Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2020 aktuelle Wetterprognose vom 31.01.2020 - Eine temperamentvolle Wetterlage kündigt sich an

Sturm, Wind, Regen und Schneeschauer. Der Februar startet mit einer ungewöhnlich hohen Wetteraktivität, deren Ende vorerst nicht abzusehen ist.

Eine ungewöhnlich hohe Wetteraktivität
Eine ungewöhnlich hohe Wetteraktivität

Das Wochenende - und auch der Start in die neue Woche - fällt insbesondere über dem Westen und Süden richtig warm aus. Örtlich ist auch das Überschreiten der +15 Grad Marke möglich. Ab Dienstag aber gehen die Temperaturen zurück und pendeln sich mit +1 bis +6 Grad mehr und mehr in den nasskalten Bereich ein.

Im gesamten Zeitraum bleibt der Wettercharakter temperamentvoll und hat von Samstag bis Dienstag einiges an Niederschlag zu bieten. Mit den zurückgehenden Temperaturen zur Wochenmitte gehen die Schauer wieder bis auf die mittleren Lagen in Schnee über und auch über tieferen Lagen ist der eine oder andere Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen. Mehr dazu in der Schneeprognose.

Der Wind bleibt im gesamte Zeitraum kräftig strukturiert und kann über exponierten Lagen und entlang der Küstenregionen zu stürmischen Windböen führen. Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Februar.

Ein ereignisreicher Wettercharakter steht bevor
Wetterprognose vom europäischen Prognose-Modell: Ein ereignisreicher Wettercharakter steht bevor
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Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Außergewöhnliche Tiefdruckaktivität

Der Schwall kühlerer Luftmassen zur Wochenmitte ist nur vorübergehender Natur. Denn nach der Wetterprognose der Europäer drückt eine auf dem Atlantik auflebende Tiefdruckdynamik das Hoch nach Osten - in Richtung Mitteleuropa - weg.

Die Entwicklung der Großwetterlage mit einem erhöhten Unwetterpotential

Bereits gestern Abend berechnete das europäische Wettermodell eine sich vom 7. bis 10. Februar weiter intensivierende Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, die in der heutigen Wetterprognose nochmals bestätigt wurde. Der Höhepunkt wird für den 9./10. Februar simuliert, bei ein Tiefdruckzentrum zwischen Island und Skandinavien einen Kerndruck von bis zu 935 hPa erreichen kann.

Das alleine ist schon beeindruckend, kommt aber häufiger vor. Beeindruckender aber ist die Dimension des Tiefdruckgebietes und dessen Intensität, was ohne weiteres auch über Deutschland, Österreich und der Schweiz das Potential von Starkwindereignissen und auch von sog. Schnellläufersystemen ansteigen lassen kann.

Das Tiefdruckgebiet erstreckt sich vom östlichen Kanada über Island, Skandinavien bis über das westliche Russland und dehnt seinen Einflussbereich bis über die Mittelmeerregion aus. Imposant und dem Hoch bleibt keinerlei Spielraum, um sich nach Norden aufzuwölben, was den Spielraum für den Winter auf nahe Null reduziert. Eher das Gegenteil wird mit einer kräftigen Vorderseitenanströmung zu erwarten sein. Berechnet werden bspw. für den 9. Februar Tageshöchstwerte von +8 bis +13 Grad, was für die Jahreszeit viel zu warm ist.

Eine enorme Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik
Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells: Eine enorme Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, was dem Winter keine Chancen lässt
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Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Der Winter wird auf das Abstellgleis gesetzt

Die Wetterprognose berechnet das Tiefdruckzentrum über Island zum 8. bis 10. Februar ebenfalls, doch bei weitem nicht mit der Intensität, wie es die Europäer berechnen. Es reicht aber aus, um die kühlere Witterung von 4. bis 6. Februar zu einer vorübergehenden Erscheinung zu machen.

Eine hohe Wetteraktivität

Die Gemeinsamkeiten der beiden Vorhersage-Modelle liegt zum einen in der hohen Wetteraktivität auf dem Atlantik, die nach dem 6. Februar bis auf weiteres einen hohen dynamischen Anteil aufweist und winterliche Wetterlagen nicht zulässt. Vielmehr ist mit einem Auf und Ab der Temperaturen zu rechnen. Dazu gibt es immer wieder Niederschläge unterschiedlichster Intensität und viel Wind. Auch Starkwindereignisse sind möglich.

Eine enorm kräftige Westwetterlage verspricht einen abwechslungsreichen Wettercharakter
Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Eine enorm kräftige Westwetterlage verspricht einen abwechslungsreichen Wettercharakter
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Auf den Punkt gebracht: Viel Wetter

Wetter - also dynamisches Wetter - gab es im Januar so gut wie gar nicht. Das wird nun nachgeholt. Mit einem enormen Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada werden Prozesse in Gang gesetzt, die einen - nachhaltigen - Wintereinbruch bis in die zweite Februar-Dekade hinein wenig wahrscheinlich macht. Dafür aber gibt es - starke - Signale die auf eine sehr dynamische und turbulent verlaufende Westwetterlage hindeuten.

Gestützt werden die Signale von den Kontrollläufen, die vom 3. bis 6. Februar einen leicht zu kühlen Abschnitt berechnen, nachfolgend aber durchweg zu warme Temperaturen in Aussicht stellen. Dieser Wettertrend hat sich in den letzten 12 Stunden gefestigt, was die Eintreffwahrscheinlichkeit zusätzlich erhöht.

