Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 29.10.2019 - Herbstlich unbeständiges November-Wetter

Ein Tiefdruckzentrum entsteht über England und wird über Deutschland für einiges an Niederschlag sorgen können. Im weiteren Verlauf aber zeigt sich eine Wetterentwicklung mit Überraschungspotential.

Die kalten Temperaturwerte von +5 bis +10 Grad halten sich noch bis zum kommenden Wochenende. Örtlich können die Werte über dem Süden darunter und über dem Norden darüber liegen. Und südlich der Linie von Dresden und Köln tritt häufiger Nachtfrost auf. Am Wochenende dreht der Wind auf südliche Richtungen und führt mit +12 bis +17 Grad mildere Luftmassen nach Deutschland.

Zunächst gibt es über dem Süden noch länger andauernden Niederschlag zu vermelden, doch über dem Norden macht sich bei auflockernder Bewölkung zunehmend die Sonne bemerkbar. Passend zum Start in den November ziehen Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg und sorgen für ein unbeständiges Herbst-Wetter. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter November 2019.

Typisches Herbst-Wetter
Typisches Herbst-Wetter

Warme und feuchte Luftmassen aus südlichen Richtungen

Ein Sturmtief bei England kommt in den kommenden Tagen nicht sonderlich weit nach Osten voran, es reicht aber aus, um das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu beeinflussen. Bedingt durch die Vorderseitenanströmung gelangen aus südlichen Richtungen die warmen und feuchten Luftmassen nach Deutschland.

Deutschland liegt zum Wochenende auf einer warmen und feuchten Vorderseitenanströmung eines Tiefdrucksystems bei England
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Deutschland liegt zum Wochenende auf einer warmen und feuchten Vorderseitenanströmung eines Tiefdrucksystems bei England © www.meteociel.fr

Der Herbst tobt sich aus

Im gesamten Zeitraum vom 3. bis 8. November bleibt das Tief für das Wetter über Deutschland bestimmend. Der Tiefdruckkern bewegt sich in diesem Zeitraum kaum von der Stelle - das bestätigen die Wetterprognosen vom europäischen und amerikanischen Vorhersage-Modell.

Viel Niederschlag

Und so wird es über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu zeitweiligen Niederschlagsereignissen kommen, die mitunter länger andauernd und kräftiger ausfallen können. Simuliert werden bis einschließlich dem 8. November verbreitet 15 bis 30 l/m².

Über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern sind zwischen 50 bis 80 l/m² möglich und über den Alpen, sowie der Schweiz und Österreich können 80 bis 140 l/m² zusammenkommen. Weniger sind mit 5 bis 15 l/m² über dem Gebieten von Brandenburg, Berlin und Sachsen, sowie über dem östlichen Österreich möglich.

Tiefdruckgebiete dominieren das Wetter in der ersten November-Dekade
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Tiefdruckgebiete dominieren das Wetter in der ersten November-Dekade © www.meteociel.fr

Skandinavienhoch mit frühwinterlichen Ambitionen

Auf der oben gezeigten Wetterkarte des europäischen Vorhersage-Modells erkennt man die Ausdehnung von hohem Luftdruck über Skandinavien. Auch wenn der Wettercharakter in der ersten November-Dekade tiefdruckdominiert ist, so entspricht die Großwetterlage keineswegs einer Westwetterlage - und schon gar nicht einer nachhaltigen.

Nasskaltes Herbst-Wetter

Aber auch die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells stützt vom 11. bis 14. November den Aufbau von hohem Luftdruck über dem skandinavischen Raum. Zwar auf einem anderen Wege, der Effekt ist aber ähnlich, nur zeitlich verzögert.

Das Hoch keilt zum 11. November auf dem Atlantik nach Norden in Richtung Island auf und führt im Verbund mit dem Tiefdruckgebieten zwischen England und Skandinavien kalte Luftmassen nach Süden, was die Tageswerte über Deutschland auf +4 bis +8 Grad absinken lassen kann - nur noch örtlich wäre das Überschreiten der +10 Grad Marke möglich.

