Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 07.10.2019 - Ein deutlich zu warmer Wettertrend?

Spätsommerlich warm? Der Wettertrend von einem Extrem in den anderen bestätigt sich heute erneut und könnte mit außergewöhnlichen Temperaturwerten für Verwunderung sorgen.

Bis zum Donnerstag hält sich der unbeständige Wettercharakter und insbesondere am Dienstag und Mittwoch ist mit länger andauernden und über dem Süden mit ergiebigen Niederschlägen zu rechnen. Zum Wochenende dreht die Grundströmung auf südliche Richtungen. Die Niederschlagsneigung lässt nach und mit einer zunehmenden Sonnenscheindauer wird es spürbar wärmer.

Liegen die Tageswerte bis Donnerstag meist zwischen +10 bis +15 Grad, so steigen diese zum Wochenende auf +14 bis +18 Grad und können über dem Süden bis zu +23 Grad erreichen. Der goldene Oktober macht sich bemerkbar. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2019.

Der goldene Oktober macht sich bemerkbar
Der goldene Oktober macht sich bemerkbar

Die Tiefdrucksysteme laufen auf

Zunächst dominieren noch kräftige Tiefdruckgebiete über Skandinavien das Wettergeschehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum Wochenende aber verliert das Skandinavientief an Bedeutung und das Tiefdruckzentrum konzentriert sich mehr in Richtung Island. Gleichzeitig wölbt sich von Süden hoher Luftdruck nach Norden auf und dominiert den Bereich über der Mittelmeerregion und dem östlichen Europa. Die Tiefdrucksysteme laufen fortan auf das Hoch auf und es entsteht eine Südwestwetterlage, was über Mitteleuropa die Zufuhr warmer Luftmassen ermöglicht.

Ob das aber so im Detail kommen wird, ist zum derzeitigen Stand noch fraglich, da das europäische Vorhersage-Modell in seiner aktuellen Wetterprognose das Tief über Skandinavien stärker berechnet und dessen Einfluss am Wochenende noch geltend gemacht werden kann. Der Trend aber geht in die spürbar wärmere Richtung.

Die Grundströmung dreht auf südwestliche Richtungen und führt wärmere Luftmassen nach Deutschland
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die Grundströmung dreht auf südwestliche Richtungen und führt wärmere Luftmassen nach Deutschland © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Ein Hin und Her

Vor ein paar Tagen noch berechnete die Wettervorhersage des europäischen Wettermodells eine warme südliche Anströmung der Luftmassen, was den goldenen Oktober zur Monatsmitte nach Deutschland gebracht hätte. Doch zwischenzeitlich gehen die Berechnungen wieder in eine andere Richtung.

Spürbar wärmer

Entscheidend ist schlichtweg, wie stark das Hoch ist und welche Position es einnehmen wird, bzw. behaupten kann. Zum aktuellen Stand wölbt sich das Hoch zwischen dem 11. und 13. Oktober nach Norden auf, doch bleibt die Tiefdruckaktivität zwischen Island und Skandinavien ungehindert hoch. Was folgt ist eine in diesem Zeitraum stramme Südwestströmung, bei der die Werte über dem Süden ohne weiteres über die +20 Grad Marke ansteigen können, doch ist mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen. Weiter nach Norden wird es mit +12 bis +16 Grad nicht ganz so warm werden können.

Hohe Tiefdruckaktivität

Das Hoch versucht sich bis zum 17. Oktober zu behaupten, doch die Tiefdrucksysteme geben nicht nach und stoßen immer wieder in Richtung Skandinavien vor. Die Grundströmung festigt sich und kommt aus südwestlichen Richtungen, was relativ warme, aber auch feuchte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führt.

Unbeständiges Herbst-Wetter

Und so bleibt der unbeständige Wettercharakter in der zweiten Oktober-Dekade erhalten. Bis zum 16. Oktober werden mit 15 bis 30 l/m² reichlich Niederschläge simuliert, die über dem Nordwesten und Norden, sowie über dem Stau der Mittelgebirge mit 30 bis 60 l/m² kräftiger ausfallen können.

Es wird zwar wärmer, doch das unbeständige Herbst-Wetter bleibt erhalten
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Es wird zwar wärmer, doch bleibt das unbeständige Herbst-Wetter erhalten © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Südwestlich orientierte Großwetterlage

Die grundsätzlich südwestlich orientierte Großwetterlage bestätigt sich in der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells, doch ist mit Einschränkungen und kurzzeitig außergewöhnlichen Temperaturwerten zu rechnen.

Kurzzeitige Zufuhr heißer Luftmassen

Heiß ist im Herbst ein sehr subjektiver Begriff, doch zeigt die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells was passiert, wenn sich die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik verzettelt und nach Süden in Richtung der Azoren abtropft.

Das Hoch über Mitteleuropa verstärkt sich vom 11. bis 15. Oktober und die Grundströmung dreht auf südliche Richtungen, was in der Höhe von 1.500 Meter mit +16 bis +18 Grad sehr warme Luftmassen in Richtung Mitteleuropa führen kann. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz hätte das Tageswerte von +17 bis +23 Grad und örtlich bis +26 Grad zur Folge.

