Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 02.10.2019 - Der Herbst setzt sich fest

Der Herbst ist über Deutschland angekommen. Immer wieder kommt es zu Regenfällen und Temperaturen gehen noch etwas weiter zurück. Verbreitet sind die Werte für die Jahreszeit zu kühl. Doch wie nachhaltig ist der herbstliche Wettercharakter?

Kühles und wechselhaftes Oktober-Wetter ist in den kommenden Tagen zu erwarten. Ein frischer bis böiger Wind rundet zudem den herbstlichen Wettercharakter ab und unter bestimmten Voraussetzungen ist in den Nächten über manchen Regionen mit Bodenfrost zu rechnen.

Die Temperaturen pendeln sich meist auf einen Bereich ein, der zwischen +10 bis +15 Grad liegen kann. Mit längerer Sonnenscheindauer - was örtlich vorkommen kann - sind bis +17 Grad möglich. Bei einer länger andauernden Niederschlagsdauer können die Werte auch unter der +10 Grad Marke liegen. Zudem sinkt die Schneefallgrenze auf bis 1.300 Meter ab. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2019.

Ein herbstlich kühler Wettercharakter - Sonnenschein ist nur von kurzer Dauer
Ein herbstlich kühler Wettercharakter - Sonnenschein ist nur von kurzer Dauer

Skandinavienhoch

Seit ein paar Tagen beschäftigen wir uns mit dem Skandinavienhoch und weisen immer wieder darauf hin, dass es für die weitere Wetterentwicklung von einer entscheidenden Bedeutung ist - dazu später aber mehr. Zum aktuellen Stand sorgt das Hoch mit Zentrum zwischen Island und Skandinavien im Zusammenspiel mit einem Tief zwischen der Ost- und Barentssee für den Zustrom kühler bis kalter Luftmassen aus nördlichen Richtungen. Das Strömungsmuster ist bis zum kommenden Wochenende meridional strukturiert. Doch die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ist enorm hoch.

Kühles und unbeständiges Herbstwetter
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Kühles und unbeständiges Herbstwetter © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Hoch gegen Tief

Das Hochdruckgebiet über Skandinavien ist gegenüber der Zonalisierung ein sog. Störimpuls. Entweder dieser verflacht sich relativ zügig und die Westwetterlage setzt sich vorbehaltlos durch, oder das Hoch ist die Initialzündung für den Fortbestand des meridionalen Strömungsmusters (Erhaltungsneigung).

Die weder-noch Entwicklung

Das Hoch kann sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells bis zum 8./9. Oktober über Skandinavien behaupten, gerät aber zunehmend unter Druck und wird zum 10. Oktober weit nach Osten abgedrängt - die Wetterwirksamkeit schwindet somit.

Zeitgleich rücken die kräftigen Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend in Richtung Skandinavien vor und beeinflussen zunehmend das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und so ist vom 8. bis 11. Oktober mit einen äußerst unbeständigen und teils windigen Wettercharakter zu rechnen. Die Temperaturen entsprechen mit Werten von +13 bis +16 Grad durchaus dem Jahreszeit-typischen Wert.

Das Azorenhoch rück nach - Chancen für den goldenen Oktober

Die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik bleibt bis zum 12. Oktober ungebrochen hoch, doch die Dynamik schiebt das Azorenhoch mehr und mehr in Richtung Mitteleuropa. Somit ergibt sich - frühestens - zum 12. Oktober die Chance zur Aufbau einer stabilen Großwetterlage, welche dem goldenen Oktober nahe kommt. Bleibt aber die Tiefdruckaktivität in Form eines Zentraltiefs über Skandinavien erhalten, hat sich das mit dem goldenen Oktober in der zweiten Dekade rasch erledigt. Abwarten ist angesagt.

Rückt das Hoch noch etwas weiter nach Westen, so ist der goldene Oktober nicht fern
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Rückt das Hoch noch etwas weiter nach Westen, so ist der goldene Oktober nicht fern © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Eine herbstliche Wetterentwicklung

Der hohe Luftdruck ist auch nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells anfänglich noch ein Störimpuls für die Zonalisierung. Doch die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik macht kurzen Prozess.

