Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 05.10.2019 - Aus zu kühl wird zu warm?

Herbstlich zeigt sich auch das Wetter um Verlauf der kommenden Woche. Doch dann erfolgen strukturelle Veränderungen, was von einem Extrem in das nächste führen könnte.

Über dem Süden gibt es noch einiges an Niederschlag zu bestaunen, bevor sich auch dort zum Start in die neue Woche ein Zwischenhoch mit vermehrten Sonnenschein und nachlassenden Niederschlägen bemerkbar macht. Doch von langer Dauer ist das nicht, denn bereits zum Dienstag erreicht bereits das nächste Regenband Deutschland und setzt den nassen Wettercharakter der letzten Tage fort.

Die Temperaturen bleiben mit Werten +8 bis +14 Grad für die Jahreszeit in einem zu kühlen Bereich und können mit etwas Sonnenschein auf bis +17 Grad ansteigen. Klart es in den Nächten auf, ist örtlicher Bodenfrost nicht auszuschließen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2019.

Kommt der goldene Oktober?
Kommt der goldene Oktober?

Die Tiefdruckdominanz nimmt zu

Ein Hoch über Skandinavien lenkt derzeit im Verbund mit einem Tief über der Barentssee kühle Luftmassen nach Deutschland. Im Verlauf der kommenden Woche kippt das Hoch nach Osten weg und ein Tiefdruckwirbel zwischen Island, England und Skandinavien übernimmt die Regie der weiteren Wetterentwicklung, was den herbstlichen Charakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz aufrecht erhält.

Tiefdrucksysteme dominieren mit Wind, Regen und gemäßigt warmen Temperaturen das Wettergeschehen im Verlauf der Woche
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Tiefdrucksysteme dominieren mit Wind, Regen und gemäßigt warmen Temperaturen das Wettergeschehen im Verlauf der Woche © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das System kippt auf Süd

Die Tiefdruckaktivität setzt sich nach der Wettervorhersage des europäischen Wettermodells zwischen Island und Skandinavien fest und kippt mit seiner Achse von Südwest nach Nordost. Gleichzeitig wird die Hochdruckaktivität auf dem Atlantik stärker, was das gesamte Strömungsmuster zum Kippen bringt.

Warmes Herbst-Wetter

Kurz zur Erklärung. Ein meridionales Strömungsmuster besteht aus einer kalten Nord-Süd und aus einer warmen Süd-Nord-Strömung. Aktuell befindet sich Deutschland im Einflussbereich einer kühlen Nord-Süd-Strömung.

Doch im Verlauf der Woche wird dem Tief der Weg nach Osten erschwert und das Hoch auf dem Atlantik nimmt den stützenden Part über den Azoren weg. Dadurch rutscht das Tief über die Azoren nach Süden ab und Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in eine warme - ebenfalls meridionale - Süd-Nord-Strömung.

Die Temperaturen steigen ab dem 10. Oktober stetig an und können bis zum 14. Oktober Werte zwischen +18 bis +24 Grad erreichen. Von einem Extrem in das andere.

Tiefdruckeinfluss bleibt erhalten

Doch wer auf einen goldenen Oktober spekuliert, muss sich noch etwas in Geduld üben. Die Tiefdruckgebiete bleiben präsent und führen weiterhin feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa, was immer wieder zu Schauern führen kann. Die erhöhte Niederschlagsneigung der letzten Tage aber lässt ab dem 12. Oktober allgemein nach.

Das meridionale Strömungsmuster bleibt erhalten - doch werden deutlich wärmere Luftmassen nach Deutschland geführt
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Das meridionale Strömungsmuster bleibt erhalten - doch werden deutlich wärmere Luftmassen nach Deutschland geführt © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Südwestlich orientierte Großwetterlage

Ganz ähnlich ist die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells - jedoch mit einem zeitlichen Vesatz. Das Tiefdruckzentrum dehnt sich weiter nach Osten aus und so bleibt die Tiefdruckaktivität über Deutschland, der Schweiz und Österreich bis zum 14. Oktober erhalten. Die Temperaturen erwärmen sich langsam und peilen zur Monatsmitte die +20 Grad Marke an.

