Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2020 aktuelle Wetterprognose vom 18.01.2020 - Dem Winter läuft die Zeit davon

Ob der Winter kommt oder nicht, hängt von der Position eines Hochdrucksystems ab. Der Trend der letzten Tage bestätigt sich heute erneut und bedeutet für manch einen nichts Gutes.

In den kommenden Nächten sinken die Tiefstwerte verbreitet in den Frostbereich ab. Lediglich über dem Norden - und dort im speziellen über den Küstenregionen - bleiben die Nächte frostfrei, während über dem Süden - über Schnee und bei Aufklaren - die Werte bis auf -8 Grad absinken können.

Zudem sind in den kommenden 48 Stunden hier und da ein paar Schauer zu erwarten, die mancherorts bis auf tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer niedergehen können. Mit winterlichen Wetterbedingungen ist aber erst oberhalb etwas 500 bis 800 Meter zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose und in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Januar 2020.

Dem Winter läuft die Zeit davon
Dem Winter läuft die Zeit davon

Dem winterlichen Geplänkel folgt Hochdruckwetter

Einem Hoch ist es zu verdanken, dass sich die Temperaturen mehr dem Bereich nähern, der für die Jahreszeit typisch ist. Doch im weiteren Wochenverlauf schiebt sich das Hoch immer weiter über Mitteleuropa und beeinflusst das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit schwachen Windbewegungen, einem trockenen Wettercharakter und teils zähen Nebel- und Hochnebelfeldern.

Hochdruckdominiertes Wetter
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Hochdruckdominiertes Wetter
© www.meteociel.fr

Zwischenbilanz des Winters

Der Winter 2019/2020 ist im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert um rund +3,5 Grad zu warm (Januar 2020: +4.65 Grad, Dezember 2019: +2,9 Grad). Zum Rekordwinter aus dem Jahre 2007 ist da noch etwas Luft, doch der Januar nähert sich bedenklich seiner Rekordabweichung von +4,76 Grad aus dem Jahre 2007. Aber auch dieser Rekord wird nicht zu knacken sein, denn allein schon der Nachtfrost der kommenden Tage wird das Niveau absinken lassen.

Wenig Frost-, Eis- und Schneetage

Im Schnitt brachten es der Dezember und der bisherige Januar auf 1,24 Schneetage. Normal wären 23,5 Schneetage. Dauerfrost hat es im Schnitt an 0,86 Tagen gegeben - also Flächendeckend noch kein einziger Dauerfrosttag über Deutschland. Normal wären 16,3 Tage. Letztlich bleiben noch die Frosttage, also die Tage, die kurzzeitig Werte unter der Null-Grad-Marke vorzuweisen hatten. Das waren im Winter 2019/2020 18,89 Tage - normal wären 38,1 Tage.

Der Winter hat bislang nur von einem zu viel - den Temperaturen, denn auch im Niederschlag hinkt er seinem Sollwert weit hinterher. Gerade einmal zu 35 Prozent konnte das Niederschlagssoll im Januar erfüllt werden. Und da in den kommenden Tagen nicht allzu viel an Niederschlag zu erwarten ist, lässt jetzt schon erahnen, dass der Januar neben dem Dezember der zweite zu warme und zu trockene Wintermonat werden wird.

Ändert sich das Wetter?

In den letzten Tagen gab es immer wieder Anzeichen, bzw. vage Ansätze einer möglichen Umstrukturierung, die aber - sowohl vom amerikanischen, wie auch europäischen Vorhersage-Modell von Tag zu Tag zurückgenommen wurden.

Das Problem der aktuellen Wetterentwicklung liegt in dem Hochdruckgebiet begründet, welches sich in den kommenden Stunden in Richtung Deutschland, Österreich und der Schweiz bewegt. Je nach Position kann es entweder als Winterbringer, oder Winterverhinderer gewertet werden. In den letzten Wetterprognosen war es eher der Winterverhinderer.

