Wetter Winter 2020/2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2020/2021 Wetterprognose vom 18.01.2021 - Erst mild, dann nasskalt und in jedem Fall turbulent

Nach einer milden Episode wird es nasskalt, was den Winter bis auf die mittleren Lagen zurückbringen kann
Nach einer milden Episode wird es nasskalt, was den Winter bis auf die mittleren Lagen zurückbringen kann

Kräftige Tiefdrucksysteme steuern auf Deutschland zu und sorgen für einen zunehmend turbulenten und milden Wettercharakter. Doch wie nachhaltig ist diese Milderung?

Stürmisch wird es von Dienstag bis einschließlich Donnerstag über dem Norden. Neben stürmischen Windböen sind schwere Sturmböen und über den Küsten orkanartige Winde möglich (Windprognose).

Erst mild, dann nasskalt

Der Wind durchmischt die Luftmassen derart gut, dass die Werte bis zum Mittwoch auf +8 bis +12 Grad ansteigen können. Mit Schnee ist dann nicht mehr viel, außer ab den mittleren Lagen über dem Süden liegt ausreichend Schnee, der aber unter dem Tauwetter stark leiden wird. Trotzdem reicht der Schnee aus, um der milden Luft Energie zu entziehen, was die Werte mit +2 bis +6 Grad etwas kühler ausfallen lassen kann. Zum Wochenende setzen sich in der Höhe wieder kühlere Luftmassen durch, was die Tageswerte über Deutschland auf +1 bis +5 Grad zurückgehen lassen kann. Der Niederschlag geht wieder bis auf die mittleren Lagen in Schnee über. Mehr dazu: Wetter Januar 2021.

Viel Wind und milde Temperaturwerte sorgen über Deutschland für kräftiges Tauwetter
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Viel Wind und milde Temperaturwerte sorgen über Deutschland für kräftiges Tauwetter
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage der Prognose-Modelle: nasskalt Nordwest mit winterlichen Optionen

Das Sturmtief verlagert sich nach der Wetterprognose beider Vorhersage-Modelle vom 23. bis 26. Januar nach Skandinavien und etabliert sein Tiefdruckzentrum zwischen dem europäischen Nordmeer und Skandinavien. Gleichzeitig strebt auf dem Atlantik das Azorenhoch nach Norden auf und lässt die Tiefdruckachse über Mitteleuropa von Nordwest auf Südost kippen. Das entspricht einer klassisch nasskalten Nordwestwetterlage.

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Der optionale Winter

Die Schneedecke wird für den Süden eine entscheidende Rolle spielen. Bleibt die bestehen, so können die Luftmassen ab dem 23. Januar deutlicher abkühlen und vom 23. bis 27. Januar den Winter oberhalb etwa 400 bis 600 Meter zurückbringen. Simuliert werden Tageswerte zwischen -2 bis +2 Grad und die Schneefallgrenze sinkt auf 300 bis 500 Meter ab. Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer sind aber auch über tieferen Lagen nicht auszuschließen und die nächtlichen Tiefstwerte sinken auf -5 bis +0 Grad ab. Bei Aufklaren und über Schnee wären bis -10 Grad möglich.

Nasskaltes Wetter mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen
Wetterprognose nach dem europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodell: nasskaltes Wetter mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen
© www.meteociel.fr

Chancen auf den Vollwinter mit Schnee, Eis und Frost bis auf tiefere Lagen?

Geht es nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells, so ist diese Frage mit einem klaren Nein zu beantworten. Die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik ist zu hoch, als dass sich eine Dauerhaft nasskalte Witterung mit einer nachhaltigen Abkühlung durchsetzen könnte. Anders formuliert ist ein Wechselspiel aus nasskalten und milden Werten zu erwarten, dazu starke Bewölkung und zeitweilige Niederschläge.

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Für die Jahreszeit zu warm

Welche Temperaturen wären vom 27. bis 31. Januar zu erwarten? Der Höchstwert wird mit +8 bis +14 Grad für den 29. Januar und der kälteste Wert mit -3 bis +5 Grad für den 31. Januar berechnet. Das unterstreicht nochmals den turbulenten und abwechslungsreichen Wettercharakter, der für die letzte Januar-Dekade zu erwarten ist. Im Vergleich zum vieljährigen Durchschnittswert von 1961 bis 1990 sind die Werte zu mild - und phasenweise deutlich zu warm.

Kommt ausreichend Niederschlag?

Das Wetter über Deutschland wird von Tiefdrucksystemen dominiert, doch die Niederschlagsprognose fällt bis zum 26. Januar allenfalls mäßig aus und es gibt sogar Landstriche, die weitgehend trocken bleiben können. Warum? Das liegt an der Windaktivität und all jene Regionen, die östlich von Erhebungen liegen, werden den Lee-Effekt (Regen abgewandte Seite) zu spüren bekommen. Erst über den 26. Januar hinaus werden kräftige Niederschläge berechnet, doch ist dieses Ereignis noch mit vielen Fragezeichen behaftet.

Ein Wechselspiel aus milden und nasskalten Temperaturentwicklungen
Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: ein Wechselspiel aus milden und nasskalten Temperaturentwicklungen
© www.meteociel.fr

Bis Februar: nasskaltes Schmuddelwetter

Eine stabile Hochdruckwetterlage ist ebenso wenig zu erwarten, wie tiefwinterliche Wetterverhältnisse. Winterwetter ist zwar ab den mittleren Lagen im Zeitraum vom 23. bis 26. Januar nicht auszuschließen, doch ist die Großwetterlage zonal ausgeprägt, was eben zu einem nasskalten bis milden und vor allem abwechslungsreichen Wettercharakter führen wird.

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Wenig winterliche Wetteraussichten

Die Kontrollläufe stützen diese Wetterentwicklung weitgehend. Das Temperaturniveau sinkt in 1.400 Meter Höhe vom 23. bis 26. Januar auf -4 bis -6 Grad ab, was auch über tieferen Lagen für Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer sorgen kann. Vom 27. bis 31. Januar steigt das Niveau auf +0 bis -4 Grad an, was das Tauwetter bis auf die höheren mittleren Lagen zurückbringen wird.

Die Niederschlagssignale sind vom 23. bis 31. Januar über dem Westen und Süden mäßig und über dem Norden und Osten leicht erhöht. Das Potential für Starkwindereignisse ist über dem Norden und Westen vom 19. bis 23. Januar erhöht, sonst schwach ausgeprägt.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
24. Januar -2 bis
+6 Grad
+1 Grad bis
+4 Grad
28. Januar -4 bis
+10 Grad
+4 bis
+6 Grad
31. Januar -4 bis
+10 Grad
+3 bis
+5 Grad
Diagramm Temperaturen Februar 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2021 von zu kalt, normal, zu warm

Wie sich der Polarwirbel bis in den Februar hinein entwickeln wird und ob der Winter noch seine Chance bekommt, erläutern wir heute Abend gegen 20:35 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Februar 2021.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2020 +5,4 +1,8 +0,2 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,0 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +1,2 +1,3 +0,0 126 l/m² - zu nass

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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