Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 29.12.2019 - Winterliche Anzeichen sind erkennbar

Wann kommt der Winter? Ruhig bleibt der Wettercharakter auch zum Jahreswechsel, doch dann kommt etwas Schwung in die Wetterküche.

Mit einem abwechslungsreichem Wettercharakter ist bis zum 2. Januar nicht zu rechnen. Bei einem Wechselspiel aus Sonne, Wolken, Nebel und Hochnebel bleibt es weitgehend trocken. Die Temperaturen erreichen am Tage meist +4 bis +8 Grad und sinken in den Nächten auf -2 bis +2 Grad ab. Bei zähem Nebel ist auch Dauerfrost möglich.

Am 3. und 4. Januar wird es kühler und die Werte sinken bis zum Samstag auf +0 bis +5 Grad ab. Zeitgleich führt ein böiger Nordwind Niederschlagsfelder und kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Schneefallgrenze bis auf die mittleren Lagen absinken lassen kann.

Es kommt etwas Bewegung ins Spiel
Es kommt etwas Bewegung ins Spiel

Ein Hauch von Winter

Ein Hochdruckgebiet über Deutschland sorgt zunächst noch für den ruhigen und zu Nebel neigenden Wettercharakter, bevor sich zum 3. Januar das Hoch weiter nach Westen verlagert und die Zufuhr kälterer Luftmassen aus nördlichen Richtungen ermöglicht. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Januar 2020.

Anfang Januar wird es kühler
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Anfang Januar wird es kühler
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Eine Schlüsselszene

Das sich das Hoch nach Westen verlagert, könnte sich als Schlüsselszene für die weitere Wetterentwicklung herausstellen. Denn bleibt das Hoch westlich von Europa, so werden die Temperaturen weiter abkühlen können, falls nicht, so ist der Temperaturrückgang zum 4. Januar nur als eine kurze - kältere - Episode zu bewerten.

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Das Hoch verlagert sich nach Osten

Das europäische Wettermodell simuliert in seiner Wetterprognose vom 5. bis 8. Januar die Verlagerung des Hochdrucksystems über Deutschland und nachfolgend über Polen und dem westlichen Russland. Grundsätzlich ist diese Position wenig winterlich, doch das Hoch liegt weiter nördlich, was die Temperaturen nicht in dem Maße ansteigen lässt, wie das in den letzten Tagen noch der Fall war.

Gemäßigt mild

Bei einem trockenen und zu Nebel neigenden Wettercharakter pendeln sich die Temperaturen vom 5. bis 8. Januar auf +1 bis +6 Grad ein und können bei Dauernebel im frostigen Bereich liegen. Anders formuliert nichts Halbes, aber auch nichts Ganzes.

Auf die Hochdruckposition wird es ankommen
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Auf die Hochdruckposition wird es ankommen
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Nasskalte Nordwestwetterlage mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen

Im Gegensatz zu den Europäern berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell das Hoch weiter westlicher. Zudem drückt die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik das Hoch weiter nach Süden, was bis zum 7./8. Januar über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer nordwestlich orientierten Grundströmung führt.

Nasskalt

Bis zum 8. Januar gelangen maritim angewärmte Kaltluftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte auf +1 bis +6 Grad absinken lassen kann. Oberhalb etwa 500 bis 700 Meter pendeln sich die Temperaturen um die Null-Grad-Marke ein und die Niederschläge können bis zum 10. Januar in Schnee übergehen.

Turbulenter und zu Unwettern neigender Wettercharakter

Da die atlantische Frontalzone im Verlauf der ersten Januar-Dekade an Dynamik gewinnt, steigt das Potential für unwetterartige Starkwindereignisse vom 8. bis 11. Januar an. Mit teils kräftigen und länger andauernden Niederschlagsphasen ist zu rechnen. Zusammen mit dem möglichen Schneefall ab den mittleren Lagen keine angenehme Wetterlage.

Winterwetter möglich

Zum Winter fehlt nicht mehr viel, doch zusammenfassend ist die Wetterprognose der Amerikaner als nasskalt und vom 6. Januar an als turbulent und abwechslungsreich zu bewerten.

Der Winter wird wieder Optional
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Der Winter wird wieder Optional
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Die Schlüsselszene

Am 3. Januar wird sich entscheiden, welche Richtung der Winter einschlagen wird. Gut ersichtlich wird das anhand der Wetterkarte des amerikanischen Wettermodells. Dem Tiefdruckgebiet gelingt es die Hochdruckbrücke zwischen dem Azorenhoch und dem Kontinentalhoch zu unterbinden, bzw. zu verhindern. Gelingt das nicht, so bleibt das Wetter für die Jahreszeit zu mild und zu trocken.

Die momentane Patt-Situation wird auch gut in den Druckanomalien dargestellt. Der aktive Teil des Polarwirbels verlagert sich bis zum 8. Januar über die Barents- und Karasee, während am südlichen Gradienten das Hochdruckbollwerk seine Dienste verrichtet. Kippt die Achse, so ist mit einer grundlegenden Veränderung des Wetters zu rechnen.

Druckanomalie bis 8. Januar 2020
Druckanomalie bis 8. Januar 2020 - Nur wenn sich das Hoch über dem Atlantik nach Norden aufwölbt, bekommt der Winter seine Chance © climatereanalyzer.org

Wettervorhersage der Kontrollläufe: Ein etwas kühlerer Temperaturtrend

Die Kontrollläufe bestätigen heute erneut, dass die Variante der Amerikaner zu den kälteren Varianten gehört. Eine Veränderung der Wetterprognose ist in den kommenden Stunden zu erwarten. Zu radikal und zu turbulent erscheint die momentane Vorhersage. Plausibler ist die Wetterprognose der Europäer - gemäßigt mild bei einer schwachen Wetteraktivität. Im Vergleich zu den letzten Tagen aber sind die Kontrollläufe etwas kühler geworden und offerieren im Mittelwert durchaus Jahreszeit-typische Werte.

