Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 30.12.2019 - Dem Winter ein Stück näher

Anfang des neuen Jahres wird es kühler und die Niederschläge können bis auf die mittleren Lagen herab in Schnee übergehen. Handelt es sich dabei um einen Wintereinbruch, oder nur um einen Hauch von Winter?

In machen Regionen wird sich der Nebel bis zum 2. Januar noch längere Zeit halten können. Verbreitet aber löst sich der Nebel auf und die Sonne kommt zum Vorschein. Die nächtlichen Werte sinken in den Frostbereich ab und am Tage liegen die Temperaturen mit +4 bis +8 Grad im positiven Bereich. Mit Dauernebel kann es auch kälter bleiben.

Ein strukturelle Veränderung erfolgt zum 3. Januar. Aus nördlichen Richtungen gelangen kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte mit +0 bis +5 Grad bis zum 4. Januar in den nasskalten Bereich und die Schneefallgrenze bis auf die mittleren Lagen absinken lassen kann.

Eine strukturelle Veränderung der Großwetterlage kündigt sich an
Eine strukturelle Veränderung der Großwetterlage kündigt sich an

Nasskaltes Wetter

Das wetterbestimmende Hochdrucksystem verlagert sich bis zum 3. Januar nach Westen und keilt zudem in Richtung Island auf. Damit meridionalisiert das Strömungsmuster und aus nördlichen Richtungen gelangen kältere Luftmassen nach Deutschland. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Januar 2020.

Aus nördlichen Richtungen wird es kälter
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Aus nördlichen Richtungen wird es kälter
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Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: nasskalt

Der Temperaturrückgang ist vom 4. bis zum 5. Januar nicht so stark ausgeprägt wie nach dem amerikanischen Wettermodell und das Hoch liegt etwas näher an Deutschland. Insofern ist eine mehr nasskalte Wetterlage mit optionalem Winterwetter bis auf die mittleren Lagen in diesem Zeitraum zu erwarten.

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Das Hochdruckzentrum bleibt westlich von Europa

Die Position des Hochdrucksystems war nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells in den letzten Tagen noch häufiger über Mitteleuropa berechnet worden. Jeweils mit dem Ansatz eine Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch aufzubauen. Die Wahrscheinlichkeit eines Wintereinbruchs wäre gleich Null gewesen.

Viel Wind und zeitweilige Niederschläge

In der aktuellen Wettervorhersage aber wird das Hoch westlicher von Europa berechnet. Mit einer nordwestlichen Grundströmung gelangen maritim angewärmte - und somit nasskalte - Luftmassen nach Deutschland. Vom 5. bis 9. Januar pendeln sich die Temperaturen bei einem unbeständigen und windigen Wettercharakter auf +3 bis +7 Grad ein.

Nasskalte Nordwestwetterlage
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Nasskalte Nordwestwetterlage
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Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Dem Winter ein Stück näher

Die nasskalte Nordwestwetterlage wurde vom amerikanischen Wettermodell bereits gestern in Aussicht gestellt. Heute nun eine weitere Veränderung. Der Hochdruckkeil geht zum 5. Januar auf dem Atlantik steiler nach Norden hoch. Gleichzeitig entsteht über der Mittelmeerregion ein Tiefdruckgebiet, was mit Hilfe des Hochdrucksystems kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden führt. In der Höhe von rund 1.500 Meter sinkt das Temperaturniveau auf bis -10 Grad ab und über tieferen Lagen werden am 5. und 6. Januar Tageshöchstwerte über dem Süden von -3 bis +2 Grad und über dem Norden von +0 bis +4 Grad berechnet. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind bis auf tiefere Lagen herab möglich.

Die Wetteraktivität nimmt zu

Vom 7. bis 9. Januar deckt sich die aktuelle Wetterprognose des Amerikaner mit der der Europäer. Die atlantische Frontalzone setzt sich über Skandinavien durch und mit einem abflachenden Hochdruckgebiet nimmt die Wetteraktivität über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu. Kräftige Winde aus westlichen Richtungen führen zunächst milde Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte auf bis +10 Grad ansteigen lassen kann.

Winterwetter möglich

Vom 8. bis 14. Januar verbleibt das Hoch auf dem Atlantik und strebt weiter nach Norden in Richtung Island und Grönland auf. Über Mitteleuropa kippt das Strömungsmuster von West auf Nordwest und zur Monatsmitte auf nördliche Richtungen. Bei Tageswerten von +0 bis +5 Grad wäre über tieferen Lagen mit einem nasskalten Temperaturcharakter vorlieb zu nehmen, doch ab den mittleren Lagen (500 bis 700 Meter) gehen die zahlreichen Niederschläge zunehmend in Schnee über. Begleitet wird das Ganze von einem kräftigen bis stürmischen Wind.

