Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 07.12.2019 - Stürmische Winde und peitschender Regen - Vollwetter

Stürmische Windböen fegen über Deutschland hinweg und sogen für unwetterartige Wetterereignisse und einem Auf und Ab der Temperaturen. Wie sieht es mit den winterlichen Wetterverhältnissen in der Vorweihnachtszeit aus?

Ist die Zonalisierung erst einmal in Gang gesetzt, bleibt sie auch für eine Weile und so ist in den kommenden Tagen immer wieder mit stürmischen Windböen zu rechnen, die am 2. Advent und am Montag zu schweren Sturmböen führen können. Über dem Nordwesten ist eine Sturmflut zum aktuellen Stand am Montagabend nicht auszuschließen. Mehr dazu in der Windprognose.

Begleitet wird der Wind von zahlreichen Niederschlägen unterschiedlichster Intensität und Dauer. Die Temperaturen steigen zunächst bis an die +10 Grad Marke an, sinken aber ab Montag in den nasskalten Bereich ab, was von Dienstag bis Mittwoch vereinzelte Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht ausschließen lässt. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2019.

Turbulente Wetterereignisse sind bis zum 3. Advent zu erwarten
Turbulente Wetterereignisse sind bis zum 3. Advent zu erwarten

Dynamische Tiefdruckentwicklung

Die atlantische Frontalzone hat sich zwischenzeitlich über Skandinavien positioniert, doch für die unwetterartigen Winde ist eine dynamische Randtiefentwicklung am südlichen Gradienten der Frontalzone verantwortlich. Bis zur Wochenmitte verlagert die Frontalzone ihren Schwerpunkt über Island und England weiter nach Westen, was nicht unbedingt für den Winter zuträglich ist.

Deutschland im Einflussbereich der atlantischen Frontalzone
Deutschland im Einflussbereich der atlantischen Frontalzone
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das stürmische Dezember-Wetter bleibt erhalten

Die atlantische Frontalzone verlagert nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells ihren Schwerpunkt vom 13. bis 16. Dezember von Island nach Skandinavien und so gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz zum 3. Advent in die Starkwindzone der Tiefdruckgebiete.

Stürmisches Adventswochenende

Das Tiefdruckzentrum erreicht zum 15. Dezember den Norden von Deutschland und sorgt neben kräftigen Sturmböen für wiederholte Niederschläge bei gemäßigt milden (oder auch nasskalten) Temperaturwerten. Im Grunde wiederholt sich die Wetterentwicklung vom zweiten auf den dritten Advent.

Vorerst nix mit Winter

In Zeitraum vom 16. bis 17. Dezember bleibt der Tiefdruckwirbel über Skandinavien zwar präsent, doch auf dem Atlantik dehnt sich ein Hochdruckkeil des Azorenhochs nach Norden auf. Das lässt einen Teil des Tiefdruckzentrums vor Mitteleuropa nach Süden austrogen, was für Freunde des Winterwetters eine suboptimale Wetterentwicklung ist. Warum? Die Grundströmung dreht von West auf Südwest und aus Südwesten gelangen milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. So ist nach dieser Wettervorhersage bis zum 17. Dezember nicht mit winterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen.

Stürmische Winde bleiben bis zum 3. Advent ein Thema - kippt nachfolgend das Strömungsmuster auf südwestliche Richtungen?
Berechnung Wetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Stürmische Winde bleiben bis zum 3. Advent ein Thema - kippt nachfolgend das Strömungsmuster auf südwestliche Richtungen?
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Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Nichts winterliches zu erkennen

Die atlantische Frontalzone macht nach der Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells keine halben Sachen und geht in die Vollen. Das Tiefdruckzentrum verlagert sich ab den 10. Dezember in Richtung Island und übernimmt fortan eine steuernde Rolle.

