Wetter Winter 2020/2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2020/2021 Wetterprognose vom 21.11.2020 - Der Winter ist nicht Chancenlos

Der Winter ist Anfang Dezember nicht ohne Chancen
Der Winter ist Anfang Dezember nicht ohne Chancen

Der Winter im Dezember - die Chancen für winterliche Phasen standen schon lange nicht mehr so gut wie es aktuell der Fall ist - zumindest was die Lagen oberhalb etwa 400 bis 600 Meter anbelangt.

Anfang Dezember berechnen die Vorhersage-Modelle eine Temperaturentwicklung, die mit einem Spektrum von +2 bis +6 Grad und örtlich bis +8 Grad in dem Bereich liegt, der für die erste Dezember-Dekade absolut typisch ist.

Was aber auch berechnet wird, ist ein Auflaufen der Tiefdrucksysteme auf das Kontinentalhoch, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz ein schwachgradientiges Strömungsmuster zur Folge hat. Nebel, Hochnebel und Wolken werden optimale Bedingungen vorfinden. Die Temperaturen pendeln sich am Tage auf +2 bis +8 Grad ein und bleiben über den Regionen mit Dauernebel mit Werten von +0 bis +4 Grad kühler strukturiert. In den Nächten ist Anfang Dezember mit Frost zu rechnen, der die Temperaturen - bei Aufklaren - auf bis -5 Grad absinken lassen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Dezember 2020.

Im Tagesverlauf hat sich an dieser Wetterprognose nur wenig verändert. Die Niederschlagsprognose ist schwach ausgeprägt und steigt erst zum 3. Dezember in den nennenswerten Bereich an. Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer sind zum aktuellen Stand Anfang Dezember nicht gänzlich auszuschließen. Ebenso wenig wie winterliche Wetterphasen ab den höheren mittleren Lagen oberhalb etwa 600 Meter.

Der Dezember hat gute Chancen normal zu starten
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Der Dezember hat gute Chancen normal zu starten
© www.meteociel.fr

Wie steht es um den Winter?

Aber einmal ganz Abseits von dem, was wahrscheinlich ist - welche Chancen hat der Winter Anfang Dezember? Schließlich fehlt da nicht allzu viel - könnte doch klappen - oder?

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Betrachtet man zuallererst die Druckanomalien zum 1. Dezember, so muss man im Vergleich der letzten Tage einen entscheidenden Unterschied zur Kenntnis nehmen. Das Tiefdruckzentrum verlagert sich nicht in Richtung der Barents- und Karasee und positioniert sich stattdessen zwischen Grönland und Island. Das spricht im Wesentlichen schon einmal für eine zonale und damit wenig winterliche Struktur.

Entscheidend ist nun noch, wie sich das Hoch verhalten wird. Gibt es die Lücke mit einem nachfolgenden Trog oder rauscht die atlantische Frontalzone einfach über Mitteleuropa hinweg? Zum aktuellen Stand wird die Lücke im Hochdruckgürtel angedeutet. Zeitgleich zieht sich bis zum 1. Dezember das Kontinentalhoch weit nach Osten und das Azorenhoch nach Westen zurück.

Interessant wird auch sein, wie sich die Hochdruckbrücke zwischen Sibirien und Kanada verhalten wird. Stabilisiert sich diese, hat der Winter einen schweren Stand. Warum - ganz einfach - bedingt durch das Strömungsmuster gelangen kalte Luftmassen nach Kanada, die über der Ostküste nach Süden auf den Atlantik abgeleitet werden und die Tiefdruckaktivität über Island auf einem hohen Niveau hält.

Winterlich sieht das nicht aus. Ansätze aber sind vorhanden
Winterlich sieht das nicht aus. Ansätze aber sind vorhanden
© www.climatereanalyzer.org

Die winterlichen Chancen sind in der Nordwestwetterlage begründet

Was an winterlichen Varianten bleibt, ist die Nordwestwetterlage, die über den tieferen Lagen für eine nasskalte Witterung und ab den mittleren Lagen oberhalb etwa 500 Meter für winterliche Verhältnisse sorgen kann. Dass da was dran ist, zeigt sich im Wettertrend aller Kontrollläufe bis zum 5. Dezember. Die Frontalzone neigt dazu, über Mitteleuropa nach Südosten abzutropfen, da der Weg über die Barents- und Karasee versperrt bleibt (s. auch in den Druckanomalien).

Die Nordwestwetterlage ist mit einer nasskalten Witterung in der ersten Dezember-Dekade eine plausible Variante
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Die Nordwestwetterlage ist mit einer nasskalten Witterung in der ersten Dezember-Dekade eine plausible Variante
© www.meteociel.fr

Die Randfaktoren

Der NAO-Index ist der Indikator für eine zonale, oder meridionale Großwetterlage. Ist der NAO-Index positiv, ist das Islandtief gut ausgebildet und das Azorenhoch liegt dort wo es sein soll. Ist der NAO-Index negativ, so ist das Verhältnis exakt umgekehrt. Der tiefe Luftdruck weicht nach Süden über die Azoren aus, während sich über Island hoher Luftdruck ausbildet. Eine neutrale Instanz spricht entweder für die Südwest- oder die Nordwestwetterlage.

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Zum aktuellen Stand wird er NAO-Index bis zum 1. Dezember deutlich positiv berechnet, sackt nachfolgend rasch in sich zusammen und hat neben negativen auch neutrale Ambitionen. Der NAO-Index zeigt, dass in der kommenden Wetterlage noch ein hohes Überraschungspotential steckt.

Der AO-Index ist ein Wert, der - stark vereinfacht - den Zustand des Polarwirbels widerspiegelt. Bis zum 1. Dezember ist dieser deutlich positiv bewertet, sackt nachfolgend rasant ab und liegt in einem neutralen bis leicht negativen Umfeld. Anders formuliert ist da was im Busch, was heute Nachmittag in der Wetterprognose vom amerikanischen Wettermodell schon einmal angedeutet wurde. In Sachen Winter ist die Flinte noch nicht ins Korn zu werfen.

Die Schneeprognose

Die Wahrscheinlichkeit für Schneefall liegt am 29. November bei 0 bis 15 Prozent und liegt über den höheren Lagen des Bayerischen Waldes und der Alpen bei 20 bis 45 Prozent. Am 4. Dezember liegt die Wahrscheinlichkeit für Schneefall über dem Norden zwischen 0 und 15 Prozent und südlich der Linie von Köln und Dresden zwischen 20 und 45 Prozent.

Dauerfrostprognose

Die Wahrscheinlichkeit für Dauerfrost liegt am 4. Dezember zwischen 0 und 20 Prozent und über den höheren Lagen zwischen 30 und 60 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für eine nasskalte Temperaturentwicklung liegt zwischen 45 und 80 Prozent.

Auf den Punkt gebracht: nasskalt

An diesem Wettertrend hat sich in den letzten 72 Stunden nichts verändert. Die Niederschlagsprognose ist bis zum 1. Dezember als sehr gering einzustufen und steigt darüber hinaus nur sehr zögerlich an. Der November 2020 wird extrem zu trocken ausfallen.

Das Temperaturspektrum liegt - zumindest im Mittelwert - in einem für die Jahreszeit-typisch nasskalten Umfeld. Das eigentliche Spektrum aber reicht in der Höhe von 1.400 Meter vom 29. November bis zum 5. Dezember von -9 bis +8 Grad und differenziert um bis zu 16 Grad. Da ist eine Menge Musik im Spiel, was die kommenden Tage nicht langweilig werden lässt!

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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