Wetter Winter 2020/2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2020/2021 Wetterprognose vom 6.9.2020 - Wärme-Extrem im September?

Extrem warme Temperaturen im September?
Extrem warme Temperaturen im September?

Die Vorhersage-Modelle berechnen eine für September extreme Wetterlage, die sich so auch in den Kontrollläufen widerspiegelt.

Verbreitet dominiert in der kommenden Woche hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland. Zwar können mal Wolken mit ein paar Schauern vorüberziehen, doch mit wirklich nennenswertem Niederschlag ist nicht zu rechnen.

Der Wind kann in der Nacht auf Dienstag über Norddeutschland stark böig bis stürmisch auffrischen, bleibt sonst aber eher unauffällig. Die Temperaturen erreichen mit +18 bis +24 Grad und örtlich bis +28 Grad über Süddeutschland verbreitet spätsommerliche bis sommerliche Werte, die über dem Norden mit +16 bis +21 Grad und örtlich bis +24 Grad kurzzeitig kühler ausfallen können. Der kühlsten Werte der kommenden Tage sind am heutigen Sonntag zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter September.

Der Herbst zeigt sich von seiner spätsommerlich warmen Seite
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Herbst zeigt sich von seiner spätsommerlich warmen Seite
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Hitze Hoch

Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells macht mit einer extremen Vorhersage heute auf sich aufmerksam.

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Der Herbst versucht sich, doch verursacht das Gegenteil

Die atlantische Frontalzone ist im Zeitraum vom 11. bis 13. September äußerst aktiv und kann mit kräftigen Sturmtiefs zwischen Island und Skandinavien Akzente setzen, die unter bestimmten Voraussetzungen über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem herbstlichen Wettercharakter führen können. Im Grundsatz zeigt sich in diesem Zeitraum das Potential einer strukturellen Veränderung der Großwetterlage, die über Deutschland zu einem unbeständigen und kurzzeitig auch kühleren Temperaturcharakter führen kann - zumindest über Norddeutschland.

Eine regelrechte Hitze

Doch wo eine Aktion ist, gibt es auch eine Reaktion und die erfolgt in Form eines nacheilenden Hochdrucksystems, was die atlantische Frontalzone sozusagen voll auflaufen lässt. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in eine stramme Südanströmung der Luftmassen, was die Tageswerte zum 15. September (!!!) auf +22 bis +27 Grad und örtlich bis +29 Grad anstiegen lassen kann. Unter bestimmten Voraussetzungen wäre auch das Erreichen der hochsommerlichen +30 Grad-Marke nicht auszuschließen. Vom Herbst also keine Spur.

Mehr Sommer als Herbst - Ein kräftiges Hoch über Deutschland
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Mehr Sommer als Herbst - Ein kräftiges Hoch über Deutschland
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Hitze und Herbst

Die Störimpulse der atlantische Frontalzone werden zahlreicher. Eine ähnliche Wettervorhersage gab es vom amerikanischen Wettermodell bereits gestern. Doch heute tritt diese deutlicher hervor, was ebenfalls zu extremen Temperaturverhältnissen führen kann.

Skandinavienhoch

Bis zum 12. September dehnt sich hoher Luftdruck über Mitteleuropa aus und festigt seine Position zum 13. September. Die atlantische Frontalzone wird vollständig blockiert und tropft nach Süden ab. Gleichzeitig gelingt es dem Hoch bis zum 15. September über Skandinavien Position zu beziehen.

Viel zu warmes Herbstwetter

Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen somit - wie nach dem Wettertrend der Europäer - voll in einer Südanströmung der Luftmassen, was die Temperaturen bis zum 15. September auf +22 bis +27 Grad und örtlich bis an die hochsommerliche +30 Grad-Marke heran ansteigen lassen kann.

Der herbstliche Wetterumschwung

Dem Hoch über Skandinavien aber fehlt der Rückhalt in Form eines Tiefdrucksystems an seinem östlichen Gradienten und so kippt das Hoch ab dem 18. September allmählich nach Osten weg und die atlantische Frontalzone kann auf Mitteleuropa übergreifen. Die Niederschlagsneigung nimmt - wie der Wind - zu und die Temperaturen sacken regelrecht auf +12 bis +18 Grad ab. Im Grunde aber entsprechen die Temperaturwerte dem, was für die Jahreszeit normal wäre.

Das Hoch sorgt für außergewöhnlich heiße Temperaturwerte, bevor der Herbst zum Beginn der letzten September-Dekade seine Chance bekommt
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Das Hoch sorgt für außergewöhnlich heiße Temperaturwerte (li.), bevor der Herbst zum Beginn der letzten September-Dekade seine Chance bekommt (re.)
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Extreme Temperaturwerte sind möglich

Die Kontrollläufe bestätigen den für die Jahreszeit viel zu warmen Temperaturtrend schon seit Tagen und die Wetterprognose der Vorhersage-Modelle toben sich in Extremen aus, deren Eintreffwahrscheinlichkeit noch hinterfragt werden kann, doch zunehmend wahrscheinlicher werden.

Im Schnitt sind die Werte im Zeitraum vom 8. bis 20. September im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert um +2 bis +4 Grad zu warm und können über dem Süden und Osten phasenweise eine Abweichung um bis +6 Grad ausweisen. Bereits jetzt kann man schon sagen, dass der September 2020 zu warm bis deutlich zu warm ausfallen wird. Warum? Die ersten fünf September-Tage waren im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961-1990) bereits um +1,87 Grad deutlich zu warm. Dieser Überschuss wird sich in den kommenden Tagen noch weiter ausbauen können. Anders formuliert wird der Temperaturüberschuss bis zur Monatsmitte Im Bereich von +3 bis +5 Grad liegen können.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
12. September +12 bis
+28 Grad
+21 Grad bis
+24 Grad
16. September +13 bis
+26 Grad
+19 bis
+21 Grad
21. September +10 bis
+25 Grad
+17 bis
+19 Grad
Diagramm Temperaturen September 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Niederschlagsprognose: Wenig bis nichts

Niederschläge sind in den kommenden 10 Tagen bis zum 16. September kaum welche zu erwarten. Wenn doch, dann in Form von Schauern über Norddeutschland und im Stau der Alpen.

Nur über Norddeutschland sind nennenswerte Schauer zu beobachten
Die Niederschlagsprognose des europäischen Wettermodells bis zum 16. September: Verbreitet trockenes Herbst-Wetter © windy.com

Gegen 17:00 Uhr betrachten wir einmal die unterschiedlichen Langfristprognosen der Langfristmodelle für den Herbst und Winter 2020/2021.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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