Wettertrend Winter 2021/2022: Schneefall ab den mittleren Lagen - kommt der Winter im Dezember?

Über den mittleren und höheren Lagen wird man den Winter zu Gesicht bekommen © Martin Bloch
Über den mittleren und höheren Lagen wird man den Winter zu Gesicht bekommen © Martin Bloch

Reicht es für Schneefall und Winterwetter bis auf tiefere Lagen? Eine für Freunde des Winters spannende Wetterentwicklung steht bevor.

Nasskalt. Mit einer nordöstlichen Grundströmung gelangen kühlere Luftmassen nach Deutschland. Können heute noch +4 bis +8 Grad erwartet werden, so sinken die Temperaturen bis zum Wochenende auf +1 bis +6 Grad ab.

Schnee- und Graupelschauer

Viel an Niederschlag ist vorerst nicht zu erwarten. Zudem kommt bei einem Mix aus Wolken, Nebel und Hochnebel auch mal die Sonne zum Vorschein. Klart es in den Nächten auf, kommt es zu Frost. Die Wolken werden am Wochenende dichter und zahlreicher und können für eine erhöhte Schauerneigung sorgen, die - je nach Intensität der Schauer - bis auf tiefere Lagen als Graupelschauer niedergehen können. Oberhalb etwa 400 bis 600 Meter sind Schneeschauer möglich und oberhalb etwa 500 Meter kann sich im Schwerpunkt über dem Süden eine Schneedecke ausbilden. Mehr dazu: Wetter November 2021.

Etwas Schneefall ist zum Wochenende möglich und über bestimmten Regionen ist die Ausbildung einer Schneedecke nicht auszuschließen
Schneeprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Etwas Schneefall ist zum Wochenende möglich und über bestimmten Regionen ist die Ausbildung einer Schneedecke nicht auszuschließen
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Wettervorhersage nach dem europäischen Wettermodell: Re- oder Degenerierung des Troges?

Darauf wird es ankommen. Der Trog erreicht zum 28. November seinen Höhepunkt und wird bis zum 30. November das Wetter über Deutschland beeinflussen.

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Über tiefere Lagen nasskalt, nicht winterlich

Damit stimmen die Wetterprognosen des europäischen Wettermodells seit Tagen überein, was das frühwinterliche Spektakel zum Wochenende sehr wahrscheinlich macht. Die Temperaturen erreichen am Sonntag +0 bis +5 Grad und sinken bis zum Dienstag nördlich einer Linie von Köln und Dresden auf +1 bis +5 Grad und südlich davon auf -2 bis +3 Grad ab. Der Winter kann oberhalb etwa 200 bis 400 Meter können sich winterliche Wetterbedingungen einstellen. Über tieferen Lagen sind zwar Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer möglich, doch ist die Ausbildung einer Schneedecke nicht zu erwarten. Und wenn doch, so kann das für kurze Zeit in den Nächten der Fall sein.

Spürbar milder

Anfang Dezember kommt es zur Entscheidung. Wird der Trog nach Osten weggedrückt, so wird es zwangsläufig milder. Regeneriert sich der Trog, so bekommt der Winter im Dezember seine Chance. Nach der aktuellen Wetterprognose gesellt sich am 1. Dezember ein weiteres Tiefdrucksystem bei Island zu dem Trog hinzu und hält ein Blockadehoch auf dem Atlantik auf Distanz. Das Islandtief dreht sich jedoch zu heftig ein und führt milde Luftmassen vom Atlantik nach Deutschland. Über dem Westen und Nordwesten können am 1. Dezember Temperaturen von +5 bis +10 Grad erwartet werden. Weiter nach Osten und Süden bleibt es mit +0 bis +5 Grad kühler und die frühwinterliche Witterung geht in die Verlängerung.

Winterwetter oder nasskalt?

Das ist die Frage. Schaut man sich das Wettergeschehen zum 1. Dezember auf dem Atlantik - genauer gesagt bei Neufundland - an, so entsteht dort ein kleiner, aber aktiv-dynamischer Tiefdruckwirbel, das dem Blockadehoch einen Dämpfer verpasst. Es schaut nicht danach aus, als ob sich das Hoch noch einmal so signifikant nach Norden in Richtung Grönland aufstellen kann. Das hat Folgen für das Wetter über Deutschland. Dem Trog fehlt die Stütze und wird zum 2. Dezember abflachen. Die Milderung wird sich - zum aktuellen Stand - durchsetzen können.

