Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2020 aktuelle Wetterprognose vom 12. Februar 2020 - Turbulente Wetteraussichten

Das nächste Sturmtief lässt die Temperaturen zum Wochenende kräftig ansteigen, doch vom einem nachhaltigen Frühling ist - wie vom Winter - nicht zu sprechen.

Der Wettercharakter bleibt turbulent
Der Wettercharakter bleibt turbulent

Schauer und kräftige Dauerniederschläge dominieren das Wetter in den kommenden 36 Stunden. Die Schneefallgrenze liegt anfangs noch bei 400 bis 600 Meter, steigt zum Donnerstag aber allmählich an. Mehr dazu in der Schneeprognose. Am Freitag und Samstag zeigt sich häufiger die Sonne und es bleibt weitgehend trocken, bevor sich zum Samstagabend das nächste Sturmtief über dem Norden und Nordwesten bemerkbar macht und am Sonntag und Montag über ganz Deutschland für stürmische Windböensorgt. Zum aktuellen Stand sind auch schwere Sturm- bis hin zu orkanartigen Windböen nicht auszuschließen.

Turbulent wird das Wetter am Sonntag und Montag mit einer markanten Niederschlagsfront aber allemal verlaufen können. Neben kräftigen Schauern sind auch Gewitter mit von der Partie und erreichen die Temperaturen am Sonntag noch +10 bis +15 Grad und örtlich bis +18 Grad, so sind es am Montag nur noch +4 bis +8 Grad. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Februar.

Da braut sich was zusammen
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Da braut sich was zusammen
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Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Ein Auf und Ab

Das Sturmtief verlagert sich vom 17. bis zum 18. Februar mehr in Richtung Skandinavien und zieht nachfolgend über die Barentssee nach Norden ab. Auf diese Art und Weise sind die teils frühlingshaften Temperaturen vom Wochenende nach der Wetterprognose der Europäer nur vorübergehender Natur.

Wieder kühleres Wetter

Nein, kalt wäre zu weit gegriffen, allenfalls nasskalte Wetteraussichten stellt das europäische Wettermodell vom 18. bis 20. Februar in Aussicht und bei einer nachlassenden Niederschlagsaktivität kann sich über höheren Lagen wieder Schnee mitunter mischen.

Unbeständiges und mäßig mildes Wetter

Im gesamten Zeitraum aber bleibt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik auf einem hohen Niveau und so geht auch die kurze ruhige Wetterphase zügig vorüber und mit einer entsprechenden Vorderseitenanströmung wird es mit Tageswerten von +8 bis +12 Grad und örtlich bis +15 Grad auch wieder milder.

Die Wetteraktivität bleibt auf einem hohen Niveau und sorgt für ein Auf und Ab der Temperaturen
Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells: Die Wetteraktivität bleibt auf einem hohen Niveau und sorgt für ein Auf und Ab der Temperaturen
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Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Ein immer weiter so?

Der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland hält sich nach der Wettervorhersage der Amerikaner bis weit in die letzte Februar-Dekade hinein. Doch zeigen sich - in Ansätzen - Schwächen.

Was berechnet wird

Eine winterliche Wetterentwicklung bis auf tiefere Lagen herab ist nicht zu erkennen. Stattdessen kommt es zu einem anhaltend unbeständigen Wettercharakter, bei der sich im Zeitraum vom 18. bis 28. Februar Hoch- und Tiefdrucksysteme in schöner Regelmäßigkeit abwechseln.

Viel Niederschlag, wenig Winter

Die Niederschlagssummen können sich bis zum 28. Februar nach der Vorhersage mit verbreitet 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² durchaus sehen lassen. Über machen Regionen können bis zu 120 l/m² niedergehen. Die hohe Niederschlagsaktivität aber hat auch zur Folge dass die Temperaturen sich meist im Bereich von +4 bis +8 Grad bewegen und im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert zu mild sind.

Eine anhaltend hohe Wetteraktivität lässt dem Winter kaum Chancen
Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Eine anhaltend hohe Wetteraktivität lässt dem Winter kaum Chancen
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Auf den Punkt gebracht: Ein Fragezeichen

Ein kleines, aber wichtiges Detail übersieht man gerne, wenn die Entwicklung der Großwetterlage so von Tiefdruckgebieten dominiert wird. Gesichert ist die Wettervorhersage bis zum Start in die neue Woche, doch können Starkwindereignisse gerne einmal etwas durcheinanderwirbeln.

Die Anzeichen sind mehr als vage, werden in den letzten Stunden aber immer wieder einmal berücksichtigt. Dennoch gilt es diesen Impuls anzusprechen, da er eben zu einer Veränderung der Großwetterlage führen kann. Worum geht es?

Nach dem Sturm strebt zum 20. Februar ein Hochdruckkeil in Richtung Skandinavien auf und versucht Kontakt zum Kontinentalhoch über Sibirien aufzunehmen. Wer hier regelmäßiger Gast ist, der mag sich vielleicht noch erinnern, dass eine exakt gleiche Situation auch nach dem aktuellen Sturm berechnet wurde. Im Kern aber kommt es darauf an, wie dieser Hochdruckkeil verläuft. Macht er das nördlicher, so können kontinentale Kaltluftmassen nach Westen geführt werden. Kippt der Hochdruckkeil nach Osten ab, bleibt das Wetter wie es ist.

