Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 29.11.2019 - Wann kommt der Winter?

Kommt der Winter zu zweiten Dezember-Dekade? Die Prognose-Modelle sind heute zuversichtlich, dass aus der Westwetterlage in der kommenden Woche nicht allzu viel übrig bleibt, was wiederum die winterlichen Chancen erhöht.

Der kräftige Wind dreht heute auf nördliche Richtungen und beginnt kühlere Luftmassen nach Deutschland zu führen, was die Tageswerte bis zum Sonntag (1. Advent) auf +1 bis +5 Grad zurückgehen lassen kann. Mit der kühleren Luft lässt die Niederschlagsneigung nach, sodass am Sonntag und Montag vereinzelte Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer möglich sind. Ab den mittleren Lagen kann sich mancherorts auch eine Schneedecke ausbilden - viel ist aber nicht zu erwarten (Schneeprognose). Tagsüber entspricht der Wettercharakter wenig dem, was unter Winter zu verstehen ist, vielmehr ist nasskalt die treffendere Bewertung.

In den Nächten aber wird es kalt. Verbreitet sinken die Tiefstwerte auf -3 bis 0 Grad ab und können über dem Nordwesten und Norden mit +2 Grad noch im leicht positiven Bereich liegen, während es über dem Süden - bei Aufklaren - in Richtung der -5 Grad Marke und über Schnee noch darunter geht. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2019.

Wann kommt der Winter?
Wann kommt der Winter?

Abkippendes Hochdrucksystem

Nicht nur die kühlen Luftmassen sorgen für eine nachlassende Niederschlagsneigung zum Start in die neue Woche. Ein Hochdruckgebiet über dem Atlantik kippt über Mitteleuropa nach Osten ab und sorgt für einen teils sonnigen und teils neblig-trüben Wettercharakter. Die Niederschlagsneigung ist als gering einzustufen.

Teils trübes, teils sonniges Dezember-Wetter
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Nasskaltes Dezember-Wetter - vom Flachland-Winter noch weit entfernt
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Winter hat gute Aussichten

Die atlantische Frontalzone setzt sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells vom 5. bis 7. Dezember über Deutschland mit einer milden Südwestströmung und einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung durch. Die Temperaturen können in Richtung der +10 Grad Marke ansteigen. Damit bestätigen die Europäer die milde Wettervorhersage - doch im Unterschied zu den letzten Tagen bleibt es darüber hinaus nicht mild.

Meridionales Strömungsmuster setzt sich durch

Ab dem 8. Dezember beginnen Hochdrucksysteme auf dem Atlantik die Tiefdruckrinne zu stören und ab dem 9. Dezember zu blockieren. Infolge daraus meridionalisiert das Strömungsmuster erneut und mit einer nordwestlichen Grundströmung gelangen kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte zum 9. Dezember in den Bereich von 0 bis +5 Grad absinken lässt.

Zunehmend winterliche Wetterverhältnisse?

Das Potential für einen winterlichen Vorstoß ist nach den aktuellen Vorhersagen deutlich stärker ausgeprägt, als das noch in den vergangenen Tagen der Fall war. Im Moment kommt es auch weniger auf die Details an, viel wichtiger für die weitere Wetterentwicklung ist, dass sich die Zonalisierung nicht durchsetzen kann. Das sollte die Freunde des Winterwetters aufhorchen lassen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Wintersack in der zweiten Dezember-Dekade zugemacht wird - oder eben auch nicht.

Der Winter wagt sich zum Ende der ersten Dezember-Dekade nach Deutschland vor
Berechnung Wetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Der Winter wagt sich zum Ende der ersten Dezember-Dekade nach Deutschland vor
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Der Winter wagt sich vor

Deutlich optimistischer in Sachen Winter zeigte sich in den vergangenen Tagen die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells, welches immer wieder das meridionale Strömungsmuster favorisierte. Heute wurde in Sachen Winter nochmal eine Schippe drauf gelegt.

Erst mildes Dezember-Wetter

Auch nach der Vorhersage der Amerikaner setzen sich vom 5. bis 8. Dezember die atlantischen Tiefdrucksysteme durch und sorgen mit Tageswerten von +4 bis +8 Grad für relativ milde Temperaturen. Die Niederschlagsaktivität beschränkt sich dabei auf den Norden von Deutschland, während über dem Süden nach Nebelauflösung die Sonne zum Vorschein kommen kann.

