Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 22.11.2019 - Ein nasskalter Wettertrend zeichnet sich ab

Nasskalt mit winterlichen Wettererscheinungen. Der Wettertrend für die ersten Dezember-Tage zeigt sich heute klarer definiert und bleibt für die eine oder andere Überraschung gut.

Verläuft das Wochenende noch meist ruhig und trocken, so nimmt die Bewölkung zum Start in die neue Woche von Westen zu und es beginnt zu regnen - nicht viel, aber immerhin reicht es aus, um nass zu werden. Der Wind gewinnt an Intensität und kann bis zum Mittwoch für stürmische Windböen sorgen. Die Temperaturen erreichen +5 bis +10 Grad und können mancherorts - mit längerer Sonnenscheindauer - bis an die +15 Grad Marke heranreichen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter November 2019.

Es tut sich also was in Sachen Wetterumstellung und heute hatten beide Wettermodelle nicht nur den Wetterumschwung im Programm, sondern auch eine erneute Meridionalisierung des Strömungsmusters, was nasskalte Varianten mit winterlichen Optionen bis zum Nikolaus am 6. Dezember berücksichtigt. Weitere Informationen hierzu unter der Wetterprognose für das Wetter Dezember 2019

Wie wahrscheinlich aber ist der Frühwinter, bzw. eine nasskalte Witterung Anfang Dezember? Denn eines ist auch klar - diese Variante steht noch auf sehr wackeligen Beinen.

Der meteorologische Winter startet nasskalt
Der meteorologische Winter startet nasskalt

Wintereinbruch?

Das amerikanische Vorhersage-Modell war heute im Vergleich zu den Kontrollläufen ein - mit Abstand - zu kalter Lauf, der in dieser Form so nicht bis zum Abend Bestand haben würde. Im Tagesverlauf wurde das auch prompt korrigiert. Nichtsdestotrotz darf man das nicht als Modellspinnerei abtun, denn diese extremeren Varianten haben ihren Grund und sind auch in den kommenden Tagen noch nicht vom Tisch.

Ein Auf und Ab der Temperaturen

Das meridionale Strömungsmuster etabliert sich pünktlich zum 1. Dezember, der in diesem Jahr zugleich der 1. Advent ist. Das Azorenhoch strebt nach Norden in Richtung Grönland auf und von Skandinavien aus tropfen die Tiefdruckgebiete nach Süden ab. Es gelangen im Zeitraum vom 1. bis 3. Dezember kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte in Richtung der +5 Grad Marke drückt. Nasskalt eben. Und dennoch sind Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab möglich.

Das Azorenhoch strebt nach Norden auf und blockiert die atlantische Tiefdruckrinne
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Das Azorenhoch strebt nach Norden auf und blockiert die atlantische Tiefdruckrinne
© www.meteociel.fr

Das Hoch kippt weg

Im Unterschied zu heute Nachmittag aber bleibt die Hochdruckachse auf dem Atlantik nicht bestehen, sondern kippt ab dem 3. Dezember nach Osten weg. Gleichzeitig drückt die atlantische Tiefdruckaktivität das Hoch immer weiter nach Süden und so entsteht eine schwachgradientige Großwetterlage, die in tieferen Lagen zu Nebel und in höheren Lagen zu Sonnenschein und trockenem Wetter führen kann. Die Temperaturen sind mit +4 bis +8 Grad über dem Norden nicht gerade winterlich. Anders die Situation über dem Süden, wo mit Hilfe des Nebels die Werte mit -1 bis +5 Grad kühler bleiben können.

Das Hoch kippt über Deutschland weg und sorgt für ruhiges Dezember-Wetter
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Das Hoch kippt über Deutschland weg und sorgt für ruhiges Dezember-Wetter
© www.meteociel.fr

Kräftiges Minor-Warming

Die Berechnungen von heute Abend bestätigen ein zum 1. Dezember beginnendes und zum 5. Dezember ein sich im Höhepunkt befindliches Minor-Warming, bei der die Temperaturen in Stratosphärenhöhe von -80 auf -4 Grad ansteigen. Das ist zu diesem Zeitpunkt ein ungewöhnlich starkes Minor-Warming. Entscheidend wird sein, ob das Strömungsmuster in dieser Höhe von West auf Ost kippt.

Potential für ein Major-Warming?

Die aktuelle Windgeschwindigkeit in dieser Höhe entspricht 90 km/h und sinkt zum 7. Dezember auf 57 km/h ab. Die Kriterien für eine Windumkehr sind nicht gegeben, es gibt aber in den Kontrollläufen Varianten, bei denen das der Fall ist. Anders formuliert bleibt das Phänomen in den kommenden Tagen weiter zu beobachten - mehr nicht.

Ein Minor-Warming in Stratosphärenhöhe Anfang Dezember
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein sehr kräftiges Minor-Warming in Stratosphärenhöhe Anfang Dezember
© www.meteociel.fr

Der Polarwirbel

Der Grund für die Unsicherheiten der letzten Tage war der Polarwirbel, der von Hochdruckeinschüben destabilisiert wurde. Schaut man sich den Mittelwert aller Kontrollläufe an, so hat sich das - für den Moment - erledigt und die Zonalisierung hat die besseren Karten.

Kommt die Zonalisierung
Berechnung Großwetterlage nach Mittelwert der Kontrollläufe: das riecht nach einer Westwetterlage in der ersten Dezember-Dekade
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Auf den Punkt gebracht

Der berechnete Wintereinbruch des amerikanischen Wettermodells von heute wurde im Tagesverlauf nicht bestätigt. Stattdessen zeichnet sich Anfang Dezember ein nasskaltes Spektakel ab, bei dem es bis in die tieferen Lagen zu Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer kommen kann. Das wird sowohl von den Kontrollläufen, als auch vom europäischen Vorhersage-Modell so gestützt. Im weiteren Verlauf kippt das Hoch nach Osten weg und die Zonalisierung versucht noch einmal ihr Glück.

Abzuwarten bleibt noch, ob sich der Polarwirbel wird tatsächlich stabilisieren können, oder ob dieser einen Dämpfer erfährt. Ebenso bleibt das kräftige Minor-Warming zu beobachten und kann unter Umständen noch für die eine oder andere Überraschung sorgen. Soweit der Stand.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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