Wetter Winter 2020/2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2020 Wetterprognose vom 13.11.2020 - Zwischen Vollherbst und Frühwinter

Sturm, Wind und Regen - der November kann auch anders
Sturm, Wind und Regen - der November kann auch anders

Sturm, Wind und Regen mit absinkender Schneefallgrenze. Der Vorstoß der atlantische Frontalzone in Richtung Mitteleuropa macht das Wetter wieder interessanter.

Tiefdrucksysteme nehmen Kurs auf Deutschland und lassen den Wind zum Wochenende aufleben. Über den Küsten ist mit stürmischen und über dem Landesinneren mit einem lebhaften Wind zu rechnen. Über Bayern und Baden-Württemberg bekommt man von Wind nicht allzu viel mit.

Das dazugehörige Sturmtief verlagert sich zum Sonntag über Skandinavien und führt von West nach Ost dichte Wolkenfelder über Deutschland hinweg. Nennenswerter Niederschlag ist von Sonntagnachmittag bis zum Montagvormittag zu erwarten, sonst ist die Niederschlagsneigung schwach ausgeprägt. Die Temperaturen erreichen am Sonntag mit Werten von +12 bis +16 Grad und örtlich bis +20 Grad ihren vorläufigen Höhepunkt, bevor es zum Start in die neue Woche kühler werden kann. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter November 2020.

Tiefdrucksysteme nehmen Kurs auf Deutschland und gestalten das Wetter abwechslungsreicher
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Tiefdrucksysteme nehmen Kurs auf Deutschland und gestalten das Wetter abwechslungsreicher
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Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Das geht in die nasskalte Richtung - die Chance für den Frühwinter

Die atlantische Frontalzone bekommt nach der Wettervorhersage des europäischen Wettermodells Schwung und führt über Deutschland zum 18. November nochmals warme Luftmassen heran. Doch im nachfolgenden Zeitraum reißt über dem östlichen Kanada der Zustrom sehr kalter Luftmassen in Richtung Neufundland ab und sorgt im weiteren Verlauf für größere Umwälzungen und zunehmend turbulente Wetterlagen.

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Verlagerung des Tiefdruckzentrums

Bisweilen lag das Tiefdruckzentrum im Bereich zwischen dem östlichen Kanada und Island, während über Deutschland das Hoch seine Dominanz ausspielte. Das ändert sich ab dem 19. November und damit bestätigt die Wetterprognose des europäischen Wettermodells den Wettertrend der letzten Tage. Das atlantische Frontalzone rückt bereits zum 19. November über die Barentssee vor und bildet mit einem weiteren Cluster über der Karasee innerhalb des Polarwirbels ein neues Tiefdruckzentrum aus.

Kaltluftzustrom gestoppt

In diesem Prozess verändert sich die Strömungsstruktur innerhalb des Polarwirbel von Sibirien/Kanada auf Aleuten/Skandinavien. Anders formuliert ist das nicht nur Wetterwechsel, sondern eine Möglichkeit zur Initialisierung eines meridional verlaufenden Strömungsmusters.

Vollherbst

Nein, Winterwetter ist und bleibt wenig wahrscheinlich. Dafür müssen die Bedingungen anders sein. Doch die Grundströmung dreht über Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr und mehr auf nordwestliche und zum 23. November auf nördliche Richtungen. Zeitgleich strebt das Azorenhoch auf dem Atlantik in Richtung Grönland auf und ermöglicht die Meridionalisierung (Süd-Nord, Nord-Süd). In der Übergangsphase ist mit Herbstwetter zu rechnen, doch langfristig gesehen ein klares Statement für den Frühwinter.

Wind und Regen

Die Temperaturen gehen bis zum 23. November auf +4 bis +8 Grad zurück und können mancherorts noch an die +10 Grad-Marke herangeführt werden. Der Wind kommt kräftig bis stürmisch aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen treibt bei starker Bewölkung Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg. Vollherbst.

In der Höhe werden kühlere Luftmassen zugeführt, was ab den mittleren Lagen oberhalb etwa 500 Meter Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer ermöglicht. Winterliche Wetterbedingungen können sich über den höheren Lagen oberhalb etwa 900 Meter einstellen.