Ein Sturmtief nimmt Kurs auf Skandinavien

Zwischen Island und England positioniert sich zum 7. Oktober ein Tiefdruckgebiet mit einem Kerndruck von bis zu 965 hPa. Das Hoch versucht noch dagegen zuhalten, doch kippt es bis zum 8. Oktober rasch nach Osten weg. Somit wird der Weg für das Tief in Richtung Skandinavien frei und der herbstliche Wettercharakter nimmt seinen Lauf.

Eine windige und unbeständige Angelegenheit

Bis zum 10. Oktober hat sich von Neufundland bis nach Skandinavien eine gut strukturierte Tiefdruckrinne etabliert, an dessen südlichen Gradienten - und somit über Deutschland, Österreich und der Schweiz - sich sog. Schnellläufer- oder Randtiefsysteme ausbilden können. Sollte das der Fall sein, wäre zum Beginn der zweiten Oktober-Dekade mit weiteren Herbststürmen zu rechnen.

Keine nachhaltige Zonalisierung

Im Kern wird es für die Wetterentwicklung im Spätherbst und zum Winter-Beginn genau darauf ankommen. Setzt sich die Zonalisierung (Westwetterlage) durch, oder bleibt das meridionale Strömungsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) erhalten? Die Würfel scheinen im Herbst fallen zu wollen.

Das amerikanische Wettermodell berechnet die Konzentration der Tiefdruckaktivität zum 11. Oktober über Skandinavien. Zum 13. Oktober aber strebt das Azorenhoch nach Norden auf und blockiert die atlantische Tiefdruckrinne. Gleichzeitig aber fehlt über Mittel- und Südeuropa das stützende Hochdrucksystem und so kann das Tiefdruckzentrum über Skandinavien ungehindert nach Süden abtropfen. Infolge daraus entsteht ein über Mitteleuropa meridionales - von Nord nach Süd verlaufendes Strömungsmuster.

Kühles Herbstwetter

Bevor das Strömungsmuster meridionalisiert, können die Werte durchaus auf +14 bis +18 Grad und mancherorts auf bis +20 Grad ansteigen, doch dreht die Strömung auf Nord, so orientieren sich die Tageshöchstwerte mehr in Richtung der +10 Grad und in den Nächten wäre bei Aufklaren mit Frost zu rechnen.

Ein meridionales, kühles und unbeständiges Zirkulationsmuster
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein meridionales, kühles und unbeständiges Zirkulationsmuster © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Der kühle Temperaturtrend bleibt erhalten

Vom 3. bis 8. Oktober liegt der Mittelwert der Kontrollläufe im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert etwa um 3 bis 6 Grad im zu kalten Bereich. Darüber hinaus steigen die Werte zwar etwas an, bleiben aber mit einer Differenz von 1 bis 4 Grad zu kühl. Anders formuliert hat die erste Oktober-Hälfte sehr gute Aussichten zu kalt auszufallen.

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Das Niederschlagssoll des Oktobers kann frühzeitig erfüllt werden

Zwar ist die Niederschlagsprognose unterschiedlich zu bewerten und generell sind über dem Westen mehr Niederschläge als über dem Osten zu erwarten, doch die Niederschlagssummen können sich bis zum 18. Oktober etwa westlich der Linie von Hamburg und München mit 50 bis 100 l/m² und örtlich bis 130 l/m² durchaus sehen lassen. Weiter nach Osten sind mit 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 50 l/m² deutlich weniger - aber immer noch ausreichende - Niederschlagssummen zu erwarten. Zum Vergleich: ein normaler Oktober-Monat bringt es auf 51 l/m².

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
8. Oktober +7 bis
+16 Grad
+11 bis
+12 Grad
13. Oktober +5 bis
+19 Grad
+11 bis
+13 Grad
18. Oktober +6 bis
+17 Grad
+11 bis
+12 Grad
Diagramm Temperaturen Oktober 2019 vom 02.10.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Das Hoch über Skandinavien hat durchaus noch das Potential die beginnende Zonalisierung zu stören und unter ganz bestimmten Voraussetzungen auch zu verhindern. Doch die viel größere Wahrscheinlichkeit spricht im Zeitraum vom 3. bis 18. Oktober für eine abwechslungsreiche Wetterentwicklung mit einem für die Jahreszeit größtenteils zu kühlen Temperaturcharakter.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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