Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 07.09.2019 - Dem Spätsommer nicht fern

Folgt dem frühherbstlichen Wettercharakter ein spätsommerlicher nach? Die Prognose-Modelle berechnen den Aufbau von hohem Luftdruck, doch entscheidet dessen Position zwischen warmen und kühlem Herbst-Wetter.

Mal ist es ein Zwischenhoch, welches für etwas Sonnenschein sorgt, mal ein Tiefdruckgebiet, welches mit Wind und Regen zur Abwechslung beiträgt. Ein stabiler Wettercharakter ist vorerst nicht zu erwarten. Die Niederschlagsphasen können am Sonntag und Montag über dem Süden und Osten kräftiger ausfallen und auch für nennenswerte Niederschlagssummen sorgen.

Die Temperaturen gehen zunächst in einen frühherbstlichen Bereich zurück, können aber im Verlauf der neuen Woche mit einer zunehmenden Sonnenscheindauer und nachlassender Niederschlagsaktivität in Richtung der +20 Grad Marke orientieren. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2019.

Dominiert der Spätsommer die zweite September-Dekade?
Der Spätsommer versucht sich in der zweiten September-Dekade

Ein Wechselspiel

Im Grunde dominieren in den kommenden Tagen Tiefdruckgebiete das Wettergeschehen über Mitteleuropa und kurze Hochdruckphasen schieben sich dazwischen. Im Verlauf der neuen Woche aber versuchen die Hochdrucksysteme über den Azoren und dem westlichen Russland eine Verbindung einzugehen, was im Ansatz auch gelingt und über Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen ruhigeren Verlauf des Wetters sorgt. Doch erkennt man in der nachfolgenden Wetterkarte die Labilität des Systems, was aber für die weitere Weiterentwicklung entscheidend ist.

Eine Hochdruckbrücke baut sich auf
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Eine Hochdruckbrücke baut sich auf © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Das Hoch bleibt westlich von Europa

Das europäische Wettermodell berechnet in seiner heutigen Wetterprognose eine über Skandinavien anhaltend hohe Tiefdruckaktivität. Das schränkt die Möglichkeiten für die Ausbreitung des Hochdruckgebietes über Mitteleuropa ein.

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Und so wurschtelt sich das Wetter eben durch. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen die meiste Zeit am östlichen Hochdruckgradienten, was die Tiefdruckgebiete nicht nachhaltig bis nach Mitteleuropa durchkommen lässt. Ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken und zeitweiligen Niederschlägen ist bis zur September-Mitte zu erwarten.

Relativ kühle Temperaturen - der Spätsommer ist nicht fern

Bedingt durch die Hochdruckposition gelangen aus nordwestlichen Richtungen gemäßigt kühle Luftmassen nach Mitteleuropa, was die Tageswerte auf +14 bis +18 Grad ansteigen lassen kann. Rückt das Hoch - nur wenige hundert Kilometer - weiter nach Osten vor, so können mit +20 bis +25 Grad spätsommerlich warme Werte erwartet werden.

Die Hochdruckposition entscheidet über frühherbstlich kühle  oder spätsommerlich warme Werte
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die Hochdruckposition entscheidet über frühherbstlich kühle oder spätsommerlich warme Werte © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Die Hochdruckdominanz setzt sich durch

Seit einigen Tagen berichten wir darüber, dass sich in der zweiten September-Dekade so langsam der hohe Luftdruck durchsetzen wird. Wie das auf nachhaltige Art und Weise funktionieren kann, zeigt die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells.

Stabiles Herbstwetter!

Gestern noch ein Fragezeichen, heute das Ausrufezeichen. Die Hochdruckbrücke gewinnt im Verlauf der kommenden Woche an Stabilität und kann das Tiefdruckgebiet über Skandinavien weiter nach Norden ab drängen. Nachfolgende Tiefdruckgebiete auf dem Atlantik fehlt der Schwung um das Hoch flach zu halten und sorgen dafür, dass sich über Mitteleuropa ein autarkes Hochdruckgebiet ausbilden kann.

Spätsommerlich warme Wetterverhältnisse

Die Folge daraus: abklingende Niederschlagsneigung, zunehmende Sonnenscheindauer und die Tageswerte streben mehr und mehr in Richtung der +25 Grad Marke, wobei örtlich auch bis +28 Grad möglich sein können. Das ist für die zweite September-Dekade schon eine Hausnummer. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich der (spät)sommerliche Wettercharakter bis in die letzte September-Dekade hinein behaupten.

Der Spätsommer setzt sich durch
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Spätsommer setzt sich durch © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Vorsicht ist in der Wetterprognose geboten

Wer nun denkt, dass der Spätsommer so einfach Einzug halten wird, sollte nochmals einen Schritt zurückgehen. Warum? Zwar ist es in der Zwischenzeit sehr wahrscheinlich geworden, dass sich ein Hochdruckgebiet in Richtung Mitteleuropa ausdehnen wird - doch ist dessen Position von entscheidender Bedeutung - klarer wird das anhand der Wettervorhersage der Kontrollläufe.

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Schwache Niederschlagsprognose - große Temperaturschwankungen

Die Niederschlagssignale sind in der zweiten September-Dekade nicht allzu hoch zu bewerten. Das spricht für das Hoch. Das Temperaturspektrum aber weist ab der September-Mitte eine Differenz von bis zu 15 Grad aus und schwankt zwischen in einem Bereich von +10 bis +25 Grad. Entweder das Hoch schafft den Sprung über Mitteleuropa, oder es bleibt etwas westlicher hängen. Beide Varianten sind - zum aktuellen Stand - wahrscheinlich.

Die Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells gehören in den Kontrollläufen zu den wärmsten Varianten und sind sozusagen warme Ausreißer. Mit Veränderungen ist in den kommenden Stunden zu rechnen.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
13. September +16 bis
+25 Grad
+17 bis
+19 Grad
18. September +10 bis
+25 Grad
+17 bis
+19 Grad
22. September +9 bis
+25 Grad
+16 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 07.09.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Der Spätsommer nimmt Kurs auf Mitteleuropa

Die Druckanomalien bis zum 17. September sprechen heute eine deutlich Sprache. Das Hochdruckzentrum verlagert sich nach Norden und ein kräftiger und gut strukturierter Hochdruckgürtel entsteht - direkt - über Mitteleuropa. Das hebt die Wahrscheinlichkeit einer spätsommerlich warmen Wetterentwicklung an.

Druckanomalie bis 17. September
Druckanomalie bis 17. September - Spätsommer! © climatereanalyzer.org

Auf den Punkt gebracht

Es spricht einiges dafür, dass sich über Mitteleuropa hoher Luftdruck wird aufbauen können. Ob das nachhaltig ist oder nicht, hängt zum einen von der Stabilität, als auch von der Position des Hochdrucksystems ab. Vieles spricht dafür, dass sich das Hoch über Mitteleuropa ausdehnt und die Temperaturwerte in den spätsommerlich warmen Bereich ansteigen lassen kann.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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