Mischwetter

Vom 15. bis 23. Oktober formieren sich die Tiefdrucksysteme zwischen Island und Skandinavien erneut, was die Südwestwetterlage über Mitteleuropa aufrecht erhält, die Temperaturen aber mit einem unbeständigen Wettercharakter und vermehrten Wolken in einen für die Jahreszeit leicht zu warmen Bereich zurückgehen lassen kann.

Keine Zonalisierung

Das Wichtige aber an der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ist, dass die Zonalisierung weiterhin keine Chance hat sich nachhaltig durchzusetzen. Das Strömungsmuster bleibt meridional strukturiert.

Keine Zonalisierung erkennbar
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Keine Zonalisierung erkennbar © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Deutlich zu warm

Die Tageswerte sind bis zum 10. Oktober als typisch herbstlich zu bewerten. Für die zweite Oktober-Dekade aber berechnen die Kontrollläufe eine deutlich zu warme Wetterentwicklung. Der Höhepunkt wird für den 14. Oktober simuliert, bei der der Mittelwert um 2 bis 5 Grad über dem langjährigen Mittelwert im deutlich zu warmen Bereich liegt. Im weiteren Verlauf sinkt das Niveau zwar wieder ab, bleibt aber in etwa um 1 bis 3 Grad für die Jahreszeit zu warm.

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Nachlassende Niederschlagsaktivität

Auch dieser Trend bestätigt sich heute in der Wetterprognose der Kontrollläufe erneut. Die Niederschlagsprognose zeigt sich bis zum 14. Oktober über dem Norden und Westen erhöht, doch über dem Süden und Osten lässt die Niederschlagsneigung bereits zum 11. Oktober spürbar nach. Vom 15. bis zum 23. Oktober zeigt sich nur noch eine leicht erhöhte Niederschlagsprognose, welche über dem Norden und Westen auch im mäßig hohen Bereich liegen kann.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
13. Oktober +9 bis
+22 Grad
+17 bis
+20 Grad
18. Oktober +10 bis
+21 Grad
+15 bis
+17 Grad
22. Oktober +6 bis
+19 Grad
+13 bis
+16 Grad
Diagramm Temperaturen Oktober 2019 vom 07.10.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose Herbst und Winter 2019/20 nach dem Langfristmodell

Korrekturen haben sich für den Winter ergeben.

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  • Der Oktober 2019 soll nach der aktuellen Wetterprognose in der Temperaturbilanz gegenüber dem vieljährigen Mittelwert normal und im Trend etwas zu warm ausfallen. Die Niederschlagsprognose ist im Vergleich zum langjährigen Sollwert als deutlich zu nass zu bewerten.
  • Der November wird mit einer Differenz von +0,5 bis +1,5 Grad tendenziell zu warm berechnet und die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert etwas zu nass zu bewerten.
  • Für den Dezember 2019 gab es im Vergleich zu den letzten Wochen eine kleine Veränderung. Anstatt mit +1 bis +3 Grad wird er erste Winter-Monat - zum aktuellen Stand - mit einer Differenz gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von +1 bis +2 Grad etwas kühler berechnet. Doch ändert das nur wenig am deutlich zu warmen Gesamtbild. Zudem zeichnet sich eine deutlich erhöhte Niederschlagsneigung ab.
  • Der Januar wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +1,5 Grad ebenfalls kühler wie noch in den Wochen zuvor simuliert, doch der Februar 2020 bleibt mit einer Differenz von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm. Beide Winter-Monate weisen eine deutlich erhöhte Niederschlagsbilanz auf.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter gegenüber dem langjährigen Mittelwert (CFSv2)
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2019 +0,8 Grad Leicht zu nass
Oktober 2019 -0,5 bis +1,5 Grad Trend: zu nass
November 2019 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Dezember 2019 +1 bis +2 Grad Trend: etwas bis deutlich zu nass
Januar 2019 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst Winter 2019/2020  vom 07.10.2019
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst und Winter 2019/2020

Auf den Punkt gebracht

Bis Donnerstag herrscht ein herbstlich unbeständiger Wettercharakter vor. Zum Wochenende verändert sich die Großwetterlage strukturell und aus südwestlichen Richtungen gelangen wärmere Luftmassen nach Deutschland. Im weiteren Verlauf zeichnet sich für die zweite Oktober-Dekade mit höherer Wahrscheinlichkeit eine für die Jahreszeit zu warme Temperaturentwicklung ab. Die Niederschlagsneigung lässt insgesamt nach, bleibt aber in leichter Form erhalten.

Für den restlichen Herbst und den Winter berechnet das Langfristmodell eine zunehmende Zonalisierung der Großwetterlage. Immer wieder greifen atlantische Tiefdrucksysteme auf Mitteleuropa über und sorgen für verhältnismäßig viel Niederschläge. Bedingt durch die westliche Grundströmung ist nach diesem Wettertrend mit einem deutlich zu warmen Winter 2019/20 über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu rechnen. Ob aber sich die Zonalisierung wird wirklich durchsetzen können, bleibt abzuwarten.

Sollte sich das meridional verlaufende Strömungsmuster weiterhin behaupten können, so wäre im Winter mit längeren Warm-, als auch mit Kaltphasen zu rechnen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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