Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 18.11.2019 - Nasskalter Start in den Dezember?

Ein Wetterumschwung kündigt sich noch in den letzten November-Tagen an, doch dessen Ausgang ist alles andere als klar.

Das Wetter der kommenden Tage ist für den November absolut typisch. Hier und da etwas Regen, der heute über dem Norden und Westen noch kräftiger ausfallen kann. Zudem verdecken zahlreiche Wolkenfelder den Sonnenschein und über manchen Orten kann sich in der Nacht zäher Nebel- oder Hochnebel ausbilden und den Sonnenschein ganztägig eintrüben.

Die Temperaturen schwanken zwischen +4 bis +8 Grad und können bei Dauernebel auch darunter liegen. Über den östlichen Landesteilen sind kurzzeitig bis +13 Grad möglich. In den Nächten ist - bei Aufklaren - mit Frost zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter November 2019.

Umbau der Großwetterlage Anfang Dezember?
Umbau der Großwetterlage Anfang Dezember?

Patt-Situation

Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen in den kommenden Tagen zwischen den Fronten zweier Wettersysteme. Ein Hoch über dem Osten und ein Tief über dem Westen. Weder das Hoch, noch das Tief kann sich über Mitteleuropa durchsetzen und so kommt es zu einer Patt-Situation und da sich Tiefdruckgebiete gegen und Hochdrucksysteme im Uhrzeigersinn drehen, werden aus südlichen Richtungen warme Luftmassen nach Deutschland geführt.

Südliche Anströmung der Luftmassen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Südliche Anströmung der Luftmassen
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Bewegung kommt ins Spiel

Es tut sich so langsam was - zumindest wenn es nach der aktuellen Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells geht.

Es wird noch wärmer

Ab dem 23. November verstärkt sich auf dem Atlantik die Tiefdruckaktivität, doch bleibt der Weg nach Osten versperrt. Ein Tiefdruckgebiet tropft nach Süden über die Mittelmeerregion ab und versucht das Hoch am südlichen Gradienten zu unterwandern.

In diesem Prozess werden sehr warme Luftmassen in der Höhe nach Mitteleuropa geführt, was die Tageswerte bspw. am 25. November verbreitet über die +10 Grad Marke und mancherorts bis an die +15 Grad Marke ansteigen lassen kann. Das wäre für Ende November außergewöhnlich warm.

Kältevorstoß

Im Zeitraum vom 25. bis 27. November verlagert sich das Mittelmeertief über Griechenland und die Türkei. Gleichzeitig dehnt sich das Kontinentalhoch weiter nach Westen aus und im Verbund mit dem Tief über der östlichen Mittelmeerregion werden kalte Luftmassen arktischen Ursprungs angezapft.

Kälte wird blockiert

Doch die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik positioniert sich zum 27. November mit einem Zentraltief zwischen Island und England und sorgt für klare Verhältnisse. Die Grundströmung dreht auf südwestliche Richtungen, was die Warmluftpumpe anschmeißt die die Zufuhr der kalten Luftmassen egalisiert. Anders formuliert nimmt nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells Ende November die Niederschlagstätigkeit zu und die Temperaturen bleiben mit +8 bis +13 Grad für die Jahreszeit zu warm.

Aus Süd wird Südwest - das für die Jahreszeit zu milde Temperaturniveau bleibt vorerst erhalten
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Aus Süd wird Südwest - das für die Jahreszeit zu milde Temperaturniveau bleibt vorerst erhalten
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Eine gewaltige Hochdruckblase

Der atlantische Frontalzone gelingt nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells der Vorstoß in Richtung Skandinavien und leitet ab dem 26. November über Deutschland eine windige und turbulente Wetterphase ein. Starkwindereignisse sind in diesem Zeitraum nicht auszuschließen.