Viel Wind und Niederschlag

Die Niederschlagsberechnungen bleiben auf einem hohem Niveau. Bis zum 10. Februar werden Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² berechnet. Über Staulagen sind auch deutlich mehr Niederschläge zu erwarten. Was aber auch bestätigt wird, ist bis zum 5. Februar ein Mittelwind von rund 36 km/h . Ab dem 6. Februar schwächt sich der Mittelwind über dem Süden auf 14 km/h ab, bleibt über dem Norden mit rund 32 km/h kräftig strukturiert. Die Spitzenböen liegen über den tieferen Lagen zwischen 40 bis 70 km/h. Mehr dazu in der aktuellen Windprognose.

 

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Update der Wetterprognose von 20:05 Uhr

Seit heute kann man von einer weitgehend gesicherten Wetterentwicklung ausgehen. Das bestätigten die Vorhersage-Modelle im Laufe des Tages und gleichen sich den Berechnungen der letzten 48 Stunden an. Damit sind die Unsicherheiten nach dem 3. Februar weitgehend ausgeräumt.

Und so folgt nach dem - sehr - warmen Wochenende und Start in die neue Woche ein Schwall kühlerer Luftmassen nach, was die Tageswerte in den nasskalten Bereich zurückgehen lässt. Man kann es auch dramatischer in Form eines Temperatursturzes ausdrücken. Aber es ist lediglich eine Normalisierung auf ein nasskaltes Niveau - mehr nicht. Trotzdem sind dann wieder Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab möglich. Auch sind kurze Graupelgewitter nicht auszuschließen.

Eine enorm hohe Wetteraktivität

Auch der äußerst dynamische Wetterverlauf wurde heute Abend für den Zeitraum vom 6. bis 13. Februar bestätigt. Der Grund ist ein gewaltiger Tiefdruckkomplex, der sich nach dem 7. Februar bei Island aufbaut und sich nachfolgend immer weiter intensiviert. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen am südwestlichen Gradienten des Tiefdrucksystems, was für einen abwechslungsreichen, windigen bis stürmischen und milden Wettercharakter führt. Auch sind in diesem Zeitraum markante Starkwindereignisse zu erwarten.

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Wie warm kann es werden? Simuliert werden im Zeitraum vom 7. bis 12. Februar nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells Tageswerte von +7 bis +12 Grad, die mit Sonnenschein und einer entsprechenden Windaktivität auch darüber, bzw. mit Rückseitenwetter auch darunter liegen können. Im Schnitt aber sind diese Werte um 2 bis 7 Grad für die Jahreszeit zu warm.

Eine ausgeprägt hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik lässt das Starkwindpotential ansteigen
Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Eine ausgeprägt hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik lässt das Starkwindpotential ansteigen
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Und der Winter?

Der wird vorerst auf das Abstellgleis gesetzt, bzw. bleibt dort, wie er es schon den ganzen Winter über tat. Da ist nicht viel zu erwarten und der ewige März hält in diesem Winter wohl bis Mitte Februar noch an. Deutlicher wird das, wenn man sich einmal den Polarwirbel anschaut. In den letzten Tagen hatten wir über den außerordentlich positiven AO-Index berichtet - nun sieht man das Ergebnis hieraus - einen sehr gut strukturierten Polarwirbel, der kaum Schwächen aufweist.

Ein gut strukturierter Polarwirbel
Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Ein gut strukturierter Polarwirbel
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Die Erkenntnis: Mild setzt sich durch

Dieser Trend hatte sich in den letzten Tagen vermehrt angedeutet und wird heute vollumfänglich bestätigt. Auch die Kontrollläufe ziehen seit heute Nacht mit. Der Zeitraum vom 4. bis 6. Februar wird für die Jahreszeit leicht zu kühl bewertet. Vom 7. bis 11. Februar liegt das Temperaturniveau um 3 bis 7 Grad über dem vieljährigen Mittelwert im zu warmen Bereich. Anders formuliert steht bereits jetzt schon fest, dass die erste Februar-Hälfte mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu warm, zu windig und zu nass ausfallen wird.

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Das Interessante

Für alle Wetterinteressierte sind die Simulationen vom europäischen Wettermodell weiterhin mehr als beeindruckend. Das Tief wird am 8. Februar zwischen Island, Skandinavien und England mit einem Kerndruck von 935 hPa berechnet. Zudem ist das Potential für sog. Schnellläufersysteme, bzw. Randtiefentwicklungen sehr hoch. Anders formuliert: vorerst keine Chance für den Winter, aber eine sehr turbulente Wetterentwicklung.

Eine weiterhin enorm hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Eine weiterhin enorm hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik
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Die Betonung liegt auf vorerst, denn die Tiefdruckentwicklung ist extrem und liegt zudem sehr weit östlich, was den gesamten Polarwirbel mit sich zieht und auf diesen Punkt konzentriert. Man kann sich ausmalen was passieren wird, wenn dieser Komplex in Richtung Barentssee abzieht. Dazu dann aber in den kommenden Tagen mehr - erst einmal muss so eine Entwicklung stattfinden. Soweit der Stand.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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