Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 12.11.2019 - Der Herbst zeigt sich von seiner gemäßigten Seite

Eine nasskalte Witterung sorgt über manchen Regionen für die ersten Schneeflocken - ist das nur vorübergehend, oder kommt da noch mehr?

Optionaler Schneefall ist in den kommenden zwei Tagen über manchen Regionen möglich, doch ist das nur als vorübergehendes Geplänkel zu bewerten. Ab Freitag wird es langsam wieder wärmer und die Temperaturen können bis zum Sonntag über dem Westen auf +5 bis +10 Grad und über dem Osten auf +10 bis +15 Grad ansteigen.

Begleitet wird der Temperaturanstieg von zahlreichen Wolkenfeldern und gelegentlichen Niederschlägen, die regional in ihrer Intensität sehr unterschiedlich ausfallen können. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter November 2019.

Leicht unbeständiges Herbst-Wetter
Leicht unbeständiges Herbst-Wetter

Die Details werden entscheiden

Tiefdrucksysteme tropfen in den kommenden Tagen von England in Richtung der Mittelmeerregion ab und festigen ihre Position über den Alpen. Das wird über dem südlichen Alpenraum für einiges an Niederschlag sorgen können. Aber auch über Deutschland sind kräftige Niederschläge möglich - entscheidend ist, wie weit nördlich die Zugbahn der Tiefdrucksysteme verläuft. Bleiben bspw. die Tiefdruckgebiete über den Alpen hängen, so kann die Niederschlagsausbeute deutlich geringer ausfallen.

Simuliert werden bis einschließlich Sonntag Niederschlagssummen von verbreitet 0 bis 7 l/m². Über dem Westen sind zwischen 0 bis 20 l/m² und entlang der Alpen bis 40 l/m² an Niederschlag möglich. Über den Alpenregionen werden Niederschlagsmengen von 50 bis 300 l/m² für regionale Unwetterereignisse sorgen können.

Viel Regen über der Alpenregion
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Viel Regen über der Alpenregion © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Hoch gegen Tief

Wer die letzten Tage mitverfolgt hat, wird es schon erahnen können, auf welche Wetterentwicklung die Wetterprognose des europäischen Wettermodells hinauslaufen wird.

Hoch über dem westlichen Russland

Ein Hochdruckgebiet über Sibirien dehnt sich vom 18. bis 20. November weit nach Westen aus und positioniert sich am 22. November über dem westlichen Russland. Das ist zu weit weg, als dass das Hoch das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz auf direkter Art und Weise beeinflussen kann. Indirekt aber schon!

Auflaufende Tiefdruckgebiete

Denn das Hoch blockiert die atlantische Frontalzone bei England, sodass Mitteleuropa zwischen den Fronten in einer warmen Südanströmung der Luftmassen liegt. Bei einer schwachen Wetteraktivität werden Sonne und Wolken und örtlich zähe Nebelfelder den Start in das letzte November-Drittel gestalten können.

Zu warme Temperaturen

Je nachdem wie sich Nebel- und Wolkenfelder auflösen können, schwanken die Tageswerte zwischen +2 bis +8 Grad, bzw. +7 bis +13 Grad. Das ist für die Jahreszeit zu warm.

Deutschland liegt zwischen den Fronten in einer warmen Südanströmung der Luftmassen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Deutschland liegt zwischen den Fronten in einer warmen Südanströmung der Luftmassen © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Keine Stabilisierung des Polarwirbels

Auch nach der aktuellen Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells zeichnet sich keine winterliche Wetterentwicklung für Mitteleuropa ab und ähnelt in der Struktur stark der Variante der Europäer.

Hoher Luftdruck an ungewöhnlicher Stelle

Das Hochdrucksystem über Sibirien verlagert seinen Kern bis zum 20. November über das westliche Russland und dehnt sich über das nördliche Skandinavien über das europäische Nordmeer bis nach Grönland aus. Das blockiert nahezu jeden Versuch von Kaltluftvorstößen arktischen Ursprungs in Richtung Mitteleuropa. Zeitgleich bedeutet das aber auch, dass der Polarwirbel weiterhin mit strukturellen Problemen zu kämpfen hat.

Gemäßigtes Herbst-Wetter über Deutschland

Für Mitteleuropa aber ändert sich wenig. Ein Tief positioniert sich zum 20. November zwischen Island und England und wird durch den hohen Luftdruck blockiert und es entsteht in der Höhe eine warme Südanströmung der Luftmassen. In der Höhe von rund 1.400 Meter Höhe werden bspw. für den 22. November Tageshöchstwerte von +2 bis +4 Grad berechnet. Über tieferen Lagen hat das Werte von +4 bis +8 Grad und örtlich bis +10 Grad zur Folge und sind somit weit entfernt von winterlichen Verhältnissen.

Hochdruckblockade

An dieser Großwetterlage ändert sich vom 21. bis 27. November nur wenig. Das Hochdruckzentrum bleibt über dem westlichen Russland bestehen und kommt nicht weiter nach Skandinavien voran. Stattdessen setzt sich die atlantische Frontalzone immer weiter in Richtung Skandinavien durch, was den Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Tageswerten von +5 bis +10 Grad unbeständig und teils windig prägt.