Keine winterlichen Wetterverhältnisse möglich

Das Tiefdruckzentrum festigt sich über Island bis zum 18. Dezember und weicht quasi nicht von der Stelle. So bleibt die windige und zu Stürmen neigende Großwetterlage über Deutschland, der Schweiz und Österreich bis zum 18. Dezember erhalten. Zudem ist mit einer hohen Niederschlagserwartung und gemäßigt milden Temperaturen zu rechnen.

Und dann wird es richtig warm

Vom 18. bis 22. Dezember dehnt sich über dem östlichen Europa hoher Luftdruck aus und lässt die Tiefdruckgebiete vom Atlantik kommend auflaufen. Daraus entsteht eine sehr milde Südwestwetterlage, was die Tageswerte bspw. am 17. Dezember auf +7 bis +13 Grad und am 20. Dezember auf +10 bis +14 Grad ansteigen lassen kann. Sozusagen das Worst Case Szenario für alle dich sich den Winter herbeisehnen.

Um das Weihnachtstauwetter brauch man sich bei dieser Wetterentwicklung keine Sorgen machen, denn es gäbe nichts, was tauen kann
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Um das Weihnachtstauwetter brauch man sich bei dieser Wetterentwicklung keine Sorgen machen, denn es gäbe nichts, was tauen kann
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Auf den Punkt gebracht: Die Wetterprognose der Amerikaner ist viel zu warm

Kommen wir noch einmal auf den Störimpuls zurück, auf den wir in den letzten Tagen häufiger hingewiesen haben. Je nachdem wo dieser stattfindet, sind sehr warme, oder auch kalte Wetterentwicklungen möglich. Die Amerikaner haben sich heute für die warme Variante entschieden. Doch die Kontrollläufe ziehen da nicht mit und so liegt das amerikanische Wettermodell etwa um 7 bis 9 Grad über dem Mittelwert der Kontrollläufe. Eine Korrektur ist in den kommenden Stunden mehr als wahrscheinlich.

Breites Entwicklungsspektrum

Der Temperaturcharakter wird bis zum 15. Dezember als nasskalt zu interpretieren sein. Der Mittelwert schwankt um die +5 Grad Marke herum. Zu mild für den Winter, zu kalt um wirklich warm zu sein. Darüber hinaus aber nehmen die Entwicklungsspielräume zu und die Differenz der Temperaturen in 1.500 Meter Höhe beträgt am 19. Dezember 22 Grad. Zum Vergleich: Für eine halbwegs vernünftige Wettervorhersage ist eine Differenz von 0 bis 4 Grad und für eine Wetterprognose bis 6 Grad wünschenswert.

Das unterstreicht noch einmal, dass die Zonalisierung sich bis zum 3. Advent wird austoben können und sich nachfolgend eine andere Grundströmung einstellen kann. In welche Richtung das gehen wir, kann noch nicht gesagt werden. Doch wir pflegen zu sagen: Warm gewinnt immer häufiger.

Viel Niederschlag

Gelangt man erst einmal in den Einflussbereich der atlantische Frontalzone, so kommt man da so schnell nicht heraus. Gleiches gilt auch für den Niederschlag, der bis zum 18. Dezember auf einem gemäßigt hohen Niveau verbleibt. Vollwetter eben. Erst darüber hinaus zeigt sich eine nachlassende Niederschlagsneigung ab.

Temperatur-Spektrum der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
13. Dezember -1 bis
+9 Grad
+4 bis
+6 Grad
17. Dezember -1 bis
+10 Grad
+4 bis
+5 Grad
22. Dezember -4 bis
+10 Grad
+2 bis
+4 Grad
Diagramm Temperaturen Dezember 2019 vom 7.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Die Wetterentwicklung lässt bis zum 17. Dezember kaum winterliche Wetterverhältnisse zu. Nachfolgend aber deutet sich ein Ende der strammen Westwindströmung ab. Wie die Chancen auf etwas Schnee in der Vorweihnachtszeit, oder gar über die Weihnachtsfeiertage stehen, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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