Nasskalte Nordwestwetterlage mit optionalem Winter
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Nasskalte Nordwestwetterlage mit optionalem Winter
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Auf den Punkt gebracht: Die Schlüsselszene

Es bleibt auch heute bei der Schlüsselszene um den 3. Januar herum. Das Hoch verlagert sich nach Westen und ermöglicht so den Zustrom kühlerer Luftmassen. In den darauffolgenden Tagen wird es darauf ankommen, ob das Hoch auf dem Atlantik verbleibt und die Grundströmung über Deutschland nachhaltig verändert. Mit einer entsprechenden Tiefdruckaktivität gelangen kühlere Luftmassen nach Deutschland. Nasskalt in tieferen mit winterlichen Ambitionen ab den mittleren Lagen wäre die Konsequenz hieraus.

Wie sehr es auf die Hochdruckposition ankommen wird, zeigt sich deutlicher in den nachfolgenden zwei Kontrollvarianten. Das Spektrum erstreckt sich zwischen dem 6. und 13. Januar zwischen tiefstem Winter- und Frühlingswetter.

Das Spektrum erstreckt sich zwischen Winter und Vorfrühling
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Das Spektrum erstreckt sich zwischen Winter (li.) und Vorfrühling (re.)"
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Wettervorhersage der Kontrollläufe: amerikanisches Wettermodell bleibt zu kalt

Auch das hat sich nicht verändert. Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells bildet im Vergleich zu den Kontrollläufen eine der kältesten Varianten ab. Mehrheitlich berechnen die Kontrollläufe vom 5. bis 15. Januar eine nasskalte und für die Jahreszeit etwas zu warme Temperaturentwicklung. Damit bleibt die Wetterprognose der Europäer die plausiblere Variante.

Ansteigende Niederschlagsaktivität

Dass eine Wetterumstellung im neuen Jahr bevorsteht, zeigt sich in der Niederschlagsberechnung der Kontrollläufe, die vom 4. Januar über dem Norden in einem gemäßigten und über dem Süden leicht erhöhten Umfeld einpendelt. Das lässt den Rückschluss auf eine erhöhte Tiefdruckaktivität - und damit dem Ende der Hochdruckdominanz - zu.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
6. Januar -5 bis
+8 Grad
-2 bis +0 Grad über dem Süden und Osten
+3 Grad über dem Westen und Norden
10. Januar -4 bis
+10 Grad
+2 Grad über dem Süden und Osten
+4 bis +6 Grad über dem Norden und Westen
14. Januar -9 bis
+7 Grad
+0 Grad über dem Süden und Osten
+3 Grad über dem Norden und Westen
Diagramm Temperaturen Januar 2020 vom 30.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Die Kontrollläufe sind um den 5. Januar im Vergleich zu den letzten Tagen noch etwas kälter geworden, was den strukturellen Umbau grundsätzlich wahrscheinlicher macht. Ob dieser dann in die zu warme oder auch winterliche Richtung kippen wird, bleibt zum aktuellen Stand abzuwarten. Die wahrscheinlichste Variante zeigt sich in einer vom 5. bis 15. Januar nasskalten Wetterentwicklung, die im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert etwas zu warm ist. Was sich im Tagesverlauf verändert hat, erläutern wir in einer Aktualisierung der Winterprognose heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose von 20:02 Uhr

Der Kaltluftvorstoß zum 3. Januar wurde im Tagesverlauf von den Amerikanern bestätigt und in der Wetterprognose von heute Abend noch verstärkt. Die Tageswerte werden vom 4. bis 6. Januar mit +0 bis +5 Grad weitgehend im nasskalten Bereich berechnet, während die Werte über Baden-Württemberg und Bayern kaum mehr über die Null-Grad-Grenze ansteigen und die Niederschläge bis auf tiefere Lagen herab als Schnee niedergehen können. Ab den mittleren Lagen ist mit der Ausbildung einer Schneedecke zu rechnen.

Verbreitet Dauerfrost

Die Hochdruckachse liegt zwischen dem 5. und 8. Januar zwischen den Azoren und Polen, was Deutschland, die Schweiz und Österreich an den südlichen Hochdruckgradienten bringt. Mit einer östlichen Grundströmung und mit Hilfe eines Tiefdrucksystems werden bodennah kalte Luftmassen nach Mitteleuropa geführt, was die Tageswerte bspw. am 7. Januar südlich der Linie von Köln und Berlin mit -6 bis 0 Grad in den Dauerfrostbereich drückt. Weiter nach Norden bleibt es mit -1 bis +3 Grad milder. Doch hochdruckbedingt ist nicht mehr mit Niederschlägen zu rechnen.

