Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 18.09.2019 - Ein Wetterwechsel bahnt sich an

Der Wettercharakter der kommenden Tage ist als stabil zu bewerten, doch das ändert sich zum Start in die neue Woche. Tiefdrucksysteme nehmen Kurs auf Mitteleuropa, was die Wetterentwicklung bis in den Oktober hinein beeinflussen kann.

Dem kühlen und über dem Norden auch windigen Wettercharakter folgen ein paar ruhige September-Tage nach und die Tageswerte steigen zum Wochenende mit verbreitet +20 bis +25 Grad in einen spätsommerlich warmen Bereich an. Über dem Norden bleibt es mit +17 bis +23 Grad tendenziell kühler. Niederschläge sind nur ganz vereinzelt welche zu erwarten.

Häufiger kommt hingegen die Sonne zum Vorschein, bevor zum Start in die neue Woche die Bewölkung sich wieder verdichtet und bereits in der Nacht auf Montag zu teils kräftigen und ergiebigen Niederschlägen führen kann - örtlich schauerartig verstärkt und mit Gewittern einhergehend. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2019.

Ein Wetterwechsel kündigt sich an
Ein Wetterwechsel kündigt sich an

Wetterwechsel

Die Wettersysteme tauschen die Positionen. Das Tief über Skandinavien verliert an Wirksamkeit und das Hoch rückt in Richtung Europa vor und lässt sich zum Beginn der neuen Woche von einem atlantischen Tiefdrucksystem noch weiter nach Osten wegdrücken. So dreht der Wind von nördliche auf südliche und zum Start in die neue Woche auf westliche Richtungen.

Die Ausläufer eines Tiefdrucksystems machen sich zum Start in die neue Woche bemerkbar
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die Ausläufer eines Tiefdrucksystems machen sich zum Start in die neue Woche bemerkbar © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein grundlegender Wetterwechsel bahnt sich an

Was einen nachhaltigen Wetterwechsel angeht wird die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells zunehmend konkreter.

Das Hoch hat kaum Chancen

Das Hoch dehnt sich bis zum Start in die neue Woche weit nach Norden auf und nimmt kurzzeitig Kontakt in Richtung Polarregion auf, was sich im Ansatz auf der oben gezeigten Wetterkarte erkennen lässt. Doch kräftige Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik nehmen Kurs in Richtung Mitteleuropa und zwingen das Hoch eine zunehmend passivere Rolle einzunehmen.

Tiefdruckdominanz nimmt zu

Vom 23. bis 25. September positioniert sich die atlantische Frontalzone im Bereich von Island, England und Skandinavien und weitet seinen Wirkungsbereich nach Deutschland aus. Zunächst noch im Form einer gemäßigt warmen Südwestströmung und einer zunehmenden Niederschlagsneigung.

Der Herbst macht sich so langsam bemerkbar

Doch das Tiefdruckzentrum verlagert sich bis zum 28. September weiter nach Osten, während das Azorenhoch auf dem Atlantik nach Norden aufkeilt. Eine Westwetterlage ist nach dieser Wetterprognose nicht zu erwarten, vielmehr eine meridionale Grundströmung, bei der es stark darauf ankommen wird, wie und wo sich das Tief positioniert.

Ist es über Skandinavien, so wird dies zu einem kühlen und unbeständigen Wetterabschnitt führen. Ist es weiter westlich - zwischen Island und Skandinavien - so liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz weiterhin in der gemäßigt warmen, aber unbeständigen, Südwestströmung.

Ein stark meridional verlaufendes Strömungsmuster, bei dem es sehr darauf ankommt, wo sich das Tief positionieren wird
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein stark meridional verlaufendes Strömungsmuster, bei dem es sehr darauf ankommt, wo sich das Tief positionieren wird © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Die Wetterdynamik nimmt zu

Ob es in der letzten September-Dekade einen ruhigen Wettercharakter geben wird und ob der Oktober wird golden starken können, hängt maßgeblich davon ab, ob sich das Hoch über Europa festigen kann - auf dem Atlantik jedenfalls stehen die Tiefdrucksysteme bereit, um für einen abwechslungsreichen Wettercharakter zu sorgen.

