Wetter Winter 2020/2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2020/2021 Wettertrend vom 17.9.2020 - Herbstwetter in Sicht

Der September könnte in den letzten Tagen noch richtig herbstlich werden
Der September könnte in den letzten Tagen noch richtig herbstlich werden

Wann kommt Regen und wann der Herbst? Viele sehnen sich nach einem Ende der für die Jahreszeit viel zu warmen Temperaturen und nach Regen. Andere genießen das Wetter so wie es ist. Doch der Wettertrend geht in eine klare Richtung und lässt kaum mehr einen Spekulationen zu.

Hoher Luftdruck dominiert derzeit das Wettergeschehen. Zwar werden mit einer nordöstlichen Strömungskomponente kurzzeitig kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt und können die Tageswerte auf +18 bis +24 Grad und örtlich bis +16 Grad absinken lassen, doch zum Wochenende lässt der böige Wind nach und die Temperaturen streben mit Werten von +20 bis +27 Grad in den spätsommerlichen bis sommerlichen Bereich.

Hochdruckdominanz bedeutet zugleich eine schwache Niederschlagstätigkeit, die - im Verbund mit den zu warmen Temperaturen - für einige Regionen zu einer Herausforderung geworden sind. Zwar sind in den kommenden Tagen über dem Süden und Südwesten immer wieder ein paar lokal auftretende Schauer und Gewitter nicht auszuschließen, doch verbreitet bleibt der Wettercharakter trocken. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter September 2020.

Deutschland wird bis zum Start in die neue Woche von hohem Luftdruck dominiert
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Deutschland wird bis zum Start in die neue Woche von hohem Luftdruck dominiert
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Herbst kommt in Sichtweite

Die Temperaturprognose für die kommenden Tage ist spätsommerlich bis sommerlich. Daran wird sich bis zum 23. September auch nichts ändern. Drüber hinaus jedoch entwickelt sich eine Großwetterlage, die den Sommer - relativ zügig - beenden kann.

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Das Rauschen der Tiefdrucksysteme

Der Grund für einen strukturellen Wandel liegt in einem Tiefdruckcluster über Skandinavien begründet, der sich dort bis zum 23. September ausbilden kann. Die Hochdruckzone muss weichen und tut dies auch in Form von zwei Hochdruckzentren. Das eine Zentrum liegt auf dem Atlantik und das zweite über dem westlichen Russland. Zwischen beiden Hochdruckzentren aber bildet sich eine Lücke aus, in welche die Tiefdruckgebiete vorstoßen können.

Herbstwetter

Bedingt durch das Blockadehoch auf dem Atlantik stellt sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells ab dem 24. September eine meridionale Grundströmung durch. Soll heißen, dass die Grundströmungen von Nord nach Süd, bzw. von Süd nach Nord verlaufen werden. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen inmitten des Trogzentrums, was aus nördlichen Richtungen kühlere Luftmassen zuführt.

Die Temperaturen können am 24. September noch Werte von +20 bis +25 Grad und örtlich bis +27 Grad erreichen, sinken aber bis zum 26. September auf (früh)herbstliche +15 bis +19 Grad und örtlich bis +13 Grad ab.

Ein herbstlicher Wettercharakter
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Ein herbstlicher Wettercharakter
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Herbstwetter

Die gestrige Wetterprognose mit einem neuerlichen Hochdruckblock wurde vom amerikanischen Wettermodell heute nicht mehr bestätigt, was so auch erwarten war. Diese Variante war im Vergleich zu den Kontrollläufen zu abstrakt. Heute nun eine Variante, die sich mehr dem Mittelwert der Kontrollläufe annähert.

Der Sommer endet

Das Hoch kann sich nach der Wettervorhersage des amerikanischen Prognosemodells noch bis zum 24./25. September behaupten und für Tageswerte von +20 bis +25 Grad und örtlich bis +28 Grad sorgen. Damit liegen die Tageswerte im Jahreszeitenvergleich in einem um 5 bis 10 Grad zu warmen Bereich. Auf dem Atlantik aber, da rüstet sich die atlantische Frontalzone und setzt alles auf eine Karte, um die Hochdruckdominanz aus Mitteleuropa zu vertreiben.

Markanter Wetterwechsel mit erhöhtem Unwetterpotential

Am 25. September liegt die atlantische Frontalzone mit einem kräftigen Tiefdruckgebiet zwischen Island, England und Skandinavien. Mit einer entsprechenden Vorderseitenanströmung wird es über Deutschland, Österreich und der Schweiz nochmals richtig warm, doch die Front greift rasch auf Mitteleuropa über und sorgt mit kräftigen - teils stürmischen - Wind und nennenswerten Regen für einen Wetterwechsel, der seinem Namen auch gerecht wird.

