Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 28.10.2019 - Herbstliches November-Wetter

Nasskaltes Herbst-Wetter dominiert das derzeitige Wettergeschehen. Doch so bleibt es nicht - Anfang November steht die nächste Veränderung bevor und wird auch eine entscheidende Frage klären.

Es ist kälter geworden und daran ändert sich bis Anfang November nichts. In den Nächten ist zudem - meist über den südlichen Landesteilen - mit Nachtfrost zu rechnen. Zwischendurch ist auch etwas Sonnenschein möglich. In den ersten November-Tagen greifen weitere Tiefdruckausläufer auf Deutschland über und sorgen für einen unbeständigen und regnerischen Wettercharakter.

Die Temperaturen liegen in den kommenden Tagen zwischen +6 bis +12 Grad und steigen bis zum 3. November auf +13 bis +17 Grad und örtlich bis +19 Grad an. Nachtfrost ist nicht mehr zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter November 2019.

Unbeständiges Herbst-Wetter
Unbeständiges Herbst-Wetter

Erst nasskaltes, dann warmes Herbst-Wetter

Deutschland liegt aktuell in einer nördlichen - und damit kühlen - Grundströmung. Ein auf dem Atlantik liegendes Hoch verlagert sich bis zur Wochenmitte weiter in Richtung Mitteleuropa und lässt die Niederschläge abklingen und die Sonne häufiger zum Vorschein kommen. Zum kommenden Wochenende wird das Hoch nach Süden zurück gedrängt und verliert seinen Einfluss auf das Wettergeschehen. Zeitgleich greifen atlantische Tiefdrucksysteme auf Mitteleuropa über und mit einer Südwestströmung werden mildere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt. Die Niederschlagsneigung erhöht sich.

Atlantische Tiefdrucksysteme greifen auf Deutschland über
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Atlantische Tiefdrucksysteme greifen auf Deutschland über © www.meteociel.fr

Nasses Herbst-Wetter

Für den Zeitraum vom 3. bis 7. November berechnen beide Vorhersage-Modelle ein Tiefdruckwirbel über England, der nur sehr langsam nach Osten vorankommt und dabei genügend Zeit hat, auch über Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine rege Niederschlagneigung zu sorgen, die über dem Westen höher als über dem Osten einzustufen ist.

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Über dem Westen können zwischen 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 50 l/m² niedergehen. Über dem Südwesten und südlichen Baden-Württemberg sind bis 70 l/m² möglich. Anders die Situation über Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen, wo mit 2 bis 10 l/m² deutlich weniger an Niederschlag simuliert wird.

Ein nasser und unbeständiger Start in den November
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein nasser und unbeständiger Start in den November © www.meteociel.fr

Kippt die Großwetterlage in Richtung Frühwinter?

Gelingt es dem Tiefdruckgebiet, sich nach Osten zu verlagern, so ergeben sich auf dem Atlantik weitere Spielräume für das Azorenhoch sich nach Norden aufzuwölben und die weitere Tiefdruckaktivität zu unterbinden. Ist der Keil entsprechend ausgeprägt, so können mit Hilfe des Tiefdrucksystems kalte Luftmassen nach Süden geführt werden.

Schneefall möglich

Nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells könnte der Kaltluftzustrom ab dem 8. November in Gang gesetzt werden, während die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells das erst zum Beginn der zweiten November-Dekade berechnet. Beide Varianten ähneln sich jedoch im Ablauf.

Die Tageswerte gehen bis zum 8. November mit +6 bis +10 Grad auf einen Jahreszeit-typischen Bereich zurück und mit einer entsprechenden Schaueraktivität sind Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen nicht auszuschließen.

Eine frühwinterliche Entwicklung der Großwetterlage

Schaut man noch etwas weiter in die Zukunft, so erstreckt sich nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells der Hochdruckkeil zum 13. November zwischen den Azoren, England und Skandinavien. Weiter nach Osten dominiert tiefer Luftdruck von der Barentssee bis über die Mittelmeerregion reichend das Wettergeschehen.

Aus dieser Wetterkonstellation heraus werden noch kältere Luftmassen nach Süden geführt, was in der Höhe von 1.400 Meter die Temperaturen auf -5 bis -10 Grad absinken lassen kann. In tieferen Lagen hätte das Tageshöchstwerte von +0 bis +5 Grad und örtlich bis +7 Grad zur Folge. Die Niederschläge aber können - dank der Höhenkälte - bis auf tiefere Lagen herab als Schnee niedergehen. In den Nächten ist wieder verbreitet mit Frost zu rechnen.

Ein frühwinterlicher Trog über Mitteleuropa
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein frühwinterlicher Trog über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Winter, Frühwinter, Herbst? Abwarten!