Wechselwetter - kein Herbstwetter

Das Hochdrucksystem wölbt sich am 23. September über Europa weit nach Norden bis über den Polarkreis hinauf aus. Zur gleichen Zeit aber toben die Tiefdruckgebiete zwischen einem Bereich von Neufundland, Island und England. Doch das Hochdrucksystem kann ein Vordringen der Tiefdrucksysteme noch blockieren.

Durchbruch der atlantischen Frontalzone

Ab dem 25./26. September aber ist es dann nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells soweit. Die Hochdruckachse kippt nach Osten weg und das Tiefdruckzentrum konzentriert sich bei England und erreicht zum 26. September den skandinavischen Raum. Auf dem Atlantik kann sich bis dahin eine Tiefdruckrinne organisieren. Anders formuliert wird der Wettercharakter im Zeitraum vom 22. bis 26. September spürbar wechselhafter und mit Tageswerten von +15 bis +20 Grad allmählich auch kühler.

Tiefdruckwetter mit herbstlichen Charakter

Vom 26. bis 30. September positioniert sich das Zentraltief über Skandinavien und drückt den hohen Luftdruck nach Westen weg. Daraus entsteht eine neuerlich meridionale Grundströmung und im Verbund der beiden Wettersysteme werden mit +12 bis +18 Grad kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt. Zudem ziehen Tiefdruckpakete über Deutschland hinweg, so dass in diesem Zeitraum mit nennenswerten Niederschlägen gerechnet werden kann - auch stürmische Winde sind nicht auszuschließen.

Erst zum Start in den Oktober zeigt sich ein zaghafter Aufbau von hohem Luftdruck zwischen den Azoren, England und Skandinavien. Das schwächt die Tiefdruckaktivität ab, doch liegen Deutschland, die Schweiz und Österreich noch am östlichen Hochdruckgradienten, sodass die weitere Zufuhr kühlerer Luftmassen gewährleistet ist.

Das Wetter wird abwechslungsreicher - weder die Tief- noch die Hochdruckgebiete können sich nachhaltig durchsetzen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Das Wetter wird abwechslungsreicher - weder die Tief- noch die Hochdruckgebiete können sich nachhaltig durchsetzen © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Wechselwetter ist eine wahrscheinliche Option

Nach der Wetterprognose der Kontrollläufe gibt es zwei wärme Peaks. Der eine ist am 23. September erreicht und der zweite am 25. September. Im weiteren Verlauf gibt es bis zum Oktober eine ganze Reihe von viel zu warmen und zu kalten Varianten. Der Mittelwert der Kontrollläufe schwankt um den vieljährigen Normwert, doch das mag täuschen. Das Strömungsmuster ist meridional ausgerichtet und es wird sich zwischen einer zu warmen oder zu kühlen Temperaturentwicklung entscheiden.

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Ansteigende Niederschlagstätigkeit

Das ein Wetterwechsel bevorsteht zeigt der Blick auf die Niederschlagsprognose, welche ab dem 23. September in einen leicht bis mäßig erhöhten Bereich ansteigt und dort bis in den Oktober hinein verbleibt. Anders formuliert kann sich das Hoch nicht behaupten und der Einfluss der Tiefdrucksysteme nimmt zu.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
24. September +11 bis
+21 Grad
+17 bis
+18 Grad
29. September +10 bis
+25 Grad
+16 bis
+18 Grad
3. Oktober +8 bis
+23 Grad
+14 bis
+16 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 18.09.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Die Großwetterlage ist bis einschließlich dem kommenden Wochenende hochdruckdominiert. Mit viel Sonnenschein und wärmer werdenden Temperaturwerten ist insbesondere über dem Süden und Südwesten zu rechnen. Zum Start in die neue Woche setzen sich mehr und mehr die atlantischen Tiefdrucksysteme durch und sorgen für einen unbeständigeren Wettercharakter.

Zwar sieht derzeit alles danach aus, als dass sich die atlantische Frontalzone gegen das Hoch wird behaupten können und damit bis in den Oktober hineinwirken kann, doch ganz so klar ist die Sachlage dann doch nicht. Entscheidend ist die kommende Woche, wenn sich das Hoch nach Norden aufwölbt. Denn einige Varianten der Kontrollläufe zeigen, dass sich dieser Hochdruckkeil auch stabilisieren könnte und dann sieht das schon wieder ganz anders aus.

Die nächste Aktualisierung erfolgt am 20. September um 13:00 Uhr, dann auch wieder mit dem Wettertrend Winter 2019/20 der unterschiedlichen Langfristmodelle

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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