Die Trogwetterlage bringt den Herbst

Das vormals über Mitteleuropa liegende Hochdrucksystem zieht sich nach Osten zurück und positioniert sich zum 26. September zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland. Diese Gelegenheit nutzt die atlantische Frontalzone und versucht das Hoch am südwestlichen Gradienten zu untergraben und seine Position über Mitteleuropa zu festigen. Dieses Vorhaben gelingt nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells heute und der Wettercharakter nimmt ab dem 26. September bis zum 2. Oktober herbstliche Züge an.

Bei einer erhöhten Niederschlagstätigkeit sinken die Tageswerte bis zum 26. September auf +10 bis +15 Grad ab und können sich bis zum 2. Oktober mit Werten von +13 bis +17 Grad nur langsam erwärmen. Anders formuliert normalisiert sich das Temperaturniveau allmählich. Schaut man sich die dazugehörige Großwetterlage an, so liegt ein Hoch über dem Atlantik und das zweite ist als Kontinentalhoch zu definieren. Dazwischen finden die Tiefdruckgebiete die Lücke und sorgen für einen zunehmend herbstlichen Wettercharakter, der zudem noch für reichlich Regen sorgen kann.

Die Trogwetterlage sorgt für einen herbstlichen Wettercharakter
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Die Trogwetterlage sorgt für einen herbstlichen Wettercharakter
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Auf den Punkt gebracht: Ein herbstlicher Wettertrend

Die Konstante bleiben die Kontrollläufe. Während die Vorhersage-Modelle zu schwanken beginnen - was bei einer strukturellen Umstellung völlig normal ist und eben auf diese hindeutet - bestätigen die Kontrollläufe ein Ende des Sommers zum 24. September. Die Temperaturen gehen vom 24. bis 26. September um bis 10 Grad zurück, sodass man von einem Temperatursturz sprechen kann.

Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert aber pendeln sich die Werte über dem Süden und Osten in einen normalen und über dem Westen und Norden tendenziell leicht zu kühlen Bereich ein. Die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells bildet im Vergleich zum Mittelwert die mit Abstand kälteste Variante ab. So wird es also nicht kommen, doch die Mischform macht es. Anders formuliert setzt sich der Normalisierungstrend der Temperaturen in den Kontrollläufen seit Tagen fort und macht diesen nach dem 24. September zunehmend wahrscheinlicher.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
23. September +16 bis
+25 Grad
+19 Grad bis
+21 Grad
27. September +7 bis
+17 Grad
+12 bis
+14 Grad
2. Oktober +8 bis
+22 Grad
+14 bis
+16 Grad
Diagramm Temperaturen Oktober 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Wie wahrscheinlich ist ein herbstlicher Wettercharakter?

Das Hin und Her wird sich in den kommenden Tagen in den Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle noch fortsetzen können. Im Kern geht es aber um die Frage, wie wahrscheinlich ist die trogähnliche Struktur über Mitteleuropa? Denn kommt diese nicht zustande, so werden die beiden Hochdruckcluster kurzen Prozess machen und den Trog verhindern können.

Ein erstes Indiz ist der NAO-Index, der ab dem 24. September neutral berechnet wird. Das bedeutet, dass - zumindest im Ansatz - eine Trogwetterlage oder eine nordwestlich bis westlich orientierte Großwetterlage möglich ist. Zum anderen berechnet der Mittelwert der Kontrollläufe die Hochdruckcluster in einer Position, die für eine Trogwetterlage zuträglich ist. Zumindest in der Art und Weise, dass der Sommer ab dem 25. September mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu Ende ist. Doch ob herbstlich oder nicht hängt noch maßgeblich von der Position des Kontinentalhochs ab.

Die Voraussetzungen für eine Nordwest- West- und Trogwetterlage sind gut
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Die Voraussetzungen für eine Nordwest- West- und Trogwetterlage sind gut
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Hochdruckbann gebrochen?

Und zu guter Letzt noch ein Blick auf die Druckanomalien. Hier wird der Wille zur Umstrukturierung der Großwetterlage deutlich hervorgehoben. Die Hochdruckzone existiert über Mitteleuropa nicht mehr, während sich im Bereich vom europäischen Nordmeer und Skandinavien ein Tiefdruckzentrum ausbilden kann. Das ist der deutlichste Hinweis auf eine Trogwetterlage und damit auch auf einen nachhaltigen Wetterwechsel.

Ein herbstlicher Trog über Mitteleuropa
Ein herbstlicher Trog über Mitteleuropa © climatereanalyzer.org

Niederschlagsprognose: Immerhin etwas

Mit dem Trog, einer West- oder Nordwestwetterlage müsste doch auch die Niederschlagsneigung ansteigen? Tun sie auch. Vom 24. bis 28. September berechnen die Kontrollläufe eine rege Niederschlagsaktivität im leichten bis mäßigen Bereich, die nach Osten nachlässt. Nach dem 28. September sind die Niederschlagssignale allerdings wieder rückläufig. Ganz vom Tisch ist das Hochdruckszenario - und damit der goldene Oktober noch nicht.

Schwache bis mäßige Niederschlagssignale
Die Niederschlagsprognose des europäischen Wettermodells bis zum 27. September: Schwache bis mäßige Niederschlagssignale © windy.com

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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