Das zeigt sich auch in der schwachen Niederschlagsbewertung, die zwar um den 4. Januar Kurzzeitig in den gemäßigten Bereich ansteigt, doch nachfolgend schwach ausgebildet ist.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
5. Januar -4 bis
+5 Grad
+0 bis
+3 Grad
9. Januar -3 bis
+10 Grad
+2 bis
+4 Grad
13. Januar -5 bis
+7 Grad
+0 bis
+3 Grad
Diagramm Temperaturen Januar 2020 vom 29.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Gewisse - winterliche - Ansätze sind nicht zu leugnen, doch liegt die höhere Wahrscheinlichkeit bei einer nasskalten bis milden Witterung bis in das zweite Januar-Drittel hinein. Die Schlüsselszene, die darüber letztlich entscheidet, steht am 3. und 4. Januar bevor. Was sich im Tagesverlauf verändert hat, erläutern wir in einer Aktualisierung der Winterprognose heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose von 20:15 Uhr

Den Kaltlufteinbruch zwischen dem 3. und 5. Januar bestätigten heute Abend beide Vorhersage-Modelle. Doch gibt es im Detail Unterschiede. Die Wetterprognose der Amerikaner berechnet Tageshöchstwerte von +1 bis +5 Grad, während die Europäer mehr die +7 Grad favorisieren. Im Kern aber sind beide Berechnungen eher nasskalt und wenig winterlich zu bewerten, wenngleich die Schneefallgrenze bis auf die mittleren Lagen absinken kann - zumindest nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodell.

Die Kälte hält sich länger

Auch hier prescht das amerikanische Vorhersage-Modell vor und berechnet vom 4. bis 8. Januar den Hochdruckkeil von den Azoren bis über das südliche Skandinavien reichend. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen an den südlichen Hochdruckgradienten, was aus östlichen Richtungen kalte Luftmassen nach Mitteleuropa führt. Die Tageswerte würden nach dieser Simulation mit -4 bis +1 Grad verbreitet im Dauerfrostbereich liegen können. Etwas milder bleibt es mit -2 bis +2 Grad über dem Norden.

Das Problem aber für alle, die sich den Winter wünschen ist, dass die Kälte hochdruckdominiert ist. Mit Schneefall ist nicht zu rechnen, dafür mit frostigen Nächten, bei der die Werte in sternenklaren Nächten auf bis -8 Grad absinken können.

Das Hoch verhindert den Schneefall, doch sorgt für winterliche Temperaturverhältnisse
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Das Hoch verhindert den Schneefall, doch es sorgt für winterliche Temperaturverhältnisse
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Wenig winterliche Aussichten

Im Zeitraum vom 8. bis 13. Januar sind die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells wenig winterlich. Immer wieder setzen sich die atlantischen Frontensysteme durch und sorgen im Zusammenspiel mit dem Hoch für einen abwechslungsreichen Wettercharakter bei Temperaturen, die für die Jahreszeit zu mild sind. Eine winterliche Wetterlage wäre bis auf die mittleren Lagen herab auszuschließen. Für den Winter befindet sich das Hoch an falscher Position.

keine winterlichen Wetterverhältnisse
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: keine winterlichen Wetterverhältnisse
© www.meteociel.fr

Unwinterlich

So die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells. Nicht nur der Kaltluftvorstoß zum 3. bis 5. Januar fällt gemäßigter aus, darüber hinaus flacht das Hoch zunehmend ab und die atlantische Frontalzone positioniert sich bis zum 7. Januar über Skandinavien und etabliert auf den Atlantik eine gut funktionierende Tiefdruckrinne. Eine winterliche Variante hätte nicht einmal im Ansatz eine Chance.

Bis auf weiteres keine winterlichen Verhältnisse
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Bis auf weiteres keine winterlichen Verhältnisse
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Kontrollläufe: Hop oder Top

Die Schlüsselszene liegt im Kaltluftvorstoß um den 3. Januar herum - daran hat sich heute Abend nichts verändert. Interessant ist aber, dass die Kontrollläufe ab dem 4. Januar eine enorm hohe Differenz ausweisen. Das amerikanische Wettermodell gehört dabei zu den kälteren Varianten, die von den Kontrollläufen nicht gestützt werden.

Der Mittelwert der Temperaturen liegt im Zeitraum vom 5. bis 13. Januar über dem Norden und Westen zwischen +3 bis +5 Grad und über dem Süden und Osten zwischen +0 und +2 Grad. Wenig winterlich, mehr nasskalt.

Der Blick auf die Randfaktoren

Interessant bleibt ein kräftiges Minor-Warming in Stratosphärenhöhe zum 4. Januar. Zum aktuellen Stand hat das noch keine Auswirkungen auf die unteren Luftschichten. Doch gilt es dieses Phänomen in den kommende Tagen weiter zu beobachten.

Der AO- und NAO-Index sind orientierungslos und geben zum aktuellen Stand keine Richtung vor. Auch hier ist abwarten angesagt.

Die Erkenntnis: Keine winterlichen Aussichten

Jeder definiert den Winter anders. Bei uns gehört neben Kälte auch Schnee dazu und ein Wintereinbruch ist es eben erst dann, wenn es Schneefall bis ins Flachland gibt. Und egal welche Variante man derzeit durchspielt, ist eine nachhaltige Winterwetterlage nicht in Sicht. Viel wahrscheinlicher sind nasskalte bis zu warme Variante. Und dennoch: die Schlüsselszene liegt im Verhalten des Hochdrucksystems zum 3. Januar.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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