Nasskalt

Vom 9. bis 15. Januar kann sich weder das Hoch, noch die atlantische Frontalzone nachhaltig durchsetzen und so gelangt Deutschland in den Bereich einer abwechslungsreichen und mäßig milden Wetterentwicklung. Über dem Süden liegen die Tageshöchstwerte zwischen -2 bis +3 Grad und über dem Norden zwischen +4 bis +8 Grad. Die Niederschlagsneigung nimmt zu und die Niederschläge können über den südlichen Landesteilen teils als Schnee oder Schneeregen niedergehen.

Nasskaltes Mischwetter
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Nasskaltes Mischwetter
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Turbulente Wetterlage mit erhöhtem Starkwindpotential

Geht es nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells, so ist der Kaltluftvorstoß um den 5. Januar herum deutlich gemäßigter. Dauerfrost ist nicht zu erwarten. Nachfolgend greift die atlantische Frontalzone nach Skandinavien über und drückt die Gradienten nach Süden enger zusammen, was über Deutschland vom 6 bis 8. Januar zu Starkwindereignissen führen kann.

Die Niederschlagsneigung steigen ebenso wie das Temperaturniveau an. Verbreitet sind bis zum 7./8. Januar Tageswerte um die +10 Grad möglich.

Der winterliche Ansatz

Ab dem 8. Januar aber kippt das Strömungsmuster. Das Tief wird über Skandinavien isoliert und führt auf seiner Rückseite kühlere (nicht kalte) Luftmassen nach Süden. Keilt jetzt noch das Hoch auf dem Atlantik nach Norden auf, wäre in der zweiten Januar-Dekade mit winterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen. In der aktuellen Berechnung von heute Abend aber verhindert ein kleinräumiges Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik diesen Impuls. Eine nasskalte bis milde und windige Wetterlage ist die Folge daraus.

Bis auf weiteres keine winterlichen Verhältnisse
Berechnung Wetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Bis auf weiteres keine winterlichen Verhältnisse
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Kontrollläufe: Nasskalt, aber im Trend kälter

Sowohl heute Morgen, wie auch heute Nachmittag waren die Wetterprognosen des amerikanischen Wettermodells stets die kältesten Varianten. Heute Abend liegt der Hauptlauf gut in den Kontrollläufen eingebettet, die insgesamt etwas kälter geworden sind.

Der Mittelwert ist vom 4. bis 7. Januar etwas zu kalt, vom 7. bis 10. Januar etwas zu mild und darüber hinaus nähert sich der Werte den Jahreszeit-typischen Bedingungen. Anders formuliert: Nicht wirklich warm und auch nicht winterlich kalt - nasskalt eben. Der Winter aber hält seine Optionen ab den mittleren Lagen offen.

Der Blick auf die Randfaktoren

Minor-Warming mit zwei Höhepunkten. Interessant bleibt die Betrachtung der Erwärmung in Stratosphärenhöhe. Die Temperaturen steigen binnen kürzester Zeit von -84 Grad bis zum 7. Januar auf -12 und zum 9. Januar auf -4 Grad an. Eine für das Major-Warming benötige Windumkehr ist aber nicht in Sicht. Insofern bleibt es bei einem kräftigen - aber letztlich harmlosen - Minor-Warming.

Der AO- und NAO-Index waren in den letzten Tagen ohne Orientierung. Heute werden beide Werte bis in die zweite Januar-Dekade hinein positiv bewertet. Für eine - nachhaltige - Winterwetterlage ist das nicht zuträglich.

Die Erkenntnis: Kälter, aber nicht winterlich

Der Zeitraum vom 5. bis 7. Januar hat über dem Süden das Zeug zu Dauerfrost und etwas Schneefall, der ab den mittleren Lagen auch liegen bleiben kann, ansonsten herrscht bis zur Monatsmitte ein leicht zu milder bis normaler Temperaturcharakter vor. Die Niederschlagsneigung steigt zwischen dem 3. und 5. Januar an, bleibt nachfolgend bis zum 8. Januar im schwachen Bereich bevor zur zweiten Januar-Dekade wieder mit Niederschlägen zu rechnen ist. Der Winter in Lauerstellung - mehr nicht.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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