Wetter Winter 2020/2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetterprognose Herbst und Winter 2020/2021 vom 29.8.2020 - Ein Hoch baut sich über Skandinavien auf

In den kommenden 48 Stunden sind über dem Süden teils unwetterartige Starkniederschläge zu erwarten
In den kommenden 48 Stunden sind über dem Süden teils unwetterartige Starkniederschläge zu erwarten

Ein Tief schüttet sich über dem Süden und Südosten regelrecht aus und sorgt für unwetterartige Wetterereignisse und mit lokalen Überflutungen ist zu rechnen. Der weitere Wettertrend aber ist zunächst einmal alles andere als herbstlich.

Schauer und örtliche Gewitter ziehen bis Dienstag über Deutschland hinweg und können am Samstag und Sonntag etwa östlich der Linie vom Schwarzwald und Berlin für länger andauernde Niederschlagsereignisse sorgen, die im Schwerpunkt über den Regionen südlich der Donau unwetterartig ausfallen können (Regenradar). Regensummen von 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² sind zu erwarten und direkt an den Alpen sind bis 80 l/m² nicht auszuschließen. Der Hauptteil der Niederschläge aber geht mit bis 150 l/m² über den Zentralalpen der Schweiz und Österreich, sowie über Norditalien nieder.

Zum 1. September zieht das Tiefdruckgebiet ab und hoher Luftdruck rückt nach. So werden die sonnigen Anteile zahlreicher und die Niederschlagsneigung nimmt zur Wochenmitte allmählich ab. Die Temperaturen erreichen bei Dauerregen Werte von +10 bis +15 Grad, sonst sind +17 bis +23 Grad und mancherorts bis +26 Grad zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter September 2020.

Der meteorologische Herbst beginnt verbreitet spätsommerlich
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der meteorologische Herbst beginnt verbreitet spätsommerlich
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Herbst wird zunehmend sommerlich

Das interessante an der kommenden Wetterentwicklung ist das Hoch, was sich zum Beginn der neuen Woche relativ zügig über Skandinavien ausdehnen und sich dort auch behaupten kann. Zeitgleich aber wird das Tief eingekesselt, was auf engstem Raum zu unterschieden Wetterereignissen führen kann.

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Sommerliches Hochdruckgebiet

Auch wenn in den ersten September-Tagen über den östlichen Landesteilen noch mit einem unbeständigen Wettercharakter zu rechnen ist, so dehnt sich das Hoch immer weiter aus und verfestigt sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells bis zum 5. September über Mitteleuropa. Unterstützung bekommt das Hoch noch vom Azorenhoch, dass zunächst einen Keil und später ein autarkes Hochdruckgebiet über Mitteleuropa positionieren kann. Diese Entwicklung der Großwetterlage kennt man sonst nur vom Hochsommer.

Die Wärme kommt nur zögerlich

Auf der nachfolgenden Wetterkarte erkennt man zum 7. September die südliche Anströmung der Luftmassen, was über den Zeitraum hinaus zu sommerlichen Temperaturwerten jenseits der +25 Grad-Marke führen kann. Da sich das Hoch aber von Westen nähert, werden - bedingt durch die Drehrichtung im Uhrzeigersinn - im Zeitraum vom 4. bis 6. September aus nördlichen Richtungen gemäßigt warme Luftmassen nach Mitteleuropa geführt, was die Tageswerte über Deutschland, Österreich und der Schweiz auf +17 bis +23 Grad und über dem Süden örtlich auf bis +25 Grad ansteigen lassen kann.

Die Niederschlagsneigung ist von 2. bis 7. September als gering einzustufen.

Die Großwetterlage erinnert mehr an den Hochsommer, als an den Herbst
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Die Großwetterlage erinnert mehr an den Hochsommer, als an den Herbst
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Erst Hoch, dann Tief

Dass sich das Hoch in der ersten September-Dekade im Bereich zwischen Skandinavien und Mitteleuropa wird durchsetzen können, gilt in den Wetterprognose der Vorhersage-Modelle zwischenzeitlich als eine sehr wahrscheinliche Wetterentwicklung. Als kritisch erweist sich der Zeitraum zwischen dem 6. und 7. September, wenn das Skandinavienhoch versucht, einen Brückenschlag in Richtung der Azoren zu setzen. In diesem Moment wird die Hochdruckbrücke angreifbar, wenn sich diese nicht schnell genug stabilisiert.

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Spätsommerlich bis sommerlich warm

Das Hoch dominiert aber nach der Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells den Zeitraum vom 3. bis 7. September. Mit einer zunehmenden Sonnenscheindauer steigen die Temperaturen bis zum 5. September mit Werten von +22 bis +27 Grad auf ihren vorläufigen Höhepunkt zu. Über dem Südwesten können örtlich bis +29 Grad erwartet werden.

Die Herbstfrische

Die Hochdruckbrücke knickt zum 7./8. September regelreicht ein und ein Tief der atlantische Frontalzone dringt in die entstehende Lücke vor und teilt die Hochdruckzone in zwei autarke Hochdruckgebiete auf. Das eine liegt auf dem Atlantik, das andere zwischen der Barents- und der Karasee. Mitteleuropa liegt nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells im Zeitraum vom 8. bis 14. September voll im Einflussbereich des Tiefdruckgebietes, was neben reichlich Niederschlag auch zu kühleren Temperaturwerten führen kann. Mehr wie +15 bis +20 Grad wären nicht mehr zu erwarten, was in etwa den Jahreszeit-typischen Werten entspricht.

Erst dominiert das spätsommerliche Hoch (li.), dann der Herbst (re.) das Wetter
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Erst dominiert das spätsommerliche Hoch (li.), dann der Herbst (re.) das Wetter
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Spätsommerlich warm mit ungewissem Ausgang

Die erste September-Dekade hat im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 ein hohes Potential deutlich zu warm ausfallen zu können. Warum? Der Mittelwert der Kontrollläufe liegt zum Start in den September im normalen, zum 5. September im +2 bis +5 Grad zu warmen und darüber hinaus im +1 bis +3 Grad zu warmen Bereich.

Amerikanisches Vorhersage-Modell zu kalt, die Europäer zu warm

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells gehört zu den kalten Ausreißern. Das europäische Wettermodell gehört hingegen zu den deutlich zu warmen Varianten. Anders formuliert bleiben die Unsicherheiten der letzten Tage bestehen, auch wenn sich zunehmend ein Trend abzeichnet, der dem spätsommerlichen Temperaturcharakter näher als dem herbstlichen liegt.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
4. September +16 bis
+25 Grad
+19 Grad bis
+22 Grad
8. September +14 bis
+25 Grad
+19 bis
+21 Grad
13. September +13 bis
+26 Grad
+18 bis
+20 Grad
Diagramm Temperaturen September 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Niederschlagsprognose: Der Hauptniederschlag ist in den kommenden 48 Stunden zu erwarten

Bereits weiter oben sind wir auf die Niederschläge und die Regensummen der kommenden 48 Stunden näher eingegangen. Im nachfolgenden Zeitraum fallen die Niederschläge bis zum 8. September eher spärlich aus und können verbreitet zu Regensummen zwischen 5 bis 15 l/m² führen. Deutlich trockener zeigt sich der Niederschlagstrend über Teile von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, was zudem ein Fürsprecher für die Ausdehnung des Hochdruckgebietes ist.

Der Hauptniederschlag ist in den kommenden 48 Stunden zu erwarten
Die Niederschlagsprognose des europäischen Wettermodells bis zum 8. September: Der Hauptniederschlag ist in den kommenden 48 Stunden zu erwarten © windy.com

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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