Es riecht nach einer Westwetterlage

Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ist bemerkenswert gut strukturiert und entsendet von Neufundland aus ein Tiefdrucksysteme nach dem anderen in Richtung Mitteleuropa. Zudem verhält sich das Azorenhoch zunächst noch passiv, was über kurz oder lang eine Zonalisierung herbeiführen kann.

Das Azorenhoch stellt sich nach Norden auf

Doch ganz so einfach - und vor allem nicht so schnell - geht es mit der Zonalisierung dann doch nicht. Der Grund ist das Azorenhoch, welches zum 1. Dezember (1. Advent) der Meinung ist, sich nach Norden aufwölben zu müssen.

Sehr zum Leidwesen aller Winterfreunde geschieht das aber nicht auf dem Atlantik, sondern direkt über Mitteleuropa und bis zum 4. Dezember hat sich - mit Kern über Spanien und Frankreich - eine gewaltige Hochdruckblase aufgebaut, die sich von oben herab mit warmen Luftmassen auffüllt.

In rund 1.500 Meter Höhe können die Temperaturen Anfang Dezember auf +8 bis +12 Grad ansteigen. In tieferen Lagen kann das Tageswerte - je nach Sonnenscheindauer - von +8 bis +13 Grad, bzw. +4 bis +8 Grad zur Folge haben.

Eine gut strukturierte Hochdruckblase legt sich Anfang Dezember über Mitteleuropa
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Eine gut strukturierte Hochdruckblase legt sich Anfang Dezember über Mitteleuropa
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Temperaturtrend der Kontrollläufe: Amerikanisches Vorhersage-Modell gegen den Trend

Sowohl die geringe Niederschlagsprognose, als auch der Temperaturtrend wird von den Kontrollläufen nicht gestützt. Beim amerikanischen Vorhersage-Modell handelt es sich im aktuellen Lauf um einen warmen Ausreißer. Mit Veränderungen ist in den kommenden Stunden zu rechnen.

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Aus zu warm wird normal

Der für die Jahreszeit zu warme Temperaturtrend wird bis zum 28. November von den Kontrollläufen gestützt und neigt sich Anfang Dezember dem Jahreszeit-typischen Bereich zu.

Niederschlagsneigung nimmt zu

Vom 25. November bis zum 3. Dezember berechnen die Kontrollläufe eine mäßig hohe bis hohe Niederschlagserwartung. Das spricht für den Umbau der Großwetterlage mit derzeit noch ungewissen Ausgang.

Schneefall bis auf mittlere Lagen herab möglich

Orientiert man sich an den Höhentemperaturen, so sinken diese zum 3. Dezember auf -0 bis -3 Grad ab, was die Schneefallgrenze bis auf die mittleren Lagen herab absinken lassen könnte. Über tieferen Lagen wäre demnach ein nasskalter Wettercharakter zu erwarten.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
25. November +3 bis
+13 Grad
+7 bis
+9 Grad
29. November +1 bis
+13 Grad
+7 bis
+8 Grad
3. Dezember -3 bis
+13 Grad
+3 bis
+5 Grad
Diagramm Temperaturen November 2019 vom 18.11.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Bis zum 24. November passiert nicht allzu viel. Nach dem Durchzug des Tiefdruckgebietes bleibt es weitgehend trocken, doch mehrt sich die Anzahl dichter Nebel- und Hochnebelfelder (Wolkenradar), die sich tagsüber nur schwerlich auflösen. Gelingt das aber, so scheint häufiger die Sonne. Die Temperaturen bleiben auf einem für die Jahreszeit zu warmen Niveau.

Für die letzten November-Tage kündigt sich eine strukturelle Veränderung der Großwetterlage an, wobei eine so außergewöhnlich warme Variante - wie sie das amerikanische Wettermodell - simuliert weniger wahrscheinlich ist. Im Gegenteil: der Temperaturtrend neigt sich dem Jahreszeit-typischen Bereich, was einem eher nasskalten Temperaturcharakter zum Start in den Dezember entspricht. Auch Schneefall bis auf die höheren mittleren Lagen herab wäre nicht auszuschließen.