Diese Werte sind für die zweite November-Dekade absolut typisch und unter bestimmten Voraussetzungen wären nach dieser Prognose Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab nicht auszuschließen.

Die gestörte Zirkulation: Das Skandinavienhoch bezieht Position

Bis zum 14. November verlagert sich das Hoch nach Skandinavien und schafft es mit 1045 hPa einen ordentlichen Kerndruck aufzubauen. Nachfolgend mäandriert das Zirkulationsmuster (verschlungen) und die Tiefdruckgebiete müssen eine deutlich südlichere Zugbahn nehmen.

Spannende Wetterentwicklung, da so Hoch über Skandinavien noch weite Teile des November dominieren könnte. Je nach Position und Verlauf der Tiefdruckgebiete wären Nebel und Hochnebel ebenso möglich wie ergiebiger Dauerregen über dem Süden - auch frostige Werte sind nicht auszuschließen.

Die gestörte Zirkulation hält sich bis in die zweite November-Dekade hinein
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die gestörte Zirkulation hält sich bis in die zweite November-Dekade hinein © www.meteociel.fr

Alles möglich

Die Kombination aus einem immer wieder nach Norden aufstrebendem Hoch und einer jahreszeitlich bedingten Zunahme der Tiefdruckaktivität lässt die Variationen der kommenden Wetterentwicklung zahlreicher werden. Das Skandinavienhoch ist eine Option und für den November durchaus typisch, doch ist die Zonalisierung keineswegs vom Tisch, wenngleich diese erneut die schlechteren Karten hat.

Herbst-Wetter

Geht es nach der Wetterprognose der Kontrollläufe, so ist der Wettertrend bis zum 7. November klar definiert. Für die Jahreszeit etwas zu warm und zu nass. Darüber hinaus mehren sich die oben angesprochenen Unsicherheiten, doch das Temperaturniveau schwankt weiterhin in einem Jahreszeit-typischen Bereich und kann über dem Norden etwas kühler als über dem Süden ausfallen.

Die Niederschlagsneigung bleibt in einem leicht bis mäßig erhöhten Bereich. Zeigt aber nach dem 7. November eine tendenzielle Abschwächung, was auf den zunehmenden Einfluss eines Hochdrucksystems zurückzuführen ist. Alles in allem aber ein durchweg herbstlicher Wettercharakter.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
4. November +9 bis
+16 Grad
+12 bis
+14 Grad
8. November +5 bis
+12 Grad
+7 bis
+9 Grad
13. November +0 bis
+14 Grad
+6 bis
+8 Grad
Diagramm Temperaturen November 2019 vom 29.10.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wird der Sack auf dem Atlantik zugemacht?

Die Druckanomalien zeigen bis zum 8. November eine ganz klar herbstliche und unbeständige Wetterentwicklung. Zudem geht deutlich das Tiefdruckzentrum über England hervor. Doch das eigentlich spannende zeigt sich auf dem Atlantik, wo die Tiefdruckaktivität äußert schwach ausgeprägt ist und es sich durchaus Optionen ergeben, dass das Hoch nach Norden aufkeilt und den Sack in Richtung einer frühwinterlichen Wetterentwicklung sozusagen zumacht.

Druckanomalie bis 8. November
Druckanomalie bis 8. November - Herbstlich unbeständiges Novemberwetter © climatereanalyzer.org

Auf den Punkt gebracht

Trotz der Unsicherheiten der kommenden Wetterentwicklung zeigt sich bis zum 8. November eine klar herbstliche Ausrichtung der Großwetterlage. Darüber hinaus wird es spannend, ob sich die Zonalisierung durchsetzen, oder ob das gestörte Zirkulationsmuster weite Teile vom November beeinflussen wird. Der Wettertrend zeigt sich zum aktuellen Stand bis zur Monatsmitte der Jahreszeit entsprechend normal und im Trend leicht zu warm.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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