Es geht zur Sache. Der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada wird gestoppt und die Tiefdruckzone trogt über Mitteleuropa nach Süden aus
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Es geht zur Sache. Der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada wird gestoppt und die Tiefdruckzone trogt über Mitteleuropa nach Süden aus
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Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Turbulentes Spätherbstwetter

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells berechnet eine andere Wetterentwicklung, jedoch mit einer ähnlichen Struktur. Das Kontinentalhoch bleibt bis zum 27. November omnipräsent und verändert seine Position so gut wie nicht.

Kein Tiefdruckzentrum über der Karasee

Das Kontinentalhoch verhindert somit das Tiefdruckzentrum zwischen der Barents- und Karasee. Nichtsdestotrotz konzentriert sich der tiefe Luftdruck im Bereich zwischen Kanada und der Karasee.

Blockadehoch auf dem Atlantik

Weiter nach Süden spielt das Azorenhoch eine zunehmend gewichtigere Rolle und strebt ab dem 25. November nach Norden in Richtung Grönland auf. Die im November bislang dominierende Hochdruckzone zwischen dem Azoren- und Kontinentalhoch wird unterbunden und mit einem meridionalen Strömungsmuster tropfen Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa nach Süden ab.

Zwischen frühwinterlichem Geplänkel und Vollherbst

Das Strömungsmuster dreht vom 24. bis 26. November auf nördliche Richtungen und führt maritim angewärmte Kaltluftmassen nach Deutschland. Die Temperaturen gehen auf +4 bis +8 Grad auf ein Jahreszeit-typisches Niveau zurück, doch im Unterschied zu den Europäern sind die Luftmassen in der Höhe noch etwas kälter, was Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab ermöglicht. Mit Winterwetter ist aber auch nach dieser Wetterprognose erst ab den höheren Lagen zu rechnen.

Trotz gestörter Zirkulation ruhiges November-Wetter

Im Zeitraum vom 26. bis 28. November wird das Blockadehoch auf dem Atlantik nach Osten in Richtung Mitteleuropa gedrückt. Das meridional verlaufende Strömungsmuster bleibt erhalten, doch gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz in die schwach strukturierte Südanströmung, was Tageswerte von +5 bis +11 Grad zur Folge haben kann. Bemerkenswert ist das weite Austrogen der Tiefdruckgebiete auf dem Atlantik, was für den Dezember weitreichende Folgen haben kann. Dazu später aber mehr.

Das Wetter wird in der letzten November-Dekade interessanter und lässt über einen kurzen Abschnitt Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer zu
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Das Wetter wird in der letzten November-Dekade interessanter und lässt über einen kurzen Abschnitt Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer zu
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Auf den Punkt gebracht: Vollherbst

Der Wetterwechsel kommt - daran gibt es kaum mehr Zweifel. Und er kommt mit voller Wucht, was das Potential von Starkwindereignissen im Zeitraum vom 17. bis 21. November erhöht. Auch schwere Sturmböen sind in diesem Zeitraum möglich.

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Etwas kühler

Ist die Sturmphase vorüber, setzt die kühlere Phase des Rückseitenwetters ein. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind vom 21. bis 23. November nicht auszuschließen, doch wahrscheinlicher ist ein nasskalter Temperaturcharakter, der im weitesten Sinne der Jahreszeit entspricht.

Kein Winter

Die Kontrollläufe stützen den spätherbstlichen Temperaturtrend. Im Mittel pendeln sich die Werte ab dem 20. November über dem Norden und Westen zwischen +6 bis +8 Grad und über dem Süden und Osten auf +4 bis +6 Grad ein.

Blickt man auf die wahrscheinliche Großwetterlage der Kontrollläufe, so lässt sich kein winterliches Szenario erkenne. Imposant ist der Hochdruckblock über dem Osten, der auf die Tiefdrucksysteme wie eine Wand wirkt.

Kein Winterwetter zu erkennen
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Kein Winterwetter zu erkennen
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Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
19. November +4 bis
+14 Grad
+7 Grad bis
+9 Grad
23. November +2 bis
+12 Grad
+6 bis
+8 Grad
28. November +0 bis
+11 Grad
+5 bis
+7 Grad
Diagramm Temperaturen November 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Was für Wetter Anfang Dezember möglich ist, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose zum Wetter Dezember 2020.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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