Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 09.10.2019 - Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bleibt hoch

Der goldene Oktober setzt sich von Süden durch, doch kann dieser sich nicht gegen die anrennenden Tiefdrucksysteme behaupten. Im Verlauf der zweiten Oktober-Dekade kippt das Strömungsmuster und lässt auch kühlere Varianten zu.

Mit viel Regen ist heute über dem Süden zu rechnen. Im weiteren Verlauf der Woche aber lässt der Niederschlag über dem Süden nach und häufiger kommt die Sonne zum Vorschein. Etwa nördlich der Linie von Köln und Berlin nimmt die Bewölkung zu und im Schwerpunkt der Küstenregionen ist mit weiteren Niederschlägen zu rechnen. Erst zum Wochenende lässt dort die Niederschlagsneigung etwas nach.

Der Wind dreht auf südliche bis südwestliche Richtungen und führt sehr warme Luftmassen nach Deutschland. Bis zum Sonntag können die Temperaturen auf +20 bis +25 Grad ansteigen und örtlich sogar Werte darüber hinaus erreichen. Ein spätsommerlich warmer Temperaturcharakter. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2019.

So golden wird der Oktober nicht bleiben
So golden wird der Oktober nicht bleiben

Der goldene Oktober macht sich bemerkbar

Verantwortlich für den Warmluftschub ist ein Tief über Skandinavien, welches im Verbund mit einem weiteren Tiefdruckgebiet über England und einem Hoch über der östlichen Mittelmeerregion zu der sehr warmen Südwestwetterlage führt. Die Warmluft wird aus Afrika über die Mittelmeerregion von Spanien und Frankreich nach Deutschland geführt.

Die zweite Oktober-Dekade beginnt golden
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die zweite Oktober-Dekade beginnt golden © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Wechselhaft und warm

Sowohl die Tiefdruck-, wie auch die Hochdruckaktivität ist bis zum 19. Oktober als hoch zu bewerten. Ein stabiler Wettercharakter ist somit nicht zu erwarten. Doch die Position der Tiefdrucksysteme sprechen für einen Jahreszeitlich zu warmen Temperaturverlauf.

Warmes Herbst-Wetter

Die Tiefdruckaktivität konzentriert sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells in einem Bereich zwischen Neufundland, Grönland und Island. Zeitweilig gelingt der Vorstoß in Richtung England, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen unbeständigen Wettercharakter sorgen kann.

Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bedeutet jedoch, dass es sich um eine Vorderseitenanströmung der Luftmassen handelt und die kommt aus südlichen bis südwestlichen Richtungen. Die Tageswerte werden sich meist im Bereich von +15 bis +20 Grad bewegen können. Mit einer längeren Sonnenscheindauer können die Werte auch darüber liegen.

Über dem Norden mehr Niederschlag

Das haben Südwestwetterlagen so an sich. Und so verwundert die Niederschlagsprognose des europäischen Prognose-Modells nur wenig. Über dem Norden werden bis zum 19. Oktober Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² und entlang der Küstenregionen von Nord- und Ostsee bis zu 80 l/m² simuliert. Deutlich weniger ist es etwa südlich der Linie von Köln und Usedom. Dort können mit 1 bis 10 l/m² deutlich geringere Niederschlagsmengen erzielt werden. In Richtung der Alpen steigt das Niederschlagsniveau wieder an und kann zwischen 30 bis 60 l/m² liegen, das ist aber überwiegend den Niederschlägen von heute und morgen geschuldet.

Warmes und leicht unbeständiges Herbst-Wetter
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Warmes und leicht unbeständiges Herbst-Wetter © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Tiefdruckfronten laufen auf

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ist ganz ähnlich wie die der Europäer strukturiert. Eine stabile Großwetterlage ist vorerst nicht zu erwarten, doch die Temperaturen sind zunächst noch außergewöhnlich.

Kurzzeitige Zufuhr sehr Luftmassen

Ein Tiefdruckgebiet formiert sich zum Beginn der neuen Woche vor Mitteleuropa, kommt jedoch nicht so rasch nach Osten voran. Das Tief trogt nach Süden in Richtung Spanien aus und verstärkt die Zufuhr sehr warmer Luftmassen aus südlichen Richtungen, was die Tageswerte zum Beginn der neuen Woche kurzzeitig in den Bereich von +24 bis +28 Grad bringen kann.

Wechselhaftes Herbst-Wetter

Vom 14. bis 24. Oktober ist die Tiefdruckaktivität im Bereich von Neufundland, Grönland, Island, England und dem europäischen Nordmeer als sehr hoch zu bewerten. Doch nach der Prognose des amerikanischen Wettermodells gelingt es der Tiefdruckaktivität nicht, sich weiter nach Osten auszudehnen und verbleibt mit ihrem Zentrum zwischen Grönland und Island.

