Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 24.12.2019 - Schlägt die Zonalisierung zum Jahreswechsel durch?

Nach Weihnachten ist ein ruhiger und relativ kühler Wettercharakter zu erwarten, bevor sich zum Jahreswechsel die Großwetterlage nachhaltig verändert.

Grau und trüb wird Weihnachten 2019 ausfallen. Zudem gibt es an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag immer wieder Niederschläge, die sich zunehmend über die südlichen Landesteile verlagern und zum zweiten Weihnachtsfeiertag nachlassen. Dafür breiten sich teils zähe Nebel- und Hochnebelfelder aus. Die Temperaturen gehen allmählich zurück, bleiben aber für die Jahreszeit etwas zu warm. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2019.

Setzt sich Anfang Januar die Westwetterlage durch?
Setzt sich Anfang Januar die Westwetterlage durch?

Bis zum Jahreswechsel bleibt es kühl

Das Hoch, was sich aktuell über dem westlichen Europa ausbildet, kippt über Weihnachten nach Osten ab und legt sich bis zum Jahreswechsel über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei schwachen Windbewegungen kommt es zur Ausbildung zäher Nebel- und Hochnebelfelder. Lösen diese sich auf, kommt verbreitet die Sonne zum Vorschein.

Bei einem schwachen Wind hat die Luft in der Nacht ausreichend Zeit sich abzukühlen und verbreitet für Frost zu sorgen. Am Tage erwärmen sich die Temperaturen nur sehr langsam und pendeln sich auf +1 bis +5 Grad und mit Sonnenschein auf bis +7 Grad ein. Das ist nicht warm, aber auch nicht kalt. Anders sieht es in höheren Lagen ab ca. 800 Meter aus, wo der Nebel nur selten eine Rolle spielt und hier häufiger die Sonne zum Vorschein kommt. Selbst in Lagen von 1.500 Meter Höhe können die Werte auf +0 bis +5 Grad anstiegen.

Eine Inversionswetterlage stellt sich bis Silvester ein
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Eine Inversionswetterlage stellt sich bis Silvester ein
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodell: Erst mal wird es milder

Geht es nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells, so entsteht zum Jahreswechsel auf dem Atlantik ein kräftiges Tiefdruckgebiet, was sich bis zum 2. Januar zwischen England und Skandinavien verlagert. Das Hoch wird in diesem Prozess zunächst nach Süden, dann aber auf dem Atlantik nach Norden gedrückt.

Kurzzeitig sehr warm

Mit Hilfe der Vorderseitenanströmung werden vom 1. bis 2. Januar sehr milde Luftmassen nach Deutschland geführt, die mit einer zunehmenden Windaktivität und der dazugehörigen Durchmischung sich auch über den tieferen Lagen durchsetzen kann. Die Tageswerte können ohne weiteres Werte von +6 bis +11 Grad erreichen.

Dann wieder kälter

Zum 3. Januar wölbt sich das Hoch auf dem Atlantik weiter nach Norden in Richtung Island auf, während sich das Tiefdruckgebiet über Skandinavien positioniert. Im Verbund der beiden Wettersysteme werden kühlere Luftmassen aus nordwestlichen Richtungen nach Deutschland geführt, was den Winter ab den mittleren Lagen optional macht. In tieferen Lagen ist mit einer nasskalten Witterung zu rechnen.

Das Hoch weicht Anfang Januar nach Westen aus und leitet eine nordwestliche - und damit nasskalte - Grundströmung ein
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Das Hoch weicht Anfang Januar nach Westen aus und leitet eine nordwestliche - und damit nasskalte - Grundströmung ein
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Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Kein Winter in Sicht

Der Ablauf ist zunächst einmal ähnlich wie nach der Wettervorhersage der Europäer. Das Hoch kippt zunächst nach Osten ab und wird zum Jahreswechsel nach Süden abgedrängt. Doch im Unterschied berechnet das amerikanische Wettermodell die Tiefdruckaktivität im gesamten Verlauf der ersten Januar-Dekade auf dem Atlantik viel stärker, was dem Hoch keinen Spielraum bietet, sich nach Norden aufzuwölben.

Zonal verlaufende Großwetterlage

Ein Tief nach dem anderen rauscht vom 1. bis 9. Januar über Deutschland hinweg. Die Grundströmung ist westlich (zonal) geprägt und Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen jeweils am südlichen Gradienten der Tiefdrucksysteme. Sog. Randtiefentwicklungen mit Potential zu unwetterartigen Starkwindereignissen wären bei dieser aktiv-dynamischen Wetterentwicklungen zu erwarten.

Der - nachhaltige - Winter hätte bei dieser Wetterlage keine Chance. Rückseitenwetter kann aber schon für den einen oder anderen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sorgen. Doch die Temperaturen bewegen sich die meiste Zeit über in einem Bereich von +4 bis +8 Grad.

Eine zonal ausgerichtete Großwetterlage verhindert jeglichen Ansatz des Winters
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Eine zonal ausgerichtete Großwetterlage verhindert jeglichen Ansatz des Winters
© www.meteociel.fr

Wetterprognose der Kontrollläufe: Wenig winterlich

Die Milderung ist zwar nach den Kontrollläufen nur von kurzer Dauer und die Berechnungen der Amerikaner gehört zu den wärmsten Varianten, doch der Mittelwert der Kontrollläufe pendelt sich zum Jahreswechsel auf +4 bis +6 Grad über dem Süden und Osten und bis +8 Grad über dem Norden und Westen ein. Zu kalt um zu warm zu sein, zu warm um zu kalt zu sein.

Erhöhte Niederschlagsneigung

Die Niederschlagsneigung sinkt nach Weihnachten in den schwachen Bereich ab und steigt zum Januar in den mäßig erhöhten Bereich an. Anders formuliert stützen die Kontrollläufen einen zonalen Verlauf der Großwetterlage. Der Winter ist vorerst ruhig gestellt.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
31. Dezember +3 bis
+8 Grad
+5 bis
+7 Grad
4. Januar 2020 -1 bis
+11 Grad
+5 bis
+7 Grad
8. Januar 2020 -2 bis
+8 Grad
+2 bis
+5 Grad
Diagramm Temperaturen Januar 2019 vom 24.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Im Vergleich zu den Vortagen sind die Kontrollläufe heute nochmals einen Tick milder geworden und lassen die winterlichen Ambitionen - auch im Januar - weiter dahin schmelzen. Sowohl das amerikanische, wie auch europäische Vorhersage-Modell berechnen - zumindest kurzzeitig - den Durchbruch der atlantische Frontalzone bis nach Skandinavien. Das ist die Grundlage für meridionale Strömungen (wie nach den Europäern), oder für eine Zementierung der Westwetterlage (wie nach den Amerikanern). Eines ist aber auch klar - sollte die Wetterprognose so eintreffen wie sie aktuell berechnet wird, stehen interessante Wetterentwicklungen bevor. Soweit der Stand.

Eine schöne Weihnachtszeit

Unser gesamtes Team möchte Ihnen an dieser Stelle für Ihre tollen E-Mails der letzten Tage danken und Ihnen ein wunderbares, möglichst stressfreies und entspanntes Weihnachtsfest wünschen. Lassen Sie es sich gut gehen, egal wie das Wetter ist!

Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend,
Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich;
im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter,
nur verschiedene Arten von gutem Wetter.

(John Ruskin 1819-1900, britischer Schriftsteller)

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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