Schaut man noch etwas genauer hin, so erkennt man innerhalb des Polarwirbels den Grund für die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik. Zwischen Kanada und Sibirien verstärkt sich die Hochdruckzone und befördert die kalten Luftmassen in Richtung Kanada, die über dem östlichen Kanada nach Süden - in Richtung Neufundland - austrogen und dort die Tiefdruckdynamik anfeuern. Vor diesem Hintergrund ist im Dezember die zunächst hypothetische Westwetterlage anzudenken.

Links der Trog im Höhepunkt, rechts zeigt sich eine Verlagerung des Kältepols innerhalb des Polarwirbels
Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Links der Trog im Höhepunkt, rechts zeigt sich eine Verlagerung des Kältepols innerhalb des Polarwirbels
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Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Zwischen den Jahreszeiten

Wie knifflig die Regenerierung des Troges sein kann, zeigt sich in der Wetterprognose der Amerikaner.

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Die Regenerierung

Das für die Regenerierung notwendige Tief stößt nach den Amerikanern nicht von Island aus zum Trog, sondern vom europäischen Nordmeer aus. Damit befindet sich der gesamte Komplex östlicher und kippt zum 2. Dezember über Skandinavien und der Barentssee nach Nordosten weg. Anders formuliert kann sich der Trog nicht mehr so weit nach Süden ausdehnen, wie das Ende November der Fall ist. Die Temperaturen erreichen am 30. November +0 bis +5 Grad und steigen bis zum 3. Dezember auf +2 bis +6 Grad an. Das ist zwar nicht viel, jedoch reicht es aus, um die Schneefallgrenze bis auf die mittleren Lagen von 500 bis 700 Meter ansteigen zu lassen.

Die Zonalisierung wird in Gang gesetzt

Im Zeitraum vom 1. bis 3. Dezember dehnt sich innerhalb des Polarwirbels die Hochdruckzone zwischen Sibirien und Kanada aus und transferiert den aktiven Teil des Polarwirbels in Richtung Kanada. Damit stimmt die Berechnung der Amerikaner mit der des europäischen Wettermodells überein und so wird die Tiefdruckdynamik zwischen dem 3. und 6. Dezember auf dem Atlantik befeuert. So entsteht ein Tief nach dem anderen und steuert auf Europa zu. Das vormalige Blockadehoch hat dem nur noch wenig entgegenzusetzen und flacht nach Süden in Richtung der Azoren ab.

Mildes und windiges Dezemberwetter

Durch die erhöhte Tiefdruckaktivität nimmt die Bewölkung ab dem 3. Dezember zu und sonnige Momente sind von kurzer Dauer. Zeitweiliger Niederschlag ist zu erwarten und mit einem kräftigen und teils stürmischen Wind aus westlichen Richtungen erreichen die Temperaturen am 6. Dezember (Nikolaus) Werte zwischen +6 bis +12 Grad und entfernt sich damit sehr weit vom Winter.

Die Regenerierung des Troges gelingt nicht und nachfolgend setzt sich ein zonales Strömungsmuster durch
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Die Regenerierung des Troges gelingt nicht (li.) und nachfolgend setzt sich ein zonales Strömungsmuster durch (re.)
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Auf den Punkt gebracht: Ein frühwinterliches Spektakel

Über Süd- und Ostdeutschland können die Temperaturen zwischen dem 26. und 30. November der Null-Grad-Marke sehr nahe kommen und in Lagen oberhalb etwa 200 bis 400 Meter ist mit Dauerfrost zu rechnen. Sonst pendeln sich die Werte über dem Westen und Norden mit +2 bis +4 Grad im nasskalten Bereich ein. Der Frühwinter zeigt sich über Deutschland.

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Was wahrscheinlich ist

Die Kontrollläufe stützen diese Temperaturentwicklung mehrheitlich. Was aber auch bestätigt wird, ist der Temperaturanstieg im Dezember. In 1.400 Meter Höhe liegen die Temperaturen am 30. November noch zwischen -4 und -6 Grad und steigen bis zum 5. Dezember auf +0 Grad an. Damit verschiebt sich die Schneefallgrenze auf Lagen oberhalb 1.000 Meter und über tieferen Lagen stellen sich Temperaturen zwischen +4 bis +8 Grad ein, was für die erste Dezemberdekade zu mild ist.

Kommt Schnee?

