Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 08.09.2019 - Warm oder kühl? Der Spätsommer hängt von der Position eines Hochdrucksystems ab

Teils unwetterartiger Starkregen über dem Süden und Osten. Doch nachfolgend dehnt sich ein Hoch in Richtung Mitteleuropa aus und hat Ambitionen sich über Mitteleuropa zu festigen.

Starkregen - örtlich auch unwetterartig ausfallend - sorgt in den kommenden Stunden über dem Süden und morgen über dem Osten für einen äußerst nassen Wettercharakter. Weiter nach Norden und Westen lockert die Bewölkung kurzzeitig auf und Sonnenschein ist möglich. Im Verlauf der neuen Woche setzt sich mehr und mehr die Sonne durch und die Niederschlagsneigung geht weiter zurück. Die Situation über dem Süden entspannt sich am Montag und über dem Osten am Dienstag.

Simuliert werden östlich der Linie von Flensburg und München Niederschlagsmengen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 50 l/m² binnen weniger Stunden. Weiter nach Westen sind mit 1 bis 15 l/m² deutlich weniger Niederschläge zu erwarten (Die genaue Zugbahn im Wetterradar). Mit Dauerregen erreichen die Temperaturen kaum mehr als +10 bis +15 Grad und steigen mit Sonnenschein auf bis +20 Grad an. Mit der zunehmenden Sonnenscheindauer im Verlauf der Woche sind bis +25 Grad möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2019.

Eine spätsommerliche Großwetterlage hat ihre Chance
Eine spätsommerliche Großwetterlage hat ihre Chance

Tiefdruck- und Hochdruckzone

Das Tief ist in den letzten Stunden nach Süden abgetropft und saugt sich nun mit der warmen und feuchten Mittelmeerluft voll und zieht von den Alpen aus über den Osten nach Norden ab. Ist dieser Prozess abgeschlossen, gelingt den Hochdrucksystemen über den Azoren und dem westlichen Russland der Aufbau einer Hochdruckbrücke über Mitteleuropa, was die Niederschlagsneigung zurückgehen und die Sonnenscheindauer ansteigen lässt. Mit einer entsprechenden Entwicklung könnte dieses Hoch für die restlichen September-Tage wetterbestimmend sein.

Auf die Hochdruckbrücke wird es ankommen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Auf die Hochdruckbrücke wird es ankommen © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Der Versuch zum Aufbau einer stabilen Großwetterlage

Das Hoch wird im Ansatz nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells im Vergleich zu gestern etwas weiter östlicher berechnet.

Kühle Nordluft

Der Brückenschlag zwischen den beiden Hochdrucksystemen wird am 13. September unterbunden und nachfolgend bildet sich ein sehr kräftiges Tiefdruckzentrum über dem nördlichen Skandinavien aus. Das Hochdruckzentrum konzentriert sich derweil zwischen den Azoren und England. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen vom 14. bis 16. September in eine kühle Nordanströmung der Luftmassen. Da diese sich jedoch unter Hochdruckeinfluss befinden, ist mit einem trockenen und mit Werten von +14 bis +18 Grad nur gemäßigt kühlen Wettercharakter zu rechnen.

Das Hoch verlagert sich nach Osten

Die Grundkonstellation ist nicht allzu günstig, doch wagt das Hoch den Vorstoß in Richtung Mitteleuropa und beendet vorläufig den Zustrom kühler Luftmassen. In einem gradientenschwachen Wetterumfeld sind Niederschläge nicht auszuschließen, doch die Temperaturen steigen in Richtung der +20 Grad Marke an und können über manchen Regionen bis auf +24 Grad ansteigen.

Das Hoch verlagert sich weiter nach Osten
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Das Hoch verlagert sich weiter nach Osten © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Hoch Mitteleuropa

Bereits die gestrige Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ging in diese Richtung und wird heute erneut bestätig. Zum 13. September bildet sich das Hochdruckzentrum über Mitteleuropa aus und führt auf seiner Ostflanke mit +14 bis +18 Grad kurzzeitig noch etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland.

