Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 03.09.2019 - Spätsommerlich warm in der zweiten September-Dekade?

Wind Regen und zurückgehende Temperaturen - der Herbst macht sich bemerkbar. Ob das so bleibt, oder ob der Spätsommer noch seine Chance bekommt, hängt von der Position eines Hochdrucksystems auf dem Atlantik ab.

Die erste Tiefdruckwelle ist zwischenzeitlich über Deutschland hinweggezogen und nun folgt eine kurze Phase der Wetterberuhigung. Zum Wochenende nimmt der unbeständige Wettercharakter wieder zu und mit zeitweiligen Niederschlägen ist zu rechnen, deren Höhepunkt am Samstag und Sonntag erreicht sein kann.

Die Temperaturen steigen zunächst auf Werte von +20 bis +25 Grad an und sinken zum Wochenende auf +14 bis +18 Grad ab. Über manchen Regionen kann es mit +10 bis +15 Grad noch kühler bleiben. Vor allem aber die Nächte werden mit Werten von +5 bis +10 Grad recht frisch ausfallen können. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2019.

Tiefdrucksysteme nehmen Kurs auf Mitteleuropa
Tiefdrucksysteme nehmen Kurs auf Mitteleuropa

Ein Vorgeschmack auf den Herbst

Zwei Tiefdruckwellen komplettieren den Durchbruch der atlantischen Frontalzone in Richtung Skandinavien. Die erste Welle ist bereits hinweggezogen, die zweite folgt am Wochenende nach. Das Hochdrucksystem auf dem Atlantik spielt für das Wetter über Deutschland eine zunächst weniger gewichtige Rolle, es sorgt jedoch dafür, dass die Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa nach Süden abdriften und somit für eine frische Brise sorgen können. Anders formuliert: Erst wenn das Hoch eine andere Position einnimmt, ändert sich auch der Wettercharakter.

Wind, Sturm, Regen und herbstlich frische Temperaturwerte - Ein spätsommerliche Großwetterlage sieht anders aus
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Wind, Sturm, Regen und herbstlich frische Temperaturwerte - Ein spätsommerliche Großwetterlage sieht anders aus © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Hoch Mitteleuropa

Bis zum 10. September ändert sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells nur wenig. Das Hoch bleibt auf dem Atlantik an Ort und Stelle und in regelmäßigen Abständen ziehen die Tiefdruckgebiete in Richtung Mitteleuropa. Wind, Regen und kühle Temperaturwerte sind über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erwarten.

Das Hoch verlagert sich

Vom 10. bis 13. September aber kommt Bewegung ins Spiel. Bei Neufundland entsteht ein sehr kräftiger Tiefdruckwirbel, der sich zum 11. September bereits über Island und zum 12. September über Skandinavien befindet. Durch seine Intensität aber reißt es das Hoch regelrecht nach Osten mit, sodass dieses sich zum 13. September direkt über Mitteleuropa positionieren kann.

Es wird wärmer

Die Niederschlagsaktivität ist um den 10. September noch kräftig, verliert darüber hinaus aber spürbar an Intensität und zum 12. September dominieren sonnige Lücken das Wettergeschehen. Die Temperaturen streben zudem wieder in Richtung der +20 Grad Marke.

Der Spätsommer hat in der zweiten September-Dekade seine Chancen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Der Spätsommer hat in der zweiten September-Dekade seine Chancen © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: So wird das nichts mit dem Spätsommer

Konträr zu den Berechnungen der Europäer steht die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells, was den herbstlichen Wettercharakter bis weit in die zweite September-Dekade hinein führt.

Das Hoch bleibt auf dem Atlantik

Anstatt sich das Hoch in Richtung Mitteleuropa verlagert, bleibt es bis zum 14. September an Ort und Stelle. Aus nordwestlichen Richtungen kommend ziehen Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa hinweg und sorgen für einen regnerischen, windigen - teils stürmischen - und auch für einen jahreszeitlich zu kühlen Wettercharakter. Anders formuliert tut sich vom 5. bis 14. September kaum etwas.

Hochdruckkeil

Aber auch im Zeitraum vom 14. bis 18. September bleibt das Hoch auf dem Atlantik präsent, verändert aber zunehmend seine Struktur und keilt nach Norden in Richtung Grönland auf. Das wäre dann der Totalausfall für den Spätsommer.

Meridionale Grundströmung

Warum das so ist? Liegt das Hoch westlich von Europa in blockierender Formation, so entsteht eine über Mitteleuropa nördliche - meridionale - Grundströmung - und es kommt nicht häufig vor, dass warme Luftmassen aus diesen Richtungen zugeführt werden. Simuliert werden bspw. für den 14. September Tageshöchstwerte von +12 bis +17 Grad.

Mehr Herbst als Spätsommer
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein stark meridional geprägtes Zirkulationsmuster - Mehr Herbst als Spätsommer © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Erste Septemberhälfte zu kühl

Das Temperaturniveau steigt über Deutschland kurz an, sinkt aber zum 6. September rasch wieder ab und bleibt bis zum 13. September in einem für die Jahreszeit zu kühlen Bereich. Vom 13. bis 18. September wird der Normalisierungstrend der Temperaturen der letzten Tage gestützt.

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Ausreichend Niederschlag

Eine wirklich trockene Wetterphase ist am ehesten noch bis zum 7. September zu erwarten. Darüber hinaus ist die Niederschlagsprognose nach den Kontrollläufen in ganz Deutschland mäßig stark erhöht. Das spricht nicht gerade für eine stabile und spätsommerlich warme Großwetterlage.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
9. September +10 bis
+19 Grad
+13 bis
+16 Grad
14. September +9 bis
+19 Grad
+14 bis
+15 Grad
18. September +10 bis
+24 Grad
+15 bis
+17 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 03.09.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Der September 2019 wird definitiv anders verlaufen, als in den Vorjahren und sich weitgehend normalisieren können. Ob er am Ende wird zu kalt ausfallen wird, hängt stark davon ab welche Großwetterlage sich in der zweiten Dekade einstellen wird. Ist es die meridionale Ausrichtung hat der erste Herbstmonat gute Chancen zu kalt auszufallen, positioniert sich stattdessen das Hoch über Mitteleuropa oder Skandinavien, so hat auch ein zu warmer September noch seine Chancen.

Welche Auswirkungen ein zu warmer oder zu kalter September auf den Herbst oder Winter haben kann, klären wir am 4. September an dieser Stelle, dann auch wieder mit einem Ausblick auf die unterschiedlichen Berechnungen der Langfristmodelle.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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