Anfang November sorgen die atlantischen Tiefdrucksysteme für Unruhe und es besteht der Drang, eine Zonalisierung herbeizuführen und das Hoch damit in seine Schranken zu verweisen. Gelingt das, so ist mit einem normalen Herbst-Wetter zu rechnen. Wind, Regen und gemäßigte Temperaturen werden dann das Wetter bis in die zweite November-Dekade hinein beeinflussen können.

Gelingt es aber dem Hoch sich erneut nach Norden aufzuwölben, so sind sowohl wärmere, als auch kältere Varianten möglich. Die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells hat sich heute für die kältere Variante entschieden und repräsentiert gegenüber den Kontrollläufen die mit Abstand kälteste Variante. Anders formuliert ist eine frühwinterliche Wetterlage nicht auszuschließen, doch zum aktuellen Stand weniger wahrscheinlich.

Herbst-Wetter

Bestätigt wird von den Kontrollläufen ein im Zeitraum vom 1. bis 13. November durchschnittlicher November-Verlauf, der über dem Süden auch leicht zu mild ausfallen kann. Die Niederschlagsleistung ist als mäßig erhöht zu bewerten und längere trockene Abschnitte sind nicht auszumachen. Herbst-Wetter!

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
3. November +6 bis
+16 Grad
+11 bis
+12 Grad
7. November +4 bis
+12 Grad
+8 bis
+10 Grad
12. November +1 bis
+14 Grad
+7 bis
+9 Grad
Diagramm Temperaturen November 2019 vom 28.10.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Zonalisierung - oder!?

Schaut man sich die Druckanomalien bis zum 7. November an, so erkennt man das ernsthafte Bestreben, über Mitteleuropa ein Westdrift zu initialisieren. Vorübergehend mag das auch gelingen - ganz so wie es die Wettervorhersage des Vorhersage-Modell auch berechnen - doch der Unsicherheitsfaktor bleibt das Hoch zwischen Grönland, dem nördlichen Kanada und Alaska.

Dieses Hoch blockiert zugleich den Kaltlufttransport von Sibirien bis nach Kanada, was eine nachhaltige Westwetterlage erst einmal weniger wahrscheinlich und zu einer neuerlichen Meridionalisierung der Großwetterlage führen kann.

Dieser Wetterablauf zeigt sich auch in einem Anfang November positiv werdenden AO- und NAO-Index, der kurz darauf aber wieder eine negative Tendenz aufweist. Im Grunde spricht das gegen eine nachhaltige Zonalisierung.

Druckanomalie bis 7. November
Druckanomalie bis 7. November - Überraschungseffekte © climatereanalyzer.org

Wetterprognose Herbst und Winter 2019/20 nach dem Langfristmodell

  • Der Oktober ist fast vorüber und hinsichtlich des Temperaturüberschusses wird sich nicht mehr allzu viel Verändern, sodass er am Ende im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert zu warm und deutlich zu nass ausfallen wird.
  • Der November 2019 wird mit einer Differenz von -0,5 bis +1 Grad erneut etwas kühler wie in den Wochen zuvor berechnet. Die Niederschlagstätigkeit ist gegenüber den vieljährigen Sollwert unauffällig.
  • Der Dezember 2019 wird im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert mit einer Abweichung von +2 bis +3 Grad deutlich zu warm simuliert. Die Niederschlagsneigung wird in einem für die Jahreszeit-typischen Bereich berechnet.
  • Ganz ähnlich wird das Wetter im Januar 2020 prognostiziert. Die Abweichung liegt mit +1 bis +3 Grad ebenfalls im deutlich zu warmen Bereich und die Niederschlagstätigkeit steigt in den positiven Bereich an, was im Grunde einer zonal ausgeprägten Großwetterlage entspricht.
  • Ein ähnliches Bild zeigt sich für den Februar 2020. Die Abweichung zum langjährigen Mittelwert wird mit +1 bis +3 Grad deutlich zu warm simuliert. Die Niederschlagsprognose ist ebenfalls erhöht.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter gegenüber dem langjährigen Mittelwert (CFSv2)
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2019 +0,8 Grad Leicht zu nass
Oktober 2019 +1,5 bis +2,3 Grad Deutlich zu nass
November 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Dezember 2019 +2 bis +3 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst Winter 2019/2020  vom 28.10.2019
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst und Winter 2019/2020

Auf den Punkt gebracht

Der Herbst macht sich in der ersten November-Dekade mit einem milden und unbeständigen Wettercharakter bemerkbar. Im Vordergrund steht aber die Frage, ob sich die Zonalisierung wird nachhaltig durchsetzen können, oder ob sich spätestens zur zweiten November-Dekade das gestörte Zirkulationsmuster zurückkehren wird. Anders formuliert ist von warmen, herbstlichen bis hin zu frühwinterlichen Wetterentwicklungen noch alles möglich.

Anders sieht die Wetterprognose des Langfristmodells aus, was seit Wochen unbeirrt einen deutlich zu warmen Winter berechnet und dem Winter kaum Chancen einräumt. Ob es so kommt, bleibt abzuwarten!

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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