Nix mit Frühwinter
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Nix mit Frühwinter © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe ist zu warm

Zwar gibt es im Zeitraum vom 15. bis 26. November einige Varianten der Kontrollläufe, welche eine zu kalte Temperaturentwicklung stützen, doch mehrheitlich liegt der Trend - im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert - im zu warmen Bereich.

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Kaum Niederschlag

Das Deutschland zwischen den Fronten liegen und überwiegend von einer gradientenschwachen Großwetterlage beeinflusst wird, zeigt sich in der Niederschlagsprognose. Die ist über den gesamten Zeitraum hinweg nur sehr schwach ausgeprägt, was in einigen Regionen bis zum 25. November zu einem trockenen Wettercharakter führen wird.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
19. November +1 bis
+10 Grad
+5 bis
+7 Grad
23. November 0 bis
+11 Grad
+4 bis
+6 Grad
27. November -3 bis
+11 Grad
+2 bis
+4 Grad
Diagramm Temperaturen November 2019 vom 12.11.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Die Würfel scheinen in Richtung ruhiges und weitgehend trockenes Herbst-Wetter gefallen zu sein. Wie es um den Polarwirbel steht, welche Veränderungen sich im Tagesverlauf ergeben haben und ob der Frühwinter noch ein Bestandteil der kommenden Wetterentwicklung sein kann, klären wir heute Abend an dieser Stelle gegen 20:00 Uhr in einer kurzen Aktualisierung der Winterprognose.

Update der Wetterprognose von 19:50 Uhr
Weiterhin keine Veränderungen. Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells berechnet zum kommenden Wochenende enorme Niederschlagsmengen über den Alpen.

Unwetterartige Starkniederschläge
Bis zum kommenden Montag können über den Schweizer und Österreicher Alpen Niederschlagssummen von 150 bis 300 l/m² zusammen kommen. Das ist enorm. Die Schneefallgrenze schwankt meist zwischen 700 bis 1.200 Meter und steigt zum Wochenende weiter an. Es wird jedoch auf die exakte Zugbahn ankommen und für die Details ist in den kommenden Tagen noch mit Veränderungen zu rechnen.

Für Deutschland aber bleibt alles wie gehabt. Typisches - und nur leicht unbeständiges - Herbstwetter. Die Alpen blockieren den Niederschlag weitgehend. Im Zeitraum darüber hinaus halten sich vom 15. bis 27. November ein Hoch über dem Osten (Westliches Russland und östliches Europa) und ein Tiefdruckwirbel über England in Schach.

Und so gelangen gemäßigt warme Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte meist in einem Bereich von +5 bis +10 Grad schwanken lässt. Bei Dauernebel wird es etwas kühler und mit Sonnenschein etwas wärmer. Der frühe Winter hat so keine Chance.
Tief gegen Hoch - In Kombination werden warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Norden geführt
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Tief gegen Hoch - In Kombination werden warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Norden geführt


Temperaturtrend zu warm
Auch daran hat sich nichts verändert. Die Kontrollläufe bestätigen einen im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert vom 15. bis 26. November um +1 bis +4 Grad zu warmen Temperaturtrend. Die Niederschlagsneigung ist allenfalls leicht erhöht.

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Gestörter Polarwirbel
Das sibirische Kontinentalhoch bedrängt den Polarwirbel ordentlich. Das Problem an der Sache ist die mittlere Ausdehnung bis über Skandinavien, während die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik gegensteuern. Mitteleuropa wird sich zwischen den Fronten - und damit in der milden Südströmung befinden. Zugegeben - für kältere Varianten fehlt nicht viel - es reicht aber nicht.

Die Patt-Situation zwischen Hoch und Tief und Deutschland mittendrin
Berechnung der Großwetterlage nach Mittelwert der Kontrollläufe: Die Patt-Situation zwischen Hoch und Tief und Deutschland mittendrin


Überraschungen bleiben möglich
Ganz außer Acht sollte man die Varianten der Kontrollläufe nicht, die ein gemäßigtes bis zu kühles Temperaturniveau berechnen. Es kommt eben darauf an, wie weit sich das Hoch nach Westen ausdehnen kann.

Die nasskalte Variante
Berechnung der Großwetterlage nach Mittelwert der Kontrollläufe: Die nasskalte Variante


Die Erkenntnis
Noch deutlicher wird das "Dilemma", wenn man sich die Druckanomalien anschaut . Da stehen sich die zwei Wetterfronten gegenüber und treffen sich direkt über Mitteleuropa. Da braucht es nicht viel Phantasie um die daraus resultierende Großwetterlage abzuleiten.

Druckanomalie bis 22. November
Druckanomalie bis 22. November - Der Polarwirbel schwächelt, doch kaum Auswirkungen auf Mitteleuropa © climatereanalyzer.org


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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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