Die Wahrscheinlichkeit, dass es am 30. November schneit, liegt nördlich der Linie vom Saarland und Leipzig bei 0 bis 15 Prozent. Weiter nach Süden steigt die Wahrscheinlichkeit auf 20 bis 50 Prozent an und liegt ab den mittleren Lagen zwischen 40 und 70 Prozent. Schneefall ist ab den mittleren Lagen wahrscheinlich und über tieferen Lagen sind Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer möglich.

Bis in den Dezember hinein sinkt die Wahrscheinlichkeit auf Schneefall auf 0 bis 15 Prozent ab. Dass eine neuerliche Trogwetterlage im Dezember wenig wahrscheinlich ist, zeigt sich auch im Mittelwert aller Kontrollläufe.

Im Dezember ist nach dem Mittelwert aller Kontrollläufen kein Trog mehr zu erkennen (re.) und die Schneeprognose schwindet zusehends (Mi. und li.)
Der Trog wird vom Mittelwert aller Kontrollläufe bestätigt (li.). Rechts die Schneeprognose für den 1. Dezember
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Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur­spektrum Temperatur­mittelwert
28. November -2 bis
+5 Grad
+0 bis
+3 Grad
2. Dezember -5 bis
+8 Grad
+1 bis
+4 Grad
7. Dezember -2 bis
+12 Grad
+4 bis
+6 Grad
Diagramm Temperaturen Dezember 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Was sich im Tagesverlauf verändert und welche Chancen der Winter im Dezember hat, erläutern wir heute Abend in einer Aktualisierung der Winterprognose gegen 20:15 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose von 20:13 Uhr

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Wie sind heute einmal gebeten worden, die Westwetterlage genauer zu erklären und was zu dieser führen kann und ob diese - nach 20-monatiger Abstinenz - im Dezember 2021 zum Tragen kommen kann.

Stabiler Polarwirbel in Stratosphärenhöhe

Das ist eine Grundvoraussetzung, aber noch kein alleiniges Merkmal eines stabilen Polarwirbels in den unteren Luftschichten. Aber wenn in Stratosphärenhöhe alles in Ordnung ist, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Polarwirbel in den unteren Luftschichten über kurz oder lang eine Stabilisierung erfährt.

Betrachtet man den Polarwirbel in Stratosphärenhöhe, so zeigen sich keinerlei Störungen. Noch nicht einmal ein schwaches Minor-Warming ist ersichtlich. Der Wirbel dreht sich also munter weiter. Schaut man sich die Windgeschwindigkeiten an, so betragen diese aktuell +150 km/h und sinken bis zum 10. Dezember auf +90 km/h ab. Normalerweise betragen die Windgeschwindigkeiten Anfang Dezember +100 km/h und das zeigt, dass da oben alles in bester Ordnung ist und sogar noch über dem liegt, was sonst üblich ist. Etwa 7 bis 14 Tage später zeigen die Bewegungen in Stratosphärenhöhe Auswirkungen auf die unteren Luftschichten. Interpretiert man nur diesen Randfaktor, so ist in der ersten Dezemberdekade mit einer Stabilisierung des Polarwirbels zu rechnen.

Die Westwetterlage

Aber warum ist ein stabiler Polarwirbel ein möglicher Indikator für die Westwetterlage? Ganz einfach, der Polarwirbel besteht aus Tiefdrucksystemen, die sich gegen den Uhrzeigersinn von West nach Ost drehen. Die zonale Grundströmung ist definiert als West-Ost Zirkulation und da diese Tiefdrucksysteme in raschen Abständen nach Europa streben, kommt es zu dieser turbulenten und windigen Westwetterlage.

Ein weiteres Merkmal ist der AO-Index - also der Wert, der vereinfacht den Zustand des Polarwirbels beschreibt und dieser Wert wird für Dezember positiv simuliert. Das ist ein weiteres Merkmal für eine Stabilisierung des Polarwirbels.

Aber ein aktiver Polarwirbel ist noch kein Garant für eine Westwetterlage. Hier kommt der NAO-Index ins Spiel, der das Verhältnis zwischen Islandtief und Azorenhoch beschreibt. Dieser NAO-Index wird aktuell negativ bewertet, was für den Trog Ende November spricht (Hoch Island). Im Dezember aber steigt der NAO-Index rasch in den positiven Bereich an und das ist ein weiterer - wichtiger - Baustein für die Westwetterlage. Positiv bedeutet in diesem Fall, dass sich bei Island ein Tiefdrucksystem befindet.

Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada

Kommen wir zum letzten Indikator. Wichtig ist hier eine Hochdruckzone, die zwischen Sibirien und Kanada verlaufen kann. Hochdrucksysteme drehen sich im Uhrzeigersinn und transferieren so die kalten Luftmassen innerhalb der Polarregion nach Kanada und werden entlang der Ostküste nach Süden - in Richtung Neufundland - auf den Atlantik geführt. Dort stoßen die kalten Luftmassen polaren Ursprungs auf den milden Atlantik und durch die Temperaturgegensätze entstehen kräftige Tiefdrucksysteme, die zwangsläufig zu einem positiven NAO-Index führen.

Schaut man sich den Mittelwert aller Kontrollläufe von heute Abend an, so wird der frühwinterliche Trog im Zeitraum vom 27. November bis 1. Dezember gestützt, was Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer zum kommenden Wochenende (1. Advent) bis auf die tieferen Lagen wahrscheinlich und eine Ausbreitung einer Schneedecke ab den mittleren Lagen möglich macht (Schneeprognose).

Ab dem 1. Dezember bricht der Trog in sich zusammen und die Hochdruckzone zwischen Kanada und Sibirien macht genau das, was sie soll. Die Tiefdruckaktivität steigt auf dem Atlantik an und es wird vom Azorenhoch abhängig sein, ob sich eine nasskalte Nordwestwetterlage, milde Westwetterlage oder eine warme Südwestströmung durchsetzen wird.

Links der Mittelwert aller Kontrollläufe, der noch in der ersten Dezemberdekade die Westwetterlage bevorzugt und rechts der Zustand des Polarwirbels in Stratosphärenhöhe
Links der Mittelwert aller Kontrollläufe, der noch in der ersten Dezemberdekade die Westwetterlage bevorzugt und rechts der Zustand des Polarwirbels in Stratosphärenhöhe
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Was berechnen die Vorhersage-Modelle?

Die Amerikaner beenden den frühwinterlichen Trog zum 2. Dezember. Nachfolgend rückt das Hoch auf dem Atlantik nach und positioniert sich nach einer turbulenten Übergangsphase zum 4. Dezember über Europa und dehnt sich nachfolgend über Nordeuropa aus. Bis einschließlich dem 8. Dezember liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz im Einflussbereich des Hochdrucksystems. Das ist zwar keine astreine Westwetterlage, doch auf dem Atlantik toben die Tiefdrucksysteme und führen im Verbund mit dem Hoch über Europa zu einer milden Südwestwetterlage. So oder so - eine Südwestwetterlage ist alles andere als winterlich. Simuliert werden Temperaturen, die am 6. Dezember (Nikolaus) zwischen +4 bis +8 Grad und örtlich bis +10 Grad betragen können.

Die Wetterprognose der Europäer zeigt sehr eindrucksvoll die Verschiebung der Kaltluftzone innerhalb des Polarwirbels von der Karasee in Richtung Kanada und trogt zum 2. Dezember nach Süden - in Richtung Neufundland - aus. Das Blockadehoch gerät auf dem Atlantik in arge Bedrängnis und man erkennt heute Abend erneut den zonalen Ansatz, der sich mit einem Tief zwischen Grönland und Island bemerkbar macht. Warum? Dieses Tief verhindert, dass sich das Hoch erneut nach Norden aufstellen kann. Das ist sozusagen der erste Baustein der Zonalisierung. Die Übergangsphase wird ähnlich turbulent verlaufen können, wie es die Amerikaner simulieren.

Links die Prognose der Europäer bis zum 3. Dezember und rechts die der Amerikaner bis zum 8. Dezember

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Die Wetterprognose des Langfristmodells

Das Wetter im Dezember soll nach der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 um +0,5 bis +1,5 Grad zu warm ausfallen (91/20: -0,5 bis +0,5 Grad). Schaut man auf Europa, so wird Skandinavien deutlich zu warm berechnet. Teilweise beträgt die Differenz bis zu +4 Grad. Zugleich ist die Niederschlagsprognose über Skandinavien deutlich höher als sonst üblich. Das spricht für ein Anrennen der atlantische Frontalzone in Richtung Skandinavien. Weiter nach Süden zeichnet sich eine deutlich zu trockene Wetterentwicklung im Dezember ab und so wird ein Schuh draus. Ein Hoch über dem südlichen Europa, das phasenweise auch Mitteleuropa beeinflusst, während über Skandinavien die nach Norden verschobene Zonalisierung anklatscht. Soweit der Stand.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,31 +0,84 -0,24 694 l/m² - etwas zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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