Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 18.12.2019 - Wie stehen die Chancen für den Winter?

Der Winter kommt nach Weihnachten? Die Chancen stehen nicht schlecht, doch darauf kommt es erst einmal nicht an - wichtiger ist, was nach Weihnachten mit dem Polarwirbel geschieht.

Ein Tiefdruckzentrum rauscht am 4. Advent über Deutschland hinweg und sorgt neben stürmischen Windböen auch für reichlich Regen und milde Temperaturen. Der Höhepunkt der milden Wetterlage könnte mit +8 bis +12 Grad und örtlich bis +15 Grad bereits am Freitag erreicht werden, nachfolgend sinken die Werte auf - immer noch milde - +5 bis +10 Grad ab.

Wie steht es um den Winter?
Wie steht es um den Winter?

Temperaturrückgang an Weihnachten

Das nun folgende ist spekulativ, doch die Zufuhr kälterer Luftmassen könnte unter bestimmten Voraussetzungen über Weihnachten doch noch gelingen. In der Prognose von heute Morgen wäre es zu abwegig erschienen die nasskalte Witterung mit optionalem Schnee bis auf die mittleren Lagen herab zu erwähnen (Mehr dazu in der Wetterprognose Weihnachten 2019), doch heute Nachmittag wird erneut eine Grundströmung berechnet, die für kältere Temperaturen über die Feiertage sorgen könnte.

Schnee zu Weihnachten?

Die Wetterentwicklung weist noch immer ein größeres Spektrum auf und ja, die aktuelle Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ist in seiner Weihnachtsprognose gegenüber den Kontrollläufen ein kalter Ausreißer und so bleibt eine nasskalte Wetterentwicklung wahrscheinlicher, doch erwähnt werden sollte die Option, die die Amerikaner heute Nacht und heute Nachmittag offerierten.

Das Tiefdruckzentrum verlagert seinen Schwerpunkt mehr in Richtung Skandinavien, sodass zum ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag kühlere Luftmassen einsickern können, welche die Höhentemperaturen in 1.500 Meter auf -5 Grad absinken lassen. Somit ergibt sich über die Weihnachtsfeiertage folgendes Bild:

Die Weihnachtsprognose nach dem amerikanischen Wettermodell
Tag Temperatur Wetter
24. Dezember / Heiligabend +3 bis
+8 Grad
Über dem Norden Schauer, über dem Süden Dauerregen
Erster Weihnachts­feiertag +0 bis
+5 Grad
Immer wieder Schauer, teils als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer
Zweiter Weihnachts­feiertag -1 bis +5 Grad Weitgehend trocken, über dem Norden Schauer
Nasskaltes Weihnachtswetter
Berechnung der Wetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Nasskaltes Weihnachtswetter
© www.meteociel.fr

Nasskaltes Weihnachtstrend

Um kein falsches Bild abzugeben: Der Wettertrend zu Weihnachten bleibt nasskalt und weiße Weihnachten sind in tieferen Lagen nahezu auszuschließen. Dass das Wetter aber über die Feiertage noch für Überraschungen gut sein kann, zeigen die Wetterprognosen der Amerikaner.

Und nach Weihnachten kommt der Winter?

Wie bereits gestern Abend in der Dezember-Prognose erwähnt, kommt es aktuell nicht so sehr darauf an, was die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle jeweils berechnen, vielmehr kommt es daraus an, welches Setup sich über Weihnachten einstellt, was dann zwischen den Tagen und bis in den Januar 2020 hinein Auswirkungen haben kann.

Das Hin und Her der Vorhersage-Modelle

Solange das Setup aber noch nicht klar ist, werden die Prognosen der Vorhersage-Modelle zwischen milden, nasskalten und kalten Varianten hin und herspringen. So z.B. das amerikanische Vorhersage-Modell, welches heute Nacht und auch heute Morgen winterliche Wetterbedingungen nach den Weihnachtsfeiertagen offerierte, heute Nachmittag aber alles wieder über den Haufen geworfen hat.

Winterwetter oder nicht?
Berechnung der Wetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Winterwetter oder nicht? Links Prognose heute Morgen, rechts heute Nachmittag
© www.meteociel.fr

Es fehlt nicht viel für den Winter

Was man in beiden Fällen erkennen kann, sind die Hochdruckeinschübe in den Polarwirbel und das ist die Kernaussage auf die es ankommt. Der Polarwirbel wird schwächer und neigt nach Weihnachten zu Instabilitäten. Ob das für den Winter reicht oder nicht, lässt sich zum jetzigen Stand noch nicht abschätzen.

Rahmenbedingungen verbessern sich für den Winter

Der AO-Index wird im Verlauf der letzten Dezember-Dekade heute deutlicher im negativen Bereich berechnet, was für den instabilen Polarwirbel und eine höhere Wellenbewegung entlang der Polarfront spricht. Zudem wird nach Weihnachten der NAO-Index in den negativen Bereich simuliert. In den letzten Tagen war der NAO-Index im neutralen Bereich berechnet worden.

Kontrollläufe uneinheitlich

Die Wetterprognose der Amerikaner war heute Morgen eine zu kalte und heute Nachmittag eine klar zu warme Variante. Es handelt sich also um Ausreißer, signalisiert aber nichts anders als eine höhere Wahrscheinlichkeit für Wellenbewegungen entlang der Polarfront, die über Deutschland, Österreich und der Schweiz eben für warmes, oder kaltes Wetter sorgen können. Der Mittelwert der Kontrollläufe bewegt sich im Bereich des vieljährigen Mittelwertes und damit im nasskalten Bereich.

Die Niederschlagsaktivität wird über Weihnachten als gemäßigt bis hoch eingestuft und sinkt bis zum Jahreswechsel auf ein leicht erhöhten Niveau ab.

Die Silvester-Prognose nach dem Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
24. Dezember +1 bis
+11 Grad
+5 bis
+6 Grad
28. Dezember -1 bis
+10 Grad
+4 bis
+5 Grad
2. Januar 2020 -7 bis
+8 Grad
-1 bis
+2 Grad
Diagramm Temperaturen Dezember 2019 vom 18.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Um es aber nochmals zu verdeutlichen, wie knapp die Angelegenheit für den Winter ist, lohnt sich ein Blick auf die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modell für den 28. Dezember.

Ein mehr als knappe Angelegenheit für den Winter
Berechnung der Wetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Ein mehr als knappe Angelegenheit für den Winter
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht

In Sachen Winter tut sich weiterhin etwas, wenngleich die Vielfalt der Temperaturentwicklung zugenommen hat. Geschuldet ist das mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einem zum Jahresende instabiler werdenden Polarwirbel. Ob die Silvesternacht bei Frost und Schnee, oder bei Regen, Wind und milden Temperaturwerten verbracht werden muss, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Silvester 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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