in den positiven Bereich, das geschieht aber nicht mehr so fulminant, wie noch vor ein paar Tagen. Ein erstes Anzeichen eines Rückziehers und den Erhalt der meridionalen Großwetterlage? Abwarten!

Die Winde in Stratosphärenhöhe sind außer Rand und Band und erreichen bis zum 11. Dezember Windgeschwindigkeiten von bis +210 km/h. Normal wären Geschwindigkeiten von rund +100 km/h. Das spricht über kurz oder lang für eine weitere Stabilisierung des Polarwirbels in den unteren Luftschichten. Was sich also ableiten lässt, ist eine Stabilisierung des Polarwirbels mit einer favorisierten Zonalisierung der Großwetterlage. Grundsätzlich aber gilt es den Trog zum Wochenende abzuwarten - anschließend sieht man weiter. Soweit der Stand.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,31 +0,84 -0,24 694 l/m² - etwas zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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