Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 14.09.2019 - Kühle Wetterphase nur von kurzer Dauer

Dem spätsommerlich warmen Temperaturcharakter folgen zum Beginn der neuen Woche kühlere Luftmassen nach. Doch von langer Dauer ist das nicht.

Der Wettercharakter der kommenden Tage ist bis in die neue Woche hinein als leicht unbeständig zu bewerten. Viel an Niederschlag ist zwar nicht zu erwarten, doch ziehen immer wieder Wolkenfelder vorüber und trüben den Sonnenschein ein. Die Temperaturen erreichen über dem Norden +16 bis +23 Grad und über dem Süden sind +24 bis +28 Grad möglich. Unter ganz bestimmten Voraussetzungen ist auch das Erreichen der +30 Grad Marke nicht auszuschließen.

Zum Beginn der neuen Woche setzt sich von Norden kühlere Luft durch und stutzt die vormals viel zu warmen Temperaturen ordentlich zurecht. Aus +24 bis +28 Grad werden +14 bis +18 Grad und in den Nächten wird es empfindlich frisch, was mancherorts für Bodenfrost sorgen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2019.

Der Spätsommer erhält einen vorübergehenden Dämpfer
Der Spätsommer erhält einen vorübergehenden Dämpfer

Kräftiger Tiefdruckwirbel über Skandinavien

Ein Tiefdruckwirbel zieht in den kommenden Stunden in Richtung Skandinavien und festig dort seine Position. Im Verlauf der neuen Woche kommt das Tief noch etwas weiter nach Osten voran und verlagert sich über das westliche Russland und die Barentssee. Das Hoch wird zunehmend passiv und weicht nach Westen aus, was im Verbund der beiden Wettersysteme kalte Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland führt.

Kühle Luft aus nördlichen Richtungen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Kühle Luft aus nördlichen Richtungen © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Temperaturrückgang nur von kurzer Dauer

Man sieht es schon auf der oben gezeigten Wetterkarte. Zwar werden nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells die kühlen Luftmassen zugeführt, doch das Hoch stellt noch ein Fuß zwischen die Türe und behält sich seine Optionen auf die Wetterentwicklungen über Mitteleuropa offen.

Das Hoch rückt nach

Und so ist es dann auch. Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik wird von dem Hoch blockiert und die Tiefdruckgebiete laufen vollständig auf. Dem Hoch aber fehlt über dem östlichen Europa die Unterstützung und so verlagert es sich vom 18. bis 22. September über Mitteleuropa.

Warmes Herbst-Wetter

Was folgt, ist eine Umkehrung des Strömungsmusters. Aus Nord-Süd wird Süd-Nord und den kühlen folgen warme Werte. Die Temperaturen steigen bis zum 22. September verbreitet auf +18 bis +24 Grad an und können über manchen Regionen die +25 Grad Marke übersteigen. Da es sich um eine Vorderseitenanströmung handelt, sind Schauer und Gewitter nicht auszuschließen.

Wetterwechsel

Das Hoch verlagert sich vom 23. bis 25. September weiter nach Osten und zieht sich zudem weiter nach Süden zurück. So wird der Weg für die atlantische Frontalzone in Richtung Skandinavien frei und über Deutschland, Österreich und der Schweiz stellt sich eine warme, aber zunehmend feuchte Südwestwetterlage ein.

Eine warme, aber zunehmend unbeständige Südwestwetterlage
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Eine warme, aber zunehmend unbeständige Südwestwetterlage © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Ein Schritt weiter in Richtung Herbst

Auch nach der Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells verlagert sich das Hoch im Zeitraum vom 18. bis 21. September von England über Deutschland bis über das östliche Europa und lässt die Werte erneut über die +20 Grad Marke ansteigen. Zugleich aber intensiviert sich die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik auf besondere Art und Weise.

Das Hoch wird überrumpelt

Bevor sich das Hochdruckgebiet stabilisieren kann, schafft die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik Fakten. Vom östlichen Kanada, über Neufundland, Island und England entsteht eine ganze Tiefdruckkette, die in Richtung Europa zieht und zum 24. September Skandinavien erreicht. Das Hoch wird nach Süden weggedrückt und zum 25. September greifen die ersten Tiefdrucksysteme auf Deutschland, Österreich und die Schweiz über.

Herbst-Stürme nicht auszuschließen

Die Wetteraktivität hat eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Dynamik, was vom 25. bis 26. September zu sog. Schnellläufersystemen führen kann. Stürmische Winde, gemäßigte Temperaturen und reichlich Niederschlag wäre die Folge daraus. Da es sich aber um einen sehr dynamischen Vorgang handelt, muss die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells in den kommenden Tagen genauer verifiziert werden. Im nachfolgenden Zeitraum stellt sich ein Wechselspiel aus Hoch- und Tiefdruckgebieten ein. Nix stabiles also.

Eine erhöhte Wetterdynamik
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Eine erhöhte Wetterdynamik © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Nur kurzzeitig frischer

Die kühleren Temperaturwerte werden nach der Wettervorhersage der Kontrollläufe für den Zeitraum vom 17. bis 20. September berechnet, wobei die Werte über dem Norden tendenziell kühler wie über dem Süden ausfallen können.

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Vom 21. bis 29. September aber steigen die Werte auf einen für die Jahreszeit deutlich zu warmen Bereich an. Der Mittelwert liegt etwa um 2 bis 4 Grad über dem vieljährigen Durchschnittwert. Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells repräsentiert eine zu kühle Entwicklung, welche von den Kontrollläufen nicht gestützt wird.

Kaum Niederschlag

Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist über dem Süden, Osten und Westen bis zum 24. September als schwach zu bewerten. Über dem Norden gibt es immerhin zeitweilige Peaks - doch großartige Niederschlagssummen sind auch dort nicht zu erwarten. Ab dem 25. September steigt die Niederschlagsneigung über ganz Deutschland in den leicht erhöhten Bereich an.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
20. September +10 bis
+19 Grad
+13 bis
+15 Grad
25. September +16 bis
+25 Grad
+19 bis
+21 Grad
29. September +11 bis
+23 Grad
+17 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 14.09.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Von Norden machen sich Tiefdruckausläufer mit ihren Wolkenfeldern und einer geringen Niederschlagsneigung bemerkbar. Dominiert wird der Wettercharakter vorerst von einem Hochdrucksystem, welches sich im Verlauf der neuen Woche nach Westen verlagert und den kurzzeitigen Zustrom kühlerer Luftmassen ermöglicht.

Im weiteren Verlauf dehnt sich das Hoch weiter nach Osten aus, was im Zusammenspiel mit der Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik wärmere Luftmassen nach Mitteleuropa führt. Die Temperaturen steigen an, doch mit einer südwestlichen Grundströmung gelangen auch feuchtere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was die Neigung zu Schauern und Gewittern ansteigen lassen kann.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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