Der Winter kommt von Norden

Ab dem 9. Dezember keilt auf dem Atlantik das Azorenhoch in Richtung Grönland auf und setzt einen stark meridional verlaufenden Impuls. Die Tiefdrucksysteme über Skandinavien beginnen nach Süden abzutropfen und zum Start der zweiten Dezember-Dekade kalte Luftmassen aus nördlichen Richtungen anzuzapfen.

Sollte das so eintreten wie berechnet, so wären am 12. Dezember Tageshöchstwerte von -2 bis +2 Grad über dem Süden und +0 bis +4 Grad über dem Norden zu erwarten. Bei starker Bewölkung kommt es zu wiederholten Niederschlägen, die teils als Schnee, teils aber auch als Regen niedergehen können. Vom 12. bis 15. Dezember fließen weitere Kaltluftmassen nach Deutschland ein, was die Tageswerte verbreitet unter die 0 Grad Grenze drücken kann. Bei Dauerfrost würde der Winter dann seine Chance noch vor Weihnachten bekommen.

Wagt der Winter seinen ersten Vorstoß?
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Wagt der Winter seinen ersten Vorstoß?
© www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Vorsicht mit dem Wintereinbruch

Die aktuellen Wettervorhersage der Wettermodelle sehen in Sachen Wintereinbruch durchaus vielversprechend aus, bilden aber nur den Moment ab - das kann sich in den kommenden Stunden nochmals ändern. Warum eine Veränderung wahrscheinlich ist, zeigen die Kontrollläufe, die vom 4. bis 7. Dezember die Milderung stützen. Nachfolgend aber sinkt das Temperaturniveau in 1.500 Meter Höhe auf -3 bis -4 Grad ab. Sie ziehen also in Sachen Winter (noch) nicht mit.

Erfahrungsgemäß mögen Höhentemperaturen um die -3 Grad für Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab reichen, doch ist das Wetter mit Tageswerten von +1 bis +5 Grad als Nasskalt zu bewerten. Erst ab den höheren mittleren Lagen (600 bis 800 Meter) wäre demnach mit winterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen. Anders formuliert sind die Prognosen der Wettermodelle durchaus spannend, doch sollten sich Winterfreunde noch etwas gedulden, bevor eine Vorfreude zustande kommt.

Ansteigende Niederschlagsaktivität

Die wird heute ab dem 6. Dezember erneut bestätigt, was sehr nach einer Nordwestwetterlage aussieht und damit die Wahrscheinlichkeit einer nasskalten Wetterlage erhöht. Das wäre im Übrigen auch für die Jahreszeit typisch.

Temperatur-Spektrum der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
6. Dezember +0 bis
+9 Grad
+3 über dem Süden
+5 bis +7 Grad über dem Osten, Westen und Norden
9. Dezember -1 bis
+9 Grad
+2 bis +3 Grad über dem Süden und Osten
+5 bis +6 Grad über dem Norden und Westen
14. Dezember -10 bis
+10 Grad
+0 bis +2 Grad über dem Süden und Osten
+3 bis +4 Grad über dem Norden und Westen
Diagramm Temperaturen Dezember 2019 vom 29.11.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Der Dezember startet von den Temperaturwerten nasskalt. Der Wettercharakter aber ist als trocken zu bewerten. Die Nächte sind verbreitet frostig. Anschließend setzt sich vom 5. bis 9. Dezember mit einer hohen Wahrscheinlichkeit die atlantische Frontalzone durch und sorgt für eine zunehmende Niederschlagsaktivität bei ansteigenden Temperaturen.

Ab dem 9. Dezember beginnt das Strömungsmuster wieder in die meridionale Richtung zu kippen. Die Zonalisierung kann sich nicht durchsetzen und die Ambitionen des Winters werden größer. Schaun mer mal, was am Ende dabei herauskommt.

Da die Zonalisierung nun wohl vermehrt Probleme mit ihrer Durchsetzungskraft bekommt, könnten die Weichen frühzeitig gestellt werden. Was sich daraus alles entwickeln kann, darüber machen wir uns heute Abend gegen 20:00 Uhr im Wetter Weihnachten 2019 weitere Gedanken.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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