Kurzzeitig wärmer

Auch nach der Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells kippt die Tiefdruckachse nach Südwesten weg und führt im Zeitraum vom 15. bis 17. Oktober schwül-warme Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte ohne weiteres auf +18 bis +24 Grad und örtlich bis über die +25 Grad Marke hinaus ansteigen lassen kann. Auch hier zeichnet sich ein Wandel von einem Extrem in das nächste ab.

Überwiegend herbstliches Oktober-Wetter

Doch handelt es sich bei dem Warmluftschub um eine Vorderseitenanströmung eines Tiefdrucksystems mit Zentrum bei England. Das kann also nicht lange gut gehen- Zum 17. Oktober zieht das Tief weiter in Richtung Skandinavien und Mitteleuropa gelangt zunehmend auf die kühlere Rückseitenströmung. Zum 18. Oktober gelangen die kühleren Luftmassen unter Hochdruckeinfluss, was die Niederschlagsneigung gering hält, doch bei Werten von +8 bis +14 Grad sind auch keine großen Sprünge mehr zu erwarten.

Der Trog schwenkt durch - der Wärme folgt die herbstliche Frische
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Trog schwenkt durch - der Wärme folgt die herbstliche Frische © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Die Wärme-Spitze ist erkennbar

Bis zum 10. Oktober bleiben die Temperaturen über Deutschland für die Jahreszeit etwas zu kühl. Um aber die kühle zu relativieren - der Oktober ist bis einschließlich dem 4. Oktober bislang um +1,2 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert zu warm und weist lediglich über dem Norden normale bis zu kühle Temperaturentwicklungen auf.

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Im Zeitraum vom 10. bis 16. Oktober hat die Temperaturprognose der Kontrollläufen eine klar positiv verlaufende Richtung, was den Mittelwert in Richtung der +18 Grad Marke ansteigen lässt. Das wäre im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert etwa um 2 bis 4 Grad zu warm. Im Zeitraum vom 17. bis 20. Oktober sinkt das Niveau auf ein Jahreszeit-typisches ab.

Ganz trocken wird es nicht

Zwar lassen die Niederschlagssignale in der zweiten Oktober-Dekade nach, bleiben aber über dem Norden und Westen höher als über dem Süden und Osten zu bewerten. Bis zum 20. Oktober werden verbreitet Niederschlagssummen von 15 bis 30 l/m² simuliert, die über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, sowie über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern mit 30 bis 60 l/m² deutlich höher ausfallen können.

Apropos Niederschlag. Die ersten vier Oktober-Tage konnten das Monatssoll bereits zu 31 Prozent erfüllen. Anders formuliert ist der Oktober drauf und dran ein zu nasser Herbstmonat zu werden.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
11. Oktober +10 bis
+19 Grad
+14 bis
+16 Grad
16. Oktober +6 bis
+24 Grad
+13 bis
+15 Grad
20. Oktober +7 bis
+19 Grad
+12 bis
+13 Grad
Diagramm Temperaturen Oktober 2019 vom 05.10.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Ein herbstlicher Wettercharakter dominiert das Wettergeschehen in der ersten Oktober-Dekade. Ab dem zweiten Drittel zeichnet sich eine spürbar wärmere Temperaturphase ab und die Niederschläge lassen nach, bleiben aber in leichter Form erhalten - gänzlich trocken werden wird es wohl nicht werden. Dafür streben die Temperaturen in Richtung der +20 Grad Marke. Ob das von langer Dauer sein wird, bleibt aber abzuwarten. Doch festigt sich der Wettertrend der letzten Tage, was einen wärmer werdenden Wetterabschnitt im Verlauf der zweiten Oktober-Dekade zunehmend wahrscheinlicher macht.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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