Nach der Wetterprognose der Amerikaner kippt der Hochdruckkeil nach Osten ab (li), nach einem Kontrolllauf verläuft dieser nördlicher (re.)
Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell im Vergleich zum Kontrolllauf: Nach der Wetterprognose der Amerikaner kippt der Hochdruckkeil nach Osten ab (li), nach einem Kontrolllauf verläuft dieser nördlicher (re.)
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Wetterprognose der Kontrollläufe: nicht warm, nicht kalt

Nasskalt lautet das Motto der Kontrollläufe auch heute wieder. Das Temperaturmaximum wird zum 16. Februar erreicht werden und sinkt nachfolgend ab. Die Werte aber bleiben mit +4 bis +8 Grad für die Jahreszeit zu mild. Winterliche Varianten bis auf das Flachland herab sind nicht auszumachen.

Die Niederschlagsprognose sinkt zum 14. bis 16. Februar deutlich ab, steigt nachfolgend bis zum 20. Februar auf ein hohes Niveau an und pendelt sich bis zum 28. Februar in einen leicht erhöhten Bereich ein.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
18. Februar +5 bis
+17 Grad
+9 bis
+14 Grad
22. Februar -1 bis
+8 Grad
+3 bis
+6 Grad
27. Februar -3 bis
+12 Grad
+5 bis
+6 Grad
Diagramm Temperaturen Februar 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Ob sich der Impuls im Tagesverlauf verstärkt hat, oder nach Osten abkippt, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

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Update der Wetterprognose von 20:02 Uhr

Bestätigt wurde im Tagesverlauf ein kräftiges Tiefdruckzentrum, was seinen Einflussbereich am Wochenende auf Deutschland ausweiten kann. Die Folge daraus wären von Sonntag bis Dienstag erneut stürmische Winde, deren Schwerpunkt aber nördlich von Baden-Württemberg und Bayern liegen können. Über exponierten Lagen und den Küstenregionen wären schwere Sturmböen möglich. Ob es zu orkanartigen Winden kommen kann, muss abgewartet werden.

Auf warm folgt kühl

Im Grunde hat sich gegenüber der Wetterprognose von heute Nachmittag kaum etwas verändert. Die Temperaturen steigen zum Wochenende auf bis +17 Grad an und sinken nachfolgend mit +4 bis +8 Grad in den nasskalten Bereich ab. Und an diesem Auf und Ab der Temperaturen - in Abwechslung mit trockenen und nassen und teils windigen Wetterphasen - ändert sich vorerst nichts.

Mal Hoch, mal Tief, doch der Winter spielt hierbei keine Rolle
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Mal Hoch, mal Tief, doch der Winter spielt nach wie vor keine Rolle
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Im Februar neigt der Polarwirbel zu Schwächen

Das macht er mit Hilfe des ansteigenden Sonnenstandes im Februar gerne und strebt mit dem März so langsam seinem winterlichen Finale entgegen (Final Warming). Doch schaut man sich die aktuellen Berechnungen des NAO- und AO-Index Wertes an, so gibt es derzeit nur sehr wenige Hinweise auf ein nachhaltige und grundlegende Störung des Polarwirbels. Das mag auch daran liegen, dass die Winde in Stratosphärenhöhe bis zum 20. Februar ungewöhnlich hoch sind und Geschwindigkeiten von +266 km/h erreichen. Normal wären jetzt so um die +80 km/h.

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Das erklärt auch, warum die unteren Luftschichten des Polarwirbels konstant stabil berechnet werden und so lange sich daran nichts ändert, bleibt das Wetter wie es ist. Deutlicher Zeigt sich das in der Gegenüberstellung des Mittelwertes aller Kontrollläufe zur Berechnung der Druckanomalien.

Die Druckanomalien stimmen mit dem Mittelwert der Kontrollläufe überein - der Winter nahezu ausgeschlossen?
Die Druckanomalien stimmen mit dem Mittelwert der Kontrollläufe überein - der Winter nahezu ausgeschlossen? © climatereanalyzer.org

Was wurde aus dem Impuls?

Der existiert noch immer und weiterhin wird dieser auf einem niedrigen Niveau berechnet. Die Kontrollläufen gehen darauf ein und berechnen von 20. Februar an eine erhöhte Unsicherheit in der weiteren Wetterentwicklung. Doch schaut man sich das Temperaturspektrum in rund 1.400 Meter Höhe an, so erstreckt sich dieses von -12 bis +10 Grad. Hat also eine Differenz von 22 Grad. Rund 20 bis 30 Prozent berechnet davon Werte unter -7 Grad, was den Winter bis auf die mittleren Lagen bringen kann.

Die Erkenntnis

Und exakt so sind auch die winterlichen Ambitionen in er Wahrscheinlichkeit zu bewerten. Kalte und winterliche Varianten bleiben in der Minderheit. Von Flachlandwinter ist derzeit nicht zu sprechen, dafür ist der Tiefdruckklops auf dem Atlantik zu dominant. Das Maximum an Kälte wäre mit nasskalten Temperaturen im Bereich von +1 bis +8 Grad aber auch schon erreicht. Viel wahrscheinlicher aber ist ein weiterhin unbeständiger Wettercharakter bei einer Temperaturspanne von +4 bis +8 Grad. Tja und dann befindet man sich schon inmitten der letzten Februar-Dekade und die letzten Tage des meteorologischen Winters sind so langsam gezählt.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,76 +2,28 +1,53 554 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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