Nichtsdestotrotz erreichen die Tiefdruckausläufer auch Mitteleuropa, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem unbeständigen Wettercharakter führen wird. Erst mit Beginn der letzten oktober-Dekade wölbt sich wieder ein Hoch nach Norden auf und lässt die Niederschlagsneigung abklingen. Doch bleibt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ungebrochen hoch. Das deutet nicht auf stabile Wetterverhältnisse hin.

Zurückgehende Temperaturen

Ab dem 16. Oktober gehen die Temperaturen auf einen Jahreszeit-typischen Bereich zurück und verbleiben dort bis zum 22. Oktober.

Mischwetter mit Jahreszeit-typischen Temperaturen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Mischwetter mit Jahreszeit-typischen Temperaturen © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Für die Jahreszeit etwas zu warmes Wetter

Der Oktober hat aktuell eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,38 Grad vorzuweisen und ist damit absolut im normalen Bereich angelangt. Unterschiede zeigen sich zwischen dem Norden und dem Süden. Das kälteste Bundesland ist mit einer Abweichung von -0,7 Grad Schleswig-Holstein und das wärmste mit +1,4 Grad Baden-Württemberg.

Die nun kommenden warmen Tage werden zu einem Temperaturüberschuss führen und den Oktober zu Halbzeitbilanz zu warm ausfallen lassen können. Nachfolgend aber berechnen die Kontrollläufe einen eher durchschnittlichen Temperaturtrend, der über dem Süden, Osten und Westen etwas zu warm ausfallen kann.

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Über dem Norden anhaltende Niederschlagsaktivität

Zeigt sich der Zeitraum vom 11. bis 15. Oktober über dem Süden von Deutschland nahezu trocken, so bleiben die Niederschlagssignale nach den Kontrollläufen über dem Norden bis weit in die letzte Oktober-Dekade hinein erhöht. Über dem Süden, Westen und Osten steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit im Zeitraum vom 16. bis 24. Oktober wieder an. Damit stützen die Kontrollläufen den wenig stabilen Wettercharakter.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
15. Oktober +11 bis
+22 Grad
+15 bis
+17 Grad
19. Oktober +8 bis
+17 Grad
+12 bis
+14 Grad
24. Oktober +6 bis
+18 Grad
+11 bis
+13 Grad
Diagramm Temperaturen Oktober 2019 vom 09.10.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose Herbst und Winter 2019/20 nach dem Langfristmodell

Erneute Korrekturen haben sich für den Winter ergeben.

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  • Der Oktober 2019 bleibt nach der aktuellen Wetterprognose in der Temperaturbilanz gegenüber dem vieljährigen Mittelwert normal und kann im Trend etwas zu warm ausfallen. Die Niederschlagsprognose ist im Vergleich zum langjährigen Sollwert als deutlich zu nass zu bewerten.
  • Der November 2019 wird mit einer Differenz von +0,5 bis +1,5 Grad tendenziell zu warm berechnet und die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert leicht positiv zu bewerten (etwas zu nass).
  • Der Dezember 2019 wird mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad wieder deutlich wärmer berechnet. Dabei ist die Niederschlagsprognose ähnlich hoch wie im Oktober und damit deutlich zu nass.
  • Der Januar 2020 wurde mit einer Differenz von -0,5 bis +1 Grad etwas weiter in die normale Richtung korrigiert, fällt aber am Ende dann doch etwas zu warm und zu nass aus.
  • Für den Februar 2020 berechnet das Langfristmodell ebenfalls eine Korrektur, die mit einer Abweichung zum langjährigen Mittelwert von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm ausfallen kann. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem Sollwert mäßig erhöht.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter gegenüber dem langjährigen Mittelwert (CFSv2)
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2019 +0,8 Grad Leicht zu nass
Oktober 2019 -0,5 bis +1,5 Grad Trend: zu nass
November 2019 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Dezember 2019 +1 bis +2 Grad Trend: etwas bis deutlich zu nass
Januar 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst Winter 2019/2020  vom 09.10.2019
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst und Winter 2019/2020

Auf den Punkt gebracht

Der Oktober bleibt über dem Norden durchwachsen, während sich über dem Süden eine trockenere Wetterphase durchsetzen kann. Die Temperaturen steigen mit einer kräftigen Südwestströmung in den spätsommerlich warmen Bereich an. Doch das für die Jahreszeit zu warme Temperaturniveau kann sich nicht halten und sinkt nach der Monatsmitte in den normalen Bereich ab. Der Wettercharakter wird auch über dem Süden zunehmend unbeständiger.

Fasst man die Wetterprognose des Langfristmodells zusammen, so soll der Herbst 2019 etwas zu warm und zu nass ausfallen können. Für den Winter 2019/20 bleibt der Trend - trotz der Schwankungen - deutlich zu warm. Kumuliert man die Werte, so kommt am Ende des Winters eine positive Abweichung von +1 bis +2 Grad zustande. Die Niederschlagsbilanz ist deutlich zu nass. Ob es so kommt? Abwarten!

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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