Spätsommer

Vom 15. bis 22. September entsteht ein mitteleuropäisches Hochdrucksystem mit Zentrum zwischen Deutschland und Skandinavien. Bedingt durch den Sonnenschein und der schwachen Luftbewegung können die Tageswerte ohne weiteres auf spätsommerlich warme +20 bis +25 Grad ansteigen. Zum Beginn der letzten September-Dekade wären auch Werte von bis +28 Grad nicht auszuschließen, was dann sommerlich warm wäre. Niederschläge sind bei solch einer Wetterkonstellation keine zu erwarten.

Der Spätsommer will es nochmal wissen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Spätsommer will es nochmal wissen © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Die Hochdruckposition ist alles andere als gesichert

Die Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells gehört im Vergleich zu den Kontrollläufen auch heute wieder zu den wärmsten Varianten und ist als warmer Ausreißer zu bewerten. In Summe gibt es in etwa die gleiche Anzahl, welche das Hoch über, bzw. westlich von Europa berechnen. Im Mittelwert kommen normale Temperaturwerte zustande - doch täuscht dieser Trend. Anders formuliert ist eher mit zu warmen - oder - mit einem zu kühlen Temperaturcharakter zu rechnen.

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Wenig Niederschlag

Die Niederschlagssignale werden vom 10. September an durchweg bis zum 22. September in einem schwach erhöhten Bereich simuliert. Grundsätzlich aber ist die Niederschlagsneigung über dem Norden etwas höher als über dem Süden zu bewerten.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
14. September +13 bis
+21 Grad
+16 bis
+17 Grad
19. September +10 bis
+25 Grad
+16 bis
+18 Grad
23. September +9 bis
+28 Grad
+16 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 08.09.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Der Wettertrend für den Herbst und Winter 2019/2020 des Langfristmodells

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  • Der September 2019 wird nach den aktuellen Wetterprognosen des Langfristmodells vor allem über den südwestlichen Landesteilen mit einer Abweichung von -1 bis +0,5 Grad etwas zu kühl simuliert, sonst wird mit einer Differenz von +0,5 bis +1,5 Grad ein zu warmer September berechnet. Die Niederschlagsbilanz soll über dem Norden, Osten und Südosten positiv ausfallen (zu nass), sonst sind gegenüber dem vieljährigen Sollwert keine Auffälligkeiten auszumachen.
  • Der Oktober 2019 soll mit einer Differenz von +0,5 bis +1,5 Grad etwas zu warm und im Trend leicht zu trocken ausfallen.
  • Der letzte Herbstmonat November weist mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad eine deutlich zu warme Temperaturentwicklung auf. Ebenfalls positiv ist die Niederschlagsprognose (zu nass).
  • Der Winter lässt sich nach der Wetterprognose des Langfristmodells erneut zusammenfassen. Sowohl der Dezember 2019, als auch der Januar und Februar 2020 werden mit einer Differenz von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm interpretiert und die Niederschlagsprognose fällt durchweg positiv aus.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter gegenüber dem langjährigen Mittelwert (CFSv2)
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2019 -1 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Oktober 2019 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
November 2019 +1 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass
Dezember 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Januar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst Winter 2019/2020  vom 08.09.2019
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst und Winter 2019/2020

Auf den Punkt gebracht

Der September fällt entweder deutlich zu warm, oder einigermaßen normal aus. Entscheidend hierfür wird der Hochdruckaufbau der kommenden Woche und die Positionierung des Hochdrucksystems sein. Die Wettervorhersagen der Prognose-Modelle gehen da noch unterschiedliche Wege.

Die Langfristprognosen lassen ebenfalls die Option für einen normalen Septemberverlauf offen. Für die nachfolgenden Monate aber ist der Trend klar. Der Herbst etwas zu warm und der Winter 2019/20 deutlich zu warm. Mit der auffällig hohen bis mäßigen Niederschlagsberechnung lässt das den Rückschluss einer sich über den Winter aufbauenden Zonalisierung zu (Westwetterlage). Gerade das aber ist - zum derzeitigen Stand - noch mit vielen Fragezeichen zu versehen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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