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Für die Jahreszeit zu warm

Und so bleiben die Wetterprognosen von heute - für alle die sich den Winter wünschen - erneut ernüchternd und trostlos. Warum? Nach der Vorhersage der Amerikaner schaukelt sich das Hoch vom 23. Januar bis zum 1. Februar von den Azoren bis über das östliche Europa auf, während die atlantische Frontalzone von Neufundland bis nach Skandinavien reichend weiterhin ihr Unwesen treibt. Das Resultat daraus ist eine milde Südwestwetterlage, bei der die Niederschlagsneigung weiterhin als gering einzustufen ist.

Die Tageswerte pendeln sich vom 23. Januar bis Anfang Februar in einem Bereich von +5 bis +10 Grad ein und können kurzzeitig mal darüber oder auch darunter liegen. Vom Winter aber fehlt jede Spur.

Die Niederschlagssummen sind mit 0 bis 10 l/m² ebenfalls ernüchternd. Lediglich entlang der Alpen und über den Küstenregionen sind mit 10 bis 20 l/m² und örtlich bis 30 l/m² nennenswerte Niederschläge zu erwarten.

Keine Chance für den Winter
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Keine Chance für den Winter
© www.meteociel.fr

Keine winterlichen Aussichten

Bestätigt werden die unwinterlichen Wetteraussichten nach der Wetterprognose der Europäer. Das Hoch befindet sich jeweils an falscher Stelle und wird somit zum Winterverhinderer. Die Tageswerte pendeln sich auf +4 bis +8 Grad ein, doch ist zum Vergleich zu dem Amerikanern mit etwas mehr Niederschlag zu rechnen. Erst zum 28. Januar deutet sich so etwas wie eine Veränderung an. Aber das ist - zum derzeitigen Stand - alles zu vage und wenig strukturiert, als das man das ernsthaft darüber berichten kann.

Keine winterlichen Wetteraussichten
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Keine winterlichen Wetteraussichten
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Für den Winter braucht es grundlegende Veränderungen

Das Hoch schiebt sich - sehr zum Verdruss der Freunde des Winterwetters - dazwischen und verhindert somit den Kaltluftvorstoß aus nördlichen Richtungen. Ein Aufbäumen auf dem Atlantik ist derzeit weniger wahrscheinlich, aber nach den Kontrollläufen noch nicht ganz vom Tisch.

Die Kontrollläufe folgen dem Trend

Die Berechnungen der beiden Vorhersage-Modelle sind im Vergleich zu den Kontrollläufen weiterhin zu warm, doch im Trend hinterlässt das in den Kontrollläufen Spuren. Das Temperaturniveau wurde in den letzten Tagen immer ein wenig nach oben korrigiert und zwischenzeitlich wird gegenüber dem vieljährigen Mittelwert vom 24. Januar bis 1. Februar eine positive Abweichung von +2 bis +4 Grad berechnet.

Die Temperaturen in rund 1.400 Meter Höhe liegen vom 22. bis 30.Januar über dem Süden zwischen +2 bis +5 Grad und über dem Norden zwischen +0 bis +5 Grad. Zum Vergleich: Für Winter-Wetter bis auf tiefere Lagen herab sollten die Höhentemperaturen bei rund -6 Grad liegen!

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
25. Januar +2 bis
+7 Grad
+4 bis
+6 Grad
29. Januar +0 bis
+10 Grad
+5 bis
+7 Grad
2. Februar -1 bis
+12 Grad
+5 bis
+6 Grad
Diagramm Temperaturen Januar 2020 vom 18.01.2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Der Wettertrend der letzten Tage bestätigt sich heute erneut und bleibt bis auf weiteres unwinterlich. Damit sich etwas verändern kann, müssen ganz andere Prozesse in Gang gesetzt werden. Was das für Prozesse sind und wie deren aktueller Stand aussieht, erläutern wir heute Abend mit einer Aktualisierung der Winterprognose zwischen 20:30 und 21:00 Uhr an dieser Stelle.

