Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 17.12.2019 - Kommt er, oder kommt er nicht?

Ein Wetterumschwung lässt die Temperaturen über Weihnachten absinken, doch wird das nicht für Schnee reichen. Aber wie sieht es nach Weihnachten aus - reicht es noch für Schnee in diesem Jahr?

Ernüchternd sind die aktuellen Temperaturen für alle Freunde des Winterwetter. Bei Tageswerten von +8 bis +13 Grad und örtlich bis +17 Grad will eine weihnachtliche Stimmung nicht so recht aufkommen. Doch zum Wochenende nähert sich ein Sturmtief Deutschland und beendet den ruhigen Wettercharakter. An den milden Temperaturen ändert sich aber vorerst noch nichts.

Winterwetter noch in diesem Jahr?
Winterwetter noch in diesem Jahr?

Kühler an Weihnachten

Am 23. Dezember können unter bestimmten Voraussetzungen nochmals die +15 Grad erreicht, oder gar überschritten werden, bevor über die Weihnachtsfeiertage langsam kühlere Luftmassen einsickern und die Werte bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag auf +1 bis +7 Grad zurückgehen. Begleitet wird der Wetterwechsel von einem böigen Wind und zeitweiligen - auch länger andauernden - Niederschlägen. Mehr dazu in der Wetterprognose Weihnachten 2019.

Über Weihnachten wird es zunehmend nasskalt
Berechnung der Wetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Über Weihnachten wird es zunehmend nasskalt
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Kein Winter in Aussicht

Der Wetterumschwung sorgt über Weihnachten für nasskalte Wetterverhältnisse, doch die Großwetterlage, die sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells einstellt, ist nicht als winterlich zu bewerten.

Die Ausgangslage ist ein Hochdruckkeil, der kurz vor Weihnachten westlich von Europa nach Norden aufstrebt und im Verbund mit einem Tief kühlere Luftmassen nach Süden führt. Nachfolgend gewinnt das Hoch an Struktur und strebt immer weiter nach Norden, kippt aber in diesem Prozess vom 26. bis 27. Dezember nach Osten weg und legt sich über Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Für die Jahreszeit zu mild

Mit Hilfe des Hochdrucksystems lassen die Niederschläge nach und die Neigung zu Nebel- und Hochnebel nimmt zu, doch die Tiefdruckaktivität bleibt auf dem Atlantik auf einem hohen Niveau und im Verbund mit dem Hoch werden milde Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland geführt. Tageswerte um die +10 Grad wären demnach zu erwarten.

Schaut man sich die nachfolgende Wetterkarte genauer an, so sieht man über dem östlichen Kanada ab dem 26. Dezember einen weiteren Kaltluftvorstoß, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik auf einem hohen Niveau halten kann. Anders formuliert wird sich nach der Wettervorhersage der Europäer so schnell nichts an dem milden Wetter ändern.

So wird das nichts mit dem Winter
Berechnung der Wetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: So wird das nichts mit dem Winter
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Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Winter kommt

Doch gleich vorweg: Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ist aktuell mit großer Vorsicht zu genießen. Das Strömungsmuster stellt sich über Weihnachten auf eine nordwestliche Richtung ein und führt nasskalte Luftmassen nach Deutschland, die Schweiz und Österreich.

Ein Hochdruckkeil bringt den Winter

Auch die Amerikaner berechnen zum zweiten Weihnachtsfeiertag den westlich von Europa aufstrebenden Hochdruckkeil, der aber - im Unterschied zu den Europäern - nicht plump nach Osten weg kippt, sondern über Skandinavien eine Hochdruckverbindung mit dem Kontinentalhoch aufbaut.

Der Hochdruckkeil blockiert die atlantische Frontalzone vollständig und sorgt über Deutschland für eine nordöstlich ausgerichtete Grundströmung, was kalte Luftmassen kontinentalen Ursprungs nach Mitteleuropa führt.

Dauerfrost und Schneefall

Sollte sich der Wettertrend der Amerikaner bewahrheiten, so könnten die Temperaturen ab dem 29./30. Dezember in den Dauerfrostbereich absinken und Niederschläge würden bis auf tiefere Lagen in Schnee übergehen. Ab den höheren tiefen Lagen (200 bis 400 Meter) wäre mit der Ausbildung einer Schneedecke zu rechnen.

Eine winterliche Wetterentwicklung
Berechnung der Wetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Eine winterliche Wetterentwicklung
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Das zu warme Wetter endet über Weihnachten

Die Überschrift stammt von gestern und hat auch heute ihre Gültigkeit. Eine deutlich zu warme - wie die aktuelle - Wetterentwicklung lässt sich nach Weihnachten in den Kontrollläufen nicht mehr erkennen. So berechnet das europäischen Wettermodell im Vergleich zu den Kontrollläufen eine zu warme Variante, während die Amerikaner mit der winterlichen Variante den kalten Ausreißer symbolisieren.

Die Wahrheit liegt nach den Kontrollläufen in der Mitte und damit im nasskalten Bereich. Doch so einfach ist es auch wieder nicht. Das Spektrum erstreckt sich in der Höhe von 1.500 Meter zwischen -15 bis +5 Grad und weist eine Differenz von 20 Grad aus. Anders formuliert ist nach Weihnachten noch alles an Wetterentwicklungen möglich - der Wettertrend aber geht in die nasskalte Richtung.

Die Silvester-Prognose nach dem Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
23. Dezember +4 bis
+10 Grad
+5 bis
+7 Grad
27. Dezember -3 bis
+8 Grad
+3 bis
+4 Grad
1. Januar 2020 -8 bis
+8 Grad
-2 bis
+1 Grad
Diagramm Temperaturen Silvester 2019 vom 17.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Obwohl die Wetterprognose der Amerikaner einen deutlich zu kalten Ausreißer simuliert, ist diese Variante nicht als Modellspinnerei abzutun - entweder es handelt sich um einen Umfaller, oder um einen frühen Trendsetter. Was damit alles zusammenhängt, was sich im Tagesverlauf verändert hat und was die Randfaktoren dazu meinen, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einem ersten Wettertrend zum Wetter Dezember 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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