Wie die Chancen auf Schnee Anfang Dezember tatsächlich stehen und was sich im Tagesverlauf alles verändert hat, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Winterprognose an dieser Stelle.

In eigener Sache

Alles neu macht der November - zumindest bei uns! Im November 2009 wurde unsere Seite ins Leben gerufen und freut sich seitdem großer Beliebtheit! Dafür möchten wir Ihnen an dieser Stelle unseren ausdrücklichen Dank aussprechen!

Wir feiern unser 10-jähriges Jubiläum und was passt dazu besser, als eine neu gestaltete Webseite, die - ganz bewusst - nicht alles über den Haufen wirft. Auch unsere Ansprüche bleiben die gleichen - mit Liebe und Leidenschaft zum Wetter handgeschriebene Wetterprognosen - daran wird sich auch in Zukunft nichts verändern.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns ihre Erfahrungen mit der neuen Seite zukommen lassen: relaunch@wetterprognose-wettervorhersage.de und wünschen Ihnen einen wunderbaren Start in die neue Woche!

Update der Wetterprognose von 20:12 Uhr

Das weiter oben beschriebene - warme - Hochdruckbollwerk über Mitteleuropa wurden von der Prognose des amerikanischen Wettermodells im Laufe des Tages verworfen, was so auch zu erwarten war.

Das Resultat daraus ist heute Abend eine abwechslungsreiche und durchaus spannende Wetterentwicklung, die nahe an dem dran ist, was Meteorologen als Vollwetter bezeichnen.

Vom 27. November bis zum 2. Dezember kommt die Tiefdruckmaschinerie auf dem Atlantik in Gang und setzt sich mit ihren Frontensystemen bis nach Skandinavien durch. Dieses Vorhaben wird von viel Regen und Wind begleitet. Vorderseitig werden zunächst warme und nachfolgend kühlere Luftmassen nach Mitteleuropa geführt.

Nasskalt mit Option auf Schnee

Im Grunde schwenkt die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells heute Abend auf die Varianten der Kontrollläufe ein. Die Temperaturen gehen mit +2 bis +7 Grad auf einen nasskalten Bereich zurück und unter bestimmten Voraussetzungen wäre ab den mittleren Lagen mit Schneefall oder Schneeregen zu rechnen.

Ein nasskalter Trog über Mitteleuropa mit winterlichen Optionen ab den höheren mittleren Lagen
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein nasskalter Trog über Mitteleuropa mit winterlichen Optionen ab den höheren mittleren Lagen
© www.meteociel.fr

Wie stehen die Chancen auf Schnee zum 1. Advent?

Die kommende Wetterentwicklung wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von einem westlichen Strömungsmuster dominiert sein. Dass rückseitig kühlere Luftmassen einsickern können, ist also nicht auszuschließen, doch bevor die kalte Rückseite kommt, kommt die warme Vorderseite.

Nach den Kontrollläufen neigt sich die Warmphase

ab dem 28. November ihrem Ende entgegen und der Temperaturtrend nähert sich dem langjährigen Mittelwert. Anders formuliert werden aus +4 bis +8 Grad +3 bis +6 Grad. Die Kontrollläufe stützen somit den nasskalten Wettertrend Anfang Dezember, der noch weit von winterlichen Wetterbedingungen entfernt ist.

Die Erkenntnis

Der Einfluss des Atlantikwetters wird Ende November und Anfang Dezember mit hoher Wahrscheinlichkeit größer werden. Starwindereignisse und eine zunehmende Anzahl an Niederschlägen wird das Wetter bestimmen können.

Und bevor es kalt werden kann, muss es aus dieser Konstellation heraus erst einmal warm werden, wie es bspw. das europäische Vorhersage-Modell heute Abend eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Ein Ende November beeindruckender Warmluftschub aus südwestlichen Richtungen
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein Ende November beeindruckender Warmluftschub aus südwestlichen Richtungen
© www.meteociel.fr

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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