 

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Update der Wetterprognose von 20:48 Uhr

Die Problematik des Winters lässt sich in den Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle von heute Abend sehr gut zum 23. Januar ausmachen. Anstatt sich das Hoch auf dem Atlantik nach Norden aufwölbt, wird es von der starken Tiefdruckaktivität bei Island einfach nach Osten abgedrängt und nachfolgend stellt sich eine bis in den Februar hinein wirkende milde Südwestwetterlage ein. Anders formuliert haben die Prognose-Modelle den Trend einer milden letzten Januar-Dekade heute beibehalten und sind nicht davon abgewichen, was die Eintreffwahrscheinlichkeit grundsätzlich erhöht.

Das Hoch lässt sich zum 23. Januar nach Osten abdrängen
Berechnung Wetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Das Hoch lässt sich zum 23. Januar nach Osten abdrängen
© www.meteociel.fr

Für die Jahreszeit viel zu warm

Das Temperaturniveau steigt nach dem 23. Januar relativ rasch in den Bereich von +5 bis +10 Grad an und kann phasenweise darüber oder auch darunter liegen. Mit winterlichen Wetterbedingungen ist aber vorerst einmal nicht zu rechnen.

Die hohe Tiefdruckaktivität lässt in der letzten Januar-Dekade keine winterliche Wetterlage zu
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Die hohe Tiefdruckaktivität lässt in der letzten Januar-Dekade keine winterliche Wetterlage zu
© www.meteociel.fr

Winterliche Wetterlagen sind noch nicht vom Tisch

Das mag sich jetzt etwas abstrakt anhören, aber so ist das beim Wetter nun einmal. Es gibt Wetterlagen, bei denen kommt es sehr auf die Details an und noch immer ist nicht sicher, wohin sich das Hoch verlagern wird. Die Berechnungen der Vorhersage-Modell sind da nur eine Momentaufnahme, die in den kommenden Tagen entweder bestätigt oder verworfen werden.

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Wie wir darauf kommen? Seit Tagen hält sich ebenso hartnäckig die Variante, dass sich das Hoch nach Westen verlagern kann und die Kontrollläufe bestätigen diesen Prozess ab dem 26. Januar - zwar nicht mehrheitlich, doch gibt es eine stattliche Anzahl an Berechnungen, die das Temperaturniveau in der Höhe von 1.400 Meter an, bzw. unter die -5 Grad Marke absinken lassen. Ab rund -6 Grad in 1.400 Meter Höhe wäre der Winter im Flachland zu diskutieren.

Die winterlichen Wetterlagen sind noch nicht vom Tisch
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Die winterlichen Wetterlagen sind noch nicht vom Tisch
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Die Randfaktoren

Interessant ist zudem, dass der NAO-Index nicht in der Art reagiert, wie es nach den aktuellen Wetterprognose der Vorhersage-Modelle zu erwarten wäre. Er ist zwar nicht mehr deutlich negativ eingestimmt, wie das gestern der Fall war, er switcht aber auch nicht in die deutlich positive Richtung. Das verstärkt den nasskalten Wettertrend mit optionalem Winter ab den mittleren Lagen. Der AO-Index bleibt bis auf weiteres positiv zu bewerten (intakter Polarwirbel)

Die Kontrollläufe bewerten den Zeitraum vom 20. bis 28. Januar deutlich zu warm und sinken darüber hinaus in den Jahreszeit-typischen - und damit nasskalten - Bereich ab.

Die Erkenntnis: Normales bis zu mildes Winter-Wetter

Das war zugleich die Erkenntnis von gestern, die sich heute lediglich bestätigt hatte. Winterliche Varianten sind zwar nicht vom Tisch, doch spielen diese derzeit eine untergeordnete Rolle. Im morgigen Verlauf wird man zudem die Gewissheit haben, ob sich das Hoch endgültig nach Osten verlagert und damit eine milde Südwestwetterlage einleitet, oder ob es doch noch eine Überraschung gibt. Soweit der Stand.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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